Wohin mit 100 Milliarden Euro für die Bundeswehr?
Die Streitkräfte seien „ausgeblutet“ worden, sagt nun auch die Verteidigungsministerin. Aber am Geld alleine hat die Misere der Streitkräfte nicht gelegen. Es hapert ebenso am Beschaffungswesen.
Die Streitkräfte seien „ausgeblutet“ worden, sagt nun auch die Verteidigungsministerin. Aber am Geld alleine hat die Misere der Streitkräfte nicht gelegen. Es hapert ebenso am Beschaffungswesen.
Die Berliner Entscheidung sei ein „gigantischer Sprung“, der die Sicherheit in Europa stärken werde, heißt es von der französischen Regierung. Aber auch kritische Stimmen melden sich zu Wort.
Die Verteidigungsexpertin Ulrike Franke, Jahrgang 1987, fordert eine neue Debatte über den Wert des Militärischen. In ihre Altersgenossen setzt sie wenig Hoffnung.
An diesem Montagmorgen sollten die Gespräche zwischen Kiew und Moskau beginnen. In der Nacht kam es zu schweren Gefechten. Ein Überblick.
Der Kanzler hat Putins Aggression gegen die Ukraine zu einer "Zeitenwende" erklärt. Sie habe Folgen für die Rüstungs-, Außen- und Energiepolitik. Wir dokumentieren die Rede in Auszügen.
Die Bundesregierung liefert Waffen an die Ukraine und investiert massiv in die Bundeswehr, die Unionsopposition billigt das Vorgehen
Die politische Dynamik, die durch den Angriff Russlands auf die Ukraine entstanden ist, erinnert manche in der Regierung an Fukushima: Aus einer Katastrophe wird eine neue Politik geboren.
In seiner Regierungserklärung beschwört der Kanzler die Stärke der westlichen Demokratien. Er kündigt an, die Ausgaben für die Bundeswehr massiv zu steigern und Deutschland unabhängiger von russischem Gas zu machen.
Länder wie Schweden und Finnland stärken ihr Militär seit Jahren, vor allem, seit Russland 2014 die Krim annektiert hat. Deutsche Verteidigungspolitiker sagen: Wir haben geschlafen.
Jetzt bekommt die Ukraine doch Panzerabwehrwaffen aus Beständen der Bundeswehr. Plötzlich sagt Kanzler Scholz, das sei „unsere Pflicht“. Auch bei SWIFT dreht Berlin bei.
Der Bundeswehrverband beklagt „massive Probleme“ bei Munition, Fahrzeugen, Schiffen, Flugzeugen und Ersatzteilen. CSU-Generalsekretär Mayer fordert, den Wehretat schon 2023 auf zwei Prozent des Bruttoinlandprodukts zu erhöhen.
Eigentlich wollte die Ampelkoalition bei der Bundeswehr kräftig sparen – trotz chronischer Unterfinanzierung. Russlands Überfall auf die Ukraine könnte das ändern.
Ungewöhnlicher Vorgang: ein General spricht aus, was alle wissen – der Bundeswehr fehlt es an Vielem. Wer ist der Mann? Alfons Mais im Porträt
Die NATO hat angesichts der russischen Aggression ihre Präsenz an der Ostflanke verstärkt. Auch die Bundeswehr ist aktiv. Im Ernstfall wäre eine deutsche Brigade sofort im Kampf.
Welchen Verlauf nimmt die russische Invasion? Wie reagiert der Westen? Und was sagt Moskau? Ein Überblick.
Der Chef des Heeres tritt dem Selbstlob der Verteidigungsministerin entgegen: Die Bundeswehr stehe angesichts der russischen Aggression mehr oder weniger blank da. Lambrecht schweigt dazu.
Die NATO hat mehr als 100 Kampfflugzeuge und 120 Kriegsschiffe zum Schutz der östlichen Flanke in Alarmbereitschaft versetzt. Der Oberbefehlshaber in Europa darf jetzt Truppen dort einsetzen, wo sie benötigt werden.
Polizist Wang Leizhan +++ Denkfehler +++ Kriegskurs +++ Gerhard Schröder +++ Klimaschutz
Deutschlands oberster Heeressoldat kritisiert die jahrelange Vernachlässigung der Einsatzbereitschaft der Bundeswehr harsch. Die Bundeswehr stehe in der Ukraine-Krise „mehr oder weniger blank da“.
Amerika verlegt 800 Fallschirmjäger, schwere Kampfhubschrauber und seine modernsten Kampfflugzeuge an die östlichen Grenzen der NATO. Es sendet damit klare Signale an Russland.
Christian Hummert, der Forschungsdirektor der deutschen Cyberagentur, spricht über russische Attacken und die Zukunft der IT-Sicherheit. Für die Bürger hat er ein paar Ratschläge parat.
Die Bundeswehr ist in Mali in zwei Militärmissionen engagiert. Der Abzug der Franzosen macht es noch schwieriger, sie weiterzuführen. Die Skepsis wächst auch in Berlin.
Nach dem Abzug der Franzosen aus Mali müssen die anderen westlichen Partner versuchen, den Demokratisierungsdruck auf das Militärregime aufrecht zu erhalten
Bringt ein Land nicht selbst die Kraft zur Demokratisierung auf, dann erreichen es westliche Soldaten auch nicht. Die russische Präsenz ist kein Grund, in Mali zu bleiben.
Nach neun Jahren beendet Frankreich seinen Militäreinsatz in Mali. Wenn der betroffene Staat „den Kampf nicht mitträgt“, sei es nicht möglich, den Terrorismus zu besiegen, sagte Staatspräsident Macron.
Verteidigungsministerin Lambrecht übermittelt Mali eine klare Botschaft: Die Bundeswehr bleibt nur, wenn es bald Wahlen gibt – und keine Kooperation mit russischen Söldnern.
Ein Hacker-Angriff hat die Internetseiten des ukrainischen Verteidigungsministeriums lahmgelegt. Auch zwei große staatliche Banken waren betroffen.
Das russische Verteidigungsministerium veröffentlicht Bilder, die den Rückzug einiger Truppen von der ukrainischen Grenze zeigen sollen. Nato-Generalsekretär Stoltenberg spricht von einem „vorsichtigen Optimismus“. Sollte Kriegsgerät zurückgelassen werden, wäre die Armee schnell wieder einsatzbereit.
Ein Rückzug der Bundeswehr aus dem Krisenstaat wäre verhängnisvoll, sagt Henning Otte. Der stellvertretende Vorsitzende des Verteidigungsausschusses warnt vor mehr Terrorismus. Deutschlands Sicherheit ende nicht am Mittelmeer.
Eine Reise zu den in Mali stationierten Bundeswehrsoldaten musste die Verteidigungsministerin absagen, wegen eines Corona-Falls in ihrem Umfeld. Die Frage nach der Zukunft des Einsatzes wird immer dringlicher.
Auch Großbritannien entsendet weitere Truppen - nach Polen. Der Vorsitzende des NATO-Militärausschusses sieht derzeit keine Anzeichen für einen Angriff auf die baltischen Staaten.
Nach der Außenministerin erwägt nun auch die Verteidigungsministerin, ob der Bundeswehr-Einsatz in Mali noch eine Zukunft hat. Zuletzt hatte Christine Lambrecht einen Abzug ausgeschlossen.
In Politik und Bundeswehr wachsen die Zweifel am Einsatz deutscher Truppen in Mali. Verteidigungsministerin Lambrecht äußert den Eindruck, "dass wir nicht mehr willkommen sind".
Etwa 600 Bundeswehr-Soldaten sind bereits in dem Land an der Nato-Ostflanke stationiert. Es könnten mehr werden, sagt die Verteidigungsministerin.
Die Wehrbeauftragte des Bundestags, Eva Högl, fordert eine schnelle Entscheidung über die Zukunft der Bundeswehrsoldaten in Mali. Sie sei in Sorge – die Rahmenbedingungen würden immer schlechter.
Der Afrika-Politik Frankreichs fehlten schon Erfolge, bevor die russischen Söldner der Wagner-Gruppe auf dem Kontinent auftauchten. Die Einmischung Moskaus hat Weiterungen über Mali hinaus.