Es ist, als ob der Unfall nie endete
Die visuell beeindruckende Miniserie „Hundertdreizehn“ handelt von einem verheerenden Verkehrsunfall. Sie ist bestechend gefilmt, die Besetzung überzeugt, dramaturgisch aber kommt es zur Massenkarambolage.
An Ostern treten Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl zum letzten Mal als „Tatort“-Kommissare auf. Bayerns Innenminister Herrmann verabschiedet sie in den „Ruhestand“. Das Krimifestival in Wiesbaden verleiht ihnen den Ehrenpreis.
Die visuell beeindruckende Miniserie „Hundertdreizehn“ handelt von einem verheerenden Verkehrsunfall. Sie ist bestechend gefilmt, die Besetzung überzeugt, dramaturgisch aber kommt es zur Massenkarambolage.
Der Film „Von uns wird es keiner sein“ erzählt auf beeindruckende Weise von einer Schule, die durch eine Suiziddrohung aufgewühlt wird – und von einer restlos erschöpften Gesellschaft.
Im Dortmunder „Tatort: Abstellgleis“ ist die Atmosphäre am Arbeitsplatz der Kommissare geladen mit Zwietracht. Hier fallen Masken und Männer in einer exzellenten Inszenierung.
Dubai-Schokolade ist out. Trendsetter essen etwas anderes. Außerdem in den Herzblatt-Geschichten: wie man sich an Weihnachten nicht mehr streitet.
Weihnachtsfilme dürfen kitschig sein: In „Nelly und das Weihnachtswunder“ feiert eine missgelaunte Paketbotin die Heilige Nacht mit anderen einsamen Menschen an einer Tanke.
Verwandlungskunst am Rande der Existenzfähigkeit: Thomas Ostermeier inszeniert „changes“ von Maja Zade an der Berliner Schaubühne als Szenen keiner Ehe.
Die Serie „Push“ zeigt anrührend und angemessen dramatisch, was eine Geburt bedeutet und was Hebammen leisten. Hier geht es um die Gebärenden und um einen Job, der niemals Routine ist.
Im Dortmunder „Tatort“ tauchen alte Gegner des Kommissars Faber wieder auf, auch in den eigenen Reihen. Kollege Pawlak setzt auf Fußballwetten und verliert jeden Halt. Bei diesem Krimi stimmt alles.
In dem ZDF-Film „Laufen“ spielt Anna Schudt eine Frau, die ihre Trauer mit einem großen Kraftakt bewältigt. Sie findet ins Leben zurück, dabei hilft ihr auch die Musik. Ein herausragender Film mit einer brillanten Hauptdarstellerin.
In der zweiten Folge nach dem Tod von Kommissarin Bönisch zieht im Dortmunder „Tatort“ wieder der Alltag ein. Der trauernde Kollege Faber bekommt weiche Züge. Das wirkt gar nicht schlecht.
Im Dortmunder „Tatort: Du bleibst hier“, geht es nach dem Tod der Kommissarin Bönisch um nichts als Trauerarbeit. Ein Kriminalfilm ist das nur am Rande. Aber das passt.
Claudia Voss ist eine engagierte Bürgermeisterin. Als ein Flüchtlingsheim eingerichtet wird, gerät sie ins Visier rechtsdumpfer Hetzer. Die Geschichte erinnert an den ermordeten CDU-Politiker Walter Lübcke. Das soll sie auch.
Wiesbaden wird abermals Schauplatz des Fernsehkrimi-Ferstivals. Und dort gibt es auch einen Preis für TV-Ermittlerin Anna Schudt.
Die Schauspielerin Anna Schudt hört als Kommissarin beim Dortmunder "Tatort" auf. Im Interview spricht sie über die zehn Jahre und ihre berufliche Zukunft.
Ein Schuss und Schluss: Der „Tatort: Liebe mich“ endet überraschend mit dem Tod von Kommissarin Martina Bönisch. Hier erklärt Schauspielerin Anna Schudt, warum sie nach zehn Jahren aussteigt.
Nichts wird mehr so sein, wie es war: Die Jubiläumsfolge des Dortmunder „Tatorts“ ist ein psychologisches Glanzstück.
Je mehr er hat, je mehr er will, nie schweigen seine Klagen still: Im Dortmunder „Tatort: Gier und Angst“ sind die Geldscheffler nicht zu beneiden.
Fräuleins und GIs: In der Serie „Ein Hauch von Amerika“ versucht die ARD, authentisch aus dem Nachkriegsdeutschland zu erzählen. Das Ergebnis ist niederschmetternd.
Der „Tatort“ aus Dortmund krabbelt auf die dunkle Seite von Beziehungen. Das ist ein sehr kunstfertiger Film, der mit dem Blick des Zuschauers spielt. Aber wo bleibt das Kapputnik-Image von Kommissar Faber, das wir so lieben?
Rückkehr des verlorenen Vaters: Kida Khodr Ramadan reißt sich die Gangstermaske vom bärtigen Gesicht und findet kurz vor dem Tod das Leben. Das gelingt ihm in seinem ersten Film als Hauptdarsteller, Regisseur und Buchautor nur so halb.
In Armut aufgewachsen, heute Filmgangster und Star: Der Schauspieler Kida Khodr Ramadan spricht über Sehnsucht, Mut und das Glück, viele Kinder zu haben.
Jasna Fritzi Bauer hat vor Kurzem als neue „Tatort"-Kommissarin debütiert. Für uns ist die Darstellerin der Polizistin Liv Moormann in Los Angeles noch einmal in andere Rollen geschlüpft.
Ein Erklärstück wie aus dem Lehrbuch: Der Dortmunder „Tatort: Heile Welt“ erkundet den rechten Rand der Gesellschaft und macht es sich künstlerisch dabei etwas zu einfach.
Fünfzig Jahre „Tatort“: Die Doppelfolge zum Jubiläum ist ein Gipfeltreffen zwischen Dortmund und München und maßlos überbesetzt, aber erzählerisch und ästhetisch stark. So darf es weitergehen. Bis 2070.
Schauspielerin Anna Schudt hat ihren eigenen Weg genommen: Jetzt, mit 45, ist sie beruflich gefragt und mehrfach ausgezeichnet – und hat „die lauteste Familie, die ich jemals erlebt habe“. Ein Treffen.
Im „Tatort“ aus Dortmund wird ein Kinderschänder ermordet. Bei den Umständen, die der Film „Monster“ aufruft, denkt man an automatisch an die realen Fälle von Kindesmissbrauch in Lügde und Bergisch-Gladbach.
Der Dortmunder „Tatort“ ist im innersten Kreis der Hölle angekommen. In „Inferno“, erstmals im April 2019 gesendet, gibt es nicht einmal mehr Vergeltung, nur noch Verzweiflung. Das gilt vor allem für die Kommissare.
Aktivistin Greta Thunberg hält bei der Goldenen Kamera einen Appell für die Rettung des Weltklimas. Einen Überraschungsauftritt legt Thomas Gottschalk hin.
„Klassentreffen“, Jan Georg Schüttes dritter Streich, bezaubert als tief authentischer Film über das Dahinstraucheln der Generation Sorglos. Und das ganz ohne Drehbuch.
Er gebe die Menschen einer Region der Lächerlichkeit preis und sei außerdem in Duisburg gedreht: In einem Brief an WDR-Intendant Tom Buhrow übt der Dortmunder Oberbürgermeister Kritik am jüngsten „Tatort“.
Schon wieder ein „Tatort“ mit Reichsbürgern. Diesmal treiben sie in Dortmund ihr Unwesen. Ist das Ruhrgebiet mit seinen stillgelegten Zechen ein Nährboden für diese Bewegung?
Verdächtige Grabung im falschen Revier: Der Dortmund-„Tatort - Zorn“ baut lieber auf eine übersteigerte Parallelerzählung, als seinem Zentralmotiv zu vertrauen.
In der Rolle der Komikerin Gaby Köster hat Anna Schudt die amerikanischen Juroren überzeugt. Sie gewann den Preis als Hauptdarstellerin der autobiografischen RTL-Produktion „Ein Schnupfen hätte auch gereicht“.
Das Emanzipationsdrama „Aufbruch in die Freiheit“ erzählt von einer Frau, die 1971 auf illegalem Weg abtreiben lässt. Und hält der heutigen Gesellschaft den Spiegel vor.
Anna Schudt würde ihrem Gatten einen Seitensprung verzeihen – nicht ganz ohne Kalkül. Ansonsten sind die Klatschblätter damit beschäftigt, die Nannys von George Clooney zu zählen – und die Kinder von Herzogin Meghan.
Männer, die aufeinander einprügeln, bis einer stirbt: Im neuen „Tatort – Tod und Spiele“ aus Dortmund kommen Bönisch, Faber und Co. brutalen Boxkämpfen auf die Spur. Ein realistischer Plot aus dem Ruhrpott?