„Kein Schutzrecht für Diktatoren“
Bei „Maybrit Illner“ geht es angesichts des Irankrieges abermals um das Völkerrecht zwischen Anspruch und Wirklichkeit – und um die Zukunft der NATO in Zeiten der Dauerkrise.
Ein Talkshow-Tanz zwischen Hysterie und Sachzwang: Bei Maybrit Illner diskutierte man die Frage, wann Schwarz-Rot endlich liefert und verfing sich dabei in der Gefühlsspirale.
Maybrit Illner wurde am 12. Januar 1965 als Maybrit Klose in Ost-Berlin geboren. Die deutsche Journalistin, Fernsehmoderatorin und Autorin ist für ihre langjährige Tätigkeit beim ZDF bekannt.
Beginn der Karriere beim Fernsehen
Nach ihrem Journalistikstudium begann Illner ihre Karriere als Sportjournalistin im Fernsehen der DDR. Weitere Stationen auf ihrem Weg zur bekannten Moderatorin waren die Auslandsredaktion und verschiedene Sendereihen des Deutschen Fernsehfunks.
Der Wechsel zum ZDF
1992, nur wenige Jahre nach Beginn ihrer Karriere beim Fernsehen, wechselte Maybrit Illner zum Zweiten Deutschen Fernsehen und wurde Teil des Moderatorenteams des ZDF-Morgenmagazins. Die Leitung des Morgenmagazins wurde ihr 1998 vollständig übertragen. Ab Oktober 1999 übernahm sie die Leitung der Sendung „Berlin Mitte“, deren Titel einige Jahre später in „Maybrit Illner“ geändert wurde. Für ihre fernsehjournalistische Tätigkeit erhielt Illner bereits mehrere Auszeichnungen.
Bei „Maybrit Illner“ geht es angesichts des Irankrieges abermals um das Völkerrecht zwischen Anspruch und Wirklichkeit – und um die Zukunft der NATO in Zeiten der Dauerkrise.
Niemand weiß, was Trump eigentlich will – nicht einmal sein früherer Sicherheitsberater John Bolton. Die Expertenrunde bei Maybrit Illner zeigte: Der Irankrieg könnte zu einer Eskalation führen, die niemand geplant hat.
Bei Maybrit Illner geht es zum zweiten Mal um den Irankrieg. Statt Streit gibt es Hintergründe – und einen Appell, die Iraner nicht im Stich zu lassen.
Der Epstein-Skandal enthüllt die moralische Verdorbenheit eines beträchtlichen Teils der westlichen Elite. Von ihren Gästen will Maybrit Illner wissen: Warum glauben die Reichen, über dem Gesetz zu stehen?
Maybrit Illner beschäftigt sich mit Europas Verteidigungsfähigkeit. Außenminister Johann Wadephul warnt trotz „befremdlicher Entwicklungen“ vor zu viel Pessimismus im Umgang mit den USA.
Die Teilzeitdebatte ist auch Thema bei Illner. Gemeinsames Nachdenken über konstruktive Lösungsvorschläge? Fehlanzeige. Die Teilnehmer regen sich lieber über die Gegenseite auf.
Für Maybrit Illner sprang diesmal Shakuntala Banerjee ein. Die Zuschauer wurden daran erinnert, dass früher alles besser war. Und mit „Lifestyle-Teilzeit“ ist eigentlich niemand gemeint, wenn es nach Lars Klingbeil geht.
Das war eine unbedingt sehenswerte Folge von „Illner“: Soll man Trumps Größenwahn eher psychotherapeutisch oder politisch deuten?
Während Trump Grönland besetzen will, schwanken Omid Nouripour, Annalena Baerbock und die anderen Gäste bei Illner zwischen UN-Rhetorik und Resignation. Erkenntnis des Abends: Die EU ist vollkommen hilflos.
Zwischen imperialtrunkenen Großmächten lebt es sich gefährlich. Ohne die Ukraine wäre es noch schlimmer. In der Sendung von Maybrit Illner geht es um die Frage: Wird Europa agil?
Bei Maybrit Illner diskutiert ein halbes Dutzend Gäste über Trumps Plan für die Ukraine. Die Debatte liefert Erkenntnisse über den Zustand des Westens.
Nach der Koalitionseinigung fordert Veronika Grimm Austerität, und Reiner Haseloff will beim Klimaschutz kürzen. Die SPD verspricht: Keine Angst! Bei „Maybrit Illner“ wird deutlich, was in der deutschen Sozialstaatsdebatte fehlt.
Steht Donald Trump nun doch wieder an der Seite der Ukraine? Bei Maybrit Illner träumen die Gäste von der guten alten Zeit des Westens. Deutlich wird dabei vor allem eines: die Machtlosigkeit der EU.
Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer erinnert Maybrit Illner und ihre Gäste an die düstere Zukunft des Sozialstaats. Die Sendung selbst umschifft die eigentlich existenziellen Fragen. Stattdessen diskutieren alle endlos über das Bürgergeld.
Ferienjob für Politiker: Das politische Berlin ist im Sommerurlaub, Merz und Merkel werden heute in Bayreuth erwartet, doch bei „Maybrit Illner“ müssen Thorsten Frei und Verena Hubertz klären, ob Schwarz-Rot noch die Kurve kriegt.
Maybrit Illners Gäste zeigen sich nach dem ersten offiziellen Treffen von Friedrich Merz und Donald Trump erleichtert. Über den Wert der Begegnung gehen ihre Einschätzungen auseinander.
Im Einzelgespräch mit Maybrit Illner geht es einmal mehr um die persönliche Glaubwürdigkeit von Kanzler Friedrich Merz. Und um die Frage nach Taurus-Lieferungen der Bundesregierung.
Nicht nur die Kanzlerwahl war verstolpert, auch das versprochene harte Grenzregime kollidiert heftig mit der Realität. Bei Maybrit Illner wurde nun der neue Innenminister Alexander Dobrindt gegrillt, und zwar von gleich vier kritischen Frauen.
Ehrlich und entschlossen präsentierten Manuela Schwesig und Carsten Linnemann den viel gescholtenen Koalitionsvertrag: Das ließ Zuversicht keimen. Eine Liebesheirat wird diese Regierung wohl nicht – aber zu einer Vernunftehe könnte es reichen.
Nach Trumps Zollschock bekräftigen die Koalitionäre bei Maybrit Illner: Die deutsche Wettbewerbs- ist neben der Verteidigungsfähigkeit oberstes Ziel. SPD-Chef Lars Klingbeil gibt sich als maximal pragmatischer Juniorpartner.
So einfach ließ sie Merz nicht davonkommen: Maybrit Illners gnadenloses Nachfragen zum Wortbruch war eine Sternstunde gegen das Weglächeln.
Bei Illner geht es um das Telefonat zwischen Trump und Putin – und es herrscht Einigkeit, dass der US-Präsident von Russland manipuliert wird. Sigmar Gabriel meint sogar zu wissen, warum die Finnen lieber für ihr Land kämpfen würden als die Deutschen.
Die Grünen lassen auch bei Maybrit Illner die Union weiter zappeln – zumindest gibt es keine rhetorischen Zuspitzungen. CDU-Politiker Linnemann muss im Fernsehen aber erklären, ob die Abkehr von der Schwarzen Null eine Mogelpackung sei.
Sondieren zwischen Trump und Putin: Eine Sendung zur Einstimmung auf die Gespräche zwischen Union und SPD. Einzig Jens Spahn trübte die traute Einigkeit.
Erst stürzen sich alle auf Carsten Linnemann, dann grillt Maybrit Illner ihren Studiogast Robert Habeck: Der „historische Tag“ im Parlament sitzt allen noch in den Knochen.
Bei „Maybrit Illner“ wollte man eigentlich über Deutschlands Reaktion auf die ersten Amtshandlungen von Donald Trump diskutieren. Doch Jens Spahn und Wolfgang Schmidt waren auf etwas anderes aus.
„Hart aber fair“ diskutiert den deutschen Umgang mit Trump. Ein Gast empfiehlt Schmeicheleien, aber Karl Lauterbach will sich nicht lächerlich machen. Für Disruption sorgt überraschenderweise nicht der AfD-Vertreter.
Besorgt diskutiert eine Talkrunde über Donald Trumps Pläne nach dem Amtsantritt. Dabei gibt es neben Warnern auch beschwichtigende Stimmen – ganz wie in den USA. Und einer kann „woke“ nicht definieren.
Auf bestürzende Weise rezeptlos gegen die extremen Ränder: Angela Merkel war bei Maybrit Illner zugegen, als sei sie nie weg gewesen.
Statt die Chance zu nutzen, endlich über Inhalte zu sprechen, bleibt Illners Talkrunde wieder im Gespräch über personelle Rochaden hängen. Einig scheint man sich nur darin: Für Nochkanzler Scholz steht das Schachmatt kurz bevor.
Die Talkshows läuten den Wahlkampf ein. Während Friedrich Merz zu allem „Wachstum“ sagt, wird Saskia Esken in die Mangel genommen. Und als die meisten schon schlafen, macht ein lächelndes Schweigen Robert Habeck zum Kanzlerkandidaten.
Welcher Wahn bricht sich hier Bahn? Der Kanzler wirbt bei Maybrit Illner für eine Geschlossenheitspsychologie zur Rettung der vermasselten Wirtschaft, tanzt aber selbst aus der Reihe.
Bloß keinen Liebesentzug durch die Grünen: Ist Hendrik Wüst die überaus geschmeidige Verkörperung dessen, was im AfD-Sprech das Kartellsystem heißt? Bei Maybrit Illner sah es so aus.
Die Bundesinnenministerin Nancy Faeser sieht sich bei Maybrit Illner harten Vorwürfen ausgesetzt: Sie habe die Union mit einem falschen Angebot gelockt. Doch deshalb verließ sie nicht gleich das Studio.
Wie umgehen mit der außenpolitischen Destruktivität, die für die BSW-Chefin nicht verhandelbar ist? Bei Maybrit Illner ging es auch um die Risiken der sich jetzt notdürftig zusammenzwingenden AfD-Vermeidungsbündnisse.
Während bei Maybrit Illner nicht viel Spannendes passiert, berichten die amerikanischen Medien über eine nie dagewesene Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen: Der Countdown läuft für Trump und gegen Biden.