Ein weiterer Staatsfeind für Erdogan
Deniz Naki war Jugend-Nationalspieler. Nun drohen ihm fünf Jahre Haft, weil der Fußballprofi die Kurdenpolitik Erdogans kritisierte. Das hat ihm schon früher Ärger eingebracht.
Deniz Naki war Jugend-Nationalspieler. Nun drohen ihm fünf Jahre Haft, weil der Fußballprofi die Kurdenpolitik Erdogans kritisierte. Das hat ihm schon früher Ärger eingebracht.
Die Verhaftungen Oppositioneller in der Türkei sorgt in der EU für Entsetzen. Der luxemburgische Außenminister Asselborn bringt Sanktionen ins Spiel - die deutsche Regierung wiegelt ab.
Frauen und Kinder sind die schwächsten Opfer in Kriegen. Die DDR-Bürgerrechtlerin Freya Klier hat nach Sibirien verschleppten deutschen Frauen eine Stimme gegeben und wird dafür geehrt.
Die Kritik an Ankara wird schärfer und lauter, nicht zuletzt in Deutschland. Bei allem Unmut zögert die EU aber damit, wie es im Verhältnis zur Türkei weitergehen soll.
Nach einer Verhaftungswelle lädt der türkische Minister Ömer Celik die EU-Botschafter in Ankara zu einem Treffen ein. Es solle um die „neuesten Entwicklungen“ gehen. Darunter dürfte auf der Parlamentsboykott der prokurdischen HDP fallen.
Einmal im Jahr bewertet die EU ihre Beitrittskandidaten. Der Entwurf des neuen Berichts zur Türkei fällt schlechter aus als je zuvor.
Nach den jüngsten Verhaftungen in der Türkei kritisiert Österreichs Bundeskanzler Kern den türkischen Präsidenten Erdogan scharf. Womöglich müsse die EU „den Geldhahn zudrehen“.
Die Wiedereinführung der Todesstrafe in der Türkei wäre eine „Maßnahme gegen unsere Werte“, sagt der Generalsekretär des Europarats. Wenn Erdogan mit seinen Ankündigungen ernst macht, drohen dem Land Konsequenzen.
In Köln haben rund 7000 Kurden gegen die Festnahmen prokurdischer Politiker und Journalisten demonstriert. In der Türkei löste die Polizei unterdessen Proteste mit Tränengas und Wasserwerfern auf.
Ungeachtet der internationalen Kritik sind in der Türkei weitere Oppositionspolitiker festgenommen worden. Zudem ergingen Haftbefehle gegen Mitarbeiter der Zeitung „Cumhuriyet“ - darunter auch Chefredakteur Murat Sabuncu.
Der türkische Präsident folgt dem Beispiel Russland. Der Westen wird Erdogan nicht aufhalten können – Europa kann jetzt nur noch einen einzigen Hebel bewegen.
Idris Baluken ist einer der am Freitag in der Türkei verhafteten Politiker der prokurdischen HDP. Seine Warnungen, dass das Land zur Diktatur verkomme, blieben bislang ungehört. Wann und ob er wieder auftaucht, bleibt ungewiss.
Angesichts der Vorgänge in der Türkei reagieren Politiker hierzulande mit teils heftiger Kritik auf das Vorgehen von Präsident Erdogan. In mehreren deutschen Städten kommt es zu Protesten. Der EU-Parlamentspräsident sucht hingegen das Gespräch.
In Frankfurt ist es zu einer spontanen Kundgebung gekommen. Die vorwiegend kurdischen Teilnehmer protestierten gegen die jüngsten Entwicklungen in der Türkei.
Nach der Festnahme von zwölf Politikern der prokurdischen HDP hat ein Gericht in der Türkei Haftbefehl gegen die beiden Parteivorsitzenden erlassen. In Ankara kommt es zu Protesten.
WhatsApp, Twitter und Facebook sind nicht oder nur mit großen Schwierigkeiten zu erreichen: Nach den Festnahmen von Oppositionspolitikern in der Türkei blockiert die Regierung offenbar den Zugang zu sozialen Medien.
Der türkische Justizminister, Bekir Bozdag, verteidigt die Verhaftung von Abgeordneten der prokurdischen HDP. Die deutsche Regierung greift er scharf an. Das Außenministerium in Berlin bestellt den türkischen Geschäftsträger ein.
Präsident Erdogan holt zum nächsten Schlag gegen seine Kritiker aus: In der Nacht sind bei Razzien führende Politiker der HDP festgenommen worden. Sie ist die drittgrößte Partei im türkischen Parlament und die wichtigste politische Vertretung der Kurden.
Die EU brachte Ankara einst zur Abschaffung der Todesstrafe. Doch Brüssel ist Erdogan nicht mehr wichtig. Der türkische Präsident hat einen anderen Plan.
Der türkische Präsident Erdogan sagt, Deutschland habe „dem Terror die Türe geöffnet“. Außenminister Steinmeier wehrt sich jetzt mit sehr klaren Worten.
Mitte August ist Asli Erdogan festgenommen worden. In einem Brief aus dem Gefängnis warnt die türkische Autorin, Europa unterschätze die Gefahren des totalen Verlusts der Demokratie in der Türkei.
2005 machte die AKP-Regierung den mutigsten Schritt zur Beendigung der Auseinandersetzungen zwischen Staat und PKK. Doch dann waren die Kurden Erdogan im Weg. Wie der Präsident den Ausgleich zunichte macht.
Der türkische Außenminister Cavusoglu fordert die Visafreiheit für Bürger seines Landes bei Reisen in die EU. Ansonsten werde das Land das Flüchtlingsabkommen mit Brüssel aufkündigen.
Es hat gedauert, bis Berlin die richtigen Worte zu den Entwicklungen in der Türkei gefunden hat. Die Sorgen über Presse- und Meinungsfreiheit kommen jedoch zu spät – diese gibt es nicht mehr.
Kanzlerin Angela Merkel hat in Berlin ihre Kritik an der Türkei nach den jüngsten Verhaftungen von Journalisten verschärft. Diese hätten auch Auswirkungen auf die Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union.
Wegen Verhaftungen von Journalisten könnte die Visafreiheit für die Türkei erst 2018 erteilt werden, sagt der Vize-Präsident des EU-Parlaments Graf Lambsdorff. Der ehemalige „Cumhuriyet“-Chefredakteur Dündar kritisiert die Bundesregierung als zu nachgiebig.
Die Verhaftung zahlreicher Journalisten ist das auffälligste Einschüchterungsinstrument zur Unterdrückung der Meinungsfreiheit in der Türkei. Noch weitaus effektiver ist aber etwas anderes.
Nach über zwei Jahren der Terrorherrschaft befreien irakische Sicherheitskräfte erste Gebiete Mossuls vom IS. Doch Iraks Regierungschef hat nicht nur die Islamisten zum Feind erklärt.
Erdogan hatte dem Chefredakteur von „Cumhuriyet“ schon vor knapp drei Jahren gedroht. Nun hat er ernst gemacht: 13 Redakteure der Zeitung wurden verhaftet. Was bezweckt der türkische Präsident damit?
Hat noch jemand Zweifel, was der türkische Präsident Erdogan in seinem Land anrichtet? Er lässt die komplette Führung der Zeitung „Cumhuriyet“ verhaften. Der Vorwand ist absurd. Ein Autor der Zeitung äußert sich dazu im Interview.
Lange hatte es bei Fraport die Hoffnung gegeben, die Urlaubsziele der Türkei würden nicht massiv von momentanen Krisen tangiert. Diese Hoffnung hat sich zerschlagen. Und so auch der Flugplan.
Millionen von Flüchtlingen leben seit Jahren unter kritischen Umständen in Lagern, etwa in Jordanien oder im Libanon. Warum Programmierkurse vielen von ihnen helfen könnten.
Die türkischen Behörden gehen weiter gegen missliebige Journalisten vor: Die Polizei hat den Chefredakteur der regimekritischen Zeitung „Cumhuriyet“ festgenommen.
Der türkische Präsident Erdogan geht mit harter Hand gegen seine Kritiker vor. Nun will er gar die Todesstrafe wieder einführen. Grünen-Chef Özdemir sieht darin den letzten Beweis einer fatalen Entwicklung.
Spätestens seit dem verhinderten Putsch befindet sich die Türkei in einem Wandel – und wähnt sich laut ihres Präsidenten in einem „Unabhängigkeitskrieg“. Im Inneren ist der Umbau vollzogen. Jetzt ist die Außenpolitik an der Reihe.
Die türkische Regierung entledigt sich weiterer potentieller Widersacher - dieses Mal im Bildungs-, Justiz- und Gesundheitssektor. Auch weitere kritische Medien werden zur Schließung gezwungen.