Hilmar Thate ist gestorben
Er hatte an den großen Häusern Ost-Berlins gespielt. Im Westen stand er für Zadek und Tabori auf der Bühne – und für Fassbinder, Schlöndorff und Wedel vor der Kamera. Im Alter von 85 Jahren ist Hilmar Thate gestorben.
Er hatte an den großen Häusern Ost-Berlins gespielt. Im Westen stand er für Zadek und Tabori auf der Bühne – und für Fassbinder, Schlöndorff und Wedel vor der Kamera. Im Alter von 85 Jahren ist Hilmar Thate gestorben.
In Berlin tagt erstmals das exklusive Körber History Forum. Die Debatte über das Verhältnis zwischen Russland und dem Westen zeigt spektakulär, auf welches russische Denken wir uns einstellen müssen.
Mecklenburg-Vorpommern hat eine Geschichte der Enttäuschung hinter sich. Die Entfremdung mit der Politik wächst. Nach der Landtagswahl zeigt sich, dass dort schon geschieht, was im Rest Deutschlands folgen könnte. Ein Kommentar.
Die westlichen Pharmaunternehmen zahlten für Tests von Arzneimitteln in Kliniken der DDR zwar geringere Fallpauschalen als in westlichen Ländern, aber diese Differenz entsprach den im innerdeutschen Handel üblichen Abschlägen.
In Thüringen ragt die Vergangenheit sichtbar in die Gegenwart, vom Mittelalter bis zum Sozialismus. Amerikaner, Japaner und Russen wissen, was sie herzieht. Ich verstehe es auch.
Bodo Müller sammelte in der DDR politischen Humor - bis er ins Visier der Stasi geriet. Jetzt hat er seine einstige Sammlung veröffentlicht.
Die Flüchtlingsfrage spaltet die Deutschen, sie spaltet Europa. Nun, da sich mit sinkender Flüchtlingszahl die Emotionen etwas gelegt haben, ist eine Inventur der Argumente angebracht, um die gesellschaftliche Atmosphäre etwas zu entgiften.
Linkspartei, Grüne und FDP in Mecklenburg-Vorpommern würden nach der Landtagswahl gerne Koalitionspartner werden. Helmut Holter, Spitzenkandidat der Linken, geht in Schwerin auf Stimmenfang.
Am 18. August 1976 fand die Selbstverbrennung von Oskar Brüsewitz vor der Michaeliskirche im sächsischen Zeitz statt. Der ostdeutsche Pfarrer wollte mit seinem drastischen Akt die Unterdrückung der Kirchen im Kommunismus im Allgemeinen und in den Schulen der DDR im Speziellen anklagen.
Unter den staatsloyalen Schriftstellern in der DDR war er einer der wenigen, die übers Unterhaltsame und Sozialistische hinaus Kunst zu bieten hatten. Zum Tod des politischen Schriftstellers Hermann Kant.
Er war einer der meistgelesenen Autoren der DDR, Präsident des Schriftstellerverbands, Mitglied des Zentralkomitees der SED – und informeller Mitarbeiter der Stasi. Im Alter von neunzig Jahren ist der Schriftsteller Hermann Kant gestorben.
Immer sind es angeblich nur Einzeltäter, die betrügen. So sieht es das IOC. Raus mit ihnen – und alles wird gut. Doch nichts ist gut geworden. In Rio beginnt das Spiel von neuem.
Europa hat der EU viel zu verdanken, aber der Hinweis auf diese historische Wahrheit reicht nicht, um die Gemeinschaft weiterzuentwickeln. Sie kann nur dann wieder erfolgreich werden, wenn sie den Bürgern das Gefühl von Sicherheit zurückgibt.
Der Doping-Opfer-Hilfeverein prognostiziert, dass die Zahl der Betroffenen auf 5000 steigen wird. Erst allmählich erkennen viele, dass Ursache ihrer schweren Erkrankungen Doping-Mittel und Missbrauch sind.
Sie glaubte an die Rückkehr des Sozialismus in ihrer alten Heimat. Kurz vor ihrem Tod vertraute Margot Honecker ausgerechnet dem Klassenfeind. Ihm gab sie ihr letztes Interview.
Erna F. soll 1974 in der ehemaligen DDR ihren achtjährigen Sohn vergiftet haben. Seit April steht die 74 Jahre alte Frau in Neuruppin vor Gericht. Eine verschwundene Ermittlungsakte gibt nun Rätsel auf.
Der Buchtitel rekurriert auf fremdenfeindliche Ausschreitungen 1991 in Sachsen. Nach tagelangen Übergriffen von Neonationalsozialisten - unter Beifall von vermeintlichen „Normalbürgern“ - flohen viele Asylbewerber aus Hoyerswerda, woraufhin die Täter diese Stadt „ausländerfrei“ nannten.
Man tue die Antieuropäer nicht als Populisten ab. Vielleicht sind sie Realisten. Was hat die EU denn gebracht? Vom Nutzen und Nachteil eines Experiments, das vielleicht keine Zukunft hat. Ein Gastbeitrag.
Für junge Leute ist die DDR sehr weit weg. Das kann geändert werden: zum Beispiel, wenn Schauspieler einer Schulklasse in Dresden vorführen, wie der Alltag in der Diktatur war.
Vor fast drei Jahren hat die Polizei etwa 40 Kinder aus der umstrittenen Glaubensgemeinschaft „Zwölf Stämme“ befreit, die dort misshandelt wurden. Nun muss erstmals eine Lehrerin der religiösen Gruppe dafür in Haft.
In der DDR war er ein überzeugter Kommunist und SED-Funktionär. Aber auch ein Schriftsteller mit klarer Sprache, den Reich-Ranicki einen „harten und intelligenten Gegner unserer westlichen Welt“ nannte. Zum Geburtstag von Hermann Kant.
Die Subversion dieses kurzen Gedichts dürfte den DDR-Zensoren damals entgangen sein. Zeit für eine Wiederentdeckung des ostdeutschen Poeten und Ökonomen Karl Mickel.
Wenige Gläubige, kaum Geld, fehlende Pfarrer: Die katholische Kirche hat es im Osten schwer. Ausgerechnet jetzt findet hier der Katholikentag statt. Eine Spurensuche in der katholischen Diaspora.
„In Rillen gepresstes Gefühlskino“: Udo Lindenberg hat einigen F.A.Z.-Redakteuren große musikalische Erlebnisse beschert. Ein Dankeschön, passend zu seinem 70. Geburtstag.
Die frühere DDR-Volksbildungsministerin Margot Honecker ist tot. Sie starb im Alter von 89 Jahren in der chilenischen Hauptstadt Santiago.
Eine anonyme Anzeige bringt eine Mutter in Neuruppin vor Gericht. Die Frau habe 1974 ihren Sohn mit Gas ermordet, so die Anklage. Vor allem ein Zeuge belastet die Frau schwer – 42 Jahre danach.
Russlands Leichtathletik versinkt im Doping-Sumpf. Ob Athleten wie Sergej Litwinow bei Olympia starten dürfen, ist fraglich. Im Interview spricht der Hammerwerfer über seinen Selbstversuch mit Meldonium – und sieben Monate ohne Doping-Kontrolle.
Das „Pfeffermühle“-Programm zum 30. Jahrestag der DDR-Gründung wurde wegen eines lobenden F.A.Z.-Artikels im März 1979 abgesetzt. Erich Honecker griff ein und verlangte, dass sein Name künftig nicht mehr in Kabarettprogrammen genannt werden solle.
In der DDR gehörte sie zu den prominentesten Figuren am Ost-Berliner Deutschen Theater, sowohl als Schauspielerin wie auch in der Regie. Am Montag verstarb die Niederländerin Cox Habbema im Alter von 72 Jahren.
Wenn sich die Ost-Ministerpräsidenten am Mittwoch mit der Kanzlerin treffen, soll es auch um die Zukunft der Stasi-Unterlagen-Behörde gehen: Hat diese mehr als 26 Jahre nach der friedlichen Revolution in der DDR ausgedient?
Wie sieht die Zukunft des Sozialstaats aus? Der DDR-Forscher Klaus Schroeder beklagt die Debatte über die Ungleichheit. Wichtige Punkte fehlen, sagt er.
Hans-Dietrich Genscher gehörte zum Kern des politischen Personals der „alten“ Bundesrepublik. Schon zu Lebzeiten war er zu einer historischen Figur des deutschen Liberalismus geworden.
Sie fühlen sich heute noch zu fett, das Geräusch der Waage können sie nicht mehr ertragen. Mit Psychoterror wurden Sportgymnastinnen in der DDR einst gefügig gemacht – und nicht nur dort.
Die an der Grenze stationierten Soldaten sollten nach Ansicht der SED durch das Hervorkehren eines „unverrückbaren Klassenstandpunkts“ den Charakter einer Elitetruppe haben. In der Realität war davon so gut wie nichts zu spüren.
Die Vorwürfe wogen schwer: Westdeutsche Pharmahersteller sollen ostdeutsche Probanden für Medikamententests missbraucht haben. Das stimmt aber nicht - hat eine Forschungskommission jetzt festgestellt.
Die DDR wirkt in Sachsen-Anhalt noch nach. Das Wahlverhalten dort ist längst nicht so eingespielt wie im Westen. Das aber ist kein Grund für Hochmut.