Das Ende der alternativen Krisenbewältigung
Großbritannien und die Niederlande setzten in der Corona-Krise auf eine Art „kontrollierte Verbreitung“ des Virus und pragmatische Maßnahmen. Damit ist Schluss. Eine Chronologie der Einsicht.
Großbritannien und die Niederlande setzten in der Corona-Krise auf eine Art „kontrollierte Verbreitung“ des Virus und pragmatische Maßnahmen. Damit ist Schluss. Eine Chronologie der Einsicht.
Geschäfte, Restaurants und Pubs sind noch geöffnet in der britischen Hauptstadt – doch es kommen kaum Kunden. Supermärkte wollen Panikkäufer stoppen. Die Stimmung ist wie auf einer Beerdigung. Die Regierung verspricht viel Geld.
Das Coronavirus ist der Feind aller, doch die Staats- und Regierungschefs schlagen ganz unterschiedliche Töne an. Merkel ist nüchtern, Macron martialisch, Johnson wendig und Trump – ist Trump.
Auch das Vereinigte Königreich nähert sich nun dem „Lockdown“. Mit vielen Folgen.
Die britische Regierung kommt zunehmend unter Druck, schärfere Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus einzuleiten. Premier Johnson verlässt sich dabei vor allem auf den Rat zweier Männer.
Erst widersetzte sich Boris Johnson dem Trend zu drastischen Maßnahmen gegen das Coronavirus. Er berief sich dabei auf Verhaltensforscher – und wurde heftig kritisiert. Nun will auch er Großveranstaltungen verbieten.
Die EU will Großbritannien auch künftig an Standards binden und in seinen Gewässern fischen. Sollten die Briten ausscheren, behält die EU sich „angemessene Gegenmaßnahmen“ vor.
Nach eigenen Angaben hat sich Boris Johnson eine Luxusreise in die Karibik von einem Spender seiner Partei bezahlen lassen. Nun ermittelt die Aufsichtsbehörde des britischen Parlaments gegen den Premierminister.
Die britische Innenministerin soll ihre Mitarbeiter gemobbt haben – jeden Tag kommen neue Vorwürfe dazu. Die Opposition fordert den Rücktritt von Priti Patel.
Das Verhältnis Großbritanniens und der EU nach dem Brexit wirft weiter viele Fragen auf. In der ersten Runde der Verhandlungen zeichnen sich vier schwere Konflikte ab.
Die britische Regierung hat ihren „Schlachtplan“ gegen die Ausbreitung des Coronavirus vorgelegt. Premierminister Boris Johnson sieht unter anderem Schulschließungen, Heimarbeit und die Absage großer Versammlungen vor. Vom Hände schütteln rät er unterdessen offenbar nicht ab.
Die Verhandlungen zwischen der EU und London über ihr künftiges Verhältnis haben unter denkbar ungünstigen Voraussetzungen begonnen. Ihr Erfolg ist fraglich.
Der 55 Jahre alte Regierungschef gibt seine Verlobung mit „First Girlfriend“ Carrie Symonds bekannt. Außerdem erwarten die beiden im Sommer ein Kind.
Die britische Regierung geht in den anstehenden Verhandlungen über die Post-Brexit-Beziehungen auf Konfrontationskurs mit Brüssel. Sie will sich auf keinen Fall EU-Regeln unterwerfen – und droht indirekt mit einem Abbruch der Verhandlungen.
In den nächsten zwei Wochen könnte Premierminister Boris Johnson Verhandlungen mit Donald Trump aufnehmen. Von der EU würde dies als Druckmittel aufgefasst.
Boris Johnsons Regierung möchte Geringqualifizierten die Zuwanderung erschweren. Sie führt ein Punktesystem ein. Im Gegenzug sinkt die Einkommensschwelle auf gut 25.000 Pfund.
In seiner Rede vor Studenten in Brüssel lässt Brexit-Chefunterhändler David Frost keine Zweifel an der Linie Großbritanniens: Das Land wolle keinerlei Aufsicht der EU über die Einhaltung fairer Wettbewerbsbedingungen zulassen.
Die öffentlich-rechtliche Medienanstalt BBC ist zunehmend in Kritik geraten. Konservative bemängeln eine tendenziöse Berichterstattung. Die Regierung von Boris Johnson will sie stärkerem Wettbewerb aussetzen.
Der ADAC schockt seine Mitglieder: Der größte Autoclub Deutschlands gibt seinen Widerstand gegen ein Tempolimit auf. Und das ist erst der Anfang.
Jeder Kanzlerkandidat der Union wird zur künftigen Finanzpolitik eine klare Position beziehen müssen. Dabei sind in Deutschland die Vorbehalte gegen schuldenfinanzierte Steuersenkungen groß.
Großbritannien könnte nach dem EU-Austritt den Zugang zu seinen Fanggebieten streng kontrollieren. Europäische Fischer machen sich Sorgen, doch hat Brüssel ein mächtiges Pfand in der Hand.
Mit dem Rücktritt von Sajid Javid hat in London niemand gerechnet. Die Personalie sagt aber weniger über die Arbeit Javids, als über die Macht einer anderen Person in Westminster.
Boris Johnson hat sein Kabinett umgebildet. Der Premierminister ersetzte Schatzkanzler Sajid Javid – nur vier Wochen vor der Präsentation des Haushalts. Mit Javid verließen sechs weitere profilierte Minister das Kabinett.
Premier Boris Johnson gibt trotz aller Kritik grünes Licht für die Hochgeschwindigkeitsbahn „High Speed 2“. Seine Vorliebe für große und teure Bauvorhaben bekommt als nächstes wohl Irland zu spüren.
Boris Johnson ist als Liebhaber von großen Bauprojekten bekannt. Nun treibt er offenbar ein Projekt voran, mit dem er schon länger liebäugeln soll: eine Brücke zwischen Schottland und Nordirland. Das Mega-Projekt ist umstritten.
Mit Großritannien hat auch Gibraltar die EU verlassen. Während London und Brüssel ihr künftiges Verhältnis noch klären müssen, ist man im Süden Spaniens schon einen Schritt weiter.
Die Briten sind der Musterschüler in der Klimapolitik. Jetzt könnten sie eine große Lücke in der EU-Bilanz reißen.
Der britische Premierminister wollte beweisen, wie hart er mit der EU verhandelt. Doch die sitzt nicht am kurzen Hebel: Es geht für das Königreich um fast die Hälfte seiner Exporte.
Großbritanniens Premierminister gibt sich selbstbewusst, während er seine Position zu den Handelsgesprächen mit Brüssel erklärt. Eine enge Verschränkung mit der EU kommt für ihn nicht in Frage.
Wie feiern die Briten ihren Austritt aus der EU? Statt Big Ben läutet der Premier selbst, man verköstigt sich mit eigens gebrautem Brexit-Bier.
Der Mann, der am Sonntag zwei Menschen mit einem Messer verletzte, soll wegen terroristischer Delikte verurteilt worden sein. Der britische Premierminister Boris Johnson kündigt rasche Änderungen im Strafvollzug an.
In nur elf Monaten soll es David Frost gelingen, ein Freihandelsabkommen mit der EU zu schließen. Das halten viele in Brüssel für unmöglich – Johnson dagegen ist zuversichtlich.
Um Großbritannien von EU-Regelungen freizumachen, würde Premierminister Boris Johnson auch Grenzkontrollen in Kauf nehmen. Seine Verhandlungsziele gegenüber der EU möchte er in einer Rede vorstellen.
Anders als Olof Palme habe ich nie für meine Taten büßen müssen. Warum ich es als überzeugter Europäer und Gegner des Brexit wage, den Preis anzunehmen, der an den ermordeten schwedischen Ministerpräsidenten erinnert.
Der Premierminister gibt sich versöhnlich. In der Stunde des Brexits verstehe er die Bangen wie die Hoffnungsvollen, sagt Boris Johnson. Das Triumphgeheul überlässt er Nigel Farage.
Die Briten begehen den Tag des Austritts aus der Europäischen Union erschöpft und ohne großen Jubel. Nur in der Brexit-Hochburg Boston feiert ein Pubwirt – aus Versehen.