Der Westen macht es sich mit dem Osten zu leicht
Viele Ostdeutsche glauben, dass die Wiedervereinigung vor allem Nachteile gebracht hat, sehen sich selbst aber als Wendegewinner. Wer das verstehen will, muss etwas Empathie aufbringen.
Bundeswehr und Nationale Volksarmee sollten nach der Wiedervereinigung zu einer „Armee der Einheit“ werden. Matthias Rogg zeigt: Die Realität sah anders aus.
Viele Ostdeutsche glauben, dass die Wiedervereinigung vor allem Nachteile gebracht hat, sehen sich selbst aber als Wendegewinner. Wer das verstehen will, muss etwas Empathie aufbringen.
35 Jahre nach der Wiedervereinigung blicken ehemalige DDR-Bürger im früheren Notaufnahmelager Gießen auf ihre Flucht in den Westen und die Eingewöhnung in der neuen Heimat zurück. Und sehen ungeahnte Parallelen zur Gegenwart.
Wie geht es der ostdeutschen Wirtschaft 35 Jahre nach der Wiedervereinigung?
Auch bei „Wortmalerei“ feiern wir 35 Jahre Wiedervereinigung. Ziel des Spiels ist es, die KI mithilfe Ihrer Beschreibung möglichst nah an unser Motiv heranzuführen. Testen Sie jetzt Ihre Prompting-Fähigkeiten.
35 Jahre nach der Wende mangelt es zwischen Ost- und Westdeutschen offenbar an Sympathie. Mehrere Umfragen zeigen eine sichtliche Spaltung in der Gesellschaft.
In Ostdeutschland geht das alte Parteiensystem unter. Kommt nun ein Verbot der AfD? Damit zeigte das Land ein autoritäres Gesicht, das vielem widerspräche, was die Wiedervereinigung wollte.
Mit der Wende brach für manchen DDR-Bürger eine Welt zusammen. Vor allem für etablierte Wissenschaftler. Viele tauchten frustriert ab. Manche gründeten Firmen, die noch heute erfolgreich sind. Aber der Weg dorthin war hart.
Am 3. Oktober ist der Tag der Deutschen Einheit. Warum dieses Datum dafür gewählt wurde, wie und wo gefeiert wird und welche Aktionen es zu diesem Anlass gibt – ein Überblick.
Warum sich die Karrierechancen von Menschen in West- und Ostdeutschland noch immer unterscheiden – auch 35 Jahre nach der Wiedervereinigung.
1990 stimmten die Grünen gegen alles, was die Wiedervereinigung befördern sollte. Gleichzeitig begann eine Phase der Selbstbeschäftigung. Ohne die Häutungen, die damals einsetzten, hätten die Grünen wohl nicht überlebt.
Resignation, Protest, Neuanfang: Die Erfahrungen Ostdeutscher nach der Wiedervereinigung sind bisher kaum erforscht. Ein Aufsatzband schlägt eine erste Bresche.
Die deutschen Kommunen haben 2024 den höchsten Fehlbetrag seit der Wiedervereinigung erzielt. Mehr Geld kosteten unter anderem Sozialhilfe und Bürgergeld, aber auch die Personalkosten stiegen.
Im Streit um die Abschaffung des Solidaritätszuschlags scheitern sechs FDP-Politiker in Karlsruhe. Union und Wirtschaft dringen auf Steuerentlastungen.
Das Bundesverfassungsgericht hat geurteilt, dass der Solidaritätszuschlag auch 35 Jahre nach der Wiedervereinigung noch verfassungsgemäß ist. Damit sind sechs FDP-Politiker mit ihrer Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe gescheitert.
Während Union und SPD um eine Koalition ringen, entscheidet das Verfassungsgericht über den Solidaritätszuschlag. Das kann teuer werden.
Kommt die D-Mark nicht zu uns, dann gehen wir zu ihr: Die Dynamik, die 1990 in die Wirtschafts- und Währungsunion zwischen der Bundesrepublik und der erodierenden DDR mündete, erfasste auch die Hochschulen und Wissenschaftsorganisationen. Die Bilanz auch dieses Kapitels der Vereinigung ist sehr zwiespältig.
Die USA kündigen ihr Schutzversprechen und spielen mit dem Schicksal Europas. Was droht als Nächstes?
35 Jahre nach der Wiedervereinigung sind die Unterschiede zwischen Ost und West bei der Erwerbstätigkeit und der Bezahlung von Frauen erkennbar. Das gilt auch für die Kinderbetreuung. Doch vieles ist in Bewegung.
Die Industrie produziert weniger, die Exporte schrumpfen. Wirtschaftsverbände beklagen die abnehmende Wettbewerbsfähigkeit.
Das Bundesverfassungsgericht prüft, ob der Solidaritätszuschlag 34 Jahre nach der Wiedervereinigung noch rechtens ist. Sollte es die Sonderabgabe für verfassungswidrig erklären, drohen Rückzahlungen in Milliardenhöhe.
Ihre zweite große Bewährungsprobe hatte die Soziale Marktwirtschaft mit der Wiedervereinigung zu bestehen. Die Wirtschaftsredaktion ermutigte die neuen Mitbürger zur Marktwirtschaft. Ihre wichtigste Aufgabe sah sie aber darin, zu verhindern, dass der Osten dauerhafter Kostgänger des Westens würde.
Deutsche Einheit +++ Hamas-Attentat vom 7. Oktober +++ Israels militärische Erfolge
Beim Festakt in Schwerin treten die Ministerpräsidentin und der Bundeskanzler auf.
Frankfurt feiert den Tag der Deutschen Einheit mit einem Bürgerfest. In der Paulskirche erinnert Rita Süssmuth an den langen Weg zur Wiedervereinigung.
Die frühere Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hält die bisherige Regelung für Abtreibungen für „ausgewogen“. Sie stellt sich gegen die Vorschläge einer Regierungskommission zur Neuregelung.
Eigentlich die Gewinner, und doch nicht im Glück: Ines Geipel räumt in ihrem neuen Buch Geschichten von den Ostdeutschen als den Verlierern der deutschen Wiedervereinigung ab.
Die Figuren wollen alles, die Autorin will es auch: Carolin Krahls beglückender Ostdeutschlandroman „Wühlen“.
Die Wiedervereinigung der deutschen Wissenschaft hatte Licht- und Schattenseiten. Während die Lebenswissenschaft erfolgreich integriert wurde, fiel die DDR-Germanistik dem Vergessen anheim.
Im vergangenen Jahr sind 3601 Kinder adoptiert worden, ein Großteil von den eigenen Stiefmüttern oder Stiefvätern. Auch Bewerbungen für Adoptionen gab es so wenige wie noch nie.
Die deutschen Staffelläuferinnen gewinnen die erste Medaille bei Olympischen Spielen seit der Wiedervereinigung. Gold geht an die USA.
Lukas Märtens hat als erster Beckenschwimmer im wiedervereinten Deutschland Gold gewonnen. Er wird nun ein Vorbild sein – nicht nur für künftige Olympiasieger.
1990 wurde im Zuge der Wiedervereinigung auch die Reichsbahn der DDR mit der Deutschen Bundesbahn zusammengeführt. Wolfgang Scherz berichtet in seinem Buch als Zeitzeuge.
Das Statistische Bundesamt meldet den niedrigsten Stand der Scheidungen seit der Deutschen Wiedervereinigung. Aber was sagt das über die Ehen aus? Eine Familiensoziologin ordnet die Zahlen ein.
1949 nahmen die Westdeutschen an den Vorarbeiten für das Grundgesetz nur wenig Anteil. Im Osten war es umgekehrt – die Machthaber wollten es so. Nach der Wiedervereinigung ein neues Bild: Die Arbeit der Verfassungskommission fand im Osten kaum Resonanz, im Westen umso mehr. Was hat das zu bedeuten?
Der Saarländische Rundfunk gratuliert Friedrich Nowottny zum 95. Geburtstag. Dabei haben wir ihn vom WDR in Erinnerung. Und seine eigene Erinnerung ist in diesen Tagen düster – an den Krieg.
So wenig Bier wie im Jahr 2023 haben die deutschen Brauer seit der Wiedervereinigung noch nie verkauft. Das saisonale Muster aber bleibt über die Jahre konstant.