Das Ding mit dem Osten
1989 – in das Trauma der Doppeldiktatur krachte das Trauma der Verunsicherung. Verstörung, Abwehr, Gefühlsmüdigkeit, Desillusion machten sich breit. Nach vorn hin wurde saniert und saniert, inwendig blieb das Ganze ohne Boden.
1989 – in das Trauma der Doppeldiktatur krachte das Trauma der Verunsicherung. Verstörung, Abwehr, Gefühlsmüdigkeit, Desillusion machten sich breit. Nach vorn hin wurde saniert und saniert, inwendig blieb das Ganze ohne Boden.
Das Arolser Archiv ist eine der weltweit größten Sammlungen über NS-Verbrechen. Die Dokumente der Zeitgeschichte sollen jetzt anhand eines „Bürgerwissenschaftsprojekts“ digital abrufbar werden.
Donald Trump bezeichnet die Amokläufe von Texas und Ohio als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ – und fordert, dass die Täter „entschlossen und ohne jahrelange unnötige Verzögerung“ hingerichtet werden.
War es richtig, über die Bloggerin Marie Sophie Hingst und ihre erfundene Familiengeschichte zu berichten? Der „Spiegel“-Journalist Martin Doerry erklärt, warum er über die junge Frau, die Mitte Juli gestorben ist, geschrieben hat.
Mit Artur Brauner ist nun einer der prägendsten Produzenten des deutschen Kinos gestorben. Welche Stellung nehmen seine „Filme gegen das Vergessen“ im deutschen Nachkriegskino ein? Ein Gastbeitrag.
Die Boykott-Bewegung BDS sagt, sie kritisiere Israel. Doch in Wahrheit liefert sie die israelischen Juden einem Umfeld aus, das sie vernichten will.
Erst vergangene Woche ist der Auschwitz-Überlebende Leon Schwarzbaum mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden – nun wurde ihm sein Abi-Zeugnis überreicht. Schulkinder hatten sich dafür eingesetzt.
Yishai Sarids Roman „Monster“ ist ein fiktionaler Bericht an den Direktor von Yad Vashem. Das Buch schlägt einen Bogen vom Holocaust zur politischen Gegenwart – und rechnet bitterböse mit der israelischen Erinnerungskultur ab.
Nicht lange her und nicht weit weg: Eine Ausstellung im New Yorker Museum of Jewish Heritage über das Vernichtungslager geht in der Visualisierung des Holocaust weit. Zu weit?
Alexandria Ocasio-Cortez nennt die amerikanischen Flüchtlingscamps Konzentrationslager. Die Empörung ist groß. Doch Wissenschaftler verteidigen den Vergleich.
Google ist die Nummer eins der Internetsuche. Doch wie geht der Suchgigant vor? Was tut der Konzern gegen illegale Inhalte? Und wie suchen wir in Zukunft? Auf diese Fragen antwortet Pandu Nayak, Google-Vizepräsident für Suchprozesse.
Der Berliner Filmproduzent Artur Brauner hat ein riesiges Filmarchiv hinterlassen. Das einmalige cineastische Erbe lebt in Frankfurt weiter.
Aus 102.000 Steinen soll ein von Star-Architekt Daniel Libeskind entworfenes Monument für Opfer des Holocausts in Amsterdam gebaut werden. Anwohner hatten das zunächst verhindert.
Seichte Kassenschlager und ernste Holocaust-Filme: Artur Brauner produzierte sowohl „Old Shatterhand“ als auch „Hitlerjunge Salomon“. Jetzt ist der Berliner gestorben.
Die Gebeine von mehr als 1.200 Holocaust-Opfern wurden am Mittwoch im weißrussischen Brest nach jüdischer Tradition beerdigt. Im Februar hatten Bauarbeiter die Toten in einem Massengrab aus der Nazi-Zeit entdeckt.
Sind die Fälle nur sichtbarer geworden, oder nehmen sie tatsächlich zu? Deborah Lipstadt untersucht den gegenwärtigen Antisemitismus.
Trude Simonsohn hat den Holocaust überlebt. Sie tut alles dafür, dass Deutschland nie mehr in die Barbarei abgleitet. Nun feierte die Frankfurter Ehrenbürgerin ihren 98. Geburtstag. Und blickt voraus.
Estland galt lange als europafreundlich, liberal und technologieaffin. Mit dem Erstarken der rechtspopulistischen Partei, die mit Holocaust-Leugnern sympathisiert, beginnt das schöne Bild zu bröckeln.
Die Demokratische Partei in Amerika zerbröselt – sie droht, ein Magnet für extreme Positionen zu werden. Sie fragen sich, was dann aus der Partei wird? Ein Blick auf die britische Labour-Partei mit Anführer Jeremy Corbyn weist den Weg. Ein Gastbeitrag.
Wondering about the future of the Democratic Party? Just look at Britain’s Labour.
Premierministerin Ardern nennt vor Ort neue Details zur Terrortat, der 49 Menschen zum Opfer fielen. Der Tatverdächtige demonstriert mit einer Geste vor Gericht seine rechtsextreme Gesinnung.
Es handelt sich um einen 28 Jahre alten Australier, der wohl aus rassistischen Motiven gehandelt hat. Neuseelands Ministerpräsidentin Jacinda Ardern hat am Samstag eine Verschärfung der Waffengesetze angekündigt.
Ausgerechnet zum Holocaust-Gedenktag hisst eine hessische Polizeiwache die Fahnen von Bund und Land kopfüber. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft.
„Bestätigung“ zeigt am Staatstheater Darmstadt unser aller Denk- und Debattenfehler. Nur ist es zu leicht, sich zu den Guten zu zählen. Vor allem, wenn man alles seinem eigenen Weltbild anpasst.
Eine Politikerin der AfD hat für einen rechtsextremen Verein geworben. Der trifft sich in einem Rittergut in Thüringen. Ein Besuch bei Menschen, die glauben, dass Hitler den Frieden wollte.
Irans Außenminister hat die Europäer aufgefordert, trotz des Gegenwinds aus Amerika mehr für die Einhaltung des Atomabkommens zu tun. „Europa muss sich trauen, ein nasses Fell zu bekommen“, sagte Dschawad Zarif in München.
Iran bereite einen neuen Holocaust vor, sagt der amerikanische Vizepräsident. Schon vorher hatte Israels Ministerpräsident mit einer Videobotschaft für Wirbel gesorgt.
Der Mythos des Schweigens ist fraglich. Die Aufarbeitung des Holocaust begann schon vor den sechziger Jahren. Noch während des Weltkriegs dokumentierten jüdische Historiker die Verbrechen der NS-Zeit.
Um die Erinnerung an den Holocaust lebendig zu halten, sprach der jüdische Historiker Saul Friedländer am Donnerstag im Bundestag.
Der israelische Historiker und Holocaust-Überlebende Saul Friedländer hat die Deutschen aufgerufen, für Toleranz, Menschlichkeit und Freiheit, "kurzum: die wahre Demokratie" zu kämpfen.
Bei der Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus erinnert der Holocaust-Überlebende Saul Friedländer an die „grundsätzliche moralische Verpflichtung“, das Existenzrecht Israels zu verteidigen.
Zwei Unternehmen, spezialisiert auf Verbrennungstechnik, machten den Massenmord der Nazis möglich. Nach dem Krieg schaute niemand so genau hin – mit einigen wenigen Ausnahmen.
Nach 25 Jahren kommt „Schindlers Liste“ wieder ins Kino. Der Film funktioniert noch immer – aber warum ist er bis heute die wirkmächtigste filmische Waffe gegen das Vergessen geblieben?
Die Kanzlerin beklagt am Holocaust-Gedenktag Antisemitismus und Hetze und Außenminister Maas forderte neue Ansätze der Gedenkkultur. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet legte derweil in Auschwitz einen Kranz nieder.
Die AfD verlässt den Bayerischen Landtag während einer Rede zum Gedenken an den Holocaust – das hat es noch nicht gegeben. Bemerkenswert ist die Debatte, die darauf folgt.
Es gibt nur noch wenige Zeitzeugen, die vom Holocaust erzählen können. Was bedeutet das für die Erinnerungsarbeit in den ehemaligen Konzentrationslagern? Ein Gespräch mit der Leiterin der Gedenkstätte Ravensbrück Insa Eschebach.