Die Angst vor Nachahmern
Die Behörden beobachten nach den Anschlägen von Paris die Salafisten in Deutschland so intensiv wie nie zuvor. Das führt zu neuen Bewertungen mancher Gefährder.
Die Behörden beobachten nach den Anschlägen von Paris die Salafisten in Deutschland so intensiv wie nie zuvor. Das führt zu neuen Bewertungen mancher Gefährder.
Staatsanwalt Alberto Nisman sollte den blutigen Anschlag auf ein jüdisches Kulturzentrum in Buenos Aires aufklären. Die Hintermänner vermutete er in Iran. Nun ist er tot aufgefunden worden - kurz vor einer Anhörung.
Der Berufsstand des Satirikers hat nach dem Charlie Hebdo-Attentat neue und traurige Popularität und Dynamik erreicht. Warum fühlt sich nun jeder zum Berufszynismus berufen? Eine Abdankungserklärung.
Die Air-Asia-Maschine, die Ende vergangenen Jahres vor der Küste Indonesiens abstürzte, wurde nicht Ziel eines Anschlags. Das gaben die Ermittler nach Auswertung des Stimmrekorders bekannt.
Von der AfD bis zur Linken: Keinem passt es, dass Dresdens Polizei wegen Anschlagsgefahr alle Demonstrationen abgesagt hat. Gespannt erwartet wird die Pressekonferenz des Mannes, gegen den die Morddrohung sich wohl richtet.
Dies ist keine Solidarisierung mit Pegida. Aber die Aufgabe des Staates ist es, alles dafür zu tun, dass die Pegida-Anhänger bald wieder demonstrieren können. Der Angriff auf ihr Recht auf freie Meinungsäußerung ist ein Angriff auf uns alle.
Mit Verweis auf ein Drohvideo der IS-Terroristen sprechen deutsche Sicherheitskreise gegenüber der F.A.S. von einer „hohen Anschlagsgefahr“. Wie die Sonntagszeitung außerdem erfuhr, wollten die in Belgien getöteten Islamisten eine jüdische Schule angreifen.
Den Sicherheitsbehörden sollen Hinweise auf islamistische Anschläge in Deutschland vorliegen. Mögliche Ziele: Die Bahnhöfe Berlin und Dresden sowie die Pegida-Demonstrationen. Das Innenministerium warnt vor Panik.
Nach den Anschlägen von Paris sorgt sich eine große Zahl der Deutschen vor Terrorangriffen im eigenen Land. Zwei Drittel fordern deshalb verschärfte Sicherheitsmaßnahmen.
Der Bundestag diskutiert über Islamismus. Die Bundeskanzlerin stellt sich vor die Muslime in Deutschland. Ein Generalverdacht verbiete sich. Doch sie richtet auch eine Forderung an die Angehörigen des Islam.
Kanzlerin Merkel hat in einer Regierungserklärung die Anschläge von Paris als Ausfluss des „blanken Hasses des internationalen Terrorismus“ bezeichnet, dem man sich nicht beugen dürfe.
Nach den Anschlägen in Paris macht sich eine erhöhte Anspannung bei Polizei und Justiz bemerkbar. Derzeit laufen rund 70 Ermittlungsverfahren wegen Verdachts auf Beteiligung an Terrorgruppen im Ausland.
Der britische Premierminister David Cameron will auf die Anschläge von Paris mit einer Ausweitung der Überwachung des Internets reagieren. Notfalls will der Konservative auch Dienste wie WhatsApp verbieten. Doch sein Koalitionspartner Clegg von den Liberaldemokraten kündigt Widerstand an.
Tausende Menschen begleiten die Trauerfeier in Jerusalem für die jüdischen Opfer der Pariser Terrorattacken. Am Begräbnis nehmen auch Israels Präsident Rivlin und Regierungschef Netanjahu teil.
Nach den Anschlägen in Paris fürchtet das Bundeskriminalamt mögliche Nachahmer in Deutschland. In einem Bericht ist von direkten Aufrufen zu Terroranschlägen in Deutschland die Rede.
Fünf Tage, die Frankreich verändern: Seit den Mordanschlägen der letzten Woche liegt über dem Land eine Schockstarre. Mit den Franzosen demonstriert in Paris die Welt für die Ideale der Aufklärung.
Linke Gegendemonstranten verhindern den Trauermarsch der Freien Wähler in Frankfurt. Der Fraktionsvorsitzende Hübner sieht „Grundrechte verletzt“. Insgesamt beobachtet die Polizei eine starke Instrumentalisierung der Anschläge.
Eine Nation vereint in Trauer: In Frankreich sind mindestens 3,7 Millionen Menschen gegen den islamistischen Terror auf die Straße gegangen. Auch viele Staatschefs gedachten der Opfer der Attentate. Die Delegation aus Marokko blieb dem Marsch aber fern.
Wir haben Zeichner um Arbeiten nach dem Anschlag von Paris gebeten. Reinhard Kleist gibt der Fassungslosigkeit ein Gesicht. Die Ereignisse überschlagen sich, die Forderungen auch. Dann wird es dunkel.
Der mutmaßliche Komplize der Kouachi-Brüder gab während seiner Geiselnahme in Paris ein Interview. In den Medien war er vor fünfeinhalb Jahren schon einmal: bei einem Empfang im Élysée-Palast.
Nach den Anschlägen und Geiselnahmen in Paris wächst auch die Terrorgefahr in Großbritannien. Der britische Geheimdienst ist skeptisch, dass er alle geplanten Anschläge islamistischer Terroristen in London oder anderen Orten verhindern kann.
Wir haben Zeichner um Arbeiten nach dem Anschlag von Paris gebeten. Bei Flix ist Allah nicht nur groß, sondern auch empört: „Kapieren meine Anhänger das denn nie?“ Seine Kollegen stehen ihm bei.
Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hat einen Brief an alle Bundestagsfraktionen und die FDP geschrieben, um für eine Solidaritätskundgebung für Frankreich nach dem Anschlag zu werben. Ob Gabriels Koalitionspartner CDU und CSU teilnehmen wollen, ist jedoch offen.
Wir haben Zeichner um Arbeiten nach dem Anschlag von Paris gebeten. Den Anfang macht Volker Reiche: „Nennt mich Charlie!“, ruft Herr Paul, und natürlich gibt das Streit unter den Tieren aus dem bekannten Comic „Strizz“.
Er erreichte als erster Mediziner die Redaktion von „Charlie Hebdo“ und ist selbst Mitarbeiter des Blattes: Patrick Pelloux ist sich sicher: „Charlie Hebdo“ erscheint weiter. Wie er den Anschlag durch einen Zufall überlebte.
Auch in Frankfurt soll den Opfern des Anschlags auf die Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ gedacht werden. Geplant ist eine Andacht am Abend an der Hauptwache.
Unter den arabischen Beileidsbekundungen für die Opfer des Anschlags in Paris sucht man Bekenntnisse zur Pressefreiheit vergeblich. Stattdessen wird auf den friedlichen Charakter des Islams verwiesen.
Frankreich trauert - und immer mehr Details über die beiden Verdächtigen Chérif und Said K. werden bekannt. Sie sollen schon vor Jahren im Visier der französischen Ermittler gewesen sein. Der jüngere der beiden Brüder war 2008 sogar zu einer Haftstrafe verurteilt worden.
Die französischen Sicherheitsbehörden hatten gerade damit begonnen, sich strategisch neu aufzustellen, als es zu dem Anschlag auf das Magazin „Charlie Hebdo“ kam. Erstmals sollten wie in Deutschland auch Präventionsmaßnahmen ergriffen werden.
Der dänische Zeichner Kurt Westergaard wird selbst von Islamisten verfolgt, er lebt seit Jahren unter Polizeischutz. Angesichts des Terroranschlags auf „Charlie Hebdo“ appelliert er, man dürfe nicht den Mut verlieren, für die Meinungsfreiheit zu kämpfen.
In der Rue Nicolas Appert herrscht Ausnahmezustand. Und die Menschen fragen sich, ob die Redaktion von „Charlie Hebdo“ eigentlich von der Polizei noch geschützt wurde.
Die Mörder der Zeichner und Journalisten der Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ trieb offenbar die als blasphemische Verhöhnung empfundene Karikatur des Propheten Mohammed zu ihrer Tat. Daneben spielt auch das angebliche Bilderverbot im Koran womöglich eine Rolle.
Bei einem Anschlag auf eine Polizeiwache in der Altstadt von Istanbul wurde am Dienstagabend ein Polizist getötet. Nun hat eine linksradikale Gruppierung mitgeteilt, dass die Attentäterin in ihrem Auftrag gehandelt habe.
Der mutmaßliche Drahtzieher der Anschläge auf die amerikanischen Botschaften in Kenia und Tansania im Jahr 1998 ist tot. Er starb in einem New Yorker Krankenhaus.
Trotz Drohungen hat Sony Pictures die Nordkorea-Satire „The Interview“ nun doch veröffentlicht. Der satirische Streifen über eine fiktive Ermordung des nordkoreanischen Herrschers ist im Internet zu sehen und läuft in 200 Kinos an. Der amerikanische Präsident lobt die Entscheidung.
Einige amerikanische Kinos wollen den Film „The Interview“ am ersten Weihnachtsfeiertag zeigen. Der Streifen hatte Nordkorea aufgebracht, weil es darin um einen fiktiven Mord an Machthaber Kim Jong-un geht.