Fehler im System
Nach zwei Rücktritten in den Reihen des Verfassungsschutzes, wird eins deutlich: Der Verfassungsschutz ist notwendig, aber er braucht dringend ein neues Selbstverständnis.
Nach zwei Rücktritten in den Reihen des Verfassungsschutzes, wird eins deutlich: Der Verfassungsschutz ist notwendig, aber er braucht dringend ein neues Selbstverständnis.
Es gibt keine Regel für einen Austritt aus der Währungsunion. Das sorgt für Instabilität. In Deutschland wirkt das Prinzip vielen Bürgern zudem als Drohung.
Ganz Hessen ist vom Zweifel über die Energiewende erfasst. Ganz Hessen? Ein Ort im Osten wehrt sich erfolgreich gegen den Pessimismus.
Schüler wissen mit zentralen geschichtlichen Ereignissen nichts mehr anzufangen. Unter jungen Leuten können an die 80 Prozent weder 1789 noch 1848 mit den entsprechenden Ereignissen verbinden.
Eine Recherche über das „Office of Special Affairs“, den Geheimdienst von Scientology, zeigt, was diese Sekte ausmacht. Es geht um die Macht über Menschen. Dafür ist den Agenten jedes Mittel recht.
Bundespräsident Joachim Gauck setzt in seinem neuen Amt auf Kontinuität, auch zu seiner eigenen Vergangenheit. Viele Mitarbeiter im Bundespräsidialamt sind schon lange da und dürfen bleiben.
Ob Calvinisten oder Jesuiten, Nazis oder Stalinisten: Zensoren hatten immer zu tun. Werner Fuld hat jetzt eine große Geschichte der Buchverbote verfasst.
Der Aufstand vom 17. Juni bleibt eine ständige Mahnung. Niemand kann dauerhaft gegen den Willen des Volkes regieren - weder in Griechenland noch in Deutschland.
Eine Studentin entdeckt ein Lehrbuch, das die Heimerziehung in der DDR verharmlost. Doch im „Rauhen Haus“ scheint das nur ihr Problem zu sein. Man lässt die junge Frau abblitzen. Bis sich Volker Kauder einschaltet.
Bundespräsident Joachim Gauck erinnert in Kiel an die Menschen, die am 17. Juni 1953 ihr Leben riskierten. Bei der Niederschlagung des Aufstands starben bis zu 125 Demonstranten.
Das Bundeskabinett hat beschlossen, für misshandelte Kinder aus DDR-Heimen einen Hilfsfonds in Höhe von 40 Millionen Euro einzurichten. Ein ähnlicher Fonds für Heimkinder aus Westdeutschland arbeitet seit Beginn dieses Jahres.
Ein 1995 gehaltener und 2001 veröffentlichter Vortrag eines früheren DDR-Pädagogen ist jetzt zu einem Streitfall geworden, in den sich jüngst auch der Unionsfraktionsvorsitzende Volker Kauder eingeschaltet hat.
„Aus den Sammlungen“ bedeutet bei der DDR-Ausstellung in Berlin nur eins: Der Raum wird mit sozialistischem Geschichtsgerümpel gefüllt. Wen soll das interessieren? Schulklassen jedenfalls nicht.
Vor einem Jahr pachtete unsere Autorin einen Schrebergarten. Dann hieß es: Roden, säen, Nachbarn beruhigen. Inzwischen fühlt sie sich wie ein Profi. Manchmal.
Der Rolle und dem Selbstverständnis der DDR-Rechtswissenschaftler spürt eine aktuelle Untersuchung der Humboldt-Universität Berlin nach.
Vorhang auf für ein neues Stück: Die Hall of Fame öffnet sich und nimmt fünf „Antihelden“ auf, an deren Brust kaum Lametta hängt. Das hätten viele dem deutschen Sport nicht zugetraut. Und die guten Geister, die die Sporthilfe damit rief, wird sie nicht mehr los.
2000 Seiten mit vielen Tippfehlern und lächerlichen Details erzählen die Geschichte von Wolfgang Lötzsch. Am 6. April 1972 sollte seine Radsportkarriere beendet werden. Doch er widersetzte sich in der DDR seiner „Ausdelegierung“. Heute ist er in der Hall of Fame.
Provokateurin vom Dienst oder letzte große Diva: An Nina Hagen scheiden sich die Geister. Eine feste Größe in der Musikwelt ist sie allemal.
Bahn-Chef Rüdiger Grube spricht im Interview über den Angriff auf die Billigflieger, das Warten auf komfortablere ICE-Züge und den Abschied von Tempo 350.
Es ist verfrüht, das Projekt einer gesamtdeutschen Linkspartei - wie zuvor schon oft die PDS - für gescheitert zu erklären. Denn der hastige Abschied Lafontaines eröffnet der Partei unverhoffte Möglichkeiten.
Saskia Fischer schildert eine Kindheit der organisierten Verwahrlosung in der DDR und Peter von Matt zieht in einem neuen Essayband durch Schweizer Seelenlandschaften. Dies und mehr in den F.A.Z.-Romanen der Woche.
Die Hall of Fame bekennt sich zu ethischen Werten: Ehemals in der DDR durch die Staatssicherheit oder im Dritten Reich durch die Nationalsozialisten diskriminierte Sportler erfahren Jahrzehnte später Anerkennung.
Die Leidenschaft, mit der der Fernsehregisseur Matti Geschonneck spannende Handlung und psychologische Präzision verbindet, wurde oft gelobt. Jetzt wird der bescheiden gebliebene Mann sechzig.
O. E. Hasse und Marlene Dietrich haben sie besucht, August Diehl, Corinna Harfouch und Nina Hoss: Die renommierte Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ wird kaputtgespart.
Wie der Kalte Krieg zur Shopping-Mall kam - in Oberhausen gibt es jetzt ein Spionage-Museum. Eines ist bei dieser Revue öffentlicher Geheimnisse garantiert: die Familientauglichkeit.
Das Institut für Angewandte Trainingswissenschaft wird 20. Überhört der deutsche Sport die Mahnungen? Führungs- und Entscheidungsschwäche kostet nach Ansicht der Forscher viele Medaillen.
Nach Informationen der F.A.Z. mussten auch Häftlinge in Kuba für den Einrichtungskonzern Ikea arbeiten. Entsprechende Vereinbarungen waren 1987 mit der DDR ausgehandelt worden. Ikea gab bekannt, nichts über eine Produktion von Möbeln in Kuba zu wissen.
Die Möbelkette Ikea hat in den 1980er Jahren auch Möbel in Ostdeutschland fertigen lassen. Laut einem schwedischen Fernsehbericht sollen dabei in der früheren DDR auch politische Häftlinge eingesetzt worden sein. Ikea will nun selbst nachforschen.
Auf den Spuren Goethes in Rom träumt sie von Lappland statt von Arkadien. Sigrid Damms „Wohin mit mir?“ blickt auf ihr eigenes Leben.
Wenn man nur lang genug wartet, wird aus jedem Sieg eine Niederlage: Angesichts sinnloser Klassenkämpfe gegen Umverteilung sind Nationalfeiertage für ein ganzes Volk allenfalls liebensvwerte Anachronismen.
Eine Altlast weniger: Seit er die Stasi-Unterlagenbehörde leitet, versucht der frühere DDR-Bürgerrechtler Roland Jahn, die dort angestellten ehemaligen MfS-Mitarbeiter loszuwerden. Der erste wechselt nun - ausgerechnet ins Kulturstaatsministerium.
Die Treuhandanstalt ist nicht totzukriegen. Gewohnt provokant versuchte es diesmal Thilo Sarrazin bei einer Buchpräsentation in Berlin. Die alten Ostkader machten sich rar.
Ein unverbrauchtes Gesicht: Ronald Zehrfeld ist als bester Hauptdarsteller für den Deutschen Filmpreis nominiert. Ein Gespräch über eine Kindheit in Ost-Berlin, Träume – und die Zukunft als „Schauspielette“.
In der DDR baute Eberhard Mannschatz den Jugendwerkhof Torgau auf. Dort wurden Menschen gedrillt und gefoltert. Für sein Lebenswerk will er Anerkennung.
Israel, Birma, DDR: Was will uns Günter Grass mit seiner zweiten Stellungnahme sagen? Will er überhaupt irgendetwas sagen? Über die Auslegungen einer Konjunktion.
Sogar die Ratten werden vertrieben, weil man ihre angestammten Schlupflöcher renoviert. Hier ist er, der Roman zum Dauerstreitthema „Gentrifizierung“.