Finanzkonzerne streiten um den Wirecard-Nachlass
Der Insolvenzverwalter des Skandalkonzerns berichtet von 40.000 Forderungen. Wer zuerst Geld bekommt, wollen Finanzkonzerne nun vor Gericht klären.
Der Insolvenzverwalter des Skandalkonzerns berichtet von 40.000 Forderungen. Wer zuerst Geld bekommt, wollen Finanzkonzerne nun vor Gericht klären.
Mit jedem Tag steigt die Zahl der Anspruchsteller, die Haftung für Ihre Wirecard-Verluste verlangen. Sie liefern sich einen Wettlauf um die knappe Haftungsmasse.
Das Landgericht München I hat zum Wochenbeginn einen Vorlagebeschluss formuliert, der ein Kapitalanleger-Musterverfahren (KapMuG) gegen EY Deutschland und Markus Braun vorsieht.
Dass die Anklage gegen den Ex-Konzernchef von Wirecard jetzt, unmittelbar vor der nächsten Haftprüfung, publik wird, ist kein Zufall. Die Staatsanwaltschaft München muss Ergebnisse liefern – und viel Ermittlungsarbeit steht noch an.
Warum Russland bei seinem Angriffskrieg nicht vorankommt, wie Christian Lindner die Autofahrer entlasten will und welche Strafen im Wirecard-Prozess drohen. Der F.A.Z.-Newsletter für Deutschland.
Zehn Jahre Haft wegen Bandenbetrugs, Veruntreuung und Manipulation drohen Braun im Fall einer Verurteilung. Die Vorwürfe weist er bis heute zurück. Gegen den Wirecard-Vorstand Marsalek wurde noch keine Anklage erhoben.
Handelt es sich um einen Fall ähnlich wie Wirecard oder eher um einen harmloseren wie den des Leasinganbieters Grenke? Diese bange Frage ist im Fall des Immobilienunternehmens Adler immer noch nicht beantwortet.
Künftig soll es Mitarbeiter von Börsen deutlich erleichtert werden, beim Verdacht auf Wirtschaftsstraftaten mit Strafverfolgern und Finanzbehörden zu kommunizieren.
Tausende haben durch die Wirecard-Insolvenz Geld verloren. Nun wollen sie Schadensersatz und ziehen vor das Landgericht Frankfurt. Die Aussicht auf Erfolg ist gering, aber es gibt Hoffnung.
Auf die Wirecard-Insolvenz folgt eine Klagewelle, die sich in Frankfurt bricht. Der Philosophenweg durch den Opel-Zoo ist nicht mehr öffentlich. Und außerdem scheint Bouffiers Nachfolger gefunden. Die Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.
Ermittlungen in Österreich legen nahe: Der flüchtige Wirecard-Manager Marsalek stand wohl noch Wochen nach seinem Abtauchen mit Fluchthelfern in Kontakt.
Die auf Kunden aus dem Mittelstand spezialisierten Prüfungs- und Beratungsunternehmen holen kräftig auf. An der Marktmacht der vier Großprüfer ändert das jedoch wenig.
Carson Block ist ein aktivistischer Leerverkäufer, Investor und Gründer von Muddy Waters Research. Wir sprachen mit ihm über Wirecard, seine Macht auf dem Finanzmarkt und das große Geld.
Das Immobilienunternehmen will schwere Vorwürfe eines Leerverkäufers ausräumen und muss seinen Bilanztermin verschieben. Das weckt böse Erinnerungen.
Zuerst N26, nun die Solarisbank: Die Finanzaufseher schauen sich die deutschen Vorzeige-Fintechs genauer an. Was steckt dahinter? Die harte Hand der Bafin kommt nicht von ungefähr.
Shortseller wirbeln die Kurse durcheinander – und können eine Menge Geld verdienen. Wer sind diese wilden Akteure an den Märkten?
Biontech, Tesla, Curevac – die Privatanleger hierzulande stecken ihr Geld am liebsten in gewagte Investments. Nicht immer ist ihnen das Glück dabei hold.
Die Bafin muss Wirecard-Anleger nicht entschädigen, befindet das Landgericht Frankfurt. Sie nehme nur das öffentliche Interesse, nicht das einzelner Anleger wahr.
Konsequenter Klamauk: David Gieselmann hat für das Staatstheater Mainz aus dem Wirecard-Skandal eine bunte Farce gemacht. Das Dax-Drama „Villa Alfons“ ist eine gelungene Komödie.
Mehr als 22 Millionen Euro soll Aleksandar V. aus dem Wirecard-Konzern herausgezogen haben. Schon vor Weihnachten haben Münchner Staatsanwälte Anklage gegen den Geschäftsmann und engen Vertrauten von Jan Marsalek erhoben.
Viele halten Wirecard für den Regelfall und nicht für die Ausnahme am Aktienmarkt. Ein teurer Irrtum.
Sechs namhafte Fachleute aus Wirtschaft und Wissenschaft haben diskutiert, welche Lehren aus der Wirecard-Affäre zu ziehen sind. Hier ihre Ergebnisse und Forderungen.
Steht die Aktienkultur in Deutschland vor dem Durchbruch? Börsenchef Theodor Weimer spricht im Interview über die Folgen aus dem Wirecard-Debakel, einen noch breiteren Dax – und die Frage, wie viel Hausmannskost die Börse verträgt.
Der Dax feierte 2021 ein Jahr mit Rekorden, doch Wirecard-Aktionäre warten noch immer auf Schadenersatz. Allein der Anlegerschutzverein SdK vertritt rund 700 Kläger.
Das Landgericht München entscheidet über die Jahresabschlüsse des einstigen Dax-Konzerns, die Insolvenzverwalter Michael Jaffé für nichtig erklären lassen will.
Die Richter rügten die Entscheidungen der ersten Instanz. Das Landgericht hätte ein Sachverständigen-Gutachten einholen müssen, bevor es die Klagen gegen den Wirtschaftsprüfer EY abwies. Dem Gericht fehle es wohl an „eigener Sachkunde“.
Seit etwa zehn Jahren reiten auch in Europa immer wieder Leerverkäufer Attacken auf Unternehmen. Anleger können sich vor Überraschungen schützen – denn es trifft vor allem ganz bestimmte Firmen.
Vor zwanzig Jahren erschütterte die Enron-Insolvenz die Welt. Wie im Fall Wirecard spielte sich das Drama vor den Augen hoch angesehener Wirtschaftsprüfer ab. Aber es gibt noch andere Parallelen.
Die Investmentfirma Viceroy wettet gegen börsennotierte Unternehmen, die sie für korrupt oder schlecht verwaltet hält und veröffentlicht dann angebliche Unregelmäßigkeiten. Fällt der Aktienkurs stark, verdient sie daran. Der Kopf dahinter: Fraser Perring.
Die Behörde, die im Wirecard-Skandal versagt hat, soll neue Zuständigkeiten erhalten. Doch einig sind sich SPD, Grüne und FDP noch längst nicht.
Bislang standen Wirecard-Aktionäre vor dem Dilemma, dass ihnen für Klageforderungen wichtige Informationen zu den Abschlussprüfern fehlten. Das Blatt kann sich nun wenden.
Der IT-Sicherheit und der Modernisierung gelten sein besonderes Augenmerk. Die wegen des Wirecard-Skandals in der Kritik stehende Behörde soll schneller werden.
Wenn das Wirtschaftsprüfungsunternehmen EY die Karten nicht auf den Tisch legt, werden andere es tun. Denn es geht um den Ruf der gesamten Prüferbranche.
Ein bislang vom Bundestag für geheim erklärter Bericht über die Versäumnisse bei der Bilanzprüfung von Wirecard könnte die Vorwürfe gegen EY untermauern. Kläger werden ermuntert, gegen die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft vor Gericht zu ziehen
Der nun öffentlich gewordene Bericht über Versäumnisse von EY bei der Prüfung des Skandalunternehmens Wirecard sorgt für neuen Wirbel, auch wenn vieles daraus schon bekannt war. Worum geht es und warum ist das Dokument so brisant?