Wer verriet Anne Frank?
Lange dachte man, es wäre eine Putzfrau oder ein Kopfgeldjäger gewesen. Jetzt gibt es Hinweise, dass ein niederländischer Notar das Versteck von Anne Frank und ihrer Familie verraten hat.
Lange dachte man, es wäre eine Putzfrau oder ein Kopfgeldjäger gewesen. Jetzt gibt es Hinweise, dass ein niederländischer Notar das Versteck von Anne Frank und ihrer Familie verraten hat.
Gastbeitrag Michael Hüther +++ Wolfgang Reinhard „Vergessen, verdrängen oder vergegenwärtigen?“
Walter Bingham hat den Holocaust überlebt. Er floh aus NS-Deutschland und kämpfte für die Alliierten. Er gilt als der älteste aktive Journalist der Welt. In seinem Studio hat er uns seine Geschichte erzählt.
Trude Simonsohn ist tot. Frankfurt trauert um die Holocaust-Überlebende und würdigt ihr Wirken als Zeitzeugin. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages, zu denen auch wieder Corona gehört.
Im Alter von 100 Jahren ist die Frankfurter Ehrenbürgerin Trude Simonsohn gestorben. Sie überlebte die Schoa und setzte sich viele Jahre als Zeitzeugin für Frieden, Gedenkarbeit und die Jüdische Gemeinde ein.
Viele Deutsche wissen erschreckend wenig über das jüdische Leben in ihrem Land. Ein „Festjahr“ sollte das 2021 ändern. Aber auch dieses Projekt musste der Pandemie Tribut zollen.
Der angeblich neue Historikerstreit um die Singularität des Holocaust schreibt Fehler des alten fort. Damals wie heute wird die Debatte von politischen Interessen überlagert. Ein Gastbeitrag.
Weil ein Mann an das Holocaust-Denkmal in Berlin uriniert haben soll, ermittelt nun der Staatsschutz. Anfang November war die Polizei im Zusammenhang mit dem Mahnmal noch selbst in die Schlagzeilen geraten.
Im Brandenburger „Polizeiruf 110“ kehrt ein hochbetagter Holocaust-Überlebender nach Deutschland zurück. Ihm widerfährt nichts Gutes. Wir indes sehen einen Krimi von besonderem Format.
Misha Defonseca erzählte der Welt eine Geschichte, die sie reich machte: Sie habe als Kind, allein unter Wölfen, den Holocaust überlebt. Es war alles gelogen. Ein Arte-Film fragt: Was trieb sie an?
Der antisemitische Mord an einer wehrlosen Fünfundachtzigjährigen erschütterte Frankreich. Nun ist der Täter in Paris zu lebenslanger Haft verurteilt worden.
In Wien ist eine neue Gedenkmauer zur Erinnerung an die in der NS-Zeit ermordeten österreichischen Jüdinnen und Juden eingeweiht worden. Eine Gedenktafel erinnert zudem an andere Opfer des Nazi-Regimes.
Die Familie Mosley ist wegen ihrer faschistischen Vergangenheit in Großbritannien berüchtigt. Die Universität Oxford aber hat von den Mosleys Geld angenommen. Das sorgt für heftige Kritik.
Auch Wien hat nun ein Mahnmal, das an die Ermordung von Juden während des NS-Regimes erinnert. Für Bundeskanzler Schallenberg ist es ein „sichtbares Zeichen“, dass Österreich sich – spät – seiner Verantwortung stellt.
Die einhundertjährige Holocaust-Überlebende Margot Friedländer sagte mit Blick auf die Novemberpogrome der NS-Zeit: „Wir wussten, das ist der Anfang von viel Schlimmeren, was noch kommen wird."
Der Genozidforscher Dirk Moses attestiert den Deutschen eine Fixierung auf die Schoah, die von den Kolonialverbrechen ablenke. Das ruft falsche Alternativen auf. Eine Erwiderung.
Es gibt immer weniger Zeitzeugen, die von den Verbrechen der Nationalsozialisten erzählen können. Können digitales Storytelling und Ausstellungen ihre Geschichten vermitteln?
Frankfurt am Main galt immer als jüdischste Stadt Deutschlands. Heute muss die Jüdische Gemeinde zwischen Holocaust-Gedenken und junger Liberalität ihren Ort neu bestimmen.
Am Rande eines Einsatzes in Berlin haben Polizisten auf dem Holocaust-Mahnmal in Berlin Liegestützen gemacht – und sich dabei gefilmt. „Eine unerklärliche Aktion“, urteilte die Gewerkschaft der Polizei.
Nach siebzig Jahren: Das epochale Buch über die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden des französischen Historikers Leon Poliakov erscheint nun auch auf Deutsch. Doch warum dauerte das so lange?
Die Bundeszentrale für politische Bildung will mit neuen Online-Formaten mehr Junge erreichen. Ein internationales Geschichtsfestival mit Moderatoren, Livemusik und Künstlerinnen macht den Anfang.
Mit großen Gesten hinein in den Small Talk: Per Leo stürzt sich in alle Debatten zum Stellenwert des Holocaust und stolpert dabei von einer verwegenen Behauptung zur nächsten.
3500 Objekten auf einer Fläche von mehr als 3000 Quadratmetern: Das Imperial War Museum in London ist neu konzipiert worden. Einzelschicksale aus aller Welt stehen im Zentrum der Darstellung des Kriegs als auch des Holocausts.
Vor achtzig Jahren, am 18. Oktober 1941, begannen in Berlin die Deportationen. Die Holocaust-Überlebende Ruth Klüger schrieb: „Noch jetzt, wenn ich Güterwagen sehe, überläuft es mich.“ Eine Erinnerung.
Beim Massaker von Babyn Jar ermordeten die Nazis am 29. und 30. September 1941 34.000 Juden. Der Opfer wurde nun gedacht. Das Massengrab will die Ukraine zur Gedenkstätte der Zukunft machen.
Bundespräsident Steinmeier hat in den Gedenkstätten Korjukiwka und Babyn Jar zum Gedenken an die NS-Verbrechen in Osteuropa aufgerufen. Sie hätten keinen angemessenen Platz in der deutschen Erinnerung.
Der Holocaust durch die Kugel: Kiew gedenkt des Judenmords von Babyn Jar mit Stolpersteinen und einem deutsch-ukrainischen Dokumentartheaterstück.
In letzter Zeit ist es zu Missstimmungen zwischen katholischer Kirche und Judentum gekommen. Papst Franziskus nutzt nun seine Besuche in Ungarn und der Slowakei, um einiges geradezurücken.
Nach dem Holocaust suchten viele jüdische Überlebende eine neue Heimat. Von den vielfältigen Schicksalen der unmittelbaren Nachkriegszeit erzählt die Ausstellung „Unser Mut“ im Jüdischen Museum Frankfurt.
Historiker streiten über etwaige Bezüge zwischen Kolonialismus und Holocaust. Hat es literarische Fiktion da einfacher? Ein Besuch im Schloss Miramare bei Triest, dem Schauplatz von Claudio Magris’ jüngstem Roman, hält interessante Lehren parat.
Mit einer Ausstellung und einem neuen Denkmal erinnert Frankfurt an jüdische Kinder, die nach 1938 aus der Stadt fliehen konnten. Ihre Eltern, die bleiben mussten, haben den Holocaust meist nicht überlebt.
Die Attacke des australischen Historikers Dirk Moses auf das Holocaust-Gedenken folgt einem eingespielten postkolonialen Muster. Das Ziel ist der maximale Opferstatus.
Maxim Billers „Der falsche Gruß“ ist kein Schlüsselroman über neurotische Gegenwartsdebatten: Er zieht sein Publikum in die mörderischen Ideologien des 21. Jahrhunderts. Und ist so sentimental wie spielerisch.
Dani Dayan wird Leiter der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. Der Besetzung war eine Kontroverse vorausgegangen. Yad Vashem zu leiten, sagt er, sei „mehr als eine Position; es ist eine Mission, die ich mit Ehrfurcht und Ehrerbietung übernehme“.
Südöstlich von Lublin haben israelische Forscher die sterblichen Überreste von 60 Juden gefunden, die während des Nationalsozialismus dort vergraben wurden. Unter den Leichen fand man auch 20 Kinder.
Der Holocaust dürfe nicht zum Gegenstand von Vergleichen gemacht werden, heißt es. In der Wissenschaft und in der politischen Rhetorik ist es trotzdem geschehen. Die Empathie mit Opfern anderer Verbrechen hat das nicht gefördert.