Pläne für die Kolonialstädte
Organisatorische Strukturen, institutionelle Rahmenbedingungen und ökonomische Grundlagen: Ein gut lesbarer und hervorragend illustrierter Band beleuchtet den Städtebau des Nationalsozialismus im internationalen Kontext.
Organisatorische Strukturen, institutionelle Rahmenbedingungen und ökonomische Grundlagen: Ein gut lesbarer und hervorragend illustrierter Band beleuchtet den Städtebau des Nationalsozialismus im internationalen Kontext.
Bella Fromms Tagebücher sind ein außergewöhnliches Dokument der nationalsozialistischen Machteroberung. Warum sind sie erst so spät nach der amerikanischen Erstpublikation auf Deutsch erschienen? Und jetzt nicht mehr lieferbar?
Ein Tourguide berichtet, dass sich im Holocaust-Museum in Porto keineswegs alle Besucher angemessen verhalten. „Das Böse kennt keine Ländergrenzen“, sagt der junge Österreicher.
Der „Gnomon“ versammelte in den Zwanzigerjahren die Crème de la Crème der deutschen Altertumswissenschaften um sich. Doch nach 1933 wollte man von „menschlichen Empfindungen“ nichts mehr wissen, wie Markus Hafner nun zeigt.
In Oldenburg hat kürzlich das Edith-Russ-Haus für Medienkunst die Benennung nach seiner Stifterin eingebüßt, weil diese Mitglied der NSDAP war. Was lässt sich daraus lernen?
Vergessene Pionierinnen des Stils im Jüdischen Museum Berlin, die Comiczeichnerin Allison Bechdel in Basel und Goldschätze aus China in Gotha: Der kuratierte Ausstellungskalender des F.A.Z.-Feuilletons
Bei der Gedenkveranstaltung zum 20. Juli 1944 in Berlin Plötzensee hat der Schauspieler und Autor Matthias Brandt die Rede gehalten. Er kritisierte, dass die Frauen und Männer des 20. Juli immer wieder dem Vorwurf des „Vaterlandsverrats“ ausgesetzt gewesen seien.
Es dauerte nur wenige Wochen, bis die parlamentarische Demokratie der Weimarer Republik in eine Diktatur umgewandelt war: Die Philosophin Herlinde Pauer-Studer untersucht Äußerungen einflussreicher Juristen im NS-Staat.
Musterbeispiele verschleppter Gerechtigkeit: Die Berliner Topographie des Terrors dokumentiert mit der Ausstellung „Die Nazis waren ja nicht einfach weg“ die deutsche Vergangenheitsbewältigung nach dem Zweiten Weltkrieg.
Gefühle ersetzen in politischen Debatten zunehmend die Argumente. Wie konnte das passieren? Und warum glauben viele, dass Empathie und Betroffenheit wichtiger sind als nüchternes Denken? Ein Essay.
Die Frankfurter Uni-Bibliothek besitzt mehr NS-Raubgut als erwartet. Provenienzforscher suchen nach Erben der Familie Baer für eine faire Lösung.
Führt Restitution wirklich zu neuem Unrecht, wie der Präsident der Züricher Kunstgesellschaft behauptet? Kein Land hat jedenfalls größere Hemmungen bei der Rückgabe von Raubkunst als die Schweiz.
Seit 2017 setzt sich eine zivilgesellschaftliche Initiative dafür ein, dass in Berlin an das Leid Polens im Nationalsozialismus erinnert wird. Nun wurde ein temporärer Gedenkort eröffnet.
Da war noch mehr als Paul Klees „Angelus Novus: Eine bislang unerkannte Bildquelle zu Walter Benjamins Thesen „Über den Begriff der Geschichte“ dürfte Arthur Kampfs im Berlin der Jahrhundertwende populäre Darstellung „Die Vertreibung aus dem Paradies“ gewesen sein.
Wer nicht der von den Machthabern gesetzten Norm entsprach, wurde im Nationalsozialismus ausgegrenzt und verfolgt. Die Wanderausstellung „Gefährdet leben“ zeigt in der Frankfurter Paulskirche aber auch, wie queere Menschen Freiräume nutzten.
Trump vergleicht die Ukraine und Russland mit zankenden Kindern, vor 150 Jahren wurde Thomas Mann geboren, und die DFB-Auswahl spielt um den Trostpreis. Der F.A.Z. Frühdenker.
Nicht jeder Schüler, der mit NS-Sprüchen provoziert, ist ein ideologisch gefestigter Rechtsextremist. Vorfälle wie nun in Gießen sollte man trotzdem sehr ernst nehmen.
Mit seinem Song „Heil Hitler“ bekundet Kanye „Ye“ West offen seine Begeisterung für den Nationalsozialismus. Mittlerweile ist der Song gesperrt. Stattdessen erobert sein nicht minder problematischer Titel „WW3“ die Charts.
Mit 103 Jahren ist die bekannte Zeitzeugin der Judenverfolgung im Nationalsozialismus gestorben. Margot Friedländer setzte sich bis ins hohe Alter für Demokratie sowie gegen Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung ein.
Zum 80. Jahrestag des Sieges über Nazi-Deutschland hat die traditionelle Militärparade in Moskau stattgefunden. Der russische Präsident Putin zieht bei seiner Rede eine Parallele zum russischen Militäreinsatz in der Ukraine.
Die niederländische Schriftstellerin Chaja Polak hat den Holocaust überlebt. Im Interview spricht sie über die Trennung von ihren Eltern, die Spätfolgen des Leids – und ihren Blick auf den Nahostkonflikt.
Er war der einzige Emigrant, der während der NS-Zeit unzensiert den Deutschen ins Gewissen sprach. Thomas Manns erschütternde BBC-Reden zwischen 1940 und 1945 sind in Form und Inhalt einzigartig. Jetzt sind sie in einer Neuauflage wieder zu lesen. Sie gehören in jedes Schulbuch.
Unser F.A.Z.-Kollege Lorenz Hemicker hat ein Buch über seinen Großvater Ernst geschrieben, den SS-Offizier, der im Zweiten Weltkrieg am Massaker von Rumbula bei Riga beteiligt war. Wir sprechen im Podcast über Verbrechen, Schuld und Schlussstriche.
Der Würzburger Historiker Benjamin Hasselhorn schmiedete in neurechter Gesellschaft Schlachtpläne für den Kampf um die Seele der Deutschen. Heute schwiege er lieber darüber. Dass Studenten auf korrekte Autorenangaben Wert legen, soll Rufmord sein.
Am 30. April 1945 beging Adolf Hitler Suizid. Aber die Sowjets versuchten, seinen Tod zu verschleiern – und Moskau behauptete, Hitler lebe noch. Das rief den britischen Geheimdienst auf den Plan.
In Italien wird dem Kriegsende schon am 25. April gedacht. Es ist ein Tag, an dem es immer Spannungen gibt. Denn die Rechte schätzt den Antifaschismus gering.
Preußische Kulturblüte um 1800 in Neuhardenberg, der Mythos von Caesar und Kleopatra in Speyer und koreanische Kultur aus zwei Jahrtausenden in Dresdens Grünes Gewölbe. Der kuratierte Ausstellungskalender des F.A.Z.-Feuilletons.
Kempowskis Erben: In „Hitlers Volk“ fächert die ARD die NS-Herrschaft von 1933 bis 1945 in Tagebüchern auf. Ins Bild gesetzt werden die gesprochen Worte mit den Mitteln der Graphic Novel. Das Konzept geht eindrucksvoll auf.
Vermuten, vergleichen, im Nebel stochern: „Die Zeit“ bemüht etliche Plattitüden in der Debatte um den ehemaligen Suhrkamp-Verleger. Dass dieser seine NSDAP-Mitgliedschaft schon kurz nach Kriegsende eingestanden hatte, fiel dabei unter den Tisch.
Jetzt stimmen die Genossen über den Koalitionsvertrag ab, der Weinstein-Prozess wird neu aufgerollt – und wie steht es um Europas Klima? Der F.A.Z.-Frühdenker.
Ernst Hemicker war SS-Offizier. Ich glaubte, den Weg meines Großvaters in der NS-Zeit zu kennen. Dann stieß ich auf Projekt „Quarz“.
Unsere Autorin dachte lange, ihr Großvater sei im Zweiten Weltkrieg Soldat gewesen. Dann erfuhr sie: Er war für die SS in Polen. Mit ihrer Mutter sprach sie zwanzig Jahre lang nicht darüber – bis jetzt.
Erste Forderungen nach einem eigenen Dokumentationszentrum gab es schon 2009. Seit dieser Woche gibt es ein Zentrum zur NS-Geschichte in Freiburg.
Nach seiner Befreiung aus Auschwitz wandte sich Primo Levi deutschen Lesern zu. Sie hatten sich nach der Lektüre von „Ist das ein Mensch?“ an ihn gewandt. Eine Ausstellung im Palazzo Madama in Turin stellt Briefwechsel dazu aus.
Der Historiker Wolfgang Benz blickt besorgt auf die Erinnerungskultur und die Demokratie, weil auch Teile des Bürgertums verrohen und die Enkel der gedemütigten DDR-Wendegeneration ihre Großeltern rächen wollen. Ein Gespräch.
Robert Servatius vertrat Adolf Eichmann und NS-Funktionäre vor Gericht. Dirk Stolper zeigt, dass sein Verhältnis zum Nationalsozialismus nicht frei von Widersprüchen war. Früher hatte er auch ein Faible für die Sowjetunion.