Wer eine Parteikarte seines Vorfahren findet, hat nur den ersten Schritt getan
Großvater war kein Nazi? Mit dieser Legende räumt die NSDAP-Mitgliedsdatei auf. Aber ändert sie auch die Art, wie wir uns erinnern? Gedanken eines Spurensuchenden.
Ein Gutachten belastet den langjährigen Salamander-Manager Ernst Sigle. Dass dessen NS-Verstrickungen nun neu verhandelt werden, finden in seiner Heimatstadt Kornwestheim nicht alle gut.
Großvater war kein Nazi? Mit dieser Legende räumt die NSDAP-Mitgliedsdatei auf. Aber ändert sie auch die Art, wie wir uns erinnern? Gedanken eines Spurensuchenden.
Raul Hilbergs bahnbrechende Studie über den Holocaust erschien 1961, die Übersetzung ins Deutsche erst zwei Jahrzehnte später. Auch wegen Widerständen in einem namhaften Forschungsinstitut.
Impressionisten des Kunsthändlers Paul Cassirer in Berlin, das Künstlerduo Elmgreen & Dragset in Frankfurt und Anke Kuhl in Troisdorf: Der kuratierte Ausstellungskalender des F.A.Z.-Feuilletons für Juni 2026.
War Martin Heidegger Nationalsozialist? War er Antisemit? Und war er überhaupt politisch? Oliver Jahraus zieht eine Bilanz der Debatte um die politische Verstrickung des Philosophen.
Bei „Dalli Dalli“ sagt mein Großvater: „Das ist ein Jude.“ Der Satz bleibt hängen. Wie konnten nationalsozialistische Denkweisen nach 1945 in Familien, Erziehung und stillen Hierarchien so lange weiterwirken?
Briefe aus Vernichtungslagern, Gestapo-Karteikarten, KZ-Häftlingskleidung: Wie der Handel mit persönlichen Gegenständen von NS-Opfern künftig unterbunden werden soll.
In einem offenen Brief zweifeln mehrere Juristen die Verfassungsmäßigkeit eines Gesetzentwurfs aus Hessen an. Die Zweifel sind nachvollziehbar – doch sie greifen zu kurz.
Paul Wipper war ein Redner der AG Frieden zum 8. Mai 1985. Die Veranstaltung wurde von der Friedensbewegung gefeiert. Aber war da nicht etwas 40 Jahre zuvor?
Die Faschismus-Frage ist im akademischen Diskurs allgegenwärtig. Es wird so getan, als hinge von der Antwort politisch etwas ab. Doch über die Sehnsucht nach Geborgenheit im gemeinschaftlichen Wortgebrauch wird die historische Analyse, die nützliche Einsichten bereithalten könnte, vernachlässigt .
Außenminister Wadephul fliegt nach Athen – und landet mitten im Zweiten Weltkrieg. Wieder aufgetauchte Fotos einer Erschießung von 200 Griechen beschäftigen die Öffentlichkeit.
Macht durch Haarpracht in München, Alex Katz in Tübingen und Rom aus Sicht des Romantikers Friedrich Nerly in Bremen: Der kuratierte Ausstellungskalender des F.A.Z.-Feuilletons für Mai 2026.
Daraus lernte die frühe Bundesrepublik, doch mittlerweile ist weitgehend vergessen, wie die Tschechoslowakei 1933 den Nationalsozialismus erfolgreich bekämpfte.
Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor 40 Jahren trieb die radioaktive Wolke teilweise auch zu uns. Wir besprechen, wie Deutschland damals reagierte – und was das Besondere an der deutschen Atomangst ist.
Die Vorstellungen des Lagers entsprechen nicht der historischen Realität. Muss man die Geschichte noch einmal von vorn erzählen?
Vor über 100 Jahren wurde erstmals in Deutschland der Muttertag gefeiert. Welche feministischen und kapitalistischen Hintergründe diese Tradition hat.
Mehr als ein Dutzend Preise verleiht Frankfurt an verdiente Personen: Jetzt wird erstmals der Europäische Paulskirchenpreis für Demokratie verliehen. Doch mit der wichtigsten Auszeichnung ist man im Römer knauserig.
Barockmalerinnen in Gent, Fotografien von Daido Moriyama und Michelle Piergoelam aus Japan und Surinam in Wien, Vögel in Den Haag: Der kuratierte Ausstellungskalender des F.A.Z.-Feuilletons für April 2026.
Die Initiative „Denk Mal am Ort“ lädt für dieses Wochenende dazu ein, sich mit der Geschichte der Verfolgung im Nationalsozialismus zu befassen.
Eine verstörende Ausstellung in der Berliner Topographie des Terrors geht der Frage nach, was die Deutschen über den nationalsozialistischen Massenmord an den europäischen Juden wussten.
Das amerikanische Nationalarchiv hat erstmals überlieferte Mitgliederkarteien der NSDAP ins Netz gestellt. Wie die Suche in der Datenbank funktioniert und was es bei der Recherche zu Ihren Vorfahren zu beachten gilt.
Mit diesem im Feuilleton der F.A.Z. veröffentlichten Artikel wurde Jürgen Habermas 1953 noch als Student schlagartig bekannt. Hier veröffentlichen wir den damaligen Text erneut.
Porträts mit Totenkopfabzeichen im Familienalbum, Zwangsarbeiter im heimischen Betrieb, Briefe über die Lust am Töten: Christina Strunck hat die NS-Geschichte ihrer eigenen Familie erforscht.
Täter, Opfer, Nachgeborene: Die Ausstellung „Die Nazis waren ja nicht einfach weg“ im Frankfurter Museum für Kommunikation schaut auf die Reste der NS-Zeit und ermuntert zum Fragen.
Die urdeutsche Fluggesellschaft Lufthansa arbeitet ihre Vergangenheit neu auf. Klare Worte sind erwünscht. Das Unternehmen gesteht frühere Fehler im Umgang mit der Geschichte ein.
Nach dem Schneechaos sind die Straßen wieder frei. Vorerst drohen keine weiteren Warnstreiks bei Bussen und Bahnen. Und die Lufthansa stellt sich ihrer NS-Vergangenheit. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.
Die Deutsche Lufthansa hat ihre Geschichte aufgearbeitet, auch die im Nationalsozialismus. Es zeigt sich abermals, dass Unternehmen einen moralischen Kompass benötigen.
Cézannes Spätwerk in der Fondation Beyeler in Basel, Surrealismus im Museum Scharf-Gerstenberg in Berlin und der Maler Karl Hofer ist in Halle zu entdecken: Der kuratierte Ausstellungskalender des F.A.Z.-Feuilletons.
Mit dem Historiker Götz Aly diskutieren wir die immer wieder auftauchende These, dass die Nationalsozialisten links waren. Die erste Folge unserer vierteiligen Serie zum Kulturkampf im neuen F.A.Z.-Geschichtspodcast.
Erst 2025 wurde die Geschichte der Jüdin Leokadia Justman publik, die während der NS-Zeit mithilfe Tiroler Widerstandskämpfer überlebt hat. Nun sind ihre Gedichte aufgetaucht. Einige von ihnen entstanden im Gefängnis.
Auf dem Gelände baute sich NS-Propagandaminister Goebbels eine Villa, zu DDR-Zeiten gab es dort eine Hochschule. Nun kämpft die Feuerwehr gegen Flammen.
Jedes Tabu steigert den Reiz: Ultraschall, das Festival für neue Musik in Berlin, entdeckt politisch unkorrekte Formen der Queerness in Zeiten der Brandmauer.
Für ihr Theaterstück über drei junge Frauen im Nationalsozialismus bekommt Sarah Kortmann den mit 10.000 Euro dotierten Theaterpreis der Stadt.
Faszination Katze im Hamburger Rothenbaum, Beckmanns Zeichnungen im Frankfurter Städel und der Expressionist Karl Schmidt-Rottluff in Berlin: Der kuratierte Ausstellungskalender des F.A.Z.-Feuilletons.
Augenöffnend, zum Augenreiben: Das Leipziger Grassimuseum erforscht mit einer Ausstellung die Geschichte des Designs im „Dritten Reich“. Im Zentrum steht dabei die eigene damalige Rolle.
Souvenirs aus Herrengrund im Grünen Gewölbe, eine Zeichnungsschau der Renaissance und des Barock in Würzburg und „Catwalk“ in Weil am Rhein: Der kuratierte Ausstellungskalender des F.A.Z.-Feuilletons.
Vor 80 Jahren mussten sich Hermann Göring und 20 weitere Vertreter der NS-Diktatur vor dem Internationalen Militärtribunal in Nürnberg verantworten. Winston Churchill wollte sie ursprünglich erschießen lassen.