Palästinenser bergen viele Tote
Palästinensische Rettungskräfte nutzen die zwölfstündige Feuerpause in Gaza, um Dutzende Leichen zu bergen. Der amerikanische Außenminister Kerry und mehrere Kollegen fordern derweil, die Waffenruhe zu verlängern.
Palästinensische Rettungskräfte nutzen die zwölfstündige Feuerpause in Gaza, um Dutzende Leichen zu bergen. Der amerikanische Außenminister Kerry und mehrere Kollegen fordern derweil, die Waffenruhe zu verlängern.
Seit Samstagmorgen gilt im Gazastreifen eine halbtägige Feuerpause. Israels Armee kündigte jedoch an, weiterhin Tunnel der Hamas zu zerstören. Zudem tötete die Luftwaffe wenige Stunden vor Inkrafttreten der Waffenruhe 20 Menschen.
Israel hat den Vorschlag des amerikanischen Außenministers für eine Waffenruhe in Gaza abgelehnt, will nun aber zumindest für zwölf Stunden das Feuer einstellen. Eine internationale Außenminister-Konferenz soll am Samstag eine langfristige Lösung finden.
Der Gaza-Konflikt wird auch im Internet ausgetragen. Die Hamas verfolgt dort eine neue Strategie: mehr Sachlichkeit, weniger Emotionen. Das soll westliche Leser überzeugen.
Zum Wochenausklang hielten sich die Investoren vornehm zurück. Die Konflikte in Israel und der Ukraine machen die Anleger ängstlich. Auch der Ifo-Index gibt wenig Grund zur Hoffnung.
Amerikas Außenminister Kerry legt einen Vorschlag für eine Waffenruhe im Gazastreifen vor. Israel müsste sich dazu nicht aus dem Gazastreifen zurückziehen. Wie reagiert die Hamas?
In Berlin und anderen Städten gibt es seit Freitagnachmittag wieder Proteste gegen Israel. Politiker warnen die Demonstranten vor antisemitischen Übergriffen. Der israelische Botschafter verteidigt auf einer Gegenkundgebung den Militäreinsatz gegen die Hamas.
Der amerikanische Außenminister Kerry schlägt Israel und der palästinensischen Hamas vor, die Kämpfe für eine Woche einzustellen. Angeblich darf Israel in dem Zeitraum aber weiter Tunnel im Gazastreifen zerstören.
Bei einem israelischen Beschuss einer UN-Schule sind nach palästinensischen Angaben mindestens 17 Menschen getötet worden. Israels Armee beschuldigt die Hamas, vom Schulgelände aus Raketen abgeschossen zu haben.
Der israelische Präsident Peres scheidet aus dem Amt. Den Kampf für den Frieden will er aber weiter führen. Wenn auch mit einem Nachfolger, der nicht seiner Meinung ist.
Israel und Amerika wurden überstimmt, Europa enthielt sich: Der Menschenrechtsrat der UN fordert eine Untersuchungskommission für den Gazastreifen. Auch mögliche Kriegsverbrechen Israels und der Hamas kamen zur Sprache.
Amerikanische Fluggesellschaften dürfen den Ben-Gurion-Flughafen in Tel Aviv wieder anfliegen. Israel lobt die Entscheidung der Luftfahrtbehörde FAA. Augenzeugen in Gaza berichten von neuen Bombenangriffen durch die israelische Armee.
Folgen des Gaza-Konflikts: Ein Testspiel zwischen Haifa und Lille muss abgebrochen werden, weil propalästinensische Fußballfans das Spielfeld stürmen. Ein Testspiel von Paderborn findet nun unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen statt.
Der Gaza-Krieg hat Israel schon jetzt Hunderte Millionen Euro gekostet. Dass die Flüge aus dem Ausland ausbleiben, schmerzt besonders. Für die Hamas ist es ein Triumph.
Zahlreiche Fluggesellschaften haben ihre Verbindungen zum internationalen Flughafen in Tel Aviv eingestellt. Israel bietet nun einen Militärflughafen in der Negev-Wüste als Alternative an. Die Kämpfe in Gaza gehen weiter.
Die ausgesetzten Flüge nach Tel Aviv offenbaren das Dilemma der Regierung Netanjahu. In einem asymmetrischen Krieg ist das ein strategischer „Sieg“ der Hamas. Den Preis dafür, die vielen Tote in Gaza, zahlt sie gerne.
Nach Tagen antisemitischer Hetze auf Demonstrationen gegen die israelische Militäroffensive setzt Bundespräsident Joachim Gauck ein starkes Zeichen. Zuvor hatte er mit dem Vorsitzenden des Zentralrats der Juden telefoniert.
Nach Amerikas Flugverbot herrscht immer noch reges Treiben am Flughafen in Tel Aviv. Nur 80 Flüge wurden gestrichen. Wer aus Europa nach Israel fliegen will, findet noch Fluggesellschaften.
Die CDU in Frankfurt hat nach den Ausschreitungen bei einer Anti-Israel-Demonstration Strafanzeige gegen unbekannt gestellt. Die Stadt betont ihre Solidarität und Freundschaft mit Israel.
Der deutsche Aktienmarkt zeigt sich am Dienstag relativ unbeeindruckt von den Krisen in der Ukraine und in Israel. Der Dax geht mehr als ein Prozent fester aus dem Handel.
Die Hamas setzt den Soldaten Israels zu. Viele von ihnen hatten keine Kampferfahrung, bis sie in Gaza unter heftigen Beschuss gerieten.
Die Appelle des israelischen Verkehrsministers waren vergebens: Aus Angst vor Raketenbeschuss haben zahlreiche Fluggesellschaften ihre Flüge nach Tel Aviv gestrichen, darunter Lufthansa und Air Berlin.
Sie waren gerade erst aus dem Norden nach Gaza-Stadt geflüchtet: Bei einem israelischen Raketenangriff mitten im Stadtzentrum sind offenbar sieben Mitglieder einer deutsch-palästinensischen Familie getötet worden.
Israel führt Krieg - und zum ersten Mal wird er von der arabischen Welt gebilligt. Die Feinde von gestern entdecken gemeinsame Interessen - und neue gemeinsame Feinde. Für Israel, Saudi-Arabien und Ägypten sind die Muslimbrüder bedrohlicher als der Palästinakonflikt.
Yakov Hadas-Handelsman äußert sich entsetzt über die antisemitischen Parolen auf Kundgebungen zum Gaza-Konflikt. Die Meinungsfreiheit werde von Islamisten sowie Rechts- und Linksextremisten missbraucht.
Alle, die anders denken, gelten als Saboteure: Wie die Gedankenpolizei meine Heimat dominiert und warum sich die wahren Probleme nicht einfach wegbomben lassen. Ein Gastbeitrag des israelischen Schriftstellers Etgar Keret.
Auch, wenn Amerika nun humanitäre Hilfe für den Gazastreifen gibt: Der Konflikt hat schon mehr als 500 Menschenleben gefordert und droht noch blutiger zu werden. Israels Offensive gegen militante Palästinenser entwickelt sich zum verlustreichen Häuserkampf.
Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas gerät zunehmend unter Druck. Seine Unbeliebtheit nimmt zu – der Hamas wird für das Leid der Menschen in Gaza nicht die Schuld gegeben.
Der Zentralrat der Juden in Deutschland zeigt sich entsetzt über den offenen Antisemitismus bei den Demonstrationen gegen den israelischen Militäreinsatz. Bei einer Kundgebung in Göttingen blieb es nicht bei Parolen.
Im Pariser Vorort Sarcelles eskalieren Proteste gegen das israelische Vorgehen im Gazastreifen. Demonstranten liefern sich vor zwei Synagogen Straßenschlachten mit der Polizei. Der französische Innenminister Cazeneuve verurteilt die antisemitischen Exzesse.
Die vom UN-Sicherheitsrat geforderte Feuerpause im Gazastreifen ist vorerst nicht in Sicht. Bei Gefechten zwischen der israelischen Armee und Hamas gibt es weitere Tote. Nach palästinensischen Angaben wurden vier Menschen beim Beschuss eines Krankenhauses getötet.
Im Gaza-Streifen tobt ein Krieg, der ebenso Unschuldige das Leben kostet wie der Abschuss von Flug MH 17 in der Ukraine. Dagegen nehmen sich die Wirtschaftsnachrichten trivial aus.
Die Zahl der Toten und Verletzten in Gaza steigt weiter, tausende Palästinenser sind auf der Flucht. Israelische Soldaten gerieten bei der Offensive unter starken Beschuss, 13 wurden getötet. Eine von der Hamas gemeldete Entführung dementierte Israel.
Das Leid der Zivilbevölkerung wird weitergehen. Denn die israelische Armee hat gerade erst begonnen, ihre Ziele abzuarbeiten. Und allein mit einer Bodenoffensive wird es ihr nicht gelingen, der Hamas ihre Terrorbasis zu entziehen.
Die Angst der Stadt Frankfurt vor erneuten Ausschreitungen war groß. Doch eine Kundgebung am Sonntag gegen den israelischen Einsatz in Gaza ist friedlich geblieben.
Tausende Palästinenser verlassen ihre Heimat, sie fliehen vor dem Krieg. Auf den Straßen im Gazastreifen liegen Tote und Verletzte – und Israel droht, die Offensive in Gaza „signifikant auszuweiten“. Bilder eines schrecklichen Krieges.