An Russland vergriffen?
Russland sieht sich nach dem Abschuss seines Kampfbombers in der Opferrolle. Doch unschuldig an dem Zwischenfall war es nicht. Das liegt auch daran, dass der Kreml mit zweierlei Maß misst.
Russland sieht sich nach dem Abschuss seines Kampfbombers in der Opferrolle. Doch unschuldig an dem Zwischenfall war es nicht. Das liegt auch daran, dass der Kreml mit zweierlei Maß misst.
Auch angesichts der Flüchtlingskrise dürften die Verletzungen der Presse- und Meinungsfreiheit in der Türkei nicht hingenommen werden: Die inhaftierten „Cumhuriyet“-Journalisten appellieren an Merkel und andere EU-Regierungschefs.
Viele Europäer fordern von den Griechen ihre Seegrenze zur Türkei besser gegen Flüchtlinge abzuschotten. Doch so leicht ist das nicht. Sollte es tatsächlich versucht werden, könnte das den Flüchtlingen durchaus gelegen kommen.
Auf Initiative von Angela Merkel wollen sich an diesem Sonntag EU-Staaten treffen, die bereit sind, Flüchtlingskontingente aus der Türkei aufzunehmen. Im Gespräch sind nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung 400.000 Flüchtlinge.
Am Sonntag kommen die Türkei und die EU zu einem Flüchtlingsgipfeltreffen zusammen. Doch von großen Erwartungen bleibt bei der Türkei kaum etwas übrig - außer bei einem Thema.
Das Bedauern des türkischen Präsidenten Erdogan kommt zu spät. Russland verhängt als Antwort auf den Abschuss eines seiner Kampfflugzeuge weitreichende Wirtschaftssanktionen gegen Ankara.
Vor Journalisten warb er für Frieden in der Region: Tahir Elci, der Chef der Anwaltskammer der kurdischen Metropole Diyarbakir, ist während einer Rede erschossen worden.
Terrorangst weltweit, Flüchtlingskrise in Europa - geeignetere Rahmenbedingungen kann es für Recep Tayyip Erdogan kaum geben, sein Land mit immer schnelleren Schritten noch tiefer in die Autokratie zu führen.
Die Türkei soll 3 Milliarden Euro als Gegenleistung für die Eindämmung des Flüchtlingsandrangs bekommen. Nun ringen die EU-Staaten darum, wer wieviel dazu beisteuert. Erst drei Länder haben schon konkrete Zusagen gemacht.
Der türkische Präsident Erdogan zeigt sich enttäuscht vom russischen Präsidenten. Russische Flugzeuge bombardierten weiterhin Turkmenen und nicht den IS. Dabei hatte Putin gerade erst das Gegenteil versprochen.
Der französische Außenminister Fabius kann sich vorstellen, syrische Regierungstruppen an Bodeneinsätzen gegen den „Islamischen Staat“ zu beteiligen. Auch Russland will mit Paris militärisch enger in Syrien zusammenarbeiten.
Zwei regierungskritische Journalisten müssen sich wegen angeblicher “Spionage” und “Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung” verantworten. Ihr Vergehen: Sie haben über türkische Waffenlieferungen nach Syrien berichtet.
„Angst, Panik, Krieg“ war der Titel der Sendung. Von Angst oder Panik war bei Russlands Botschafter in Berlin jedoch nichts zu spüren. Mit Krieg kennt sich Russland wie jede Großmacht dagegen aus. Im Gegensatz zum heutigen Deutschland.
Russlands Präsident Putin hat den französischen Präsidenten Hollande mit einer Charmeoffensive empfangen. Angeblich will Moskau die gemäßigte syrische Opposition künftig nicht mehr bombardieren. Die größte Streitfrage aber bleibt ungelöst.
Nach den Terroranschlägen in Paris wird der Bundeswehreinsatz in Mali ausgeweitet, um Frankreich stärker zu unterstützen. Auch in den Irak sollen mehr Soldaten entsandt werden. Die aktuellen Bundeswehreinsätze im Überblick.
Nach dem Abschuss des russischen Jagdbombers hat der Kreml nun ein „System von Antworten“ auf den „aggressiven Akt“ angekündigt. Schon vor der Ankündigung ging die Lebensmittelaufsicht gegen „gefährliche Produkte“ vor.
Die Zahl der Flüchtlinge auf der Mittelmeerroute ist abrupt zurückgegangen. Nach Angaben der Migrationsorganisation kommen nur noch wenige Menschen auf den griechischen Inseln an. Dafür gibt es zwei Gründe.
Es fällt auf, wie sehr sich die Nato und Amerika bemühen, den Streit zwischen Russland und der Türkei beizulegen. Da schimmern Zweifel durch, aus welchen Gründen das russische Militärflugzeug wirklich abgeschossen worden ist.
Moskau strebt trotz des Abschusses eines seiner Kampfjets durch die Türkei eine internationale Koalition gegen die Terrormiliz IS an. Washington zögert. Frankreichs Präsident François Hollande wird noch am Donnerstag im Kreml erwartet.
Kontingente für Flüchtlinge allein lösen nichts. Es müsste hinzukommen, was in der Regierung bislang niemand will: Abschottung.
Hat das türkische Militär die Piloten des russischen Bombers vor dem Abschuss gewarnt? Ankara behauptet das, der überlebende Pilot dementiert energisch. Nun haben die Streitkräfte die angeblichen Funksprüche veröffentlicht.
Nach dem Abschuss des russischen Kampfflugzeugs sind die Beziehung zwischen Ankara und Moskau schwer beschädigt. Auch wirtschaftlich steht für beide viel auf dem Spiel. Für die Türkei aber noch mehr als für Russland.
Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat die Türkei mit scharfen Worten angegriffen. Der Abschuss eines Jagdbombers sei kein Unfall gewesen. Zugleich kündigte er konkrete Konsequenzen an.
Der Westen könnte den „Islamischen Staat“ militärisch besiegen. Doch strategisch wäre damit wenig gewonnen. Um nachhaltige Erfolge zu erzielen, müssten Europa und Amerika eine schwierige Entscheidung treffen.
Nachdem die Türkei ein russisches Kampfflugzeug abgeschossen hat, will Moskau seine Luftschläge gegen den IS in Syrien jetzt eng mit den Einsätzen anderer Staaten koordinieren. Auch mit der Türkei.
Amerikanischen Regierungskreisen zufolge befand sich das russische Kampfflugzeug über syrischem Gebiet, als es abgeschossen wurde. Während ein Pilot offenbar erschossen wurde, soll der zweite gerettet worden sein. Putin kündigte die Verstärkung der Luftabwehr in Syrien an.
Es geht den Türken um den Schutz ihres Luftraums – und um noch viel mehr. Auch nach den russischen Bomben auf turkmenische Dörfer in Syrien hatte Ankara mit ernsthaften Konsequenzen gedroht. Moskau hat alle Mahnungen und Warnungen nicht ernst genug genommen.
Amerika und Frankreich wollen Russland im Syrien-Krieg weiter drängen, ihre Angriffe gegen den IS zu richten. Zudem betonten Obama und Hollande, die Türkei und Moskau müssten nach dem Abschuss eines Kampfflugzeuges eine Eskalation vermeiden.
Laut Moskau ist mindestens einer der zwei abgeschossenen Piloten tot. Ein weiterer Soldat soll bei dem Versuch ums Leben gekommen sein, seine Kameraden zu bergen.
Nach dem Abschuss des russischen Kampfflugzeugs schiebt Putin die alleinige Verantwortung Ankara zu. Die Nato hat andere Erkenntnisse und ruft zu „Ruhe und Deeskalation auf“.
Der Abschuss eines russischen Kampfflugzeugs durch die Türkei beendet jäh die Charmeoffensive Moskaus gegenüber dem Westen. Der Vorfall wirft ein neues Schlaglicht auf die Militäroperation in Syrien. Wie wird Putin reagieren?
„Helfershelfer von Terroristen“: Russlands Präsident hat die Türkei nach dem Abschuss eines russischen Kampfflugzeugs heftig kritisiert. Die Nato hat ein Sondertreffen anberaumt.
Was wird eigentlich passieren, wenn die gewünschte flexible Obergrenze erreicht, wenn die geplanten Kontingente ausgeschöpft sind?
Die Türkei lasse keine syrischen Flüchtlinge mehr ins Land, behauptet die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch. Verfolgen die Sicherheitskräfte des Landes eine neue Strategie?
Die deutsche Rechte war nach dem Abschluss des Versailler Vertrags, der die deutsche Schuld am Ersten Weltkrieg festgeschrieben hatte, von einem wahren Türkenfieber erfasst. Der türkische Befreiungskampf diente der noch winzigen Nazipartei in ihrer Gründungsphase als Leitbild.
Die Kugel prallte offenbar an der gepanzerten Heckscheibe ab: Selahattin Demirtas, Chef der oppositionellen HDP, übersteht nach Angaben seiner Partei einen Anschlag unverletzt.