Ypsilanti fordert Annäherung an die Linke
Im Herbst 2008 scheiterte Andrea Ypsilanti mit dem Versuch, in Hessen ein Bündnis aus SPD, Grünen und Linkspartei zu schmieden. Dafür wurde sie abgestraft. Nun belebt sie ihre alte Idee neu.
Im Herbst 2008 scheiterte Andrea Ypsilanti mit dem Versuch, in Hessen ein Bündnis aus SPD, Grünen und Linkspartei zu schmieden. Dafür wurde sie abgestraft. Nun belebt sie ihre alte Idee neu.
Reinhard Klimmt war Bundesverkehrsminister, Freund von Oskar Lafontaine - und warnt seine Partei vor einer großen Koalition. Stattdessen kann sich der SPD-Politiker spätestens in vier Jahren eine rot-rote Koalition vorstellen.
Die FDP ist an sich selbst gescheitert, aber auch am Bundesverfassungsgericht. Das liegt daran, dass das neue Wahlrecht nicht nur Arithmetik ist. Es bestimmt auch die Wählerpsychologie.
Die Linkspartei will die linke Mehrheit im Bundestag schnell ausnutzen. Die Vorsitzende Kipping forderte Grüne und Sozialdemokraten auf, alsbald einen Mindestlohn durchzusetzen.
Im stets hart umkämpften Hessen haben die Parteien nach der Wahl das Feuer in Form von verbal scharf munitionierten Erklärungen eingestellt. Gesucht wird nach einem Ausweg aus den berühmten „hessischen Verhältnissen“.
Die AfD hat es geschafft, auch Protestwähler an sich zu binden. Den größten Zuspruch hat die Partei von Arbeitern erfahren.
In Nordrhein-Westfalen wehrt sich die SPD noch gegen eine große Koalition in Berlin. Das ist zwar nur Fassade, aber die Interessen der Landesverbände haben Gewicht.
Die Linkspartei ist noch immer tief zwischen Ost-„Pragmatikern“ und West-Fundamentalisten gespalten. Darunter leiden vor allem die ostdeutschen Landesverbände. Dennoch haben sie den Sektierern im Westen eine Lektion erteilt.
Die kleinen Parteien haben sich politisch selbstverzwergt. Den Grünen ist ihr programmatischer Kern abhanden gekommen. Die AfD ist in jene „Protest“-Position eingerückt, die im Westen die Linke innehat. Eine Wahlanalyse.
Bei der Regierungsbildung in Hessen kommt es auf die SPD an – doch die spielt auf Zeit. Neben einer großen Koalition wird in der CDU auch über ein schwarz-grünes Bündnis diskutiert.
Die SPD-Linke wird sich mit einer großen Koalition nicht abfinden. Sie sehnt Rot-Rot-Grün herbei.
In der SPD zeichnet sich eine heftige Debatte darüber ob, ob sie für eine große Koalition im Bund zur Verfügung stehen soll. Die Parteilinke signalisiert schon, kein „Steigbügelhalter für schlechte Politik“ sein zu wollen. SPD-Chef Gabriel will eine Personaldebatte vermeiden.
Nach dem Wahlkrimi in Hessen ist Schwarz-Gelb zwar abgewählt, die Regierungsbildung aber völlig unklar. SPD-Spitzenkandidat Thorsten Schäfer-Gümbel hatte fünf Jahre Zeit, sich beim Kampf um die Macht auf die „hessischen Verhältnisse“ einzustellen.
Nach dieser Bundestagswahl ist vieles nicht mehr so, wie es einmal war. Die Union ist mit Angela Merkel groß, aber einsam. Viele bürgerliche Wähler sind verwaist. SPD und Grüne haben eine klare linke Mehrheit. Eine Analyse.
Es gibt „keinen Automatismus für eine große Koalition“, sagt SPD-Generalsekretärin Nahles. Auch die Grünen geben sich betont distanziert. Beide Parteien warten darauf, dass die Kanzlerin auf sie zugeht.
Große Überraschung in Wiesbaden: In letzter Minute zieht die FDP noch in den Landtag ein - Schwarz-Gelb ist trotzdem abgewählt. Die SPD legt stark zu. Rechnerisch sind eine große Koalition, Rot-Rot-Grün oder Schwarz-Grün möglich.
Eine absolute Mehrheit hat die Union dann aber doch nicht erreicht. Nun muss sie mit der SPD oder den Grünen eine Koalition bilden. Denn Schwarz-Gelb ist Vergangenheit - die FDP ist erstmals seit 1949 nicht mehr im Bundestag.
Zwiespältige Gefühle bei CDU und SPD, Enttäuschung bei der FDP, Jubel bei den Linken: Es reicht in Hessen weder für Schwarz-Gelb noch für Rot-Grün.
Bouffier hat es nicht so gut wie Merkel. Allein kann er nicht regieren. Aber eine regierungsfähige Gegenkoalition zeichnet sich ebenso wenig ab. Entscheidend wird sein, was die Grünen wollen.
Bundestagswahlen sind für die Linkspartei seit einigen Jahren zuverlässige Erfolgserlebnisse. Ihre Ziele hat sie diesmal verfehlt – trotzdem ist die Partei hochzufrieden mit sich und ihren Wählern.
In Hessen wird ein neuer Landtag gewählt - und wie schon der Wahlkampf wird die Wahl vor allem von einer Frage bestimmt: Werden SPD und CDU ihr Wort halten, weder mit der Linkspartei noch mit der AfD zu koalieren?
Kurz vor der Bundestagswahl bleibt es spannend: Sollte die AfD ins Parlament einziehen, könnte die große Koalition die einzige Option werden. Ergebnisse einer aktuellen Allensbach-Umfrage für die F.A.Z.
Hessens Ministerpräsident Bouffier zieht seine Aussage zur Koalition mit der AfD zurück - und gibt nun sein „uneingeschränktes Ehrenwort“, nicht mit der Partei zu koalieren. Das hat einen problematischen Nebeneffekt.
Wie hievt man die „Alternative für Deutschland“ über fünf Prozent? Ganz einfach: So ähnlich wie die Linkspartei. Oder durch Umfragen.
Volker Bouffier, CDU-Ministerpräsident durch den Amtsverzicht seines Vorgängers, will nun selbst gewählt werden. Doch alle Umfrageergebnisse deuten auf einen spannenden Wahltag.
Nach Andrea Ypsilantis Rücktritt galt er als Notlösung, als Blitzableiter für die Wut der SPD-Wähler. Aber Thorsten Schäfer-Gümbel blieb. Jetzt will er in Hessen Volker Bouffier als Ministerpräsidenten ablösen.
Mobilisierung allein genügt nicht. Die SPD setzt gegen die asymmetrische Demobilisierung nach der Landtagswahl in Bayern auf ein neues Mittel: die dialektische Mobilisierung.
In Berlin wird das Ergebnis der Landtagswahl als Signal für die Bundestagswahl gedeutet. Für die FDP könnte das Fiasko in Bayern, so eine der Theorien, im Bund sogar von Nutzen sein.
Das Duell der hessischen Spitzenkandidaten Volker Bouffier und Thorsten Schäfer-Gümbel verlief unerwartet angriffslustig. Selbst der Moderator wurde kritisiert. Der wiederum musste dem Langredner Bouffier immer wieder das Wort entziehen.
Das Spitzenteam der Linkspartei zählt acht Köpfe. Die meisten Wähler kennen nur zwei. Sahra Wagenknecht - und Gregor Gysi. Mit ihm hat der Wahlkampf nun unerwartet Schwung bekommen.
In einer neuen Wahlumfrage fallen die Grünen erstmals unter die Marke von zehn Prozent. Demnach würden sie das erste Mal bei einer Bundestagswahl weniger Stimmen erhalten als die Linkspartei. Piraten und AfD würden den Einzug in das Parlament verpassen.
Schon vor der Bundestagswahl am 22. September werden erste Überlegungen über das künftige Bundeskabinett einer schwarz-gelben Koalition angestellt. Doch die Union sorgt sich - vor allem vor zu großer Siegesgewissheit.
Die hessische Linkspartei bezieht radikale Positionen zum Flugverkehr. So geht sie auf Stimmenfang im Lager der Fluglärmgegner.
Der Höhenflug der Grünen ist endgültig vorbei. In Hessen halten FDP und CDU der SPD deshalb schon das rot-rot-grüne Stöckchen hin.
Macht Schäfer-Gümbel die „Ypsilanti“? Zwei Wochen vor der Landtagswahl in Hessen schließt der SPD-Spitzenkandidat eine rot-rot-grüne Koalition aus. Schäfer-Gümbel bereite wie seine Vorgängerin einen „Wortbruch“ vor, sagt dagegen FDP-Landeschef Hahn.
Die SPD setzt alles auf die soziale Gerechtigkeit. Es ist der letzte Versuch, in die linken Urgesteinsschichten vorzudringen. Wenn das nicht gelingt, hilft nur noch die Linkspartei.