AfD erwägt rechtliche Schritte gegen Lucke
Ist das Programm von Bernd Luckes neuer Partei ein Plagiat? Die AfD klagt über Themenklau und angeblich nahezu wortgleiche Passagen. Dagegen will sie sich wehren.
Ist das Programm von Bernd Luckes neuer Partei ein Plagiat? Die AfD klagt über Themenklau und angeblich nahezu wortgleiche Passagen. Dagegen will sie sich wehren.
Bernd Lucke hat eine neue Partei gegründet: die „Allianz für Fortschritt und Aufbruch“ (Alfa). Die neue Partei gibt sich viel Mühe, ungeliebte AfD-Mitglieder fernzuhalten.
Mit harten Vorwürfen hat die neue AfD-Vorsitzende Petry die Parlamentssitze Bernd Luckes und seiner Anhänger zurückgefordert: Diese betrieben eine „Politik der verbrannten Erde“.
Ein reinigendes Gewitter: Nach dem Rückzug des AfD- Gründers Bernd Lucke hofft seine siegreiche Rivalin Frauke Petry, die Partei befrieden zu können. Über Lucke äußert sie sich jedoch erst einmal empört.
Der Europaabgeordnete Hans-Olaf Henkel ist aus der AfD ausgetreten. Damit verliert die Partei ein prominentes Gesicht. Auch Parteigründer Bernd Lucke könnte bald gehen.
Der Kampf ihrer Parteiflügel droht die AfD zu zerreißen. Ein Streitgespräch zwischen den Landesvorsitzenden von Brandenburg und Baden-Württemberg, Alexander Gauland und Bernd Kölmel, über Rechtspopulismus, Pegida und persönliche Feindschaften.
Alexander Gauland hat Bernd Lucke auf dem Landesparteitag der hessischen Alternative für Deutschland scharf kritisiert. „Ich bin völlig gegen den „Weckruf“, sagte Gauland unter dem Applaus der Delegierten.
Die AfD-Ko-Vorsitzende Frauke Petry wollte Mitglieder, die sich dem „Weckruf“ von Bernd Lucke angeschlossen haben, aus der Partei ausschließen. Damit ist sie nun gescheitert.
Nach dem Treffen mit Bernd Lucke in Potsdam hat auch der brandenburgische Fraktionsvorsitzende Alexander Gauland Zweifel an dessen Zukunft in der AfD geäußert. Selbst liberale Parteifunktionäre setzten sich von Lucke ab.
Es ist die erwartete Eskalation: Der AfD-Vorsitzende Lucke erklärt seine Initiative zur Stärkung des gemäßigten Flügels. Seine Konkurrenten geben sich empört, vor einem Ausschlussverfahren schrecken sie aber zurück – aus gutem Grund.
Hans-Olaf Henkel hat als Grund für seinen Rücktritt aus dem Parteivorstand der AfD den Ton in der Partei und rechtspopulistische Strömungen angegeben. Hätte er darüber nicht längst Bescheid wissen können? Doch, natürlich.
Der AfD-Chef Bernd Lucke hat seine innerparteilichen Gegner aufgefordert, auf dem Parteitag für das Amt zum Parteichef gegen ihn zu kandidieren. Er will damit seinen wirtschaftsliberalen Kurs gegen den nationalkonservativen Flügel festigen.
Der Rücktritt des AfD-Vorstandes Hans-Olaf Henkel löst in der Partei unterschiedliche Reaktionen aus: AfD-Chef Lucke bedauert Henkels Rücktritt, sieht seine eigene Stellung aber nicht geschwächt. AfD-Mitgründer Konrad Adam hält Henkel dagegen für verzichtbar.
Wie das Adjektiv „umstritten“ zum unumstrittenen Liebling der Deutschen wurde.
Der Rücktritt von Vizechef Henkel bedeutet für die AfD vor allem, dass sie dabei ist, an sich selbst zu scheitern. In Bundesvorstandssitzungen der Partei wird geschrien, gehasst und misstraut.
Paukenschlag bei der AfD: Der stellvertretende Bundesvorsitzende Hans-Olaf Henkel tritt mit sofortiger Wirkung zurück. Als Grund nennt er Versuche von „Rechtsideologen“, die Partei zu übernehmen. Führenden Parteifreunden bescheinigt er charakterliche Defizite.
Der Streit in der AfD spitzt sich zu: Vizepräsident Alexander Gauland stellt sich vor den nordrhein-westfälischen Landesvorsitzenden Marcus Pretzell, der vom Bundesvorstand abgemahnt worden war. Parteichef Lucke spalte damit die Partei, so Gauland.
Wenn sie mehr als einen Blumentopf bei der hessischen Kommunalwahl im März 2016 gewinnen möchte, wird die AfD ihre Umgangsformen verbessern müssen. Dass das gelingt, ist zweifelhaft.
In der AfD braut sich was zusammen: Der Flügelstreit eskaliert. Ostdeutsche Landespolitiker fordern eine konservativere Ausrichtung und werfen der Führung Feigheit vor.
Erst war er in der CDU ein diskreter Mann im Hintergrund. Dann wurde er ein Publizist, den auch die Linken lobten. Seit zwei Jahren ist er Vizechef der AfD. Hat ihn das verändert?
Der verglichen mit Thüringen und Sachsen recht knappe Einzug der AfD in die Hamburger Bürgerschaft sorgt für neuen Streit in der Partei. Der Liberale Hans-Olaf Henkel sieht sich in seiner Pegida-Kritik bestätigt. Der Nationalkonservative Alexander Gauland keilt noch am Wahlabend zurück.
In den Parteizentralen der Hauptstadt wird viel in das Ergebnis der Bürgerschaftswahl hineininterpretiert. Die meisten sehen die Abstimmung in Hamburg als Schicksalswahl – auf die eine oder die andere Art.
Ist die AfD wirklich eine demokratische Partei neuen Typs? Sie gleicht sich den „Altparteien“ sehr schnell an, geht aber in ihrem Anspruch, die Basisdemokratie zu pflegen, selbst über die Grünen hinaus.
Der Parteitag in Bremen hat Nachwehen: Die AfD-Protagonisten Frauke Petry und Alexander Gauland widersprechen vehement der Einschätzung Bernd Luckes, der bisherige Parteivorstand habe „stümperhaft“ gearbeitet.
Wer gehofft hat, die AfD zerstöre sich selbst, den hat das Wochenende enttäuscht. Fürs erste hat Bernd Lucke Freund und Feind auf dem Parteitag seinen Willen aufgezwungen und klargemacht, für was er seine Alleinherrschaft hält: für alternativlos.
Die AfD wird bald nur noch einen Vorsitzenden haben. So hat es Bernd Lucke in Bremen durchgesetzt. Doch die Konflikte um die Führung gehen weiter.
Der stellvertretende AfD-Vorsitzende Alexander Gauland hat sich für einen vollständigen Stopp der Einwanderung aus dem Nahen Osten ausgesprochen – aus kulturellen Gründen.
Sandra Maischberger widmet sich den Gefahren islamistischer Gewaltakte in Europa. Migranten in Deutschland müssten sich anpassen, doch dürfe nicht jeder Kleindiebstahl als Signal eines Kulturkrieges gelten.
Manche in der AfD werten den Anschlag von Paris als Rechtfertigung für Islamkritik. Doch im Westen will die Partei bei Europa-Themen bleiben - allen voran ihr Vorsitzender Bernd Lucke, der einer Pauschalkritik an Muslimen nicht zustimmen will.
Die Anti-Islam-Bewegung Pegida sieht sich durch den Terroranschlag in Paris in ihren Warnungen vor einer angeblichen Islamisierung bestätigt. Die AfD in Sachsen geht auf Tuchfühlung.
Bernd Lucke will die AfD alleine führen. Doch weil er seine Gegner nicht öffentlich schelten will, überlässt er jenen das Feld, die weniger Skrupel haben.
Der Brandenburger AfD-Landeschef Alexander Gauland greift weitere Positionen der Pegida-Bewegung auf und plädiert für ein Einwanderungsgesetz.
Kanzlerin Angela Merkel hat vorgelegt, nun ziehen zwei ihrer Vorgänger nach: Helmut Schmidt und Gerhard Schröder haben sich gegen die islamkritische Pegida-Bewegung ausgesprochen. Selbst AfD-Chef Bernd Lucke warnt vor einer zu starken Annäherung.
Die AfD-Führung hat in einer Telefonkonferenz vereinbart, sich noch vor dem Parteitag Ende Januar zu einer Krisensitzung zu treffen. Damit soll der offen ausgebrochene Machtkampf beendet werden.
In der AfD geht es wüst zu. Die drei Vorsitzenden werfen sich schlimmste Vorwürfe an die Köpfe. Nicht nur die Zukunft von Bernd Lucke ist ungewiss. Wie zerstritten der Parteivorstand ist, dokumentieren E-Mails, die der F.A.Z. vorliegen.
Neujahrsansprachen von Angela Merkel sind gewöhnlich grauenhaft. Dieses Mal ist alles anders: Die Kanzlerin macht kräftig Politik. Nötigt die AfD. Und löscht mit einem Schlag die Opposition im Bundestag aus.