Warum sich Menschen freiwillig Tyrannen unterwerfen
Die Literatur weiß es besser: Warum stimmt der Mensch freiwillig seiner Unterdrückung zu und biedert sich dabei als Gehilfe an? Eine Spurensuche bei Frisch, Dostojewski und de La Boëtie.
Bei jedem großen Fußballturnier dasselbe Phänomen: Erwachsene Männer werden wieder zu Kindern und sammeln Klebebildchen. Bei einer Panini-Tauschbörse schwelgen sie in Erinnerungen.
Die Literatur weiß es besser: Warum stimmt der Mensch freiwillig seiner Unterdrückung zu und biedert sich dabei als Gehilfe an? Eine Spurensuche bei Frisch, Dostojewski und de La Boëtie.
Eine neue Welt baut, wer die alte nicht verachtet: Die Musica Viva in München ehrt Hans Werner Henze und bringt neue Werke von Lisa Streich und Jüri Reinvere zur Uraufführung.
Auch 35 Jahre nach dem Mauerfall bleibt die Frage nach einer ostdeutschen Identität aktuell. Die Historikerin Annette Schuhmann hat dreizehn Frauen aus dem Osten nach ihren Lebenswegen befragt.
Von Ferdinand Georg Waldmüller bis zu Otto Muehl: Das Wiener Auktionshaus im Kinsky präsentiert bei seiner großen Sommerauktion Werke von bewunderten und kontroversen Künstlern.
Ein neuer Slogan, eine einst verpönte Sprache auf dem Vormarsch und eine Notlösung als Nationalgetränk: Vor dem WM-Debüt hat Curaçao seinen Nationalstolz entdeckt. Porträt einer Insel „unter dem Winde“.
Kontaktabbruch als Rettungsplan für einen desillusionierten Sohn: Andrea Bajanis in Italien preisgekrönter Roman „Der Jahrestag“.
Frank-Walter Steinmeier feiert seinen Auszug aus Schloss Bellevue mit einer zweiwöchigen Ausstellung zeitgenössischer Kunst. Sie zeigt denselben liberalen Geist, in dem er sein Amt seit neun Jahren führt.
Die Geschichte eines Aufsteigers steht symbolisch für den Aufstieg seines Volkes, auch weil der Enkel als Lektor bei Benjamin Franklins Autobiographie nachhalf – der dritte Teil der F.A.Z.-Serie „Amerika, wie es im Buche steht“.
Frank-Walter Steinmeier zieht um, und das Schloss Bellevue öffnet seine Türen in den nächsten zwei Wochen für eine Kunstschau. Als 3D-Druck ist der Bundespräsident auch dabei. Aber wer ruft da um Hilfe?
Er fand sich netter als Gott, wollte das Geheimnis wahren und machte deshalb Fotos, die nicht beweisen wollen, sondern verführen: Zum Tod des amerikanischen Fotografen Duane Michals.
David Hockney gehörte zu den einflussreichsten Vertretern zeitgenössischer Kunst. Unbeschwerte Pool-Bilder in leuchtenden Farben wurden sein Markenzeichen. Nun ist der Brite im Alter von 88 Jahren gestorben.
Der türkische Präsident hat dem Oppositionsführer Özgür Özel eine Falle gestellt. Es sieht so aus, als sei er schon hineingetappt.
Seit Frauen in Saudi-Arabien selbst am Steuer eines Autos sitzen dürfen, gibt Azza Fahrunterricht. Stefanie Brockhaus’ Dokumentarfilm zeigt eine Frau, die sich nicht mehr in das Wort der Männer fügen will.
Das Münchner Auktionshaus Ketterer feiert Jubiläum, mit Werken von Kandinsky und Kirchner zu sechsstelligen Preisen. Seine Anfänge in Stuttgart waren von der Aufbruchstimmung nach dem Zweiten Weltkrieg bestimmt.
War Georg Friedrich Händel ein Bewunderer von Männerkörpern? Die Händelfestspiele Halle fragen nach den Vorstellungen von Männlichkeit heute wie damals.
Viermal Goethe von Warhol, eine Silberwand von Mack und eine Seelandschaft von Corinth: Vorschau auf den „Evening Sale“ moderner und zeitgenössischer Kunst bei Van Ham in Köln.
In Caren Miosgas Talk saß SPD-Chefin und Arbeitsministerin Bärbel Bas auf dem Stuhl, auf dem Reformen wehtun: Sie zeichnete das präzise Porträt einer Partei, die ihre Diagnose kennt – und an der Therapie scheitert.
So kann es enden, wenn Restitutionsansprüche für ein Millionenwerk mit lückenhafter NS-Geschichte vor der Versteigerung nicht vollständig geklärt werden. Wer hat Anspruch auf Gustav Klimts „Bildnis Fräulein Lieser“?
Sie war Model, bevor sie hinter die Kamera wechselte und berühmte Werbekampagnen fotografierte. Aber die jetzt verstorbene österreichische Ausnahmefotografin Elfie Semotan hatte auch ein politisches Anliegen.
Ein heißer Sommer, eine Clique träumt von Abenteuern – dann verschwindet ihre Anführerin spurlos: Der irische Autor Colin Walsh erzählt in „Kala“ von den Gefahren hinter der Kleinstadtfassade.
Intimität bei streng gewahrter Distanz: Die deutsche Schriftstellerin Lea Singer stellt sich vor, wie der britische Künstler Lucian Freud das Porträt seiner Königin gemalt hat.
Bei Sängern genoss er höchsten Respekt wegen seiner Kenntnis, Leser brachte er durch Furchtlosigkeit zum Lachen, Phrasendrescherei hasste er: Jetzt ist der Journalist und Stimmexperte Jürgen Kesting gestorben.
Nach Anschuldigungen aus der MeToo-Debatte verschwand der Mode- und Porträtfotograf Bruce Weber in der Versenkung. Ein opulenter Bildband soll ihn von dort wieder herausholen.
Die Wiener Kammeroper zeigt zwei kurzweilige Einakter von Bohuslav Martinů und Mieczysław Weinberg über untreue Ehefrauen. Warum will man dieses Haus bloß schließen?
Ein junger Mann erfindet sich als Oligarchensohn und gerät in eine Welt, in der nur Reichtum, Lüge und Stärke zählen. Patrick Radden Keefes Buch ist True Crime – und eine Studie über den moralischen Verfall einer Stadt.
Vor 50 Jahren wurden in einem kleinen Schweizer Dorf fünf Personen durch Kopfschüsse getötet. Obwohl es einen Verdächtigen gibt, ist der Fall bis heute ungeklärt – und die Akten sind endgültig geschlossen.
Neuzugang in der Sammlung des Städels: Das Museum erwirbt auf einer Auktion in New York das Porträt eines Kardinals von dem italienischen Barockmaler Guido Reni.
Thomas Bradley ist drei Saisons lang ein prägender Kopf der Dresden Frankfurt Dance Company gewesen. Jetzt geht er und viele Kollegen mit ihm. Zuvor aber zeigt er seine erste Choreographie.
Bereits 2022 war Achim Lippoth wegen sexuellen Kindesmissbrauchs verurteilt worden. In einem Revisionsverfahren kam nun ein weiterer Schuldspruch dazu.
Barbara Honigmann wurde 1949 als Kind jüdischer Eltern in Ostberlin geboren. Ihr neues Buch „Mischka“ bietet drei Porträts von ihr persönlich bekannten Überlebenden und deren Nachkommen.
Luzia Geier schildert den Werdegang und den Wahlkampf des New Yorker Bürgermeisters Zohran Mamdani. Der Blick zurück zeigt, was viele Einwohner der Stadt besonders beschäftigt.
Zum Muttertag hat das monegassische Fürstenhaus ein Bild der Zwillinge Jacques und Gabriella veröffentlicht. Neu ist das Foto aber nicht.
Cathy Hummels spricht über Hindernisse, Nino de Angelo gibt Einblicke in seine gescheiterten Ehen und ein Klatschblatt macht Angela Merkel krank: die Herzblatt-Geschichten.
In der Stadt am Fuße des Vesuvs lässt sich nicht nur die Antike, sondern auch Graffitikunst von Weltrang entdecken. Ein etwas anderer Stadtrundgang durch die Gassen von Neapel.
Vom Résistance-Kämpfer zum übergroßen öffentlichen Intellektuellen: Edgar Morin prägte ein Jahrhundert lang politische und intellektuelle Geschichte. Nun ist der Soziologe im Alter von 104 Jahren gestorben.
Fällt der Name Liebknecht, ist meistens von Karl die Rede. An seinen Vater Wilhelm denken die Wenigsten. Dabei wirkt der vor 200 Jahren in Gießen geborene Journalist, Politiker und Lehrer nicht nur als SPD-Gründer nach.