Folgen einer widersprüchlichen Politik
Den israelischen Siedlern gehen die Freunde aus. In der Bevölkerung verlieren sie an Rückhalt, und die Regierung hat andere Probleme - beispielsweise das iranische Atomprogramm.
Den israelischen Siedlern gehen die Freunde aus. In der Bevölkerung verlieren sie an Rückhalt, und die Regierung hat andere Probleme - beispielsweise das iranische Atomprogramm.
In einem Privatclub der Upper Class im Westjordanland ist der Nahost-Konflikt weit weg. Hier schmeckt Palästina nach Pfefferminzlimonade.
hcr. JERUSALEM, 23. August. Die israelische Regierung wirft Südafrika Diskriminierung vor, die an die Zeit der Apartheid erinnere.
Alle Waren, die aus dem besetzten Westjordanland stammen, dürfen in Südafrika nicht mehr mit „Made in Israel“ gekennzeichnet werden. Die israelische Regierung verurteilte den Beschluss des südafrikanischen Kabinetts scharf.
Seit 2000 Jahren bewässern Kanäle die Terrassen von Battir. Aber wenn Israel dort seine Sperranlage wie geplant ausbauen würde, wäre das Palästinenserdorf von seinen Gärten und Terrassen abgeschnitten.
Der israelische Ministerpräsident Netanjahu will 851 neue Wohnungen im besetzten Westjordanland bauen lassen. Die Vereinigten Staaten und die UN kritisieren die Pläne.
Ultrarechte Parlamentarier in Israel sind mit dem Versuch gescheitert, ein Gesetz zur Legalisierung von Siedlungsvorposten durchzusetzen, die ohne Genehmigung gebaut wurden. Sie wollten damit die Zerstörung israelischer Siedlerhäuser in Beit El verhindern.
Der Bundespräsident weiht eine palästinensische Mädchenschule ein - und wird freundlich empfangen. Zu den Siedlungs- und Besatzungskonflikten sagt Gauck diesmal wenig.
Vier junge Palästinenser bereiten sich trotz vieler Widrigkeiten auf die Spiele in London vor. Hans-Christian Rößler hat zwei von ihnen in Gaza und Bethlehem besucht.
Die Zwei-Staaten-Lösung im Nahen Osten ist in weite Ferne gerückt. Was soll stattdessen aus den Palästinensergebieten und Israel werden?
In dem Land, in dem Jesus Wunder wirkte, scheitert man heute am kleinen Grenzverkehr. Zwischen Jerusalem und Qubeibeh, wo zwei Jünger den Auferstandenen trafen, bleibt der Checkpoint für jüdische Israelis und Palästinenser ohne Passierschein geschlossen.
Guy Delisle ist ein Meister der Comicreportage. Der Kanadier hat bereits umfangreiche Berichte über seine jeweils längeren Aufenthalte in China, Nordkorea und Burma publiziert. Jetzt ist in Frankreich die umfangreiche Chronik eines einjährigen Aufenthalts in Jerusalem erschienen - wovon sich der größte Teil unter Palästinensern abspielte. Mit Delisles Augen sieht man das Nahost-Problem nicht neu, aber schärfer.
Der große Gefangenen-Austausch in Nahost ist vollzogen: Israel hat 550 weitere palästinensische Häftlinge freigelassen - im Austausch für den Soldaten Gilad Schalit, der im Oktober nach fünf Jahren Geiselhaft heimkehren durfte.
Radikale Siedler, die gegen den drohenden Abriss von illegalen Siedlungen protestieren wollten, haben einen israelischen Armeestützpunkt angegriffen. Ministerpräsident Netanjahu verurteilte den Angriff.
Nach dem Gefangenenaustausch mit Israel will die Hamas beim Versöhnungstreffen mit der Fatah die politischen Früchte ernten. Die Islamisten sehen sich als Sieger. Bei den Bewohnern des Gazastreifens ist die Freude verpufft.
Ein Mausoleum hat er schon, bald bekommt Jassir Arafat auch noch ein Museum. Der tote PLO-Chef erinnert die Palästinenser an bessere Zeiten: als sie noch gemeinsam kämpften.
Die Ankündigung Israels, als Reaktion auf den Unesco-Beitritt der Palästinenser den Siedlungsbau zu forcieren, ist von der Bundesregierung und der EU scharf kritisiert worden. Regierungssprecher Seibert sprach von „völkerrechtswidrigen“ Aktivitäten.
Der Gefangenenaustausch zwischen Israel und der Hamas ist angelaufen. In den nächsten Stunden soll der 2006 entführte Soldat Gilad Schalit nach Israel zurückkehren - im Tausch gegen 1027 palästinensische Gefangene.
Der Gefangenenaustausch mit Israel lässt viele Palästinenser nach jahrelanger Haft in die Heimat zurückkehren. Doch viele werden im Gefängnis bleiben müssen.
Zankapfel Ostjerusalem: Gerade hat das Nahost-Quartett Israel und Palästinenser zu neuen Friedensverhandlungen aufgerufen, da genehmigt die israelische Regierung den Bau von 1100 neuen Wohnungen im Ostteil der Stadt.
Der palästinensische Chef des Kabuler Büros des Senders Al Dschazira hat zugegeben, Kontakte zur islamistischen Hamas zu unterhalten. Samer Allawi war vor sechs Wochen bei der Rückreise von einem Familienbesuch im Westjordanland von der israelischen Armee festgenommen worden (F.A.Z.
bin./jöb./toe. ERFURT/FRANKFURT, 23. September. Erstmals seit der Trennung der beiden christlichen Konfessionen hat am Freitag ein Papst eine Wirkungsstätte des Reformators Martin Luther besucht. In Erfurt traf Benedikt XVI.
Vor dem erwarteten Antrag von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas auf UN-Vollmitgliedschaft in New York sind die Sicherheitskräfte in Israel in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt worden. Es wird befürchtet, dass es schon nach den Freitagsgebeten zu Ausschreitungen kommen könnte.
Die Palästinenser wollen in die Vereinten Nationen aufgenommen werden, doch was sie täglich erleben, ist alles andere als ein palästinensischer Staat. Nur mit ihren Postboten sind sie jetzt schon auf dem besten Weg in die Staatenwelt.
Moschee angezündet - Die israelische Armee hat in der Nacht zum Montag in der nicht genehmigten Kleinsiedlung Migron im Westjordanland drei Gebäude abgerissen. Die Siedler versuchten, die Soldaten gewaltsam zu stoppen.
hcr. JERUSALEM, 30. August. Der Gazastreifen und das Westjordanland sind zwar nur gut 50 Kilometer voneinander entfernt. Aber seit Dienstag liegen die beiden Palästinensergebiete in zwei verschiedenen Zeitzonen.
hcr. JERUSALEM, 29. August. Ein junger Palästinenser hat in der Nacht zum Montag einen Angriff auf mehrere Israelis verübt und dabei acht Personen verletzt. Der Mann aus Nablus im Westjordanland stach zunächst auf einen Taxifahrer ...
Der Sender Al Dschazira verlangt von Israel, umgehend Samer Allawi freizulassen. Israelische Sicherheitskräfte hatten den Kabuler Bürochef auf der Rückreise von einem dreiwöchigen Familienbesuch im Westjordanland an der jordanischen Grenze festgenommen.
Tel Aviv, 15. August (dpa). Israel hat am Montag 277 weitere Wohnungen in der nach internationalem Recht illegalen Siedlung Ariel im besetzten Westjordanland genehmigt. Das Verteidigungsministerium in Tel Aviv bestätigte am Montag entsprechende Medienberichte.
Nach einem Feuergefecht an der Grenze zwischen Israel und dem Libanon haben sich beide Armeen gegenseitig vorgeworfen, zuerst gefeuert zu haben. Im Westjordanland wurden derweil zwei Palästinenser getötet und fünf israelische Soldaten verletzt.
Der große Deckenleuchter ist noch in Plastikfolie gehüllt. An seinen Armen wird bald geschliffenes Glas das Licht brechen. "Ich hänge ihn über die große Freitreppe in der Eingangshalle", sagt Taysir Jbara.
Was wäre ein besserer Test auf geistige Klarheit als die Fähigkeit, sich ein Ziel zu setzen, einen entsprechenden Plan auszuarbeiten und ihn auszuführen? Weshalb ich den Massenmörder von Oslo nicht „geistesgestört“ nenne.
Im September wollen die Palästinenser ihren Staat bekommen: Doch sie werden scheitern. Gibt es auch in diesem Herbst keine Zwei-Staaten-Lösung, müssen sich Europäer und Amerikaner fragen, was sie eigentlich noch im Nahen Osten tun.
Die Stadt Bartaa ist durch die Grüne Linie geteilt. Diese Grenze ist nicht sichtbar. Das könnte sich ändern, wenn Palästina als unabhängiger Staat anerkannt wird.
Die Israelis scheinen schier hungrig nach Leben. Das Verlangen, ein unbeschwertes, hedonistisches Dasein zu führen ist groß, ganz besonders in Tel Aviv. Die Stadt ist nicht Israel, die Stadt übertreibt maßlos – doch gerade darum kann man das Lebensgefühl der Menschen hier am besten aufspüren.