Der stimmungsvollste Comic des Jahres
Kurz vor dem Zweiten Weltkrieg wurde in Griechenland die Rembetiko-Musik verboten. David Prudhomme macht daraus schon zum zweiten Mal einen grandiosen Comic: Diesmal heißt er „Rembetissa“.
Kurz vor dem Zweiten Weltkrieg wurde in Griechenland die Rembetiko-Musik verboten. David Prudhomme macht daraus schon zum zweiten Mal einen grandiosen Comic: Diesmal heißt er „Rembetissa“.
Hier explodierte die Sprengladung, die den Diktator töten sollte: Felix Bohr erzählt die Geschichte der „Wolfsschanze“ und fragt, was mit den Trümmern von Hitlers Kriegshauptquartier in Ostpreußen geschehen soll.
Seit dem 4. November 1950 hält Europa an seinem Menschenrechtsversprechen fest. Was hält diesen Bund zusammen, was bringt ihn ins Wanken? Die frühere Vizepräsidentin des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte zieht Bilanz.
August Lösch zeigte, wie Distanzen Märkte formen und Regionen prägen. Mit seiner räumlichen Theorie war er auch ein früher Wegbereiter der Geoökonomie. Sein früher Tod vor 80 Jahren nahm der Wirtschaftswissenschaft einen ihrer originellsten Köpfe.
Vor 75 Jahren wurde die Europäische Menschenrechtskonvention unterzeichnet. Sie gilt als ein Grundpfeiler europäischer Einigung. Und doch gibt es fortgesetzten Konfliktstoff.
Thomas Mann galt das Kunstlied als Inbegriff spezifisch deutscher Innerlichkeit. Dietrich Fischer-Dieskau bezeichnete es als „höchste Blüte deutschen Kunstsinnes und deutschen Wesens“. Das ist nicht zu halten.
Die Kunst will eine Gegenwelt sein. Aber wenn sie, wie im Surrealismus, ins Fadenkreuz ihrer Feinde gerät, holt sie die Wirklichkeit rasch ein. Das zeigt eine Berliner Ausstellung an ausgewählten Beispielen von Miró bis Max Ernst.
Für Hitler war der Autobahnbau ein Propagandaprojekt. In der Rhön ging es gründlich schief. Davon zeugt heute noch Deutschlands längste Bauruine.
George Orwell hat in seinem Roman „1984“ eine Weltordnung aus antidemokratischen Supermächten beschrieben. Europa ist darin nur eine Provinz des russischen „Eurasia“. Manche meinen: Das könnte wirklich so kommen.
Als Preis für ein Reparationsdarlehen aus russischem Vermögen fordert Belgien von den EU-Staaten, dass sie alle Haftungsrisiken übernehmen. Das geht den Partnern zu weit.
Seit 1094 Tagen ist Giorgia Meloni Ministerpräsidentin – ihre Koalition gehört damit zu den langlebigsten Regierungen in Italien seit dem Zweiten Weltkrieg. Übersteht sie die Legislaturperiode, überflügelt sie gar Silvio Berlusconi.
In vielen deutschen Städten stehen noch alte Luftschutzbunker. Ihre dicken Mauern scheinen unverwüstlich. In einem modernen Krieg wären sie aber keine große Hilfe.
Die Sozialdemokratische Partei Europas schließt einstimmig die slowakische Smer-Partei von Ministerpräsident Robert Fico aus. Ihm zufolge hat sein Treffen mit Putin und Xi zu dem Bruch geführt.
1995 bat Murayama für die Agressionen seines Landes im Zweiten Weltkrieg um Entschuldigung – deutlicher als es davor und danach Regierungschefs getan haben. Nun ist er im hohen Alter gestorben.
Ein Arte-Film will das deutsche Wirtschaftswunder und die Rolle von Ludwig Erhard entzaubern. Das gerät etwas zu eindeutig. Interessant ist die Recherche, die darlegt, wie das Erbe der NS-Zeit jahrzehntelang weiterwirkte.
Lange Zeit versammelten sich Familien in einem separaten Raum um den Sonntagsbraten. Doch das traditionelle Esszimmer ist zum Esstisch geschrumpft. Warum nur?
Früher suchten Archäologen vor allem nach Faustkeilen oder antiken Münzen. Dabei können sie auch viele Lücken in der modernen Historie schließen: Etwa das Schicksal von vier britischen Soldaten, die 1943 nahe Manheim abstürzten.
Das Forum für historische Belarus-Forschung bekommt kein Geld mehr aus Berlin: Eine Sparmaßnahme des Auswärtigen Amtes setzt ein deprimierendes Zeichen, während das Lukaschenko-Regime deutsche Bücher zensiert.
Der Historiker Omer Bartov gibt am Fritz-Bauer-Institut in Frankfurt eine Steilvorlage für die Trivialisierung des Holocaust. Das Publikum nimmt sie dankbar auf. Das Institut steht vor einer Richtungsentscheidung.
Mit seinem Spielfilm „Amrum“ verbeugt sich Fatih Akin vor seinem Mentor und liefert ein Lehrstück darüber, wie unterschiedlich die letzten Tage im Nationalsozialismus erlebt wurden. An diesem Donnerstag kommt er in die Kinos.
Donald Trump zeigt sich begeistert von der Wahl Sanae Takaichis zur Nummer eins in Japan. Sie steht für ein starkes Militär und eine neue Wirtschaftspolitik. Das könnte die Gewichte in der Region verschieben.
Der Antisemitismus ist in Deutschland durch den 7. Oktober in erschreckendem Ausmaß verstärkt worden. Jeder Einzelne sollte gegen noch so subtile Formen des Judenhasses eintreten. Das gilt für alle Schichten.
Martin Ondráček ist das Gesicht einer tschechischen NGO, die Spenden für Waffenlieferungen an die Ukraine sammelt. Ihr Name ist Programm: „Geschenk für Putin“
Neun Persönlichkeiten, ein Amt: Seit dem 1. Oktober 1950 prägen die Präsidenten des Bundesgerichtshofs nicht nur die Rechtsprechung, sondern auch das öffentliche Bild der Justiz in Deutschland.
Jane Goodall wusste schon als Kind, wer sie ist und was sie wollte. Sie ging in die Wildnis und erschloss den Menschen das Wesen ihrer nahen Verwandten, der Schimpansen. Nun ist sie mit 91 Jahren gestorben.
Die Heraeus Bildungsstiftung mit Sitz in Hanau fördert Persönlichkeitsentwicklung und Führungskompetenz an Schulen. Alexandra Heraeus setzt auf Transformation und eine offene Lernkultur.
Am Sonntag finden beim EU-Beitrittskandidaten Moldau Parlamentswahlen statt. Russland greift zu Manipulation und Propaganda, um die europäische Integration des Landes zu unterbinden. Ein Ortsbesuch.
Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge hat zu wenig Geld, um seinen Aufgaben nachzukommen. Die Koalition hat jetzt ein Gesetz eingebracht. Aber geht es weit genug?
Österreichischer Michelangelo der Moderne: Das Wiener Museum Belvedere 21 würdigt den Bildhauer Fritz Wotruba und setzt ihn in Beziehung zu internationalen Kollegen.
Nehmt einen Apfel für Schneewittchen mit: Unterwegs auf der Deutschen Märchenstraße zu den jungen Brüdern Grimm
Der jüdische Rennfahrer Adolf Rosenberger hatte großen Anteil am Erfolg des Unternehmens. Nach 1933 verlor er alles – und verschwand aus dem Gedächtnis der Firma.
Jetzt haben auch die Deutschen ihren Panzerfilm: Dennis Gansels „Der Tiger“ erzählt von den Irrwegen einer fünfköpfigen Panzerbesatzung an der Ostfront im Zweiten Weltkrieg.
Bisweilen arg manieriert – und trotzdem ein bewegender Roman: Marko Dinićs „Buch der Gesichter“ erzählt rund um einen Schreckenstag im von deutschen Truppen besetzten Belgrad des Jahres 1942.
Militärparade in Peking +++ Mürrische Deutsche +++ Debatte um Wertewandel +++ Jethro Tull +++ Eigenheim-Wunsch
Nach der Demonstration zum Jahrestag der Brandnacht im Zweiten Weltkrieg beschwert sich der Darmstädter Ordnungsdezernent über den Oberbürgermeister Hanno Benz. Dieser soll rechtswidrig gehandelt haben.
Der polnische Präsident ist zum Antrittsbesuch in Berlin. Es geht um die russische Bedrohung – und eine alte Forderung.