Netanjahus politische Rückkehr
Netanjahu war wegen des Korruptionsprozesses und mehrfach gescheiterter Koalitionsbildungen politisch in Bedrängnis. Dass der Gaza-Konflikt jetzt wieder eskaliert ist, kommt dem israelischen Ministerpräsidenten zugute.
Netanjahu war wegen des Korruptionsprozesses und mehrfach gescheiterter Koalitionsbildungen politisch in Bedrängnis. Dass der Gaza-Konflikt jetzt wieder eskaliert ist, kommt dem israelischen Ministerpräsidenten zugute.
Pro-palästinensische Gruppen gingen in Berlin und Dresden auf die Straße. Eine für Samstag geplante Demonstration in Frankfurt sagte die Stadt kurzfristig ab. In Gelsenkirchen protestierten mehrere hundert Menschen gegen Antisemitismus.
Gerade bezeugen wir wieder, dass viele „Israel-Kritiker“ den Nahostkonflikt nicht verstehen. Sie wollen nicht sehen, was die Hamas anrichtet. Und auf der Straße zeigt der Antisemitismus sein Gesicht.
Nach heftiger Kritik ist die für Samstag in der Frankfurter Innenstadt angemeldete Anti-Israel-Demonstration verboten worden. Das Ordnungsamt begründete die Entscheidung mit einer Gefährdung des öffentlichen Friedens.
Ministerpräsident Volker Bouffier zeigt Flagge im Kampf gegen Antisemitismus. Auf dem Ökumenischen Kirchentag warnt Zentralratspräsident Josef Schuster vor der Ausbreitung von Hass und Hetze.
Die antisemitischen Zwischenfälle in Deutschland haben die französische Regierung alarmiert. Innenminister Darmanin fürchtet „Beeinträchtigungen der öffentlichen Ordnung“. Heftige Kritik kommt von linken Parteien.
Wer Judenhass herausschreie, missbrauche das Demonstrationsrecht, sagt Regierungssprecher Seibert. Wer Juden in Deutschland angreife, dem gehe es nicht um Kritik. Das werde „unsere Demokratie nicht dulden“.
Die zentralisraelische Stadt Lod war lange ein Symbol für die Koexistenz von jüdischen und arabischen Israelis. Doch seit Beginn des jüngsten bewaffneten Konflikts zwischen militanten Palästinensern und der israelischen Armee ist Lod zu einem Brennpunkt der Gewalt geworden.
In mehreren israelischen Städten ist es abermals zu Ausschreitungen gekommen. Polizisten wurden mit Molotowcocktails und Steinen beworfen. Die Armee hat unterdessen das Tunnelsystem der Hamas angegriffen.
Israel hat wohl doch keine Bodentruppen in den Gazastreifen geschickt, sondern von der Grenze aus gefeuert. Die palästinensische Seite antwortete mit Raketenbeschuss. Offenbar wurde auch vom Libanon aus gefeuert.
Gezielte Desinformation bedroht die anstehende Bundestagswahl, die Gewalt zwischen Israel und Gaza findet kein Ende und der BVB feiert den DFB-Pokalsieg. Was sonst noch wichtig ist, steht im F.A.Z.-Newsletter für Deutschland.
Luft- und Bodentruppen hätten den Gazastreifen über Nacht „fortwährend“ angegriffen, meldet das israelische Militär. Anders als zunächst gemeldet seien jedoch keine Einheiten auf das Gebiet vorgerückt. Die Hamas kündigt an, israelische Soldaten entführen zu wollen.
Israel schwächt die Hamas, muss sich aber Sorgen über die Unruhen im eigenen Land machen. Jüdische Gemeinden in Deutschland tragen hier sicher keine Verantwortung.
Die Heftigkeit der Angriffe der Hamas und des israelischen Militärs, aber auch der Gewalt in Israel selbst hat viele überrascht. Und alle fragen sich: Wird diese „Runde“ bald vorüber sein und wird sich etwas ändern?
Die arabischen Länder kritisieren das israelische Vorgehen gegen Palästinenser in Jerusalem. Aber für die Hamas haben einige von ihnen nicht viel übrig. Ihr Verhältnis zu Israel ist dagegen gut.
In mehreren deutschen Orten gab es Demonstrationen gegen das israelische Vorgehen in Gaza. Israel-Flaggen wurden verbrannt, herabgerissen oder gestohlen. Die Polizei musste Versammlungen auflösen.
In den Nachrichten des deutschen Auslandssenders wetterte ein palästinensischer Aktivist gegen Israel. Dann ging dem Sender auf, dass „seine Äußerungen antisemitisch sind und terroristische Akte rechtfertigen sollten“.
Auch am Donnerstag schießen militante Palästinenser Raketen auf Israel. Die israelische Armee verstärkt ihre Angriffe im Gazastreifen. Wieder kommt es zu Gewalt zwischen Juden und Arabern in Israel. Die Lufthansa streicht Flüge.
Die Luftangriffe zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen gehen unvermindert weiter – international wächst die Sorge, dass sich die Kämpfe zu einem neuen Krieg im Nahen Osten ausweiten könnten.
Israels Luftwaffe zerstört weitere Ziele der Hamas im Gazastreifen. Die Islamisten antworten mit weiteren Raketen auf Israel. Auch der Großraum Tel Aviv ist wieder betroffen. Die Biden-Regierung schickt einen Vermittler in die Region.
Die israelischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben mindestens zehn ranghohe Kommandeure des militärischen Hamas-Flügels getötet. Für den Abend sind bereits neue Angriffe auf Israel angekündigt.
Etwa 200 Raketen aus Gaza haben den Großraum Tel Aviv erreicht, die meisten davon wurden noch in der Luft abgeschossen. Während die Kriegshandlungen weitergehen, brechen in vielen Städten in Israel Unruhen aus.
In der Nacht spitzt sich der Konflikt zu. Aus dem Gazastreifen feuern militante Palästinenser noch mehr Raketen Richtung Tel Aviv und töten weitere Menschen. Bei Israels Gegenangriffen werden Extremisten und Zivilisten getötet.
Militante aus dem Gazastreifen feuern am Abend mehr als hundert Raketen auf Zentralisrael. Im Großraum Tel Aviv kommt es immer wieder zu schweren Explosionen. Mindestens ein Mensch stirbt.
Die Islamisten wollen ihre Position stärken, die harte Reaktion Israels war zu erwarten. Der Westen sollte sich wieder stärker in Nahost engagieren.
Tagelang blockierte der Tanker „Ever Given“ im März die Wasserstraße und damit für Verzögerungen im Welthandel gesorgt. Ein Teil des Kanals soll nun verbreitert werden.
Die beiden Frauen seien in verschiedenen Häusern von Geschossen getroffen worden, berichtet eine Rettungsorganisation. Benjamin Netanjahu kündigt harte Angriffe auf die Hamas an.
Nach dem heftigsten militärischen Schlagabtausch seit Jahren kündigt die Hamas eine Fortsetzung ihrer Raketenangriffe an, bis Israel seine „Aggression“ in Jerusalem beende. Die Eskalation wirkt sich auch auf die Koalitionsverhandlungen aus.
Bei Raketen- und Luftangriffen zwischen Palästinensern und Israel sollen mindestens 20 Palästinenser ums Leben gekommen sein. Wie das palästinensische Gesundheitsministerium am Montagabend mitteilte, befinden sich darunter auch Kinder. Berichte über Verletzte in Israel durch die Geschosse lagen nicht vor.
Die Hamas hat Israel über Nacht unter Beschuss genommen. In Jerusalem gingen die Sirenen an. Das israelische Militär flog derweil Luftangriffe. Es gibt Verletzte und Tote.
Nach Raketenangriffen auf Jerusalem bombardiert Israel den Gazastreifen. In Deutschland verzeichnet die Polizei mehr Opfer häuslicher Gewalt. Und Jens Spahn warnt vor Übermut in der Corona-Krise. Der F.A.Z.-Newsletter für Deutschland.
Gegen 18 Uhr Ortszeit wurden aus Gaza-Stadt Dutzende Raketen in Richtung Jerusalem abgefeuert – ein Zivilist wurde verletzt. Auf dem Tempelberg ist ein weithin sichtbares Feuer ausgebrochen.
Bei den gegenwärtigen Unruhen in Jerusalem kommen viele Dinge zusammen. Dazu zählen die Versuche radikaler jüdischer Siedler, Häuser von Palästinensern rund um die Altstadt zu übernehmen.
Die Gewaltausbrüche in Jerusalem finden in einem veränderten diplomatischen Umfeld statt. Washington steht nicht mehr bedingungslos an Israels Seite.