Mitten im schmutzigen Nichts
Aserbaidschan lässt sich als Ausrichter der ersten Europa-Spiele nicht lumpen. Tausende Sportler wurden ins glitzernde Baku eingeladen. Spiele fürs Image einer Autokratie.
Aserbaidschan lässt sich als Ausrichter der ersten Europa-Spiele nicht lumpen. Tausende Sportler wurden ins glitzernde Baku eingeladen. Spiele fürs Image einer Autokratie.
Bei Kommunalwahlen in der Republik Moldau haben Freunde des Kremls wichtige Bürgermeisterämter errungen. In der Hauptstadt erlitten die proeuropäischen Parteien ihre bisher schwerste Niederlage.
Er prägte den Sound einer ganzen Generation und war als Erfinder seines „Happy Sound“ weltweit bekannt. Jetzt ist der Bandleader James Last im Alter von 86 Jahren gestorben.
Stalin wollte Rache - und Churchill wollte das Einvernehmen mit ihm nicht gefährden: Wie die britische Armee in den Wochen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs Zehntausende Kosaken, Kaukasier, Slowenen und Kroaten aus Österreich an die Sowjetunion und an Titos kommunistische Partisanen auslieferte. Die Geschichte einer Völkerwanderung, die im GULag und in jugoslawischen Massengräbern endete.
In der Nähe des Bundestags sollen goldene Stolpersteine verlegt werden, die an die früheren jüdischen Mieter im Zweiten Weltkrieg erinnern sollen. Bundestagsabgeordnete aller Fraktionen machten das möglich.
Was müsste passieren, damit das System Joseph Blatter beim Weltfußballverband Fifa endlich in sich zusammenstürzt? Es scheint kein Kraut gewachsen gegen diese Korruption – die wir alle mitfinanzieren.
Die neuen Bruchlinien, die gegenwärtig im Russland-Ukraine-Krieg zum Vorschein kommen, kann man nur historisch erklären. Deshalb brauchen wir eine deutsch-ukrainische Historikerkommission.
In Köln wurde eine 20-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich entschärft. Die vorausgegangene Evakuierung war besonders aufwändig. Und auch die Bombe selbst war alles andere als ein alltäglicher Fund.
In Frankreichs Ruhmeshalle, den Panthéon, werden vier Widerstandskämpfer gegen die Besetzung durch Nazi-Deutschland eingeführt, darunter zwei Frauen. Der Akt ist ein Vorbote des Präsidentschaftswahlkampfes.
Die große Koalition in Berlin will den überlebenden sowjetischen Kriegsgefangenen des Zweiten Weltkriegs eine Entschädigung zahlen. Angesichts aktueller Krisen ist die Entscheidung von hohem symbolischen Wert.
Um 2.30 Uhr wurde in Hannover eine Fliegerbombe erfolgreich entschärft. Die meisten Bewohner dürften das Ereignis verschlafen haben – wenn auch nicht in ihren eigenen Betten. Denn der Aktion vorausgegangen war eine gigantische Evakuierungsaktion.
Diese Begegnung hat Überwindung gekostet: Kronprinz Charles schüttelt Gerry Adams die Hand, der den Bombenanschlag auf seinen Großonkel verteidigt, wenn nicht mitgeplant hat. Morgen erwarten Charles weitere aufwühlende Momente.
Im Mai 1985 glänzte Richard von Weizsäcker mit einer großen Rede aus Anlass des Kriegsendes. Durch die damals als sensationell empfundene gesamtdeutsche Konsensformel „Tag der Befreiung“ gerieten Ansprachen anderer Politiker wie Theodor Heuss, Willy Brandt, Walter Scheel und Helmut Kohl in Vergessenheit. Eine Spurensuche.
Es gehört zu den Aufgaben der Zeitgeschichtswissenschaft, fragwürdige Gewissheiten aufzubrechen und kollektive Mythen zu zerstören, wenn sie mit den historischen Tatsachen unvereinbar sind, doch Autorin Miriam Gebhardt geht auf den falschen Drachen los.
In vielen Ländern Europas gab es Leute, die mit den Besatzern gemeinsame Sache machten. Nach dem Krieg wurde viele von ihnen zur Rechenschaft gezogen. Die Kollaboration und ihre Folgen bleiben ein dunkles Kapitel.
Astrid Lindgren schrieb nicht nur Kinderbuch-Klassiker wie „Pippi Langstrumpf“. Während des Zweiten Weltkrieges führte sie auch regelmäßig Tagebuch. Die Notizen zeigen, wie viel man im neutralen Schweden vom NS-Staat wissen konnte.
Schon mehrmals hat der russische Präsident Putin versucht, den Hitler-Stalin-Pakt in eine friedenssichernde Maßnahme umzudeuten. Beim Besuch der Bundeskanzlerin ging er in seiner Argumentation noch einen Schritt weiter.
Im Herbst 2004 erhielt Jan Brokken durch ehemalige Widerstandskämpfer vertrauliche Berichte, die den Krieg im niederländischen Rhoon und die deutsche Besatzung anders darstellten, als ihm es bisher immer erzählt worden war.
Auch siebzig Jahre nach der deutschen Kapitulation bleibt praktische Vergangenheitsbewältigung eine Mammutaufgabe, denn Zehntausende Blindgänger liegen vielerorts unentdeckt im Erdreich. Diese zu entschärfen ist wie ein Ritt auf der Rasierklinge.
Die Bundeskanzlerin gedenkt gemeinsam mit dem russischen Präsidenten des Endes des Zweiten Weltkriegs. Ein berührender Moment der Einheit, der dennoch überlagert wird vom Ukraine-Konflikt.
Um die Abstammung des Wladimir Putin ranken sich viele Legenden. Ein kürzlich erschienener autobiographischer Text des russischen Präsidenten gibt Rätsel auf. Woher kommt er wirklich?
Am Tag nach der großen Militärparade in Moskau gedenken Angela Merkel und Wladimir Putin gemeinsam am Grabmal des Unbekannten Soldaten der Opfer des Zweiten Weltkriegs. Die Kanzlerin scheut sich anschließend nicht, den Ukraine-Konflikt und die Krim-Annexion mit deutlichen Worten anzusprechen.
Mein Vater hat den Krieg überlebt, fünf seiner Brüder sind gefallen. Meine Mutter hat die Deutschen trotzdem nicht gehasst – ich kann das bis heute nicht begreifen. Ein Gastbeitrag.
Aus einem Tag des stillen Gedenkens an die Opfer des Zweiten Weltkriegs ist der 9. Mai in Putins Russland zu einem Fanal des Größenwahns geworden. Der siebzigste Jahrestag des Sieges markiert den Beginn einer neuen Ära.
Er ist einer der bedeutendsten Künstler der Gegenwart. Als der Zweite Weltkrieg endete, war er fünfzehn Jahre alt. Hier erzählt Günther Uecker, was die Erfahrungen aus ihm gemacht haben.
„Deckname Caracalla“ beruht auf den Memoiren des Franzosen Daniel Cordier, dessen Bücher zu den besten Zeugnissen über den Widerstand gehören. Der Film zeigt seine Wandlung vom bornierten Extremisten zum Antifaschisten und Kämpfer für die Freiheit.
Für die Kinder, die am 8. Mai Geburtstag hatten, lief die private Geschichte mit der Weltgeschichte zusammen. Drei von ihnen erzählen von ihren Erlebnissen.
Die alliierten Bomberverbände zerstörten im Zweiten Weltkrieg systematisch die deutschen Mittel- und Großstädte. Diese Taktik des „moral bombing“ sollte die Moral der deutschen Bevölkerung brechen und kostete viele Menschenleben.
Siebzig Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs ist für den Chef der französischen Linkspartei der Feind von damals sein Feindbild von heute. Nur sind die Franzosen weniger selbstgerecht und gegen Germanophobie ziemlich resistent geworden.
Zerstört bis auf die Grundmauern: Während des Zweiten Weltkrieges war Berlin so oft Ziel der alliierten Bomberflotten wie keine andere Stadt in Deutschland. Eine beeindruckende Zeitreise in alten und neuen Bildern der Hauptstadt.
Kurz vor dem Beginn der Feierlichkeiten zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Moskau reist der deutsche Außenminister Steinmeier an diesem Donnerstag nach Wolgograd, das ehemalige Stalingrad.
Der Film „Die verlorene Zeit“ handelt von zwei Liebenden, denen die Flucht aus dem Vernichtungslager Auschwitz gelingt. Sie kommen mit dem Leben davon, doch verlieren sich aus den Augen. Dreißig Jahre später finden sie wieder zueinander.
Bei der Wahl zum britischen Unterhaus am 7. Mai gilt ein striktes Mehrheitswahlrecht. Wegen der politischen Entwicklung treten nun seine Schwächen zutage. Einen Willen zur Veränderung gibt es bei den britischen Wählern aber nicht.
„Der verlorene Sohn“ kehrt heim: Das Gemälde von Frans Francken III. sowie vier andere sind von Amerika an Deutschland zurückgegeben worden. Sie wurden im Zweiten Weltkrieg mit tausenden weiteren Kunstwerken verschleppt.
Für Rumänien ist das Ende des Zweiten Weltkrieges kein Anlass zur Freude. Das Land, das an der Seite des Dritten Reiches gekämpft hatte, wurde von der Sowjetunion besetzt und bekam ein kommunistisches System übergestülpt.
Kein anderes Datum eint die Russen so sehr wie der am 9. Mai begangene „Tag des Sieges“ im Zweiten Weltkrieg: Der Schmerz über die Millionen Toten des deutschen Vernichtungskriegs und der Stolz über die Heldentaten der Vorväter und den eigenen Sieg gingen eine unlösbare Verbindung ein.