Wir waren zu freundlich
Wie wir bei den Jamaika-Verhandlungen vom Balkon winkten und suggerierten, die Sache sei geritzt – während kaum ein Konflikt ausgesprochen werden konnte. Ein Gastbeitrag.
Wie wir bei den Jamaika-Verhandlungen vom Balkon winkten und suggerierten, die Sache sei geritzt – während kaum ein Konflikt ausgesprochen werden konnte. Ein Gastbeitrag.
Zwei Autoren schreiben über die Lage im Nahen Osten. Doch während der eine vor allem lokale Ursachen im Blick hat, sieht der andere nur die „Machenschaften“ der Staatengemeinschaft.
Dieses Jahr haben die am häufigsten genannten „Unworte“ nichts mit der Flüchtlings- und Nationalismusdebatte zu tun. Einer dieser Begriffe könnte bald als besonders verwerflich ausgewählt werden.
Der Facebook-Gründer will die Welt verbessern und dazu weniger Nachrichten zeigen. Das kostet ihn Milliarden– doch ob die Änderung überhaupt hilft, ist fraglich.
Europäische Medien sehen Merkel nach dem Abschluss der Sondierungen geschwächt – und SPD-Chef Schulz vor einer „titanenhaften Aufgabe“. Eine türkische Zeitung entwickelt eine ganz eigene Sicht auf die Dinge.
Die Parteispitze der SPD ist zuversichtlich, dass die Sondierungsergebnisse die Parteibasis überzeugen werden – trotz einer geplanten Gegenkampagne des Juso-Vorsitzenden.
Jedenfalls die Führungen von Union und SPD haben sich noch einmal geeinigt. Doch die Ära Merkel neigt sich dem Ende zu. Das ist die Hoffnung, die der SPD jetzt noch bleibt.
Nach dem Sondierungsmarathon gibt die Kanzlerin die Marschroute für die nächsten Wochen vor. Die SPD-Fraktionschefin spricht von „wechselseitigen Schmerzgrenzen“ – und Martin Schulz äußert sich zu einem möglichen Posten in einer neuen Regierung.
Order von oben, die Parteibasis vor der Tür: Steve Hudson organisiert in der SPD den Widerstand gegen die große Koalition. Mit dem Verein „NoGroKo“ will er die Basis aufrütteln – und richtet harsche Vorwürfe an die Parteiführung.
Es war eine schwere Geburt, aber der erste entscheidende Schritt für die nächste große Koalition ist getan. Was sind die politischen Schwerpunkte und Themen der nächsten Kanzlerschaft von Angela Merkel? Ein Überblick.
Jeder kann sich eine verlogene Kolumne lang als Kurt Tucholsky des Rechtsstaats fühlen. Über die intellektuelle Faulheit heutiger Debatten.
Lange galt Tunesien als Musterland in Nordafrika. Junge Leute wachsen dort in Freiheit auf. Doch die wirtschaftliche Lage droht das Land zu destabilisieren.
Als Berufsarmee des seit 1990 vereinten Deutschlands braucht die Bundeswehr nicht nur einen neuen Traditionserlass. Unabdingbar ist auch ein Ethik-Kodex. Ein „Staat im Staat“ wäre nicht hinnehmbar. Es gilt nicht nur der Primat der Politik und des Zivilen, sondern auch des Zivilisatorischen, also des Humanum.
Eigentlich gilt Tunesien als das einzige Land des Arabischen Frühlings, das heute eine stabile Demokratie ist. Doch die Wirtschaft kämpft mit Problemen. Steigende Preise und Steuern treiben die Menschen deshalb auf die Straße.
Es ging sehr deutsch zu und sehr national. Ein Blick zurück auf die Lutherdekade und das Jubiläumsjahr 2017.
Zu den erstaunlichsten Phänomenen der jüngeren Geschichte Spaniens zählt die Entstehung des katalanischen Nationalismus. Vor gut hundert Jahren war er eine Reaktion auf die Identitätskrise Spaniens. Heute hat er das Potential, die Einheit des Landes zu zerstören.
Das Muster aller Wahlen im Ostblock war keine Farce, sondern die Einübung in einen Akt der Unterwerfung: Wie die Massenmobilisierung vor der Wahl des Obersten Sowjets am 12. Dezember 1937 und der Massenmord des Großen Terrors zusammenhängen.
Ist die staatliche Religionsneutralität in der jetzigen Fassung noch sinnvoll? Dem deutschen Weg steht seine härteste Bewährungsprobe wohl noch bevor. Ein Gastbeitrag.
Was „konservativ“ ist, glaubte man früher genau zu wissen. War also früher alles besser?
Die Papiere des SED-Spitzelapparates verblassen: Um geeignete Aufbewahrungsstandorte wird deshalb viel diskutiert. Warum der Streit über die Zukunft der Stasi-Akten anhält.
Bei der Landtagswahl im Herbst sollen die Bürger über 15 Änderungen der hessischen Verfassung befinden. Die Volksvertreter verlangen den Wählern mit ihrer Initiative eine Menge ab.
Vor dem Start der Gespräche über eine mögliche große Koalition stehen Union und SPD unter hohem Druck. Jeder dritte Deutsche glaubt, dass keine Regierung zustande kommt. Die Sozialdemokraten müssen zudem noch andere vernichtende Zahlen hinnehmen.
Vor dem Start der Sondierungen verschärft die CSU noch einmal ihre Forderungen zur Flüchtlingspolitik. Die SPD zeigt sich befremdet – und hat klare Erwartungen an das Treffen zwischen Horst Seehofer und Viktor Orbán.
Von der Aufbruchstimmung nach 1990 ist in Lateinamerika kaum noch etwas übrig. 43 der 50 gefährlichsten Städte der Welt liegen heute dort, die Korruption blüht. Was läuft schief? Ein Kommentar.
Ein Tweet eines AfD-Abgeordneten über Boris Beckers Sohn Noah hat Empörung ausgelöst. Der Parteivorsitzende kündigt gegenüber der F.A.Z. Beratungen über Sanktionen an.
Nach der massiven Kritik aus anderen Parteien bekommt der AfD-Abgeordnete Jens Maier nun auch Druck aus den eigenen Reihen. Wegen seines rassistischen Tweets gegen Noah Becker wollen ihn selbst Parteifreunde nicht mehr in der AfD sehen.
Mit dem ICE, über die Autobahn, vorbei an Großstädten und Dörfern, eine Reise durchs Land. Der Frage nach, worüber in Deutschland geredet wird.
Ministerpräsident Hailemariam Desalegn überrascht mit einer bedeutenden Entscheidung. Das berüchtigte Gefangenenlager Maekelawi solle ein Museum werden.
Im F.A.Z.-Interview hatte Peter Fischer die AfD scharf angegriffen. Es folgte ein öffentlicher Schlagabtausch. Nun legt die Partei nach und stellt Strafanzeige gegen den Präsidenten von Eintracht Frankfurt.
In Zeiten der Bilderflut: Warum wir alles daransetzen müssen, das Buch zu stärken. Ein Gastbeitrag.
Alle Reformen werden nicht viel bewegen, wenn die SPD nicht zu der Erkenntnis gelangt, wer sie ist und für wen sie Politik machen will. Ein Gastbeitrag über die Heimatlosigkeit der Sozialdemokratie.
Ein Temperamentsausbruch für ein besseres Europa. Anders wäre es, das Europa nach Ulrike Guérot. Aber wär es auch besser?
Hessens Innenminister Peter Beuth will Angriffe auf Einsatzkräfte härter bestrafen lassen: mit mindestens sechs Monaten Haft. Das hätte für die Straftäter noch eine weitere harte Konsequenz.
Während sich hierzulande über die üblichen Nervthemen wie verspätete Züge und langsames Internet gestritten wird, überrollt Iran eine Welle des Protests.
Die ewigen Gassenhauer auf dem Weg nach Armageddon wurden 2017 wieder inbrünstig gesungen oder gebrüllt. Umsonst. Und auch Angela Merkel ist immer noch Kanzlerin.
Groko, Zusammenhalt, Deutschlands Zukunft: Das sagt Angela Merkel in ihrer Neujahrsansprache.