Und der Zukunft zugewandt
Die Weinbauregion Saale-Unstrut hat eine turbulente Geschichte hinter sich. Doch seit der Wende geht es dort konstant aufwärts – dank Winzern wie der Familie Zahn.
Die Weinbauregion Saale-Unstrut hat eine turbulente Geschichte hinter sich. Doch seit der Wende geht es dort konstant aufwärts – dank Winzern wie der Familie Zahn.
In der Forschung hat der Name Rapoport einen guten Ruf. Die Familie hat etliche Wissenschaftler hervorgebracht, wegen ihrer politischen Überzeugung in der Vergangenheit aber auch viel einstecken müssen.
Als die Nachbarn West-Fernsehen schauten: Die Doku „Spezialkommission“ schildert, wie die Stasi in der DDR Verbrechen vertuschte und die Statistik schönte. Ein Machtgefühl eigener Art.
Wer die Akten hat, hat auch das Sagen. Die Geschichte der Treuhandanstalt, die das volkseigene Vermögen der DDR privatisierte, zeigt das klassische Dilemma der Institutionenanalyse: Keiner ist böse, aber alle tun das Falsche.
Viele DDR-Flüchtlingen forderten jahrelang die Anpassung ihrer Renten. Durch eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts fühlen sie sich jetzt wieder zu DDR-Bürgern gemacht.
Nach einem Monat quälender Diskussionen entlässt Berlins Regierender Bürgermeister den Stasi-belasteten Staatssekretär Andrej Holm. Trotzdem lässt die Affäre Müller angeschlagen zurück.
Der russische Doping-Skandal sorgt für Empörung unter deutschen Funktionären. Ein Mitgestalter des DDR-Zwangs-Dopings genießt derweil freies Spiel. In Oberhof wird er beim Biathlon-Weltcup gar hofiert.
Die Schweiz war eines der wenigen westlichen Länder war, in denen die DDR einen Militärattaché hatte. Dieser unterhielt einen relativ großen Apparat, der allerdings vom ostdeutschen Militärgeheimdienst mit nachrichtendienstlichen Aufgaben betraut wurde.
Während die DDR-Modezeitschrift „Sibylle“ mit einer Ausstellung in Rostock gewürdigt wird, ist ihre Gründerin Sibylle Boden-Gerstner gestorben. „Sibylle“ galt als „Ost-Vogue“ und war eine Institution des Geschmacks, nicht nur in der Mode.
In seinem neuen Kinofilm spielt Jan Josef Liefers einen Ex-Serien-Star, der sein verlorenes Vermögen auf kriminelle Art zurück holen will. Im Interview verrät er, wie er sein erstes Geld auf ehrliche Weise verdient hat. Und ob Axel Prahl von ihm etwas zu Weihnachten bekommt.
Die Feier von Beethovens 250. Geburtstag wurde zur nationalen Aufgabe erklärt. Man will den Künstler wieder unters Volk bringen – und klebt ihn auf Ampeln.
Maskierte Selbstfindung: Berlin zeigt anlässlich der Auszeichnung mit dem Hannah-Höch-Preises eine Werkschau der Malerin Cornelia Schleime. Eine Flucht vor dem DDR-Grau in den Kitsch.
Seit die Fußballer von RB ganz oben in der Bundesliga mitspielen, spricht plötzlich ganz Deutschland über Leipzig. Eine Stadt, die sich ihrer Vorzüge sehr bewusst ist – und die mit großem Selbstvertrauen in die Zukunft blickt. Ein Besuch.
Wenn Recht zu Unrecht wird: In seiner Untersuchung zeigt Jan Schröder die methodische Aushöhlung der Rechtswissenschaft im NS-Staat und in der DDR.
An seiner Nominierung zum Staatssekretär im neuen rot-rot-grünen Senat hatte es Kritik gehagelt. Doch die Linkspartei hielt an Andrej Holm fest, der wegen seiner Stasi-Vergangenheit als junger Mann umstritten ist.
Russland hat ein sportliches Betrugssystem entwickelt, wie man es so nur von der DDR kannte. Um solche Machenschaften zu unterbinden, ist nur eine Sperre für das komplette Olympiateam eine wirkungsvolle Abschreckung.
Von der Auswertungs- und Kontrollgruppe des MfS zum führenden Mitarbeiter des neuen Berliner Senats: Die Linke beruft mit dem Soziologen Andrej Holm einen Aktivisten, der wie geschaffen für eine neue politische Teilung des Landes ist.
Bernd Schwipper möchte „auf das Geschichtsbewusstsein der Mehrheit der Deutschen“ einwirken. Das wird ihm sicher nur bei den Anhängern der alten Verschwörungstheorie gelingen, die schon immer wussten, dass Hitlers Eroberungskrieg nur eine Art von Notwehr gewesen war.
Herrenlose Depots und geplünderte Schlösser: Nach 1945 ging der Kunstraub im Osten weiter, mit dem Staat als Hehler und sorglosen Kunden im Westen.
Marianne Birthler sollte Bundespräsidentin werden – und sagte im letzten Moment ab. Dabei gibt es so einiges, was sie mit dem scheidenden Amtsinhaber verbindet.
Sogenannte „Reichsbürger“ erkennen die Bundesrepublik Deutschland nicht an. Die Frage, ob das Deutsche Reich mit dem Zusammenbruch des nationalsozialistischen Regimes 1945 ebenfalls unterging, ist aus historischer Sicht jedoch interessant.
Die wenigen in der DDR lebenden Juden bekamen das ihnen gegenüber geschürte Misstrauen vielfältig zu spüren. Ihr Verfolgungsschicksal wurde weitgehend ignoriert und tabuisiert, Restitutionszahlungen für die Überlebenden des Holocaust wurden kategorisch abgelehnt.
Nach Jahren des Auftrittsverbots in seiner Heimat, der DDR, stand Wolf Biermann am 13. November 1976 in Köln auf der Bühne. Und durfte nicht mehr zurück. Die Geschichte einer historischen Nacht – und eines historischen Bildes.
Ein Dorf im Osten. Die Menschen hier haben keine Arbeit. Deshalb suchen sie Beschäftigung. Mit Angeln, Äpfeln, Alkohol. Und vielleicht mit dem rechten Denken? Drei Tage in der harten Ex-DDR-Realität.
Sie soll ihren Sohn 1974 mit Stadtgas vergiftet und zum Sterben in sein Kinderbett gelegt haben. Jetzt wurde die 74-jährige Mutter vom Landgericht Neuruppin aber freigesprochen. Man wisse nicht, was in der Nacht tatsächlich passiert sei, sagte der Richter.
Elektroautos und gutes Gewissen für grünbewegte Städter, und die Folgekosten für das flache Land: Mit dem geplanten Verbot von Benzinautos macht der Bundesrat vulgärsozialistische Brechstangenpolitik.
Nirgendwo in Europa werden mehr fremdenfeindliche Straftaten verübt als in Deutschland. Der Westen zeigt dabei gerne auf den Osten. Doch so einfach ist es nicht.
Zum Achtzigsten legt Wolf Biermann seine Autobiographie vor – das ironische und selbstironische Dokument eines Geschichtsgewinners, geschmückt mit fabelhaften Anekdoten.
Das neue Spitzensportkonzept von Staat und Sport soll Deutschland mehr Medaillen bescheren. Aber die neue Struktur erinnert eher an Großmachtträume zu DDR-Zeiten als an eine Antwort auf die Krise des Leistungssports. Wo sind die Werte geblieben?
Im Süden von Güstrow, der siebtgrößten Stadt Mecklenburg-Vorpommerns, gibt es noch ein ganzes Viertel mit DDR-Straßennamen. Woran liegt das?
Mit vergleichenden Blicken auf die DDR und die Volksrepublik Polen analysiert Kirsten Gerland unabhängige Jugendgruppen. Für die deutschen Leser sind die Abschnitte zur polnischen Jugend besonders interessant. Sie zeigen die Selbstheroisierung, die für jugendliche Bewegungen generell typisch ist.
Der Brocken ist für Benno Schmidt das Symbol der Einheit. 28 Jahre lang blickte er sehnsüchtig aus der DDR auf den Berg, der unerreichbar hinter der Mauer lag. Zum Tag der Deutschen Einheit hat der 84-Jährige jetzt seinen 8000. Aufstieg geplant. Ein Gespräch.
In Deutschland wird die Einheit gefeiert, im „Wende-Museum“ in Los Angeles tummeln sich Memorabilia des Kalten Krieges. Der Inhaber behauptet sogar, das originale Sektorenschild von Checkpoint Charlie in seiner Sammlung zu haben.
Wer die DDR liebte, wird die Google-Aktion „Nichtegal“ mögen: Mit Hilfe der Familienministerin will der Konzern Minderjährigen an deutschen Schulen erklären, was Meinungsfreiheit noch sein darf.
André Kubiczek erzählt in seiner hinreißenden „Skizze eines Sommers“ von René und seinen Freunden, dem ChefBrigadier der Dekadenz, Napoléon-Brandy, dem Mädchen ohne Namen und auch von der DDR.
Die aktuelle Ausstellung „Gegenstimmen“ im Martin-Gropius-Bau versammelt ausgebürgerte Künstler der DDR - eine Berliner Galerie vertritt zahlreiche von ihnen.