Des einen Freud, des anderen Neid
Die Linke hat sich nach oben gekämpft und jubelt über mehr als acht Prozent der Stimmen. Das BSW beendet seine Wahlparty vorzeitig. Wagenknechts Triumphzug mündet in eine Zitterpartie.
Die Linke hat sich nach oben gekämpft und jubelt über mehr als acht Prozent der Stimmen. Das BSW beendet seine Wahlparty vorzeitig. Wagenknechts Triumphzug mündet in eine Zitterpartie.
Noch vor Wochen bangte die Linke um den Wiedereinzug in den Bundestag – nun feiert sie ein starkes Ergebnis. Mit rund neun Prozent in den ersten Hochrechnungen zeigt sich die Partei euphorisch. Spitzenkandidatin Heidi Reichinnek spricht von einer „Wiederauferstehung“.
Die Parteien haben unterschiedliche Vorstellungen davon, ob Deutschland Kiew Waffen schicken soll. Selbst jene, die für militärische Hilfe sind, unterscheiden sich bei der Wahl der Mittel.
Das Thema Migration hat den Wahlkampf geprägt. Die Parteien haben ganz unterschiedliche Vorstellungen davon, wie Deutschland mit Asylbewerbern umgehen soll.
Im Netz scheint die AfD den Wahlkampf zu dominieren. Doch auch andere Parteien nutzen Instagram und Tiktok für sich – und erreichen dort vor allem junge Menschen.
Die Linke schreibt eine kleine Aufstiegsgeschichte am Rande des großen Wahlkampfdramas. Dazu gehören nicht nur Tiktok-Videos.
Vor der Bundestagswahl hat die Linke einen Plan gefasst, was sie in den ersten 100 Tagen nach der Wahl umsetzen will. Neben dem Kampf gegen steigende Mieten will man sich für niedrigere Lebensmittelpreise und höhere Steuern für Vermögende einsetzen.
Die Linke schien schon klinisch tot, jetzt kann sie sich vor Neueintritten kaum retten – und die Umfragen gehen nach oben. Was ist passiert?
Linkspartei, FDP und BSW liegen in den Umfragen nahe an der Fünfprozenthürde. Die jüngste Allensbach-Umfrage für die F.A.Z. zeigt: Es ist noch alles in Bewegung.
Die Linke kann wieder auf einen Bundestagseinzug hoffen. Geholfen haben ihr eine ausgefeilte Social-Media-Strategie, die Migrationsdebatte – und eine Spitzenkandidatin, die weiß, wie man Jugendliche anspricht.
Vor Publikum kämpfen die Linken-Veteranen Gregor Gysi, Bodo Ramelow und Dietmar Bartsch um Direktmandate. Die sogenannten „Silberlocken“ bewältigen dabei viel Vergangenes.
Gökay Akbulut schildert, wie ein Fahrgast am Wochenende eine Bierflasche auf sie geworfen habe. Auch verbal sei sie angegriffen worden. Nun will sie Strafanzeige stellen.
Mit dem Fokus auf die Themen bezahlbarer Wohnraum und Lebenshaltungskosten will die Partei es wieder in den Bundestag schaffen. Laut Umfragen ist nicht sicher, ob die Linke es über die Fünf-Prozent-Hürde schafft.
Die Stimmung ist bei der Linken besser als die Umfragen. In großer Einmütigkeit wird das Wahlprogramm beschlossen. Über Sahra Wagenknecht mag niemand mehr reden.
Linkenchef Jan van Aken erklärt im Interview, warum er für einen Frieden in der Ukraine auf China setzt, aber nicht auf Waffenlieferungen – und was seine Partei vom BSW der Ex-Linken Wagenknecht unterscheidet.
Eine Kommunalpolitikerin der Linken ist auf dem Weg in ihr Büro verletzt worden. Laut Ermittlern sind mehrere Personen aus dem rechten Spektrum tatverdächtig.
Ministerpräsidentenwahl in Thüringen +++ Christian Lindner im Interview +++ Zum Interview mit Boris Rhein +++ Wiedereröffnung Notre-Dame +++ „Kunst der Fuge“
Der CDU-Politiker Mario Voigt wird im ersten Wahlgang zum Ministerpräsidenten von Thüringen gewählt. Eine Vereinbarung mit der Linken macht es möglich.
Seine reibungslose Wahl verdankt der CDU-Politiker Mario Voigt ausgerechnet seinem Vorgänger und dessen Linkspartei. In Sachsen wird es für Michael Kretschmer noch komplizierter, die nötigen Stimmen zu finden.
In Thüringen stehen die Chancen für eine Wahl von Mario Voigt gut. Die Brombeer-Koalition bietet nun der Linken einen Deal an, damit er im ersten Wahlgang gewählt wird.
Die Linke will mit dem Kampf gegen zu hohe Lebenshaltungskosten wieder in den Bundestag einziehen. Weder an die Ukraine noch an Israel sollen Waffen geliefert werden, heißt es in dem Entwurf des Wahlprogramms.
Zusammen mit Dietmar Bartsch und Bodo Ramelow will Gregor Gysi die Linke wieder in den Bundestag bringen. Können die „Silberlocken“ das? Und wofür braucht man die Linke da überhaupt noch?
Gregor Gysi hat schon einmal eine Partei vor dem Untergang bewahrt. Auch sein Plan zur Rettung der Linkspartei ist nicht aussichtslos.
Im Sächsischen Landtag hat das BSW für einen Antrag der AfD gegen die Stationierung von US-Mittelstreckenraketen gestimmt. Der Antrag sei richtig, auch wenn er von der AfD komme, hieß es vom BSW. Die Mehrheit des Landtags lehnte ihn ab.
Auch in Bayern gibt es nun einen BSW-Landesverband. Geführt wird er neben Ernst auch von Irmgard Freihoffer. Wegen der anstehenden Neuwahl im Bund war Eile geboten.
Die Linke stellt ihre zwei Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl vor. Für den Erfolg dürften aber auch drei ältere Herren der Partei entscheidend werden.
Ist das Betteln in Bussen und Bahnen ein Grundrecht? Die Linke meint, ja – und will das Verbot in Hamburg abschaffen. Die Verkehrsgesellschaft sieht das Wohlbefinden ihrer Fahrgäste im Vordergrund.
Vom CDU-Unvereinbarkeitsbeschluss mit der Linkspartei hält Merz’ ehemaliger Generalsekretär wenig. Es sei ein Fehler, mit Sahra Wagenknecht zu verhandeln statt mit Bodo Ramelow.
Die Berliner Linke streitet um eine einheitliche Position im Kampf gegen Antisemitismus. Nun kehren einige Abgeordnete der Partei den Rücken – auch der frühere Berliner Kultursenator Klaus Lederer. In der Fraktion wollen sie trotzdem weiter mitarbeiten.
Erstmals debattiert das EU-Parlament nach der Europawahl über Migration und Asyl. Die Linke bezeichnet Asylzentren in Drittstaaten als „Konzentrationslager“. Doch auf der Rechten bahnt sich eine neue Allianz an.
Die Linken-Abgeordnete Henriette Quade will nicht mehr über „Judenhass im eigenen Laden“ schweigen – und verlässt ihre Partei. Die verliert damit einen Aktivposten.
Was dem BSW in Thüringen und Sachsen nützen dürfte, könnte Sahra Wagenknecht bei der Bundestagswahl schaden. Darf die Partei im Osten doch keine Koalitionen schmieden?
Die beiden neuen Vorsitzenden der Linkspartei wollen sich bei ihren Bezügen am durchschnittlichen Gehalt in Deutschland orientieren. Abgehobene Gehälter führten auch zu einer abgehobenen Politik, sagt van Aken.
Die Linke hat zwar neue Vorsitzende, aber muss noch abwarten, ob der Parteitag für drei ältere Herren Aufbruch genug war.
Sahra Wagenknecht in ihrer Paraderolle als Politkommissarin, die Grünen geben sich jung und wild, die Linke will nicht sterben – ganz schön was los am Wochenende.
Die Linkspartei hat Ines Schwerdtner und Jan van Aken auf ihrem Parteitag zu ihren neuen Vorsitzenden gewählt. Die Publizistin Schwerdtner erhielt 79,8 Prozent der Stimmen, der frühere Bundestagsabgeordnete van Aken 88 Prozent.