Mafiabosse kooperierten in der Lombardei – lange Haftstrafen
Sie teilten sich das lukrative Drogengeschäft in der Lombardei: In Italien sind Mitglieder von Cosa Nostra, ’ndrangheta und Camorra zu langen Freiheitsstrafen verurteilt worden.
Eine Arte-Serie spürt dem Rätsel eines realen Kunstraubs nach: Wer zerschnitt 1969 das Caravaggio-Bild in Palermo und raubte es? Steckt dahinter die Cosa Nostra? „Das Caravaggio-Komplott“ versucht sich an einer Antwort.
Sie teilten sich das lukrative Drogengeschäft in der Lombardei: In Italien sind Mitglieder von Cosa Nostra, ’ndrangheta und Camorra zu langen Freiheitsstrafen verurteilt worden.
Eine gründliche Entmystifizierung der häufig romantisierten kriminellen Halbwelt: Roberto Saviano befasst sich mit Liebes- und Heiratssachen in der Mafia.
Den italienischen Behörden war es gelungen, die Handykommunikation einiger Mafiosi zu überwachen. Unter den Festgenommenen sind mehrere Clanbosse, denen unter anderem Mord vorgeworfen wird.
Die Cosa Nostra geht in Palermo alle an: Wo in Sizilien die Mafia bekämpft wird, entstehen Kultur und Vielfalt. Das kommt auch dem Tourismus zugute.
In der legalen Wirtschaft erkämpfen sich immer mehr Frauen Führungspositionen. Warum sollte es in der illegalen Wirtschaft anders sein?
Die Cosa Nostra fällte 2006 ein Todesurteil über ihn, seither lebt er mit Leibwache: Roberto Saviano ist Italiens lauteste Stimme im Kampf gegen die Mafia. Unterwegs mit ihm und seiner Eskorte durch Rom.
Davon gehört etwa die Hälfte zur kalabrischen Verbrecherorganisation ’ndrangheta. Laut Bundesinnenministerium arbeiten die Mitglieder unter anderem in der Gastronomie und im Lebensmittelhandel.
Italien träumt seit Langem von einer Verbindung zwischen Sizilien und dem Festland. Jetzt nimmt die Regierung einen neuen Anlauf. Doch die Brücke könnte auch die ’ndrangheta mit der Cosa Nostra verbinden.
Nur acht Monate nach seiner Verhaftung stirbt der 61 Jahre alte Chef der sizilianischen Cosa Nostra im Gefängnis. Vor seiner Verhaftung im Januar war Matteo Messina Denaro mehr als 30 Jahre auf der Flucht.
Als junger Mann hat Don Luigi Ciotti mit Sexarbeiterinnen gearbeitet und dabei das Kernproblem der sozialen Frage in Italien erkannt: die Organisierte Kriminalität. Jetzt ist er der bekannteste Priester der Antimafia-Bewegung.
Er beherrschte die Bühne, er beherrschte das Geschäft – und bis zu seinem Tod die Politik. Denn viele Italiener hatten in dem Mann mit den vielen Verstrickungen den letzten Saubermann erkennen wollen.
Er war Mafioso und Polizist, Bettino Craxi und Che Guevara, und wenn er wollte, wäre er auch ein Elefant – Pierfrancesco Favino ist einer der Großen des italienischen Kinos. Eine Begegnung mit dem Schauspieler in Rom
Einst versuchte die italienische Mafia, eines der berühmtesten Museen der Welt zu zerstören. Die beiden Fotografen Paolo Cagnacci und Matteo Cesari sind 30 Jahre nach dem Attentat in Florenz auf Spurensuche gegangen.
Seit der Verhaftung des italienischen Mafiabosses Matteo Messina Denaro wird immer klarer, dass er über erstaunliche Verbindungen in die Wirtschaft verfügte. Ein Teil des Bürgertums auf Sizilien hat ihn offenbar geschützt.
Matteo Messina Denaro lebte jahrelang unbehelligt in einer sizilianischen Kleinstadt. Denn im Zeitalter sozialer Medien kann sich auch die Cosa Nostra nicht ganz aus der Öffentlichkeit zurückziehen.
Seine Tumorerkrankung brachte die Ermittler auf die Spur: Nach der Festnahme des Cosa-Nostra-Bosses Matteo Denaro hofft die Polizei, in seiner Wohnung Hinweise auf die Strukturen des kriminellen Clans zu erhalten.
In einer Privatklinik in Palermo behandeln Ärzte nichts ahnend einen Mann – bis am Montagmorgen eine Spezialeinheit der Carabinieri vor der Tür steht. Hinter „Andre Bonafede“ verbirgt sich der meistgesuchte Mafioso des Landes.
30 Jahre lang war der mutmaßliche Chef der sizilianischen Cosa Nostra auf der Flucht. Nun konnte die Polizei Matteo Messina Denaro in einer Privatklinik verhaften.
In Messina ist einer der größten Prozesse gegen die sizilianische Cosa Nostra zu Ende gegangen. Die Verurteilten haben unter anderem EU-Fördergelder erschlichen.
30 Jahre nach dem Bombenanschlag in Palermo gedenkt Italien der Ermordung von Paolo Borsellino. Gemeinsam mit dem Anti-Mafia-Staatsanwalt Giovanni Falcone hat er den Weg für den effizienten Kampf gegen das organisierte Verbrechen geebnet.
Für den früheren Innenminister Matteo Salvini geht es bei den Kommunalwahlen in Italien am Sonntag um viel – auch in seiner eigenen Partei steht der Rechtspopulist unter Druck.
30 Jahre nach dem Mordanschlag auf Staatsanwalt Giovanni Falcone gedenkt Italien des „Massakers von Capaci“. Die Cosa Nostra hat ihre Bedeutung eingebüßt. Andere sind weiter mächtig.
Vor dreißig Jahren fiel der Richter Giovanni Falcone einem Attentat der Cosa Nostra zum Opfer. In ganz Italien wird seiner in diesen Tagen gedacht. Das Land gelangt nur langsam zur vollen Wahrheit über Morde wie diesen.
Die Sky-Serie „L’ Ora – Worte gegen Waffen“ erzählt die Geschichte einer mutigen Zeitungsredaktion in Palermo. Hier zahlen Journalisten für ihre Recherchen schlimmstenfalls mit dem Leben.
Zwei Männer plaudern auf einem Bild bei Google Maps vor einem Gemüseladen – ein gewöhnliches Bild. Doch einer der beiden Männer entpuppt sich als lange gesuchter Mafiaboss.
Auf der italienischen Insel haben Spezialeinsatzkräfte der Polizei Dutzende Häuser nach dem flüchtigen Mafia-Boss Matteo Messina Denaro durchsucht. Der heute 59-Jährige ist für mehrere Attentate verantwortlich.
Um in das Innere der Mafia einzudringen, bietet Italiens Justiz kooperationsbereiten Bossen eine vorzeitige Freilassung an. Seit der Organisator eines der spektakulärsten Mafia-Morde wieder frei ist, wird darüber gestritten.
Giovanni Brusca hatte 1996 gestanden, eine 500-Kilogramm-Bombe ferngezündet zu haben, bei deren Explosion der Mafia-Richter Giovanni Falcone ums Leben gekommen war. Jetzt ist er aus der Haft entlassen worden.
Die Cosa Nostra drohte ihm mit einem Molotow-Cocktail – doch der als „König der Torroncini“ bekannte Süßwarenhersteller Giuseppe Condorelli beugte sich den Mafiosi nicht und wird nun für seinen Mut gelobt.
In Palermo verwandeln der Musikdirektor Omer Meir Wellber und der Bürgermeister Leoluca Orlando das Teatro Massimo in ein Bollwerk der Zivilgesellschaft gegen die Mafia. Und für eine humane Flüchtlingspolitik.
Sie schweigen nicht mehr. Eine Geschichte mutiger Frauen aus Italien.
Die ’Ndrangheta gilt als die gefährlichste aller Mafiaorganisationen. In Süditalien hat am Mittwoch ein großer Prozess gegen den Mancusa-Clan begonnen – mit mehr als 300 Angeklagten und 900 Zeugen.
Auf dem Weg zur Henkersmahlzeit: Gerhard Köpfs Mafia-Roman „Palmengrenzen“ findet im Bärenmarke-Paradies Allgäu eine ganze Herde Raubtiere.
Rund 40 Milliarden Euro soll die kalabrische ’Ndrangheta jährlich mit Drogen und Waffenhandel verdienen. Trotzdem ist das Bild der Mafia in Deutschland immer noch von Idealisierungen geprägt. Höchste Zeit, die realen Gefahren zu sehen.
Das Mafiakino als Genre romantisiert das Verbrechen, selbst wenn es die Schuldigen hässlich zeigt. Aber das muss nicht so sein, wie Marco Bellocchios italienischer Spielfilm „Il Traditore – Als Kronzeuge gegen die Cosa Nostra“ beweist.