Eine Abstimmung am Abgrund
Am Sonntag stimmen die Griechen über ihre Zukunft ab. Doch egal, ob sie Ja oder Nein ankreuzen - auch nach dem Referendum wird nicht sofort feststehen, wie es in Athen weitergeht. Die verschiedenen Szenarien im Überblick.
Am Sonntag stimmen die Griechen über ihre Zukunft ab. Doch egal, ob sie Ja oder Nein ankreuzen - auch nach dem Referendum wird nicht sofort feststehen, wie es in Athen weitergeht. Die verschiedenen Szenarien im Überblick.
Auch wir Deutsche sollten stolzer aus der Krise herausgehen, als wir in sie hineingegangen sind.
Ministerpräsident Tsipras bekommt sein Referendum: Griechenlands oberstes Verwaltungsgericht hat die Abstimmung über die Reformauflagen der Gläubiger genehmigt. Schlechte Nachrichten kommen hingegen aus Luxemburg: Laut Rettungsfonds ist Athen jetzt pleite.
In ganz Athen streiten die Griechen über das Referendum: Auf der einen Seite stehen die hoffnungsvollen „Oxi“-Anhänger, auf der anderen Seite die stark geschrumpfte Mittelschicht. Geht es nach der Präsenz im Stadtbild, ist klar, wer gewinnen wird.
Was finden die Griechen an der linken Regierungspartei Syriza und ihrem Ministerpräsidenten Alexis Tsipras? Ein junger Mann aus Athen erzählt, weshalb er für Tsipras gestimmt hat – und warum er es am Sonntag beim Referendum über Brüssels Sparprogramm wieder tun wird.
Was passiert, wenn sich die Griechen bei der Volksabstimmung gegen die Regierung stellen? Finanzminister Varoufakis hat für den Fall bereits seinen Abschied verkündet. Ministerpräsident Tsipras macht nur vage Andeutungen.
Die Regierung in Athen hat Ende Juni auch ein Darlehen der griechischen Notenbank über eine halbe Milliarde Euro nicht getilgt. Für die Europäische Zentralbank ist das delikat. Sie muss nun entscheiden, ob die griechische Notenbank dadurch verbotene Staatsfinanzierung leistet.
Mit dem Referendum missbraucht die Regierung Tsipras Griechenland, sagt eine 33 Jahre alte griechische Unternehmerin – für FAZ.NET berichtet sie von der Schockstarre ihrer Generation und der Hoffnung auf eine ganz bestimmte Parallele zur antiken Tragödie.
Die größten Fehler wären jetzt Fatalismus und der Rückzug in nationalstaatliches Denken: Die gegenwärtige Politik der Krisenbewältigung ist nicht ohne Alternative.
In der Griechenland-Debatte prügeln Amerikas Ökonomen gnadenlos auf die Deutschen ein. Dafür gibt es kulturelle Gründe – und ganz praktische.
Vor dem Referendum in Griechenland macht China Druck auf die Gläubiger: Das Land, das die Chinesen als Einfallstor nach Europa nutzen wollen, soll im Euro bleiben.
Wer weiß, was Alexis Tsipras will? Weiß Tsipras selbst noch, was er tut? Auch Anne Will versucht, Licht in die Taktik des griechischen Ministerpräsidenten zu bringen. Zu hören gibt es stattdessen eine Warnung von CDU-Mann Volker Kauder an die Kanzlerin.
Die Euro-Finanzminister wollen frühestens ab Montag wieder mit Athen verhandeln. Für den Tag erwartet Griechenlands Finanzminister Varoufakis bereits eine Einigung mit den Gläubigern. Und was macht sein Chef, Alexis Tsipras? Er provoziert mit einer Fernsehansprache.
Die Anleger erleben dieser Tage ein Wechselbad der Gefühle. Kommt die Einigung Griechenlands mit den Geldgebern oder nicht? Gerade ist die Stimmung wieder zuversichtlich.
Dämpfer für Alexis Tsipras: Kanzlerin Angela Merkel lehnt trotz des neuen Vorstoßes aus Athen Verhandlungen mit der griechischen Regierung vor dem Referendum weiterhin ab. Die Opposition dagegen fordert in der Bundestagsdebatte einen Kompromiss.
Die Lage in Griechenland ist eskaliert. Wie konnte es soweit kommen? Ein Überblick.
Lenkt Alexis Tsipras doch noch ein? Einem Medienbericht zufolge ist der griechische Premier bereit, die meisten Forderungen der Geldgeber vom Wochenende zu akzeptieren – und fordert nur minimale Änderungen. Einen Dämpfer gibt es allerdings von Finanzminister Schäuble.
Die griechische Opposition warnt vor einem Referendum: Es geht ihrer Meinung nach nicht nur um den Euro. Es geht um viel mehr.
Um Mitternacht läuft das Hilfsprogramm für Griechenland aus. Ministerpräsident Alexis Tsipras beantragt einen Zwei-Jahres-Kredit. Die Euro-Finanzminister wollen am Abend beraten. Aber die Bundeskanzlerin ist skeptisch.
In Spanien loben die Linkspolitiker von Podemos den „beispielhaften“ Tsipras und kritisieren „Merkels Kolonialregierung“. Ministerpräsident Mariano Rajoy versucht, seine Landsleute zu beruhigen.
Keiner macht mit so viel Körpereinsatz Politik wie Jean-Claude Juncker. Wer ihm unterkommt, wird angefasst. Das sieht witzig aus. Aber es geht nicht nur um Spaß. Durch Körperlichkeit ordnet Juncker Machtverhältnisse.
Alexis Tsipras’ Referendum am kommenden Sonntag steht auf einer wackligen Grundlage. Es ist durchaus möglich, dass es gar nicht stattfinden wird.
Die Bundeskanzlerin und ihre europäischen Mitstreiter geben Griechenland noch nicht ganz verloren. Es könnte ja sein, dass Tsipras sich mit seinem Referendum politisch selbst aufspießt. Ein Kommentar
Die politische Torheit der Athener Regierung hat die Debatte über die Krise fundamental verändert. Das war gestern Abend auch bei Frank Plasberg zu erleben.
Für den Fall, dass die Griechen für die Sparauflagen der Europäer stimmen, hat Regierungschef Tsipras seinen Rücktritt angedeutet. Finanzminister Varoufakis will sich juristisch gegen einen Euro-Austritt wehren. Zehntausende demonstrieren gegen die Gläubiger.
Der frühere Bundesaußenminister befürchtet einen ungeordneten Austritts Griechenland aus der Eurozone – und warnt vor möglicherweise verheerenden Folgen. Das angekündigte Referendum sei „das Rezept für ein Desaster“.
Bargeld in Griechenland zu bekommen ist eine Kunst. Das normale Leben mittlerweile auch. Die Griechen nutzen die Ressourcen, die sie noch haben – das Meer zum Beispiel.
Auch wenn die Euro-Zone dank Tsipras vor dem Zerfall steht – das Berliner Regierungsbündnis hält zusammen. Das zumindest wollten Angela Merkel und Sigmar Gabriel mit zwei Auftritten zeigen. Doch ist ihnen das gelungen?
Die Märkte mögen die Griechenlandkrise nicht. Aber Angst macht sie ihnen auch nicht. Das Thema ist durch.
Die Regierung Tsipras hat das Vertrauen ihrer Europartner zerstört und das eigene Land ins Chaos gestürzt. Der Grexit ist unausweichlich.
Wenn es in Europas Währung Schwierigkeiten gibt, macht sich Amerika Sorgen – von der Regierung bis zum Investor. Mancher zweifelt gleich an der ganzen Währungsunion.
Angela Merkel steht laut ihrem Sprecher „auch weiterhin für Gespräche mit Ministerpräsident Tsipras zur Verfügung“. Die Opposition wirft der Kanzlerin eine Mitschuld an der dramatischen Lage in Griechenland vor und beantragt eine Sondersitzung des Bundestags.
Zur politischen Klasse seines Landes wollte er nie gehören: „Ich bin Ökonom, kein Parteipolitiker.“ Doch nun steht er im Mittelpunkt der griechischen Schuldenkrise - der Notenbankchef und ehemalige Finanzminister Giannis Stournaras.
Der griechische Regierungschef keilt gegen die Euro-Finanzminister und gegen die Europäische Zentralbank. Ob sein Referendum stattfindet, ist aus vielen Gründen - nicht zuletzt organisatorischen - vollkommen unsicher. Kämpft er gerade seinen letzten politischen Kampf im Amt?
Die Situation in Griechenland lässt die Aktienkurse fallen. Doch der Euro holt seinen anfänglichen Kursrutsch am Ende auf und notiert fester.
Die drohende Pleite Griechenlands wird die Aktienkurse am Montag in die Tiefe schicken. Trotzdem rechnen die Aktionäre nicht mit einem Crash. Es gibt schon erste Erholungszeichen.