An der Realität vorbei
Darmstadt hat sich zum „sicheren Hafen“ für Flüchtlinge erklärt, Kassel auch. Und Frankfurt? Der Oberbürgermeister etwa ist dafür, aber er macht es sich zu einfach.
Darmstadt hat sich zum „sicheren Hafen“ für Flüchtlinge erklärt, Kassel auch. Und Frankfurt? Der Oberbürgermeister etwa ist dafür, aber er macht es sich zu einfach.
Der Frankfurter Oberbürgermeister will, dass sich die Stadt bereit erklärt, aus Seenot gerettete Flüchtlinge grundsätzlich aufzunehmen. Doch die schwarz-rot-grüne Koalition ist sich nicht einig.
Aus dem Tagebuch eines Flüchtlingshelfers: Norbert Scheuers jüngster Eifelroman „Winterbienen“ zeigt einen Imker im Kampf um das Erinnern, gegen das Regime und seine Krankheit.
Im Konflikt um das Seenotrettungsschiff „Open Arms“ kritisiert Spaniens Verteidigungsministerin Matteo Salvini scharf: Mit seiner harten Linie verfolge der italienische Innenminister „ausschließlich“ wahltaktische Ziele.
Der Zugang zu bezahlter Arbeit ist für geflüchtete Frauen oft schwer. Dabei könnten sie viel zum Wirtschaftswachstum in den Aufnahmeländern beitragen, zeigt eine Analyse – die allerdings nicht in allen Punkten überzeugt.
Infolge eines Brandes sind zwölf Personen in der Gießener Erstaufnahme für Flüchtlinge verletzt worden. Zwei mussten in eine Klinik gebracht werden. Die Ursache des Feuers ist nun bekannt.
Als die Asylbewerber 2015 kamen, sahen Manager eine große Chance für die deutsche Wirtschaft. Sie könnten recht behalten – doch anders, als man damals dachte.
Die Rettungsschiffe „Open Arms“ und „Ocean Viking“ haben bisher keine Erlaubnis, die geretteten Flüchtlinge an Land gehen zu lassen. Die EU-Kommission und das UN-Flüchtlingshilfswerk kritisieren dieses Verhalten.
Wie weit kann ich mich meinem Gegenüber nähern, ohne aufdringlich zu sein? Wann ist Sex einvernehmlich und wann ist es eine Vergewaltigung? Themen wie diese beschäftigen sieben Flüchtlinge, die an einem Aufklärungs-Kurs in Berlin-Marzahn teilnehmen.
Das Bundesamt für Flüchtlinge urteile oft pauschal, statt sich mit Einzelschicksalen auseinanderzusetzen, beklagen Ärzte und Psychotherapeuten. Politische Interessen würden über den bestmöglichen Opferschutz gestellt.
Russland erklärt einen Tschetschenen zum Terroristen, belegen sollen das fragwürdige Dokumente. Der Mann fürchtet Folter – Deutschland will ihn Moskau trotzdem übergeben. Warum nur?
Der amerikanische Schauspieler Richard Gere fordert Unterstützung für die 121 Migranten, die seit mehr als einer Woche auf dem Rettungsschiff „Open Arms“ ausharren müssen, weil sie in keinem sicheren Hafen an Land gelassen werden.
In einer Anlaufstelle für Geflüchtete haben Wachleute Asylbewerber attackiert. Das zeigen zwei Videosequenzen. Das Innenministerium in Sachsen-Anhalt will den Fall lückenlos aufarbeiten.
Das neue Rettungsschiff von Ärzte ohne Grenzen hat 85 Menschen aus dem Mittelmeer gerettet. Nun sucht die „Ocean Viking“ nach einem sicheren Hafen. Salvini macht bereits klar: In Italien darf das norwegische Schiff nicht anlegen.
Bakery Jatta ist beim HSV zum Star geworden. Doch nun ist fraglich, ob die Angaben des einstigen Flüchtlings stimmen. Das Bamf sagt auf Anfrage der F.A.Z., dass es nie einen Asylantrag von Bakery Jatta gab – und auch nicht geben musste.
Die ehemalige dänische Strafanstalt Kærshovedgård dient als Unterkunft für rund 250 abgelehnte Asylbewerber. Der Reuters-Fotograf Andrew Kelly hat die Flüchtlinge besucht und ist in eine Welt zwischen Warten und Hoffen eingetaucht.
Detailreich und pointiert tritt „Die Zauberlehrlinge“ zur Entzauberung der Rechtsbruchthese in der deutschen Flüchtlingspolitik an. Eine zentrale Frage scheinen die Autoren sich aber gar nicht erst zu stellen.
Die AfD und ihre Anhänger sind auf dem rechten Auge blind. Sie verharmlosen und bagatellisieren Gewalt von rechts, weil sie die Motive dahinter weithin teilen. Das ist eine Gefahr für die Sicherheit unseres Landes. Ein Gastbeitrag.
Geflüchtete werden in Deutschland nur in Notfällen vom Arzt behandelt – das Gesundheitssystem soll eigentlich nicht zur Flucht verleiten. Trotzdem nehmen einige Menschen die medizinische Behandlung in Deutschland zum Vorwand.
Die Europäische Grenzschutzagentur soll laut einigen Berichten Migranten an den EU-Außengrenzen misshandelt haben. Diese Vorwürfe weist Frontex zurück.
Viele nigerianische Flüchtlinge schaffen es nur bis Libyen und landen dort unter schrecklichen Umständen in Auffanglagern. Einige Frauen wurden dort von Wachen vergewaltigt und kehren mit einem Kind zurück in ihre Heimat. Psychologen helfen ihnen dabei, ihr Leben neu zu ordnen.
Obwohl Präsident Erdogan zur panislamischen Solidarität aufruft, kippt die Stimmung in der Türkei: Die Mehrheit der Menschen will, dass syrische Flüchtlinge in ihr Land zurückkehren.
Die Kommunikationslosigkeit zwischen dem Mainstream und den Rechten und der AfD hat ihren Preis. Sie hat diese nicht schwächer gemacht, sondern stärker. Und sie hat auch dem Mainstream nicht gut getan. Ein Gastbeitrag.
Italiens Innenminister Salvini sieht sein Land wegen der Migration in einer Notlage – und instrumentalisiert das Thema, wie es ihm gerade passt. Es lohnt sich allerdings ein genauer Blick auf die Zahlen.
Wie integriert sind die Syrer, die im Sommer 2015 als Flüchtlinge nach Deutschland kamen? Und woran könnte man das messen? Eine Bestandsaufnahme am Beispiel von Augsburg.
Ein Großteil der Wohnungslosen lebt in Notunterkünften, rund 400.000 von ihnen sind anerkannte Asylsuchende. Rund 50.000 Menschen sind gänzlich obdachlos. Die Bundesarbeitsgemeinschaft macht den Mangel an bezahlbarem Wohnraum verantwortlich.
In nächster Zeit kommen wieder mehr Flüchtlinge im Grenzdurchgangslager Friedland in Niedersachsen an. Sie werden gezielt für eine Einreise ausgesucht. Die Behörden setzen bei humanitären Programmen verstärkt auf private Helfer.
In Wächtersbach schoss ein Mann auf einen Eritreer. Wegen dessen Hautfarbe. Die Kumpel des Schützen verstehen die Aufregung nicht.
Die Migranten an Bord der „Gregoretti“ dürfen das Schiff allerdings erst verlassen, wenn sich andere europäische Staaten zu ihrer Aufnahme bereit erklären, heißt es aus Rom.
Menschen aus den Asylherkunftsländern kommen häufig in der Leiharbeit unter. Doch sie verdienen im Durchschnitt weniger als ihre deutschen Kollegen – und Aufstiege sind schwierig.
Nachdem ein Flüchtlingsschiff vor der libyschen Küste untergegangen war, konnten Rettungskräfte lediglich einen Teil der Insassen retten. Das UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR wertet es als „bislang schlimmste Tragödie im Mittelmeer in diesem Jahr“.
Eigentlich, so dachten viele Wächtersbacher, glückt das Zusammenleben der Kulturen in ihrer Stadt besser als andernorts. Aber dann wird ein junger Mann am helllichten Tag niedergestreckt, nur weil er dunkelhäutig ist.
Erst soll die Europäische Union sich über die Verteilung der Flüchtlinge einigen, heißt es aus Rom. Indes zeigen sich Seenotrettungsorganisationen unbeeindruckt von Salvinis Straferhöhungen.
Private Seenotretter, die italienische Häfen ansteuern, um gerettete Migranten an Land zu bringen, müssen jetzt mit noch drastischeren Strafen rechnen.
Es sei gelungen, die Asylverfahren in Bayern in zwei Monaten durchzuführen, sagt Innenminister Herrmann. Das sei durch die Bündelung der Behörden in den Ankerzentren erreicht worden, hieß es aus dem Ministerium.
Auf der interkommunalen Gartenschau in Schwäbisch Gmünd steht seit Donnerstag ein Flüchtlingsboot aus dem Mittelmeer. Der Bürgermeister will damit Gespräche über die Flüchtlingspolitik anregen. Im Netz gibt es Kritik.