Teuflische Verbindung
Feindbilder und Komplizen: Frankreichs Medien hinterfragen nach langen Wochen des Aufruhrs, wie sie über die „Gilets Jaunes“ berichten. Hat die Berichterstattung die Proteste befeuert?
Feindbilder und Komplizen: Frankreichs Medien hinterfragen nach langen Wochen des Aufruhrs, wie sie über die „Gilets Jaunes“ berichten. Hat die Berichterstattung die Proteste befeuert?
Die „Rotschals“ haben sich in Frankreich als Gegenbewegung zu den „Gelbwesten“ gebildet und sind am Sonntag gegen Gewalt und für Demokratie auf die Straße gegangen. Eine Steuerung durch die Regierung verneinen sie.
Die Protestbewegung legte eine Liste mit zehn Namen vor, die bis Februar auf 79 erweitert werden soll. An der Spitze steht eine 31 Jahre alte Krankenpflegerin aus der Normandie.
Marine Le Pen und die „Gelbwesten“ machen in Frankreich mit Verschwörungstheorien Stimmung gegen den neuen deutsch-französischen Freundschaftsvertrag. Das Land stehe vor dem „Ausverkauf“ – die Regierung muss reagieren.
Es ist das zehnte Wochenende in Folge, an dem die sogenannten Gelbwesten gegen soziale Ungerechtigkeit demonstrieren – trotz Macrons Initiative für einen Bürgerdialog. Wieder gibt es schwere Ausschreitungen. In Avignon brennt es am Rathaus.
Frankreichs Präsident Macron hat die „nationale Debatte“ eröffnet, die er als Reaktion auf die „Gelbwesten“-Proteste ins Leben gerufen hat. Den direkten Kontakt zu den Bürgern sucht er bei dem Auftakt jedoch nicht.
Die Gewalt der radikalen „Gelbwesten“ gegen Reporter und die Versuche der Einschüchterung rühren an Grundfesten des freiheitlichen Staates. Es ist ein Skandal, dass politische Profiteure sie verharmlosen oder gar rechtfertigen. Ein Kommentar.
Die „Gelbwesten“ in Frankreich protestieren weiter gegen die Reformpolitik der Regierung. Nun soll eine große Bürger-Debatte die Gemüter beruhigen. Laut Umfrage glauben viele Franzosen nicht, dass dies die Lösung bringt.
In Frankreich gehen die „Gelbwesten“ am neunten Samstag in Folge auf die Straße. Wurfgeschosse und Feuerwerkskörper fliegen in Richtung der Sicherheitskräfte. Auch Journalisten geraten ins Visier der Demonstranten.
Tausende Menschen haben in London gegen die britische Regierung demonstriert. Ihr Vorbild: die französischen „Gelbwesten“. Die unterstützten die Proteste in der britischen Hauptstadt.
Mitte Dezember beschädigten Randalierer im Zuge der „Gelbwesten“-Proteste eine Mautstation im Süden Frankreichs. Nun hat die Polizei Dutzende Verdächtige festgenommen.
Die gute Stimmung an der Börse in Paris ist verflogen. Nicht nur die „Gelbwesten“-Proteste belasten. Aktienanalysten bleiben vorsichtig in ihren Einschätzungen, einig sind sie sich aber in einer Sache.
Neue Gesetze sollen es Polizisten ermöglichen, massiver gegen Gewalt bei Protesten vorzugehen. Die neuen Regeln könnten sich an der Gesetzgebung gegen Fußball-Hooligans orientieren.
Die italienische Regierung hebt ihren Streit mit dem französischen Präsidenten auf eine neue Ebene. Macron regiere gegen sein Volk, so Salvini. Dabei fiel Macrons Wahlsieg noch deutlicher aus als der in Italien.
In einem Blogpost zieht der stellvertretende italienische Regierungschef Luigi di Maio Parallelen zu den Ursprüngen seiner eigenen Partei. Innenminister Matteo Salvini stellt sich ebenfalls hinter die „Gelbwesten“.
Wieder sind in Frankreich Zehntausende Gelbwesten auf die Straße gegangen. Der Regierungsprecher musste aus seinem Büro fliehen. Der Präsident ruft zur Rückkehr zum Dialog auf.
Eric Drouet weiß die Anhänger der „Gelbwesten“ in Frankreich mit seinem Charisma zu begeistern. Ein Demo-Aufruf bringt ihn nun aber in Bedrängnis. Rechte und linke Oppositionelle reagieren empört.
Auch an Silvester demonstrieren wieder Gelbwesten gegen die Politik der französischen Regierung. Präsident Macron hält dennoch an seinem Reformkurs fest und ruft die Franzosen in seiner Neujahrsansprache zur Geschlossenheit auf.
Videoclips, mit denen Einzelne ihren Protest gegen Emmanuel Macrons „Hetzjagd auf Autofahrer“ ins Netz stellten, waren der Anfang. Frankreichs Präsident sah die Gelbwesten nicht kommen – dabei befolgten sie sein Rezept.
Auch an Weihnachten haben sich „Gelbwesten“ auf den Straßen Frankreichs versammelt, um ihren Unmut über die Politik der Regierung auszudrücken. Für Silvester sind größere Proteste angekündigt – auf den Champs-Elysées in Paris.
In Frankreich demonstrieren die „Gelbwesten“ wieder gegen die Regierung – aber weniger als zuletzt. In Perpignan stirbt ein Lastwagenfahrer bei einem Unfall an einem blockierten Verkehrskreisel.
Steuerfreie Überstunden, Entlastung der Rentner – nach einer hitzigen Debatte verabschiedete Frankreichs Parlament Macrons Sozialpaket. Das dürfte teuer werden. Kritik kommt von vielen Seiten.
Die „Gelbwesten“ bremsen den Konsum. Frankreichs Präsident Macron sorgt zwar für neue Impulse vom Staat – die Arbeitslosigkeit bleibt aber hoch.
Die Regierung um Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wird sich 2019 fünf Milliarden Euro mehr Geld am Kapitalmarkt borgen als geplant. Grund sind die teuren Zugeständnisse an die „Gelbwesten“-Bewegung.
Woher die Wut auf Emmanuel Macron? Der Präsident hat es gewagt, das politische System vom Links-Rechts-Schema zu befreien. Sollte er scheitern, ginge Frankreich einer düsteren Zukunft entgegen. Ein Gastbeitrag.
Dass viele Franzosen sich das Recht auf den Aufstand nehmen, ist klar. Aber geht es nur um die Wut der Verlierer aus der Provinz – oder um die erste „liberale Revolution“?
Es sah mal ganz gut aus für den Euro. Dann kamen Frankreich und die Gelbwesten.
Der Aufstand der „Gelbwesten“ hat seine Unschuld verloren. Er bildet die sehr französische Variante einer stillen völkischen Revolution, die ganz Europa erfasst hat.
Frankreich hat sich mit einem massiven Polizeiaufgebot auf die neuen „Gelbwesten“-Proteste vorbereitet. Doch diesmal verliefen die Proteste weitgehend friedlich.
Der französische Präsident Macron hat den „Gelbwesten“ teure Zugeständnisse gemacht – und riskiert damit, dass sein Land gegen die EU-Defizitregeln verstößt. EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici findet das in Ordnung.
Die Attacke auf den Weihnachtsmarkt erinnert schmerzlich daran, dass Frankreichs Integrationsmodell gescheitert ist. Abschiebungen ausländischer Gefährder können das Problem nicht lösen.
Der wegen der „Gelbwesten“-Proteste unter Druck geratene französische Präsident Macron erhält Unterstützung von den Banken. Sie ersparen privaten Kunden bis zu über einer halben Milliarde Euro Gebühren.
Emmanuel Macron ist während der Proteste der Gelbwesten in Frankreich zur Reizfigur geworden. Die neuen Zugeständnisse bekräftigen: Die Glaubwürdigkeit des Präsidenten als Reformer ist dahin.
Frankreich besitzt einen ausgeprägter Sozialstaat, doch die Zuwendungen gehen an den „Gelbwesten“ vorbei. Auch deshalb steigen sie gerade auf die Barrikaden.
Trotz der umfassenden Zugeständnisse: Emmanuel Macrons Ansprache an die Nation konnte nicht allen Unmut tilgen. Wortführer der „Gelbwesten“ rufen jetzt zum „fünften Akt“ der Proteste auf.
Er sei kein Weihnachtsmann, hatte der französische Präsident Emmanuel Macron zuvor gesagt. Doch fast ein Monat mit teils gewalttätigen Protesten zeigt jetzt Wirkung: Zum 1. Januar gibt es in Frankreich Geldgeschenke.