Emanzipation durch Krippe?
Als Wostkind habe ich immer geglaubt: Früh Kinder bekommen ist prima! Doch als Wostkind kann ich auch nur warnen: Bei der Kinderbetreuung ist „Masse statt Klasse“ sicher eine ganz schlechte Idee.
Als Wostkind habe ich immer geglaubt: Früh Kinder bekommen ist prima! Doch als Wostkind kann ich auch nur warnen: Bei der Kinderbetreuung ist „Masse statt Klasse“ sicher eine ganz schlechte Idee.
Acht Jahre hat er mit dem Projekt verbracht, nun kann er endlich loslassen: Der Drehbuchautor Stefan Kolditz hat „Unsere Mütter, unsere Väter“ geschrieben.
Bei seinem Humor blieb der DDR das Lachen im Halse stecken: Der Schriftsteller, Schauspieler und Kabarettist Peter Ensikat ist im Alter von 72 Jahren gestorben.
Das Wilhelm-Busch-Museum in Hannover zeigt eine Ausstellung zum Leben von Manfred Schmidt, dem Autor und Zeichner der Detektivsatire „Nick Knatterton“. Nicht ganz rein zufällig erscheint zu Ausstellungsbeginn ein neues Buch über die berühmteste deutsche Comicserie der fünfziger Jahre. Das ostdeutsche Gegenstück zu „Nick Knatterton“ heißt „Waputa, die Geierkralle“, eine Wildwest-Satire, die Herbert Reschke 1954 erfand, um den deutsch-deutschen Konflikt aus Sicht der DDR-Führung ironisch zu kommentieren.
Der ZDF-Dreiteiler „Unsere Mütter, unsere Väter“ erzählt die Kriegserlebnisse aus der Perspektive junger Menschen. Was sagen Journalisten dazu, die heute so alt sind wie die Protagonisten im Film?
Seit einem Jahr ist er im Amt: Bundespräsident Gauck, der zurzeit Äthiopien besucht, profiliert sich nicht durch Kritik an den Parteien und verweist nur noch selten auf seine ostdeutsche Vergangenheit.
Die Demonstranten für den Erhalt der Berliner East Side Gallery konnten es nicht fassen. Nun will auch David Hasselhoff die Mauer retten - und legte einen großen Auftritt an der Spree hin.
Der Vater von Andreas Städter war an vielen Fronten des Kriegs. Mit viel List und Glück konnte er sich immer wieder von den Kampfhandlungen entfernen und landete schließlich in amerikanischer Gefangenschaft.
Lange galten sie in Deutschland als elitär. Heute wollen selbst coole Kreative Mitglied sein. Besuche im jüngsten und im ältesten Club des Landes.
Ist der Markt sozial oder bedarf es eines Sozialsystems, um den Zustand des Sozialen in der Marktwirtschaft zu gewährleisten? Für Ludwig Erhard war der Markt ausreichend sozial. Seine Ideologie setzt sich mit Gerhard Schröder durch.
Demnächst beginnt der NSU-Prozess. In ihrem gerade erschienenen Buch analysiert die Autorin „die stille Wut der Wendegeneration“ und sagt: Orientierungslosigkeit ist keine Entschuldigung.
Alte Agenten auf neuen Golfplätzen: Marc Bauders Spielfilm „Das System“ erzählt, wie die DDR unterging, ihre Gewohnheiten und die Erinnerung an das Land aber geblieben sind.
Zur Durchsetzung des Machtanspruchs der SED trug die innenpolitische Sozialisierungsfunktion der Nationalen Volksarmee mit ihren stark repressiven Elementen erheblich bei.
Mit dem Erzabbau wuchs in Lappland eine Stadt, wo früher nur Schnee und Eis waren. Jetzt wird die halbe Stadt abgetragen, weil das Bergwerk sonst schließen müsste. Und in Kiruna protestiert niemand.
Cola nur noch in kleinen Bechern, Zigaretten nur noch mit Schockfotos - immer mehr steuert die Politik das Konsumverhalten der Bürger. Die Wirtschaft stöhnt. Den Verbrauchern gefällt’s.
Viele Eltern haben Zweifel, welche Impfungen für ihr Kind wirklich gut sind. Sie finden Bestätigung bei Skeptikern wie dem Kinderarzt Martin Hirte. Deren Kritik halten die Fachleute der Impfkommission aber für gefährlich.
Überraschend ist der Befund von Gerhard A. Ritter nicht: Genscher und seine Diplomaten wirkten am schwierigen Prozess der Wiedervereinigung entscheidend mit, wenn auch im Schatten des Kanzlers.
Die DDR war ein antifaschistischer Windbeutel. Leere Worthülsen ersetzten eine Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte – ein Phänomen, das es so ähnlich auch im Westen gibt.
Wegen der deutschen Teilung gibt es zwei Nationalbibliotheken. Jetzt werden die Öffnungszeiten angeglichen. Damit die Frankfurter länger lesen können, wird den Leipzigern morgens eine Lesestunde geklaut.
Der Mensch ist nicht nur sich selbst fremd: Stephan Kimmig inszeniert Eugen Ruges Romanadaption „In Zeiten des abnehmendes Lichts“ am Deutschen Theater Berlin.
Ein Leben ohne Gott und Glauben scheint erst dann möglich, wenn Gott und Glaube in einem neuen Kontext, als menschliches Handeln, wiederentdeckt werden.
Seit 21 Jahren wehrt sich Gregor Gysi gegen den Vorwurf, Mitarbeiter der Stasi gewesen zu sein. Dass die Verdächtigungen nicht aufhören, kränkt ihn.
Symbolhandlungen waren Friedrich Schorlemmer immer wichtig. 1988 verfasste er mit einer Wittenberger Friedensgruppe 20 Thesen für eine umfassende Demokratisierung der DDR.
Eine „große Rede“ von Joachim Gauck war angekündigt. Es blieb nicht aus, dass der Bundespräsident angespannt wirkte. Denn er nahm sich ein Thema vor, das ihm lange nicht auf den Leib geschneidert schien: Europa.
Abschied von den 140 Zeichen: Eine Tirade über die totalitären Tendenzen einer Masse, die sich für besonders gerecht hält.
In diesen Tagen wird an die Machtübernahme Hitlers im Januar 1933 erinnert. Wie gehen wir mit der NS-Zeit um, wenn die Erlebnisgeneration gestorben ist? Darum ging es gestern auch in Anne Wills Talkrunde. Eine Geschichtsstunde mit Bezügen zur Gegenwart.
Schutz der Fassaden: Dirk Kurbjuweits packendes Psychodrama „Angst“ erzählt von einer Familie, die in einen Albtraum gerät, vor dem sie auch die deutsche Justiz nicht retten kann.
Die Unterzeichnung der Schlussakte von Helsinki 1975 durch Honecker - von der SED als endgültige internationale Anerkennung der DDR gefeiert - zog dann Probleme für das MfS nach sich.
Bundespräsident Walter Scheel paraphrasierte zum 8. Mai 1975 erstmals höchstoffiziell den - in der DDR von 1950 an propagierten - Begriff der „Befreiung“.
Spekulanten in Frankfurt, Bauern im Oberland und Berliner Kolumnisten gelten als konservativ. Das Wort beschreibt keine Eigenschaften, sondern einen schweren Irrtum.
Oft genug wurde Georg Büchner für das Falsche in Anspruch genommen. Jetzt liegt uns Hermann Kurzkes große Biographie vor. Darin erzählt uns der Germanist nicht nur die Geschichte eines Genies. Vielmehr revolutioniert er unser bisheriges Bild des Dichters.
Drei Sportfilme haben an diesem Freitag auf der Berlinale Premiere. Die Schlagzeile gilt dem schwächsten. In „Einzelkämpfer“ gibt Olympiasieger Beyer zu, was längst belegt war: Doping.
Bundespräsident Gauck hat Johanna Wanka zur neuen Bildungsministerin ernannt. Sie folgt auf die am Samstag nach Aberkennung ihres Doktorgrades zurückgetretene Annette Schavan.
Der Rückzug in das Private gilt vielen als Flucht vor Verantwortung. Dabei wird übersehen, dass dadurch in der DDR eine widerständige Parallelgesellschaft geschaffen wurde, die vielleicht zur friedlichen Revolution führte.
mk. BERLIN, 11. Februar. Der Fraktionsvorsitzende der Linkspartei im Bundestag, Gregor Gysi, genießt die volle Solidarität der gesamten Partei.