Immer mehr Euro-Länder stehen auf der Krisenliste
Nicht nur die Zukunft Griechenlands ist offen. Auch die Lage Spaniens, Zyperns und Italiens ist fragil. Ein Überblick.
Nicht nur die Zukunft Griechenlands ist offen. Auch die Lage Spaniens, Zyperns und Italiens ist fragil. Ein Überblick.
Die EU will die neuen Kapitalregeln für Versicherer deutlich entschärfen, das Europaparlament eine strengere Überwachung der Ratingagenturen. JPMorgan-Chef Dimon räumt Fehler ein.
In Athen wird an der Regierungsbildung gearbeitet, in Brüssel an Kompromissen: Offenbar sind die Geldgeber Griechenlands zunehmend bereit, dem Mittelmeerland mehr Zeit für Reformen zu geben.
Nach der Wahl in Griechenland fordert der Sieger einen Reformaufschub. Nea-Dimokratia-Chef Samaras bittet offenbar darum, zwei Jahre länger Zeit zu bekommen.
Nach der Wahl in Griechenland bemüht sich der konservative Wahlsieger Antonis Samaras unter Hochdruck, Partner für eine pro-europäische Regierung zu finden. Die neue Regierung soll schneller stehen als von vielen erwartet.
Ende Juni will der Bundestag über den Europäischen Stabilitätsmechanismus entscheiden, der 700 Milliarden Euro schwer sein soll. Ökonomen üben scharfe Kritik - viele Bürger sind besorgt.
Nach der Wahl in Griechenland steigt der Druck auf Europa, einen raschen Ausweg aus der Schuldenkrise zu finden. Auf dem G-20-Gipfeltreffen in Mexiko wies EU-Kommissionspräsident Barroso Kritik anderer Länder am europäischen Krisenmanagement scharf zurück.
Das Verfassungsgericht stuft die Rechte des Parlaments immer wieder hoch ein. Was das für den ESM heißt, darüber hat das Gericht nun entschieden. Über den Vertrag ist damit noch nichts gesagt.
Um den deutschen Widerstand gegen langfristige Euroanleihen zu brechen, bastelt die EU-Kommission an einem neuen Vorschlag. Das Manko der gemeinsamen Finanzaufnahme wird dadurch nicht geheilt: Solide wirtschaftende Eurostaaten sollen mit ihrem gutem Ruf für das Fehlversagen anderer haften.
Kurzfristige Gemeinschaftsanleihen, sogenannte Euro-Bills, gelten in Brüssel und bei der EZB als möglicher Kompromiss, weil vor allem Deutschland gravierende Bedenken gegen Eurobonds, also lang laufende Anleihen, hegt.
Ein neuer Eklat im Opel-Werk Bochum wird zum Symbol für die Absatzkrise der Massenhersteller in Europa: Fiat reduziert seine Investitionen, Peugeot verkauft sein Tafelsilber. Noch ist Staatshilfe tabu.
An diesem Sonntag wählen die Griechen. Gewinnt die radikale Linke, könnte das Land den Euro verlieren. Darauf sind alle vorbereitet. Unsere Korrespondenten berichten aus Berlin, Frankfurt, Paris, Brüssel, Washington und Athen.
Keine Kalorien, keine Kariesgefahr und 400 Mal so süß wie Zucker: Stevia ist nun als Süßstoff in der EU erlaubt. Ein Problem bleibt der Geschmack.
Die Europäische Zentralbank könnte bald die Bankenaufsicht in der Europäischen Union übernehmen. Dabei wurde erst im vergangenen Jahr die Europäische Bankenaufsichtsbehörde EBA in London geschaffen - doch sie scheint vielen zu schwach.
Die Bundesfamilienministerin hat für ihre Alternative zur starren Frauenquote geworben. Zum „scharfen Schwert“ soll die „Flexiquote“ durch Transparenz und Vergleich werden - etwa über eine Website.
Die EU-Kommission kann nach Ansicht des Partners der Kanzlei Hengeler Mueller den spanischen Banken, die nun Staatshilfe benötigen, eine Schrumpfung der Bilanz um mehr als die Hälfte verordnen.
Die EU-Kommission ist eine lustige Truppe. Nach dem CO2 möchten die Kommissare diesmal den von Autos ausgehenden Lärm per Gesetz begrenzen. Das Ganze wird als Programm zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit verkauft.
Bundestag und Bundesrat sollen bis Ende Juni den Fiskalpakt ratifizieren. Darauf haben sich Koalition und Opposition verständigt. Die Länder stellen für ihre Zustimmung noch Bedingungen. Die FDP zweifelt weiter an der Finanztransaktionssteuer.
Das Europaparlament will die EU-Haushaltsaufsicht mit einer Vergemeinschaftung der Schulden und Wachstumsfonds verknüpfen. Für hilfsbedürftige Länder ist eine „erweiterte Aufsicht“ vorgesehen.
Hat die Bahn von Wettbewerbern auf der Schiene zu hohe Preise für den Bahnstrom verlangt? Die EU-Kommission vermutet Behinderung des Wettbewerbs und ermittelt.
Die Ratingagentur Fitch stuft 18 weitere spanische Banken herab und senkt den Ausblick von Crédit Agricole auf negativ, die niederländische Bank ING zahlt 619 Millionen Dollar Strafe und Johnson & Johnson darf das Schweizer Medizintechnikunternehmen Synthes übernehmen.
Vordergründig ist die Wahl in Griechenland eine Abstimmung über den Euro. Doch die Eurogruppe lehnt den Austritt Athens kategorisch ab, weil das kurzfristig bequemer ist. Damit lädt sie die Griechen ein, ihr weiter auf der Nase herumzutanzen. Eine Analyse.
Die Reform des Schengen-Raums ist fürs erste blockiert. Im Europaparlament sorgte der Beschluss der EU-Innenminister zu EU-Grenzkontrollen für Empörung. Von „Vertrauensbruch“ ist die Rede.
EU-Kommissionspräsident Barroso werkelt an einer Bankenunion mit europäischer Bankenaufsicht. Bisher dachten die meisten: Das wird Jahre dauern, weil erst die EU-Verträge geändert werden müssen. Doch jetzt will Barroso seine Vorstellungen durch die Hintertür umsetzen – ohne Vertragsänderungen und gegen heftigen Widerstand aus Deutschland.
Die Risiken für Spaniens Staatshaushalt wachsen: Erhielte Spanien das Maximum an EFSF-Krediten, also 100 Milliarden Euro, so erhöhte sich die Staatsschuld wohl schon in diesem Jahr auf den kritischen Wert von rund 90 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.
Die EU-Kommission treibt die politischen Kosten der geplanten Geldspritze nach oben. Während Madrid von Auflagen so wenig wie möglich wissen will, stellt EU-Wettbewerbskommissar Almunia nun klar: „Wer Geld gibt, tut dies niemals gratis.“
100 Milliarden Euro für Spanien, nun sind alle zufrieden. Auch der amerikanische Finanzminister Geithner lobt die Vereinbarung. Sie sei ein konkreter Schritt auf dem Weg zu einer Fiskalunion.
Wer zahlt jetzt genau das Hilfsgeld an Spanien, wann, und welche Gegenleistungen muss das Land bringen? Hier sind 15 Fragen zur EU-Hilfe. Und die Antworten dazu.
Die Franzosen wählen ein neues Parlament. Marine Le Pen und Jean-Luc Mélenchon wollen die Grenzen zurück und den Euro abschaffen. Das kommt richtig gut an in Nordfrankreich.
Spanien wird seine europäischen Partner um Milliardenhilfen zur Sanierung seines angeschlagenen Bankensystems bitten. Das sagte der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos in Madrid. Die Euro-Staaten wollen Spanien mit bis zu 100 Milliarden Euro beistehen.
Der Unions-Fraktionsvorsitzende Volker Kauder über die Opposition und die Euro-Krise, Peter Altmaiers Kochkünste und warum Europa kein Abenteuerspielplatz ist.
Die Uefa ist der wirtschaftliche Gewinner des Spektakels EM. Die Risiken tragen Polen und die Ukraine. Den Wert des Fußballs zeigt aber auch ein Blick auf unsere Nationalmannschaft.
In der Eurogruppe verstärkt sich der Druck auf die Regierung in Madrid, einen Antrag auf Hilfen des Euro-Krisenfonds zu stellen. Es gab sogar Gerüchte, der Antrag werde bereits an diesem Samstag eingereicht und erörtert.
Spanien hat die Entscheidung über einen Hilfsantrag beim Krisenfonds EFSF zur Rettung seiner Banken aufgeschoben. Solange wollte die Ratingagentur Fitch nicht warten und stufte die Kreditwürdigkeit des Landes herab.
Die EU-Staaten haben einen Kompromiss über die Reform des Schengen-Raums erzielt. Mitgliedsländer dürfen die Kontrollen an ihren Binnengrenzen für bis zu sechs Monate wieder einführen, wenn ein anderes Mitgliedsland seine Außengrenze nicht mehr sichern kann.
In künftigen Bankenkrisen sollen die Banken selbst und ihre Gläubiger zur Kasse gebeten werden. So will es jedenfalls ein Gesetzentwurf der EU, den der Binnenmarktkommissar Michel Barnier heute vorgelegt hat.