Schutzhaft für Voltaire
Seit fünf Monaten ist die berühmte Voltaire-Statue im sechsten Arrondissement verschwunden, der Sockel leer. Dabei ist der Philosoph spätestens mit dem Streit um den Entwurf eines Pressefreiheitsgesetzes wieder aktuell.
Seit fünf Monaten ist die berühmte Voltaire-Statue im sechsten Arrondissement verschwunden, der Sockel leer. Dabei ist der Philosoph spätestens mit dem Streit um den Entwurf eines Pressefreiheitsgesetzes wieder aktuell.
Noch heute könnten die Demokraten um Nancy Pelosi Vizepräsident Mike Pence eine Frist von 24 Stunden setzen, um Donald Trump seines Amtes zu entheben. Tut er das nicht, kommt es wohl zum nächsten Impeachment.
Die meisten Republikaner sind gegen eine Absetzung Trumps oder ein Impeachment. Vizepräsident Pence hält sich indessen mit Aussagen zurück. Die Demokraten machen Druck – und warnen vor Trumps Instabilität.
Kirchliche Einrichtungen sollen bestmögliche Palliativversorgung gewährleisten, sich aber dem Suizid nicht verweigern. Einem Sterbewilligen sollen sie in Respekt vor der Selbstbestimmung Beratung, Unterstützung und Begleitung anbieten. Ein Gastbeitrag.
Arnold Schwarzenegger hat in einer persönlichen Botschaft Parallelen zwischen der Reichspogromnacht und dem Sturm auf das Kapitol gezogen – und berichtet, dass sein Vater nach dem Krieg getrunken und ihn verprügelt habe.
Es war ein Angriff auf die Demokratie: Der abgewählte Präsident schickte seine Truppen, um an der Macht zu bleiben.
In eineinhalb Wochen endet Trumps reguläre Amtszeit. Trotzdem wollen die Demokraten noch ein Amtsenthebungsverfahren gegen ihn eröffnen. Sie werfen ihm „Anstiftung zum Aufruhr“ vor.
In Frankreich sorgt der Corona-Verschwörungsfilm „Hold-up“ für Furore. Er wartet mit den üblichen Mustern um 5G, Bill Gates, Impfgenozid und geheime Weltherrschaft auf. Das Land, in dem immer wieder skandalöse Affären aufgedeckt werden, ist dafür jedoch besonders empfänglich.
Die letzte Wahl ist erst gut drei Monate her, sie endete in Massenprotesten. Nun sollen die Kirgisen einen neuen Präsidenten wählen. Dem Favoriten werden Verbindungen zum organisierten Verbrechen nachgesagt.
Thomas Hitzlsperger gilt als sympathischer Typ. Doch er ist auch der neueste Beleg dafür, was der Profifußball mit seinen Funktionären macht: Er saugt ihnen den Anstand aus den Köpfen.
Joe Biden wird sich als Präsident auf Mehrheiten in beiden Kongresskammern stützen können. Klingt paradiesisch. Aber die amerikanische Wirklichkeit ist komplizierter. Wie werden sich die Republikaner künftig verhalten?
Wer am 14. März in Hessen beim Bürger punkten will, der sollte vor allem wissen, wie er seine politischen Botschaften digital vermittelt. Die Pandemie lässt den Parteien für klassischen Wahlkampf nur noch wenig Zeit und Raum.
Die Erschütterung über den Sturm auf das Kapitol war und ist auch in Deutschland groß. Außenminister Maas findet, dass die Ereignisse in Washington auch Konsequenzen in der internationalen Zusammenarbeit haben sollten.
Amerikanische Präsidenten-Serien wie „The West Wing“ und „House of Cards“ sind ein Abbild ihrer Zeit – und wirken nach Donald Trumps Amtszeit ziemlich alt. Den Mob hatten sie nie auf der Rechnung.
In Washington stürmt ein Mob das Kapitol, in Berlin posierte eine Meute auf den Stufen des Reichstagsgebäudes. Was sagt das über die Wehrhaftigkeit der Demokratie hier und da?
Die Demokratin zeigte sich besorgt, dass Trump „Militärschläge beginnen“ oder einen „atomaren Angriff“ befehlen könnte und beriet sich dazu mit Generalstabschef Mark Milley.
Donald Trump hatte ein klares Kalkül, als er die Massen zum Sturm des Kapitols anstiftete, wie man mit guten Argumenten spekulieren kann: Er wollte die Gewalt schüren, um dann den Notstand ausrufen und an der Macht bleiben zu können. Ein Gastbeitrag.
Als Integration noch ein Fremdwort war: Dieses Gedicht führt zurück in die siebziger Jahre und den türkischen Teil Kreuzbergs, als man noch von Gastarbeitern sprach. Sein Thema: weibliche Selbstfindung im Spannungsfeld zwischen Aufbruch, Heimatsuche und Tradition.
Als hätte man ihm eine Pistole an die Schläfe gehalten: Donald Trump hat die Unruhen verurteilt und einen friedlichen Machtwechsel versprochen. Drei Gründe, warum man trotzdem nicht aufatmen kann.
Wer das Wort „Barbaren“ hört, denkt an Wilde vor den Toren. Aber die Ereignisse im Kapitol zeigen, dass die Barbarei, aus der die Siedlernation entstanden ist, noch immer im Herzen Amerikas nistet.
Vor der Randale im Kapitol hatte der Präsident seine Anhänger aufgerufen, zu kämpfen. Sollten die Strafverfolger dies als Vergehen werten, würden sie ihn anklagen, versprechen sie.
Gary Shapiro führt den Verband Consumer Technology Association, der die Elektronikmesse CES ausrichtet. Nach den Ausschreitungen in Washington findet er harte Worte für Donald Trump.
Der Präsident, der nicht verlieren kann: Bevor er in Washington seine Anhänger zum Sturm auf das Kapitol ermunterte, brach Donald Trump in Georgia die demokratischen Spielregeln, indem er der eigenen Partei schadete.
Die Erstürmung des Kapitols in Washington war kein Putsch und auch kein terroristischer Akt. Den Angreifern ging es vor allem um Bilder ihrer eigenen Ermächtigung und darum, den Sieg ihres politischen Gegners mit Füßen zu treten. Das lässt für die Zukunft das Schlimmste befürchten.
Bis zum 20. Januar bleibt zu hoffen, dass Trump nicht noch mehr Unheil anrichtet. Zu seinem Werk gehört nun auch der moralische Bankrott der Republikaner.
Bei vielen ganz oben auf der Einkaufsliste: Corona-Tests. Doch wo und wann gibt es sie? Außerdem prescht die Wirtschaft vor und will den „Impf-Turbo“ laden. Und in Hongkong machen sich Sorgen breit. Der F.A.Z.-Newsletter.
Bund und Länder präzisieren, wie der Mangel verwaltet werden soll, bis mehr Impfstoff da ist. Der Finanzminister legt seinen Plan für mehr „Biss“ bei der Bafin vor. Der Putsch in Myanmar ist Thema in New York. Der Newsletter für Deutschland.
Was wird Donald Trump twittern? Wie realistisch ist eine Absetzung? Wie steht es im Rennen um den CDU-Vorsitz? Und was dürfen Arbeitgeber eigentlich beim Impfen verlangen? Der F.A.Z.-Newsletter.
Ein Mob erstürmt das Kapitol. Der Kongress erlebt dramatische Momente. Unser Korrespondent war als einziger deutscher Journalist im Senat und wurde mit den Politikern in Sicherheit gebracht.
Trump hinterlässt im In- und Ausland verbrannte Erde. Auf seinen Nachfolger Biden warten Herkulesaufgaben. Und auch die Europäer müssen sich wappnen.
Die Ausschreitungen in Washington sind nach Ansicht der russischen Regierung ein Zeichen für den schlechten Zustand der Demokratie in Amerika. Die Menschen in Moskau machen in erster Linie den scheidenden Präsidenten Trump für den Gewaltausbruch verantwortlich.
Kaum eine Liga im amerikanischen Sport hat sich so für einen Wandel in der Gesellschaft eingesetzt und Rassismus verurteilt wie die NBA. Nach dem Sturm auf das Kapitol gibt es dort heftige Kritik am Verhalten der Sicherheitskräfte.
Der Populismus ist eine Gefahr für Demokratie und Wohlstand. Nur gute Politik entwaffnet ihn.
Viele europäische Spitzenpolitiker reagieren deutlich auf die Kapitol-Ausschreitungen. Johnson und Duda sind zurückhaltender. Und Heiko Maas zieht einen Vergleich zu den Ereignissen vor dem Reichstagsgebäude im August.
Nach dem Sturm der Trump-Anhänger auf das Herz der amerikanischen Demokratie machen manche die sozialen Netzwerke hauptverantwortlich für diesen Wahnsinn. Das ist zu leicht.
Ein paar Republikaner reden heute anders als gestern. Andere redeten schon gestern anders als noch im Dezember. Sie alle haben zu verantworten, was jetzt unübersehbar ist: Der Wahn hat Wurzeln geschlagen.