Washington und Berlin - Herr und Hund?
Auch jahrzehntelange Missverständnisse und fromme Lügen gehören zur deutsch-amerikanischen Verbindung. „Freunde“ sind zumindest die Geheimdienste nie gewesen. Dumm war, wer mehr erhoffte. Ein Kommentar.
Auch jahrzehntelange Missverständnisse und fromme Lügen gehören zur deutsch-amerikanischen Verbindung. „Freunde“ sind zumindest die Geheimdienste nie gewesen. Dumm war, wer mehr erhoffte. Ein Kommentar.
Das Weiße Haus bricht sein Schweigen – und kritisiert Berlin. Medien berichten von einer Verbindung zwischen den mutmaßlichen Spionagefällen. Hat Bundeskanzlerin Merkel die Geduld verloren, obwohl Obama ihr entgegenkommen wollte?
Die Lage in der afghanischen Hauptstadt Kabul nach der Präsidentschaftswahl ist inzwischen so verfahren, dass der Vermittlungsversuch des amerikanischen Außenministers John Kerry von allen Seiten gutgeheißen wird.
Washington verweigert weiterhin eine konkrete Stellungnahme zur Spionage-Affäre. Aus Geheimdienstkreisen wird Verärgerung über die Vorfälle in Berlin laut. Die Regierung Merkel nehme einen erheblichen Schaden in Kauf.
Regierungssprecher Seibert dementiert Medienberichte, wonach das Kanzleramt veranlasst habe, als Konsequenz aus der Spionageaffäre die Zusammenarbeit mit amerikanischen Geheimdiensten einzuschränken.
Die amerikanische Regierung verweigert jeden Kommentar dazu, dass ihr oberster Geheimdienstler in Berlin Deutschland verlassen soll. Dafür sprechen Kongressabgeordnete in Washington deutliche Worte.
Öffentlich reagiert die Kanzlerin aus diplomatischen Gründen auf die Spionagefälle noch zurückhaltend. Doch ihr Sprecher Steffen Seibert darf den Ton gegenüber Washington verschärfen: „Das amerikanische Verhalten verletzt Vertrauen.“
Nach dem Spionagefall beim BND fordert Verteidigungsministerin von der Leyen Washington dazu auf, bei der Aufklärung besser zu kooperieren. Oppositionspolitiker wünschen ein klares Wort von Präsident Obama.
Washington, der Bundesstaat, hat den Verkauf von Marihuana legalisiert. In Washington, der Hauptstadt, gibt es Bestrebungen, zumindest den Besitz zum persönlichen Gebrauch zu entkriminalisieren. Doch im Kongress gibt es Vorbehalte.
Schon die NSA-Spähaffäre habe das deutsch-amerikanische Verhältnis stark belastet. Sollten sich die Spionage-Vorwürfe gegen einen BND-Mitarbeiter bestätigen, sei es an der Zeit zu sagen, „jetzt reicht’s auch einmal“, warnt Bundespräsident Gauck in Richtung Washington.
Die Empörung ist groß im Bundestag über den mutmaßlichen Doppelagenten beim BND, der den Vereinigten Staaten zugearbeitet haben soll. Die Bundesregierung erwartet nun, dass der amerikanische Botschafter zu einer „zügigen Aufklärung“ beiträgt.
Die Aufklärung des tödlichen Anschlags auf das Konsulat in Benghasi ist ein ganz heißes Eisen der amerikanischen Politik. Nun wird dem mutmaßlichen Drahtzieher mitten in Washington der Prozess gemacht.
Was macht eigentlich die Apokalypse? Unser Glossenticker mit ernsten Nachrichten zum Klimawandel und ihren (weniger ernsten) Pointen. Ein Update über die Zukunft des Great Barrier Reefs, den Zusammenhang von Klimawandel und Unwetter und über Brasiliens Potential als Biospritlieferant.
Maliki heißt die Angriffe der syrischen Luftwaffe gegen Isis im Irak gut. Eine weitere Konfessionalisierung des Konflikts steht bevor. Für die zögernden Amerikaner wird die Lage immer komplizierter.
Die ersten amerikanischen Soldaten sind in Bagdad eingetroffen. Bald schon dürften gezielte Luftschläge gegen die Dschihadisten im Irak folgen. Washingtons politische Strategie bleibt indes schwach. Geht es auf Dauer ohne Syriens Machthaber?
Amerikanische Methodisten haben Pfarrer Frank Schaefer abgesetzt, weil er seinen schwulen Sohn getraut hat. Jetzt reist der Deutsche als Aktivist durchs Land und lässt sich feiern.
Im innerschiitischen Machtkampf bringen sich mögliche Nachfolger des Ministerpräsidenten in Stellung. Moqtada al Sadr demonstriert Stärke mit den Kämpfern seiner Mahdi-Armee. Militärisch verlieren die Truppen der Zentralregierung aber weiter an Boden.
Das Weiße Haus verkündet Einreisesperren gegen ugandische Staatsbürger, die Menschenrechte von Schwulen und Lesben verletzen. Uganda bleibe aber trotz des Anti-Homosexuellen-Gesetzes ein Verbündeter, betonen die Amerikaner.
Vor dem Atlantic Council in Washington will Verteidigungsministerin von der Leyen in Kürze ihre eigenen sicherheitspolitischen Überzeugungen erläutern. Zum Auftakt gestand sie erst einmal Fehler ein.
Kann oder will er nicht? In Amerika wächst der Unmut über den irakischen Ministerpräsidenten. Es gelinge al Maliki nicht, Sunniten und Schiiten zu versöhnen, heißt es in Washington.
Selbst unter außenpolitischen Falken in Washington mehren sich die Stimmen, Amerika solle nicht vor einer Absprache mit Iran zurückschrecken, um im Irak die Dschihadisten aufzuhalten.
Angesichts der Offensive sunnitischer Kräfte im Irak bleibt Obama unbeirrt: Bevor Amerika militärisch eingreift, sollen sich die Volksgruppen verständigen. Damit will sich der Präsident alle Optionen offen halten.
Amerika behält sich vor, militärisch in den Konflikt zwischen Regierung und Dschihadisten im Irak einzugreifen. „Ich schließe nichts aus“, sagte Präsident Obama. Die Republikaner werfen ihm Versagen vor.
Die irakische Regierung hat Amerika bereits im März dringlich um Unterstützung im Kampf gegen Isis gebeten. Doch Washington sieht in Bagdad keinen Partner.
Der Sieg des unbekannten David Brat über den bestens vernetzten und finanzierten Eric Cantor zeigt, mit wie harten Bandagen Konservative und Ultra-Konservative gegeneinander kämpfen.
Konfrontation und Verunsicherung: Amerikas Präsident Obama will nichts mehr gelingen.
Wenige Wochen vor dem D-Day probten 30.000 alliierte Soldaten die Landung an der englischen Küste. Mindestens 749 von ihnen starben bei „Exercise Tiger“. Überlebende wurden nach der großen Tragödie lange eingeschüchtert. Nun erzählen sie.
Erstmals im syrischen Bürgerkrieg ist ein amerikanischer Bürger als islamistischer Selbstmordattentäter identifiziert worden. In Amerika und anderen westlichen Staaten wächst die Sorge vor radikalisierten Rückkehrern.
Entspannung an der Ostgrenze zur Ukraine: Moskau hat nach amerikanischen Erkenntnissen zwei Drittel der russischen Truppen abgezogen. Präsident Obama trifft am Mittwoch in Warschau mit dem designierten Ukraine-Staatschef Poroschenko zusammen.
Erst verkündet Obama einen raschen Abzug aus Afghanistan. Dann verteidigt er seinen Weg, auf dem Amerikas Außenpolitik vor allem eines will: Fehler vermeiden.
In seiner Grundsatzrede in West Point macht der amerikanische Präsident klar: Am wichtigsten sind ihm Fortschritte zu Hause. Ein neuer amerikanischer Isolationismus ist für Obama dennoch keine Option.
Der amerikanische Präsident hat in einer Grundsatzrede den Führungsanspruch der Vereinigten Staaten unterstrichen. Militäraktionen seien aber nicht „die einzige, oder gar die primäre Komponente unserer Führerschaft“. Für künftige Einsätze will Obama Partner mobilisieren.
Bei seinem Afghanistan-Besuch hielt er noch still - nun hat Barack Obama seine wahren Pläne offengelegt: Der Präsident will einen Komplettabzug der amerikanischen Truppen bis Ende 2016. Bedeutet dies auch das Ende der deutschen Präsenz am Hindukusch?
Amerikas Repräsentantenhaus hat für einen Gesetzentwurf gestimmt, der die Aktivitäten des Geheimdienstes NSA beschneiden soll. Die Internetbranche klagt, die Regierung habe im letzten Moment ein „inakzeptables Schlupfloch“ eingebaut.
In einem Antwortschreiben an zwölf Gesundheitsinstitute sichert Washington zu, internationale Impfaktionen nicht mehr zur Spionage zu nutzen. Vor drei Jahren hatte die CIA so versucht, Usama Bin Ladin aufzuspüren.
Die Auseinandersetzung über Cyberspionage belastet die Beziehung zwischen den Vereinigten Staaten und China. Washington hat Anklage gegen fünf hohe chinesische Militärs erhoben, die nun mit Haftbefehl gesucht werden. Peking hat den amerikanischen Botschafter einbestellt.