Entkommen die Beschuldigten der Todesstrafe durch einen Deal?
Mutmaßliche Drahtzieher und Terrorhelfer des 11. September sitzen seit mehr als fünfzehn Jahren ohne Urteil in Guantánamo in Haft. Ein Deal könnte sie vor der Todesstrafe bewahren.
Mutmaßliche Drahtzieher und Terrorhelfer des 11. September sitzen seit mehr als fünfzehn Jahren ohne Urteil in Guantánamo in Haft. Ein Deal könnte sie vor der Todesstrafe bewahren.
Mit sechs zu drei Richterstimmen entscheiden die Richter am Obersten Gericht der Vereinigten Staaten gegen Dschochar Zarnajew. Er habe einen fairen Prozess bekommen.
In Kalifornien wird der Todestrakt des berühmten Gefängnisses San Quentin geschlossen – die rund 700 Insassen sollen in anderen Strafvollzugsanstalten unterkommen.
In Japan wurden erstmals seit 2019 drei verurteilte Mörder hingerichtet. Das Land gehört zu den wenigen Industrienationen, die noch die Todesstrafe vollstrecken – trotz internationaler Kritik.
Im US-Bundesstaat Oklahoma ist ein 79 Jahre alter Häftling mit einer Giftspritze hingerichtet worden. In den USA war es der elfte Verurteilte, dessen Todesstrafe in diesem Jahr vollzogen wurde.
Millionen Amerikaner hatten sich in einer Petition für den verurteilten Mörder Julius Jones eingesetzt. Nur wenige Stunden vor seiner Hinrichtung wurde die Strafe nun umgewandelt.
Das oberste Gericht der Vereinigten Staaten soll klären, ob Todeskandidaten bei ihrer Hinrichtung einen Geistlichen als Beistand beanspruchen dürfen. Einige Richter sehen darin nur eine Verzögerungstaktik.
Eigentlich sollte in Singapur ein Drogenschmuggler hingerichtet werden. Daraus wird vorerst nichts. Der Grund ist nicht seine Behinderung – sondern eine COVID-Erkrankung.
Ursprünglich sollte Robert Lloyd Schellenberg 15 Jahre in Haft. Nachträglich wurde er dann zum Tode verurteilt – nachdem es zu diplomatischen Spannungen zwischen Kanada und China gekommen war. Der Kanadier soll der mutmaßliche Hauptakteur eines Drogenrings gewesen sein.
Justizminister Merrick Garland verhängt ein Moratorium für Hinrichtungen auf Bundesebene. Er wolle sicherstellen, dass die Strafjustiz verfassungsgemäß, fair und menschlich handle.
Im US-Bundesstaat South Carolina gibt es zu wenig tödliche Präparate für Giftspritzen. Deshalb sollen zum Tode Verurteilte nun wählen können, ob sie durch Erschießung oder auf dem elektrischen Stuhl sterben wollen.
Der in Den Haag verurteilte Kriegsverbrecher Radovan Karadžić wähnt sich in Lebensgefahr durch britische Islamisten. Denn bald soll der frühere Anführer der bosnischen Serben in ein Gefängnis im Vereinigten Königreich überstellt werden.
Die Zahl der vollstreckten Todesstrafen sank auf den tiefsten Wert seit zehn Jahren. Doch Menschen während der Pandemie hinzurichten, während anderswo um jedes Leben gekämpft werde, unterstreiche die Absurdität der Todesstrafe, so Amnesty.
Aus dem Fortschritt der Embryologie leitete Johann Andreas Planer die Ablehnung der Todesstrafe ab. Für den Mathematikprofessor an der Universität in Wittenberg enthielt der männliche Samen bereits miniaturisierte Menschlein.
Mehr als 100 Menschen wurden im amerikanischen Bundesstaat Virginia seit 1976 hingerichtet. Nach den Worten von Gouverneur Northam soll die „Maschinerie des Todes“ nun gestoppt werden.
Weniger als eine Woche vor Donald Trumps Amtsende hat die Bundesjustiz eine weitere Todesstrafe vollstreckt. Am Freitag soll abermals eine Hinrichtung durchgeführt werden. Trumps Nachfolger Joe Biden lehnt die Todesstrafe ab.
Vor dem Urteil gegen Wikileaks-Gründer und Whistleblower Julian Assange warnt seine Partnerin Stella Moris, die Auslieferung käme einem Todesurteil gleich. Auch mehrere Bundestagsabgeordnete fordern, ihn nicht an Amerika zu übergeben.
Die Trump-Regierung hat in diesem Jahr mehr Menschen hingerichtet als die Bundesstaaten. Zuvor hatte der Bund 17 Jahre lang keine Todesurteile vollstreckt.
Der regierungskritische Journalist sei wegen seiner führenden Rolle bei Protesten gegen die Regierung in Teheran im Winter 2017/18 Samstagmorgen gehängt worden, berichtete das iranische Staatsfernsehen.
Kamala Harris’ Weg ins Vizepräsidentenamt ist eine typisch amerikanische Geschichte. Für viele ist sie bereits die nächste Präsidentin – und ein Vorbild, das Hoffnung macht.
Alle Augen sind auf ihn gerichtet. Aber das bringt Tom Wolf, den Gouverneur von Pennsylvania, nicht aus der Ruhe. Sein Motto: Jede abgegebene Stimme bei der Präsidentenwahl wird auch gezählt.
Die erste Hinrichtung auf einem elektrischen Stuhl vor 130 Jahren in New York ging gründlich schief. Auf dem Stuhl saß ein Mann, dessen Eltern aus Deutschland in die Vereinigten Staaten eingewandert waren.
Begleitet von Protest ist der Mörder Daniel Lewis Lee in Indiana mit einer Giftspritze hingerichtet worden. In den kommenden Tagen sollen weitere Todesurteile vollstreckt werden.
Aus Protest gegen höhere Benzinpreise gingen vor Monaten viele Iraner auf die Straße. Drei Männer müssen dafür mit dem Leben bezahlen. Für das Regime sind sie Söldner von Erzfeinden.
Ein 65 Jahre alter Mann soll in Indonesien mehr als 300 Minderjährige sexuell missbraucht und die Taten gefilmt haben. Viele der Opfer sollen Straßenkinder sein. Im Falle einer Verurteilung droht ihm die Todesstrafe.
Die Debatte um die Abschaffung der Todesstrafe ist in vollem Gange. Dass ein Mörder hingerichtet wird, obwohl es noch keine abschließende Entscheidung über eine Gesetzesänderung gibt, empört nicht nur die Frankfurter Zeitung.
In Singapur werden weiter harte Strafen für Drogendelikte verhängt. Jetzt ist zum ersten Mal ein Mann über die Online-Plattform Zoom zum Tode verurteilt worden.
Colorados Gouverneur sagt, die Todesstrafe sei in dem Bundesstaat nie fair eingesetzt worden. Drei zum Tode Verurteilte wurden begnadigt.
Er tötete 19 Menschen: Ein Japaner, der in einem Behindertenheim westlich von Tokio einen Massenmord begangen hatte, ist zum Tod durch Erhängen verurteilt worden.
Gegen den ehemaligen Präsidenten Pervez Musharraf wurde die Todesstrafe verhängt. Die Entscheidung des Sondergericht in Islamabad stößt auf unterschiedliche Reaktionen.
Die Vergewaltigung einer 27 Jahre alten Tierärztin ruft in Indien große Wut hervor. Politiker und Demonstranten schießen allerdings über das Ziel hinaus.
Mord mit 47 Messerstichen, die Brüste abgeschnitten: Im Prozess gegen den „Hollywood Ripper“ ging es um brutale Frauenmorde. Ein Opfer war die frühere Bekannte eines berühmten Schauspielers. Nach dem Schuldspruch fordern die Geschworenen nun die Todesstrafe.
22 Menschen wurden Anfang August in einem Walmart in Texas erschossen. Der mutmaßliche Täter, ein 21-Jähriger Mann, steht nun wegen Mordes vor Gericht.
Nach Ansicht des Gerichts töteten die beiden Myanmarer 2014 zwei Rucksacktouristen aus Großbritannien auf einer beliebten Urlaubsinsel. Beide bestreiten nach zwischenzeitlichen Geständnissen die Tat.
Donald Trump bezeichnet die Amokläufe von Texas und Ohio als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ – und fordert, dass die Täter „entschlossen und ohne jahrelange unnötige Verzögerung“ hingerichtet werden.
Die amerikanische Regierung will im Dezember und Januar zum Tode Verurteilte wieder hinrichten lassen. Die Maßnahme verschärft den Wahlkampf – denn sie spaltet die Lager.