Sie wollen mit Palästinensertuch in Buchenwald provozieren
Aktivisten wollen gegen den „Völkermord in Gaza“ ausgerechnet in der KZ-Gedenkstätte demonstrieren. Der Leiter versucht, das zu verhindern.
Die Kampagne „Kufiyas in Buchenwald“ darf nicht in der Gedenkstätte demonstrieren. Doch Buchenwald sieht sich trotzdem politischem Missbrauch ausgesetzt.
Aktivisten wollen gegen den „Völkermord in Gaza“ ausgerechnet in der KZ-Gedenkstätte demonstrieren. Der Leiter versucht, das zu verhindern.
Deutsche Wende und Nelkenrevolution, alte Frauen am Atlantik und toxische Beziehungen in München: Das sind nur einige Themen von zehn der wichtigsten Romane des Frühjahrs 2026.
Es klingt paradox: Gerade an NS-Gedenkstätten steigt die Zahl an antisemitischen Vorfällen. Das liegt an zwei Entwicklungen, die nur scheinbar entgegengesetzt sind.
Was weiß man im Westen über den Umgang mit dem Holocaust im Osten und umgekehrt? Ines Geipels Buch „Landschaft ohne Zeugen“ sucht nach Antworten.
Mit prominenter Figurenbeteiligung: Grégory Cingals Roman „Die letzten auf der Liste“ über die Schrecken im Konzentrationslager Buchenwald.
Richard J. Evans porträtiert Führungsfiguren und Mitläufer des NS-Regimes von Göring bis zu KZ-Aufseherinnen. Die meisten waren keine Psychopathen, sondern normale Menschen, die ihre Chance auf Macht witterten.
Im offiziellen Gedenken der DDR kamen das Wort Schoa und die jüdischen NS-Opfer nicht vor. Eine neue Studie zeigt: Es gab Nischen, in denen das anders war.
Wie ich mich am 100. Geburtstag des großen Filmregisseurs der DDR, Konrad Wolf, an seinen Film „Der nackte Mann auf dem Sportplatz“ erinnere. Und an Bilder, die nicht verstummen wollen.
Ein Auktionshaus plant, Zeugnisse des Holocaust zu versteigern. Das Internationale Auschwitz-Komitee reagiert – und fordert eine Absage.
Zwei Jahre nach dem 7. Oktober werden Juden in Deutschland öfter bedroht und angegriffen. Manche überlegen, zu gehen. Manche kämpfen dagegen.
Eine Besucherin wollte mit der Kufiya gegen die israelische Regierung protestieren. Das muss die Gedenkstätte nicht hinnehmen, entschied jetzt das thüringische Oberverwaltungsgericht.
Hat der Mufti von Jerusalem das Tragen des Palästinensertuchs angeordnet? Die in deutschen Internetmedien schon vor dem 7. Oktober 2023 verbreitete Geschichte wurde sogar von der Gedenkstätte Buchenwald beglaubigt.
Kitsch, Kriegsromantik, Katholizismus und Faschismusrehabilitierung: Ein Großkonzert des Musikers Marko Perković sagt mehr über Kroatien, als dem Land lieb sein kann.
Seit 45 Jahren werden in der NS-Zeit verfolgte Juden und deren Angehörige nach Frankfurt eingeladen. Barbara Graham Collier, deren Mutter als Kind aus der Stadt fliehen musste, verlangt der Besuch viel ab – bringt sie aber auch zum Lachen.
Eine Frage der Ehre: Achtzig Jahre nach dem 8. Mai 1945 ist in Deutschland eine neue Erinnerungsepoche angebrochen – mit drastischen Folgen für unser kollektives Bewusstsein.
Israels Botschafter greift jene an, die aus dem Völkermord an den Juden universelle Schlüsse ziehen wollen. In einer Zeit, in der der Antisemitismus überall wiederauflebt, ist das kein Schutz – im Gegenteil.
Das KZ Dachau war das Modell für alle anderen Konzentrationslager in Deutschland. Vor 80 Jahren wurde es von den Amerikanern befreit. Die waren kaum vorbereitet auf das, was sie dort sahen.
Der neue Antisemitismus ist in Europa überall präsent – auch in Deutschland. Ein Cocktail aus Feigheit und Bequemlichkeit lässt das Versprechen „Nie wieder“ zur hohlen Formel werden.
Jens-Christian Wagner, Direktor der Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, hält dem ZDF vor, es kneife vor der AfD. Das lässt der Sender nicht auf sich sitzen. Daraufhin gibt Wagner seiner Kritik eine generelle Richtung.
Der Theoretiker des richtigen Erinnerns nimmt viel Vergessen in Kauf, um die Absolutheit seiner ethischen Ansprüche zu schützen: Zu Omri Boehms geplanter Rede zum Jahrestag der Befreiung von Buchenwald im April 1945.
Gefallsüchtiger Botschafter: Israels Regierung erklärt Rechtsradikale zu Kämpfern gegen den Antisemitismus, ihr Gesandter setzt Humanisten mit Massenmördern gleich.
Am Sonntag wird in Weimar an die Befreiung des KZ Buchenwald vor 80 Jahren erinnert. Doch das Gedenken bleibt nicht rückwärtsgewandt – es richtet sich auch mit klaren Worten auf die Gegenwart.
„So hat es damals auch angefangen“: In Weimar wird der Befreiung des KZ Buchenwald vor 80 Jahren gedacht. Alt-Bundespräsident Christian Wulff spricht auch über die aktuelle politische Situation im Land.
Gedenkstättenleiter Jens-Christian Wagner kritisiert Israels Botschaft scharf. Sie habe darauf gedrängt, eine Rede des israelischen Philosophen Omri Boehm zum Gedenktag der Buchenwald-Befreiung abzusagen.
Dem Leiter der Gedenkstätte Buchenwald hätte klar sein müssen, dass die Einladung Omri Boehms als Redner zu Verwerfungen führen würde. Aber warum eigentlich? Ist er nicht der „Brückenbauer“, als den man ihn dort sieht?
Am kommenden Sonntag hätte Omri Boehm bei den Erinnerungsfeiern zur Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald sprechen sollen. Nach Protesten der israelischen Botschaft wird die Rede nun „verschoben“.
Vor 80 Jahren wurde das KZ Katzbach in Frankfurt aufgelöst, die noch lebenden Inhaftierten schickte die SS auf einen Todesmarsch. In der Paulskirche berichten achtzig Jahre später Angehörige vom Leid ihrer Väter.
Schuldenpolitik +++ Neue Milliardenschulden +++ DDR-Kunst +++ Nationalsozialismus +++ Schuldenpakt abgelehnt +++ Friedensordnung mit Palästina +++ Lob zur Berichterstattung +++ Grammatik in der F.A.Z. +++ Fraktur
Achtzig Jahre nach dem Ende der Schreckensherrschaft der Nazis ist das Erinnern politisch unter Druck geraten. Ein Besuch bei Menschen, die gegen das Vergessen anarbeiten.
Seit Jahren beobachten die Gedenkstätten eine deutliche Zunahme von Angriffen und Anfeindungen durch extrem Rechte. Was man mit Mehrheiten, die durch die AfD zustande kommen, beschleunigt.
Brady Corbets Film „The Brutalist“ erzählt von einem ungarischen Architekten, der im Amerika der Nachkriegszeit sein Glück versucht. Das Werk ist für zehn Oscars nominiert. Jetzt kommt es ins Kino.
Der CDU-Mann König wird in Thüringen zum Landtagspräsidenten gewählt. Muhsal von der AfD kann sich auch als Vize nicht durchsetzen.
Der Entertainer Hape Kerkeling verrät in seinem neuen Buch wieder traurige und schöne Geheimnisse seines Lebens. Es geht um edle Vorfahren, die Zeit der Aids-Epidemie der Achtziger und eine große Liebe, die zu früh endete.
Der CDU-Politiker Thadäus König wurde am Samstag zum neuen Thüringer Landtagspräsidenten gewählt. Die AfD-Kandidatin Wiebke Muhsal konnte sich auch bei der Wahl der Vizepräsidenten nicht durchsetzen.
Die „Straßburger Zeitzeugenberichte“ erscheinen in einer deutschen Auswahledition.
In Sachsen-Anhalt will ein privater Investor in einem Tunnelsystem, in dem tausende Häftlinge eines benachbarten KZ ums Leben kamen, einen Bunker für Prepper errichten – kann der verstörende Plan verhindert werden?