Alexis Tsipras will den Takt vorgeben
Unter Zugzwang will Griechenlands Regierungschef keinesfalls erscheinen. Seine Regierung soll es sein, die den Gläubigern einen umfangreichen Reformvorschlag unterbreitet und nicht umgekehrt. Aus gutem Grund.
Unter Zugzwang will Griechenlands Regierungschef keinesfalls erscheinen. Seine Regierung soll es sein, die den Gläubigern einen umfangreichen Reformvorschlag unterbreitet und nicht umgekehrt. Aus gutem Grund.
In Athen freut sich der Gewinner der Nachtsitzung: Alexis Tsipras. Wieder kommen die Gläubiger dem Land entgegen, da sie einen Abschied aus der Währungsunion verhindern wollen. Es wird wohl noch einen Schuldenschnitt geben, für den jedoch nur die Europäer zahlen werden.
Kanzlerin Merkel hat sich auf höchster Ebene mit Griechenlands Gläubigern besprochen. Allein damit kommt sie dem griechischen Regierungschef entgegen. Der reagiert rasch.
Bis nach Mitternacht berieten im Kanzleramt Angela Merkel, François Hollande, IWF-Chefin Lagarde und EZB-Präsident Draghi den Schuldenstreit mit Griechenland. Folgt nun ein letztes Angebot an Athen?
Die Kanzlerin und der französische Präsident übernehmen die Verhandlungen mit Athen. Offenbar steht ein letzter Kompromissvorschlag kurz bevor, am Montagabend findet ein Krisentreffen in Berlin statt. Es könnte eine Nachtsitzung werden.
Es ist noch lange nicht klar, wie der Nervenkrieg zwischen Athen und den Euro-Staaten ausgeht. Doch der Konflikt ist jetzt dort, wo der griechische Ministerpräsident ihn immer haben wollte: auf der Chefebene.
Heute trifft die Kanzlerin Frankreichs Staatspräsident Hollande und EU-Kommissionschef Juncker. Es geht um Griechenland. Gerade dessen Regierungschef veröffentlicht überraschend einen großen Zeitungsbeitrag.
Auch die Finanzminister der G7-Staaten können den Streit zwischen Griechenland und seinen Gläubigern nicht lösen. Und die Zeit drängt.
Die Aktien von Eon zeigen sich nach einer Herabstufung der Kreditwürdigkeit durch die amerikanische Ratingagentur S&P ein halbes Prozent schwächer. Das Infineon-Papier legt vor dem Hintergrund einer geplanten Milliardenfusion um fast 4 Prozent zu.
Der Bundesfinanzminister glaubt nicht an eine schnelle Einigung bei den Gesprächen über den griechischen Milliardenkredit. Die Verhandlungen seien „noch nicht sehr viel weitergekommen“. Über Ministerpräsident Tsipras zeigte sich Schäuble irritiert.
Der Verhandlungsführer der griechischen Regierung, Euclid Tsakalotos, soll in Brüssel Geld beschaffen. Er spricht von vielen Opfern, meint aber doch nur den Abschied von Forderungen.
Die Vereinigten Staaten wollen, dass sich Griechenlands Geldgeber mit dem klammen Land einigen. Derweil gibt es Gerüchte über ein Sondertreffen im griechischen Finanzministerium unter Führung von Alexis Tsipras - nicht Varoufakis.
Ungewöhnlich offen hat EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker den griechischen Finanzminister kritisiert. Ein milderes Urteil fällt der Politiker über Regierungschef Tsipras - zu dem er sogar eine besondere Bindung hat.
Viel knapper als gedacht entscheidet Griechenlands Regierungschef eine wichtige Abstimmung auf dem Syriza-Parteitag für sich. Sein Regierungssprecher verspricht sodann, auch weiter Kredite des IWF zu tilgen.
Schon wieder hauen die beiden Finanzminister Wolfgang Schäuble und Giannis Varoufakis öffentlich auf den Putz. Auch viele andere, etwa EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker, kommentieren ständig den Schuldenstreit. Entscheiden werden drei andere.
Wie geht der Streit zwischen Griechenland und seinen Geldgebern aus? Eine zentrale Frage kreist um die Rolle des Internationalen Währungsfonds. Zugleich wächst der Druck auf den größten Euro-Retter.
Neu aufgeflammte Spekulationen auf eine nahende Zinserhöhung in Amerika haben den Euro auf Talfahrt geschickt. Der Dax schloss ebenfalls leichter, kommt aber im Wochenvergleich auf ein Plus von über 3 Prozent.
Deutschland, Frankreich und Griechenland haben im Schuldenstreit keinen Konsens gefunden. Es bestünden weiter die bekannten Differenzen, hieß es nach einem nächtlichen Treffen von Kanzlerin Merkel, Präsident Hollande und Ministerpräsident Tsipras in Riga. Den Griechen läuft die Zeit davon.
Mit deutlichen Worten gegenüber Russland hat in Riga der Osteuropagipfel der EU begonnen. Während die Bundeskanzlerin den Russen vorwirft, die Unterschiedlichkeit der Länder nicht zu akzeptieren, wird der EU-Ratspräsident deutlicher. Am späten Abend wollten Merkel und der franzöische Präsident noch Griechenlands Tsipras treffen.
Am 5. Juni muss Griechenland die nächste Kredittranche an den Internationalen Währungsfonds zurückzahlen. Wieder macht die Regierungspartei Druck: ohne eine Einigung mit den Gläubigern reiche das Geld nicht aus.
Die EU hat zuletzt Kompromissbereitschaft gegenüber der griechischen Regierung signalisiert, der Internationale Währungsfonds dagegen bleibt hart: Es dürfe keine Kredite im Hauruckverfahren geben, sagt IWF-Direktorin Lagarde.
Griechenland ist aus Sicht der Bundesbank akut von einer Staatspleite bedroht. Das Land habe sich selbst in die heikle Lage manövriert, schreibt sie in ihrem Monatsbericht. Und müsse nun rasch handeln.
Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras pokert mit den Gläubigern um die Zukunft seines Landes. Ein Kompromiss ist fast unmöglich geworden. Warum nur hat er sein Land in diese schwierige Situation geführt? Eine Analyse.
Wie lange kann Griechenland noch ohne weitere Hilfe fristgerecht Schulden und Gehälter für Staatsbedienstete zahlen? Ein Brief des Ministerpräsidenten an die IWF-Chefin weckt neue Zweifel. Andere Zahlen deuten darauf hin, dass das Geld noch einige Zeit reicht.
Ein Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro sei „politisch brandgefährlich“, sagt Wirtschaftsminister Gabriel. Im Gegenzug für Reformen bringt er ein drittes Hilfspaket ins Gespräch. Doch die Union will davon nichts wissen.
Der griechische Ministerpräsident Tsipras sendet eine klare Botschaft an die Geldgeber: Athen werde nicht nachgeben, die „roten Linien“ behielten ihre Gültigkeit. Trotzdem glaubt er an eine baldige Einigung.
Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner sieht seine Partei nach den jüngsten Wahlerfolgen auf Kurs. Eine erste Stabilisierung sei erreicht. Scharfe Kritik äußerte an der AfD.
Griechenland droht das Geld auszugehen. Die Verhandlungen mit den Gläubigern laufen dennoch nur schleppend. Das linke Wahlprogramm setzt die Regierung umso zielstrebiger um.
Frank Plasberg findet in seiner Sendung tatsächlich noch neue Argumente zur Griechenland-Krise. Vielleicht begann alles vor mehr als 500 Jahren.
Ist ein Referendum über Reformen in Griechenland die Lösung der Krise? Während Finanzminister Schäuble Sympathie für die Pläne hegt, warnt Eurogruppen-Chef Dijsselbloem, das Vorhaben könnte wichtige Finanzhilfen abermals verzögern.
Jeroen Dijsselbloem ist Chef der Eurogruppe - ohne Glaspalast in Brüssel oder Heerschar von Beamten. Der Niederländer gibt sich diplomatisch mit britischen Manieren, zuhause übt er sich als Gärtner in wilder Ehe.
Die Euro-Finanzminister sitzen nun wieder in Brüssel zusammen und beraten über Griechenlands Schuldenprobleme. Athen hat derweil die für Dienstag anstehende Schuldenrate an den Internationalen Währungsfonds überwiesen.
Wieder verhandeln die Euroländer über Griechenland. Warum dauert der Streit eigentlich so lange? Und welche Fortschritte gibt es? FAZ.NET beantwortet die wichtigsten Fragen.
Nach intensiven Verhandlungen sieht EU-Kommissionspräsident Juncker Bewegung im Schuldenstreit mit Griechenland. So sei Ministerpräsident Tsipras bereit, Privatisierungen im Umfang von 17 Milliarden Euro zuzustimmen. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung.
Euklid Tsakalotos leitet jetzt anstelle von Giannis Varoufakis die Gespräche mit den internationalen Geldgebern. Doch in vielem ähnelt er dem Finanzminister.
Nein, der Internationale Währungsfonds drängt die Euroländer nicht dazu, Griechenland Schulden zu erlassen, sagt der Bundesfinanzminister. EU-Kommissionschef Juncker spricht eine kuriose Warnung aus.