Aushungern bis zur Unterwerfung
Der „Islamische Staat“ rückt in Damaskus vor. Das bietet den Truppen des Präsidenten Assad die Möglichkeit, neben den Dschihadisten auch Palästinenser zu vertreiben.
Der „Islamische Staat“ rückt in Damaskus vor. Das bietet den Truppen des Präsidenten Assad die Möglichkeit, neben den Dschihadisten auch Palästinenser zu vertreiben.
Ein Gericht in Ägypten hat die gesamte Hamas als terroristische Gruppe eingestuft. Damit dürfte die Organisation Kairo nicht länger als Vermittler im Konflikt mit Israel akzeptieren.
Nach dem jüngsten Krieg liegt Gaza immer noch in Trümmern. Der Schwarzmarkt ist das einzige, was dort blüht. Auch die Aussöhnung von Hamas und Fatah kommt nicht voran – es droht neue Gewalt.
Die Hamas bildet im Gazastreifen Tausende Jugendliche für den nächsten Krieg mit Israel aus. In einem Ferienlager lernen sie, mit der Kalaschnikow zu schießen, Granaten zu werfen und Bomben zu bauen.
Sie sind jung, sie sind wütend, und sie haben keine Perspektive. Tausende Jugendliche zwischen 15 und 21 Jahren strömen in die Feriencamps der Hamas. Ihr Ziel: Israel bekämpfen.
Bei einem gezieltem Raketenangriff der Hizbullah-Miliz sind zwei israelische Soldaten getötet worden. Bei anschließenden Vergeltungsschlägen kam auch ein UN-Blauhelmsoldat ums Leben.
Ein 23 alter Palästinenser hat in einem Linienbus in der israelischen Stadt neun Menschen mit einem Messer verletzt. Auf der Flucht wird er von Passanten niedergeschossen. Die Hamas nennt seinen Angriff „heldenhaft“.
UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat mitgeteilt, dass die Palästinenser dem Internationalen Strafgerichtshof beitreten werden. Damit könnten sie Ermittlungen gegen Israel wegen Kriegsverbrechen im jüngsten Gaza-Krieg beantragen Doch die Hürden sind hoch.
Israel hat den Kampfeinsatz seiner Streitkräfte im Gazastreifen im Sommer 2014 offiziell als Krieg eingestuft. Damit bezeichnet der Staat Israel zum ersten Mal seit seiner Gründung 1948 einen bewaffneten Konflikt mit den Palästinensern als Krieg.
Die Heilige Familie floh vor Herodes an den Nil. Später wurde Ägypten für zwei Jahrhunderte zu einem Zentrum des Frühchristentums. Jetzt will das Land an diese Tradition anknüpfen und sich als Hort der religiösen Toleranz präsentieren.
Avigdor Lieberman gilt als ultrarechter Politiker. Dennoch drängt Israels Außenminister nun auf eine Friedensvereinbarung mit den Palästinensern. Er fürchtet um die Beziehungen zu Amerika und Europa.
Ein Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen hat den Konflikt im Nahen Osten neu entfacht: Als Reaktion bombardierte Israels Armee erstmals seit dem Krieg im Sommer wieder eine Stellung der Hamas. Augenzeugen sprechen von mehreren Explosionen.
Die Hamas hat eine Klage gegen die Europäische Union gewonnen. Wie der Europäische Gerichtshof entschied, muss die Palästinenserorganisation aus „Verfahrensgründen“ von der EU-Terrorliste genommen werden. Brüssel prüft, Berufung einzulegen.
Der Orientalist Behnam Timo Said schildert die jüngste dschihadistische Entwicklung in Syrien und im Irak und warnt eindringlich vor den Folgen für die Türkei und damit für die Nato.
Als Vergeltung für die Bombardierung des Gazastreifens sollen radikale Palästinenser ein Attentat auf Israels Außenminister geplant haben. Lieberman sorgte mit umstrittenen Ansichten zum Nahost-Friedensprozess mehrfach für Aufsehen.
Dem Massaker während des Morgengebets in einer Synagoge in Jerusalem sind drei amerikanische Staatsbürger und ein Brite zum Opfer gefallen. Die Polizei erschoss die beiden palästinensischen Attentäter. Die israelische Regierung kündigt eine Reaktion „mit harter Hand“ an.
Israel stürze den Nahen Osten in einen zerstörerischen Religionskrieg, klagt Palästinenserpräsident Abbas. Der Konter folgt prompt: Abbas erziehe sein Volk zum Terrorismus, schimpft Israels Ministerpräsident Netanjahu.
Krisenstimmung in Israel und den Palästinensergebieten: Wie vor dem Gaza-Krieg im Sommer drohen einzelne Todesfälle und Anschläge eine Gewaltspirale in Gang zu setzen. Sie überschatten den zehnten Todestag Jassir Arafats.
Angeblich aus Angst vor Anschlägen sagt die Hamas die große Gedenkfeier zum zehnten Todestag von Jassir Arafat ab. Flammt der Kieg mit der Fatah wieder auf?
Nach mehreren Anschlägen in Jerusalem wächst die Sorge vor einer dritten Intifada. Hamas-Sprecher gießen Öl ins Feuer. Der israelische Ministerpräsident Netanjahu versucht abzuwiegeln: Israel wolle am Status des Tempelbergs nicht rütteln.
Wieder hat ein Autofahrer in Jerusalem einen Anschlag verübt. Ein Passant und der Täter wurden getötet. Die Hamas spricht von einer „Heldentat“. Ministerpräsident Netanjahu macht Palästinenserführer Abbas mitverantwortlich.
Die Hofer Filmtage zeichnen ein drastisches und sehr physisches Bild der Gewalt im Nahen Osten. Auch der deutsche Nachwuchsfilm sucht erfolgreich die zeitgeschichtliche Bühne.
Erstmals zeigt ein Video, wie IS-Terrormilizen eine Frau steinigen. Sie brüsten sich der Tat. Ihr Vater hilft dabei angeblich mit.
EU und Amerika versprechen für den Wiederaufbau des Gazastreifens mehr als 600 Millionen Euro. Insgesamt wurden Hilfszusagen in Höhe von 4,3 Milliarden Euro gemacht, Palästinenserpräsident Abbas hatte zunächst drei Milliarden Euro gefordert.
Bei der Geberkonferenz für den Wiederaufbau des Gazastreifens will die internationale Gemeinschaft verhindern, dass die Gelder der Hamas in die Hände fallen. UN-Schätzungen zufolge belaufen sich die Gesamtschäden auf bis zu sieben Milliarden Dollar.
Im Krieg zerstörte Israel Schulen des Palästinenserhilfwerks UNRWA im Gazastreifen. UN-Generalkommissar Pierre Krähenbühl beziffert die Kosten auf eine Milliarde Dollar – und plant den Wiederaufbau.
Warum ist es für deutsche Muslime so schwer, die Hamas oder die Salafisten deutlich zu kritisieren? Und wie ließe sich das ändern? Ein Plädoyer für einen modernen zivilgesellschaftlichen Islam.
Die Arab Bank ist eines der der größten und angesehensten Geldhäuser im Orient. Nun hat die amerikanische Justiz die Bank wegen „Unterstützung von Terroristen“ verurteilt. Die Bank widerspricht den Vorwürfen.
Qatar wird verdächtigt, die Dschihadisten des „Islamischen Staats“ unterstützt zu haben. Auch in der deutschen Regierung ist es deshalb strittig, ob das Land Partner oder Problemstaat ist - was sich auch nach dem Besuch des Emirs in Berlin nicht ändern dürfte.
Erstmals seit der drei Wochen andauernden Waffenruhe meldet Israel den Einschlag einer Mörsergranate aus dem Gazastreifen.
Oben Raketen, unten antike Ruinen, dazwischen Juden und Palästinenser: Wer in Israel eine Ausgrabung leitet, muss nicht nur mit neuen Funden rechnen, sondern auch mit Luftalarm. Die Erlebnisse einer israelischen Archäologin.
Israelische Politiker sind vom Vormarsch des Islamischen Staats im Irak nicht beunruhigt. Vielmehr sehen sie das Vorgehen gegen die Islamisten als Chance, alte Gräben zuzuschütten.
Viele Palästinenser haben genug vom Krieg. Genug von der Hamas. Viele kehren in ihre zerstörten Häuser zurück. Der neuen Ruhe in Gaza trauen sie nicht.
Nach 50 Tagen Krieg herrscht zwischen Israel und den Palästinensern Waffenruhe. Israels Ministerpräsident glaubt, der Krieg habe neue Chancen für Friedensgespräche geschaffen.
Die Hamas brüstet sich, sie habe „den Mythos zerstört“, die israelische Armee sei unbesiegbar. In Israel ist dagegen von einer schweren Niederlage der palästinensischen Islamisten die Rede.
50 Tage lang war Krieg im Gazastreifen, jetzt ist die von Palästinensern und Ägyptern angekündigte Waffenruhe in Kraft getreten. Auch Israel stimmte der unbefristeten Feuerpause zu.