Mit dem Fahrrad nach Auschwitz
Unsere Autorin ist 19 Jahre alt und stammt aus dem Münsterland. Im Herbst unternahm sie eine ungewöhnliche Reise.
Unsere Autorin ist 19 Jahre alt und stammt aus dem Münsterland. Im Herbst unternahm sie eine ungewöhnliche Reise.
Auch nach dem Frankfurter Auschwitz-Prozess 1963 blieben viele Helfer und Helfershelfer des monströsen Völkermordes unbehelligt. Doch unabhängig von Strafprozessen gegen noch lebende Täter bleibt Auschwitz im Recht präsent.
Beschmierte Gedenkstätten und Lehrer, die sich im Unterricht nicht trauen, über die Judenverfolgung zu sprechen: Fachleute beobachten wachsenden Antisemitismus und Desinteresse an der Geschichte. Eine Recherche aus dem vergangenen Januar.
Selfies, unangemessenes Verhalten, mangelnder Respekt: Holocaust-Gedenkstätten müssen mit wachsenden Touristenzahlen zurechtkommen. Einige Besucher des Konzentrationslagers Auschwitz oder des Holocaustdenkmahls in Berlin benehmen sich leider daneben.
Unter AfD-Wählern ist gar jeder Zweite der Ansicht, dem Holocaust-Gedenken würde zu viel Platz eingeräumt. Gleichzeitig will ein Viertel aller Deutschen das Gedenken weiter ausbauen.
Als erster deutscher Bundespräsident spricht Frank-Walter Steinmeier in Yad Vashem und zeigt sich besorgt über einen wieder aufkeimenden Antisemitismus. Vor allem aber schwebt Putins Schatten über der Veranstaltung.
Es ist die Pflicht aller Länder dieser Erde, überall Verbrechen zu verhindern, die alle angehen. Militärische Gewalt ist dazu nicht das erste Mittel, aber sie kann das letzte sein.
Der Internationale Gerichtshof in Den Haag verpflichtet Burma, die islamische Minderheit der Rohingya zu schützen. Durchsetzen kann das Gericht sein Urteil nicht.
Auf dem Welt-Holocaust-Forum äußert Bundespräsident Steinmeier Zweifel, ob die Deutschen dauerhaft aus der Geschichte gelernt haben. Israels Ministerpräsident Netanjahu ruft zu Widerstand gegen Iran auf.
Das Urteil gegen Burma geht alle Länder dieser Welt an. Sie sind aufgerufen, überall Verbrechen zu verhindern, die alle angehen. Kurz vor dem Jahrestag der Auschwitz-Befreiung dient das einem „Nie wieder“ mehr als jede Festrede.
Die Regierung in Burma muss Sofortmaßnahmen ergreifen, um die muslimische Minderheit in ihrem Land zu schützen. Regierungschefin Aung San Suu Kyi hat alle Völkermord-Vorwürfe entschieden zurückgewiesen.
Moshe Haelion wird als Jugendlicher nach Auschwitz deportiert. Er kann zunächst nicht glauben, was dort passiert. 75 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers ist er sich sicher: „Ein Holocaust kann wieder geschehen.“
In Jerusalem erinnert das erste „Welt-Holocaust-Forum“ an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. Ohne politische Verwerfungen läuft das nicht ab – ein russischer Oligarch spielt dabei eine pikante Rolle.
Antisemitismus ist niemals statisch. Das Ressentiment passt sich an, es aktualisiert seine Motive und fügt sich geschmeidig in Diskurse ein - die reichen von der Globalisierung bis zur Lage im Nahen Osten.
Das Interesse an einer persönlichen Begegnung mit den Verbrechensorten der Nazis ist abermals gewachsen. Mancherorts ist die Belastungsgrenze für Personal und Infrastruktur erreicht.
Von einer Gedenkstätte zum Geschichtsmuseum: In der neuen Ausstellung im Haus der Wannseekonferenz soll der Holocaust nicht nur als historisches Geschehen, sondern als stets gegenwärtige Mahnung begriffen werden.
Das Gedenken an die Ermordung der europäischen Juden durch die Nationalsozialisten in Auschwitz wird in Polen überschattet durch den Streit mit Russlands Präsident. Zum 75. Jahrestag der Befreiung spricht Putin in Israel. Warum?
Im Land der Täter ein Zentrum für Holocaustforschung: Vor 25 Jahren wurde diese Idee mit der Gründung des Fritz-Bauer-Instituts verwirklicht.
Seit Wochen steht eine Gedenksäule vor dem Reichstag, die angeblich Asche von Holocaust-Opfern enthält. Nun gibt das „Zentrum für Politische Schönheit“ kleinlaut zu: Das lässt sich gar nicht nachweisen.
Die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau ruft Spotify auf, endlich etwas gegen Hassinhalte zu unternehmen, die zur Vergasung von Juden aufrufen oder sich über Holocaust-Opfer lustig machen.
Trotz heftiger Kritik steht die umstrittene Säule des „Zentrums für politische Schönheit“ noch immer. Aktivisten wollten den Abbau nun selbst in die Hand nehmen – das entfachte den Konflikt von Neuem.
„Ich wünschte, wir wären anderen gegenüber so gnädig wie gegenüber den Deutschen“: Ein Gespräch mit dem israelischen Schriftsteller Yishai Sarid über Lehren aus dem Holocaust.
Das Zentrum für politische Schönheit ist das größte, am meisten gehasste und geliebte Polit-Kunst-Aktivismus-Kollektiv in Deutschland. Seine letzte Aktion war ein Skandal. Was ist eigentlich das Problem der Pseudo-Aktivismus-Künstler?
Die Friedensnobelpreisträgerin und faktische Regierungschefin von Myanmar, Aung San Suu Kyi, hat die Vorwürfe zu einem Völkermord an der Minderheit der Rohingya in ihrer Heimat vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag verteidigt.
Aung San Suu Kyi ist in Den Haag, um Burma gegen den Vorwurf des Völkermords an den Rohingya zu verteidigen. Warum stellt die Friedensnobelpreisträgerin sich hinter die Militärs?
Nach heftiger Kritik hat das „Zentrum für politische Schönheit“ eine Säule mit mutmaßlich menschlichen Überresten von NS-Opfern verdeckt. Abgebaut wurde sie aber noch nicht – das ZPS weiß nicht, wohin mit dem „Inhalt“.
Roger Hallam, Gründer der Klimaschutzbewegung „Extinction Rebellion“, vertritt antisemitische Thesen. Was bedeutet das für die Bewegung in Deutschland, und wie weit reichen die Verbindungen zur britischen Fraktion?
Roger Hallam, Mitbegründer der Klimaprotestbewegung Extinction Rebellion, relativiert den Holocaust. Sein Buch wird jetzt nicht mehr auf Deutsch erscheinen. Doch was steht in seinem sogenannten Manifest? Und was sagt er selbst, wenn man ihn auf dem Land besucht?
Warum nur bedauert man die Deutschen dafür, ihre Schuld zu tragen? Der Mitbegründer der Klimabewegung Extinction Rebellion relativiert den Holocaust.
In einem Interview äußert sich Roger Hallam, einer der Mitbegründer von Extinction Rebellion, zum Holocaust und relativiert ihn. Der deutsche Arm der Klimabewegung ist entsetzt – und erklärt Hallam zur persona non grata.
Wer legt Zeugnis ab vom Holocaust, wenn es keine Zeitzeugen mehr gibt? Anita Lasker-Wallfisch wird Schülern auch nach ihrem Tod Fragen beantworten. Im November wird das interaktive Projekt in Frankfurt getestet.
A new study revealed substantial evidence that anti-Semitism is on the rise in Germany again. What is fuelling this dangerous trend?
Eine neue Studie belegt, dass Juden in Deutschland aufs Neue wachsendem Antisemitismus ausgesetzt sind. Was treibt diesen gefährlichen Trend an? Ein Gastbeitrag.
Terroranschläge, Bürgerkriegsverbrechen, Spionage: Die Staatsschutzsenate schlagen heute wie damals die dunklen Kapitel der Menschheit auf. Doch die Formen des Terrorismus haben sich in den letzten 50 Jahren gewandelt.
Der Holocaust liegt achtzig Jahre zurück – doch der Antisemitismus ist scheinbar unausrottbar. Sicherheitsmaßnahmen rund um jüdische Einrichtungen sind immer noch dringend nötig.
„Der Krieg und ich“ schildert Kindern den Zweiten Weltkrieg und das Grauen des Holocausts. Auf dieser Gratwanderung findet die Serie einen Weg, den Jüngsten darzustellen, was das NS-Regime anrichtete.