Nachbar Frankreich
Wenn bei der Nachbarin ein Kinderschreck einzieht: So ungefähr fühlt man sich mit dem Blick auf den Lieblingsnachbarn Frankreich, schreibt Severin Groebner in seiner Kolumne.
Eine Hebeleiter konnten die Täter unbehelligt abstellen, anschließend konnten sie fliehen: Nach dem „Jahrhundertdiebstahl“ im Louvre werden Sicherheitsmängel beklagt. Das Museumspersonal buht bei einer Personalversammlung die Direktorin aus.
Wenn bei der Nachbarin ein Kinderschreck einzieht: So ungefähr fühlt man sich mit dem Blick auf den Lieblingsnachbarn Frankreich, schreibt Severin Groebner in seiner Kolumne.
In der Provinzstadt Amiens scheint das Leben noch in Ordnung zu sein. Doch der Eindruck täuscht: Hier prügelten Randalierer auf einen Verwandten von Präsident Macron ein – der Fall steht symbolisch für den Zustand des Landes.
Frankreich kommt nicht zur Ruhe. Vor allem der Streik in den Raffinerien hält die Republik in Atem. Die Suche nach einer Tankstelle mit Benzin ist mitunter abenteuerlich
Frankreich kommt nicht zur Ruhe. Vor allem der Streik in den Raffinerien hält die Republik in Atem. Die Suche nach einer Tankstelle ist mitunter abenteuerlich.
Emmanuel Macron hat lange gewartet, bis er seine Präsidentschaftskandidatur bekanntgab. Jetzt versucht er sich als Wahlkämpfer in Kriegszeiten – und empfiehlt den Franzosen ein „deutsches Erfolgsrezept“.
Von den Gelbwesten zum Sturm aufs Kapitol: Jacques Rancière analysiert, warum Menschen revoltieren.
Vorsicht! Die Zahl der Unzufriedenen in Deutschland ist nicht gering. Und weder Soziale Marktwirtschaft noch Demokratie sind unabänderlich.
Frankreichs Staatspräsident ist unbeliebt - und hat doch gute Chancen auf Wiederwahl. Warum eigentlich?
Ehemalige französische Generäle warnen vor islamischen „Horden in der Banlieue“ und einem Bürgerkrieg. Der Politikwissenschaftler Jérôme Fourquet erklärt im Interview, was in seinem Land im Argen liegt.
In Frankreich beginnt die Debatte über ein Klimaschutzgesetz. Dies geschieht auch als Reaktion auf die „Gelbwesten“-Proteste gegen die Treibstoffsteuer.
Frankreichs Gesundheitsminister beschließt von Paris aus Sperrstunden und Gaststättenschließungen in Marseille und anderen Städten. Die autoritären Entscheidungsverfahren dürften sich als verheerend erweisen.
Tempolimit 110, kein Einwegplastik und keine gentechnisch veränderten Lebensmittel mehr – Das sind Forderungen des Bürgerkonvents, den Präsident Macron als Reaktion auf die Proteste der „Gelbwesten“ eingesetzt hat.
An der Gelbwesten-Bewegung zeigt sich die Krise der Repräsentation: Der Politologe Yves Sintomer ordnet die Bewegung in die französische Protestgeschichte ein und entdeckt einen Bruch.
In Frankreich legt die Corona-Krise schonungslos die Schwächen des Zentralstaates offen. Präsident Emmanuel Macron sollte regionalen und lokalen Kräften mehr Vertrauen entgegenbringen.
Ein Jahr nachdem die „Gelbwesten“ die revolutionären Leidenschaften Frankreichs neu entfesselt haben, folgen ihnen Intellektuelle. Ein Aufruf zum Widerstand gegen die „Offensive“ der „neoliberalen und autoritären Regierung“.
In Frankreich gibt es heute die größten Proteste seit Beginn der „Gelbwesten“-Krise vor gut einem Jahr: Ein Generalstreik im öffentlichen Dienst dürfte das Land weitgehend zum Stillstand bringen. Der Ausstand trifft auch deutsche Reisende.
In Paris ist es zu schweren Ausschreitungen gekommen. Die Bewegung der „Gelbwesten“ hatte am ersten Jahrestag ihrer Proteste zu neuen Demonstrationen aufgerufen.
Ein Jahr nach dem Beginn der Proteste der „Gelbwesten“, ist Frankreich immer noch nicht zur Ruhe gekommen. Präsident Macron konnte den Vorwurf der Arroganz der Macht bisher nicht abschütteln.
Einige der reichsten Franzosen finanzieren quasi über Nacht den Wiederaufbau der Kathedrale. Das passt vielen Franzosen nicht, ein „Wir“-Gefühl bleibt aus. Stattdessen heizt die Frage nach dem Geld die Gelbwesten-Proteste an.
Auch an diesem Samstag demonstrierten wieder Tausende „Gelbwesten“ unter massiven Sicherheitsvorkehrungen in Frankreich. Nach den Ausschreitungen der Vorwoche blieben ihnen in der Hauptstadt jedoch einige Gebiete versperrt.
Zusammenrottungen von Demonstranten und Soldaten mit Sturmgewehren: In Paris ist eine hitzige Debatte darüber ausgebrochen, mit welchen Mitteln die Regierung gegen die „Gelbwesten“ vorgehen will.
Frankreichs Präsident versucht, einen konstruktiven Weg aus der „Gelbwesten“-Krise zu finden. Doch der Autoritätsverlust des Innenministers belastet diese Versuche – und schadet Macron auch auf europäischer Ebene.
Déjà-vu in Paris: Nach Wochen der Ruhe flammen die „Gelbwesten“-Proteste wieder auf. Die Stadt gleicht einem Kriegsschauplatz. Der Präsident will durchgreifen – und steht in der Kritik. Die französische Regierung gesteht Fehler ein.
Nach der massiven Gewalt bei den jüngsten „Gelbwesten“-Protesten in Paris steht Frankreichs Präsident Emmanuel Macron unter Druck. Die rechtsgerichtete Opposition warf Macron Nachlässigkeit im Umgang mit den Demonstranten vor.
In Paris eskaliert abermals die Gewalt bei den Protesten der „Gelbwesten“. Präsident Macron bricht deswegen sogar seinen Urlaub ab – und kündigt neue Maßnahmen gegen die gewalttätigen Demonstranten an.
Vor den Europawahlen warnt ein Bericht: Falschnachrichten haben auch in Europa großen Einfluss, vor allem bei den „Gelbwesten“ in Frankreich. Die Autoren haben einen einfachen Vorschlag, um Fake News zu bekämpfen.
Den 16. Samstag in Folge protestieren die sogenannten Gelbwesten gegen die Politik des französischen Präsidenten Macron. Ihre Hoffnung setzen sie auf den 16. März.
Der frühere Präsident Nicolas Sarkozy, die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo und der Regierungssprecher nehmen mit Dankesworten Abschied von dem Mann, der Chanel rettete. Sogar die Gelbwesten verbreiten Trauerbekundungen.
Aus den Reihen der Gelbwesten erschallen neuerdings „Juden raus“-Schreie. Macron ist an den Entwicklungen am Rande der Staatskrise nicht ganz unschuldig.
Demonstranten der „Gelbwesten“-Bewegung beschimpften in Paris den Philosophen Alain Finkielkraut unter anderem als „Drecksjuden“. Bei der Gruppe sei Antisemitismus sehr verbreitet, sagte der Intellektuelle im Nachhinein. Nicht alle verurteilten die Übergriffe.
Anders als andere Oppositionelle wahrt Marine Le Pen Abstand zu den„Gelbwesten“ in Frankreich. Trotzdem profitiert die Rechtspopulistin von den gewaltsamen Protesten – denn sie verstrickt sich nicht in Widersprüche.
Noch ist der Protest gegen die Diesel-Fahrverbote in Deutschland klein. Aber er hat Folgen. Auf einmal sprechen alle Parteien viel freundlicher über das Auto.
Einen Hochgeschwindigkeitszug zwischen Frankreich und Italien wird es nach dem Willen des Vize-Ministerpräsidenten nicht geben. Doch diese Entscheidung könnte das Land Milliarden kosten.
Italiens stellvertretender Ministerpräsident Di Maio spricht in Paris mit Vertretern der „Gelbwesten“ über ein mögliches Bündnis für die Europawahlen. Das sorgt für Aufsehen – auch weil einer der Gesprächspartner weit rechts steht.
Die Deutschen wollen das Klima schützen, aber „nicht mit Fahrverboten, Geschwindigkeitsbeschränkungen oder Steuererhöhungen“, sagt Andreas Scheuer. Bayerns Ministerpräsident Söder lädt zum morgigen Autogipfel.
Feindbilder und Komplizen: Frankreichs Medien hinterfragen nach langen Wochen des Aufruhrs, wie sie über die „Gilets Jaunes“ berichten. Hat die Berichterstattung die Proteste befeuert?