Vorsitzende in Not
Annegret Kramp-Karrenbauer versucht sich in Thüringen an einer Schadensbegrenzung, die ihre schwierige Lage eher noch deutlicher macht. Auch in Berlin haben viele den Eindruck: Die CDU-Vorsitzende steckt in der Klemme.
Annegret Kramp-Karrenbauer versucht sich in Thüringen an einer Schadensbegrenzung, die ihre schwierige Lage eher noch deutlicher macht. Auch in Berlin haben viele den Eindruck: Die CDU-Vorsitzende steckt in der Klemme.
Seit Susanne Hennig-Wellsow Thomas Kemmerich nach seiner Wahl im Thüringer Landtag ihren Blumenstrauß vor die Füße schleuderte, ist sie deutschlandweit bekannt. Bereut hat sie es nicht: „Das war genau richtig so“, sagt die Linken-Fraktionschefin.
Die FDP-Spitze hat Parteichef Christian Lindner nach seinem Kriseneinsatz in Thüringen mit deutlicher Mehrheit das Vertrauen ausgesprochen. Er erhielt von 36 abgegebenen Stimmen 33 Ja-Stimmen und eine Nein-Stimme – und räumte nach seinem Kriseneinsatz in Thüringen Fehler ein.
Er war mehr als 20 Jahre lang Mitglied der CDU Thüringen, ist Ortschaftsbürgermeister und sitzt im Kreistag: Jetzt ist Hendrik Knop aus der CDU ausgetreten. Im Gespräch erklärt er seine Entscheidung und zu welcher Partei er jetzt wechselt.
Annegret Kramp-Karrenbauer fordert von der SPD, einen eigenen Kandidaten für den Ministerpräsidentenposten in Thüringen zu stellen. Laut der CDU-Chefin geht es jetzt darum, schnell für stabile und klare Verhältnisse in Thüringen zu sorgen.
Nach dem Rückzug von Thomas Kemmerich wirbt Annegret Kramp-Karrenbauer dafür, dass Grüne oder SPD einen Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten ernennen. Der bisherige CDU-Fraktionschef Mike Mohring gibt sein Amt derweil ab.
Zur Klimarettung sollen die Deutschen auf Elektroautos umsteigen. Unter vielen Kunden herrscht jedoch die Reichweitenangst. Wie gut ist die Abdeckung mit Ladestationen?
Die CDU will sich einer Rückkehr von Bodo Ramelow womöglich nicht mehr in den Weg stellen: Generalsekretär Walk stellt eine Enthaltung seiner Fraktion in den Raum, sollte Kemmerich die Vertrauensfrage stellen und Ramelow wieder kandidieren.
Thüringens Ministerpräsident Thomas Kemmerich erhält offenbar allein durch seinen Amtsantritt mindestens 93.000 Euro an Gehalt und Übergangsgeldern. Einen Tag nach seiner Wahl hatte der FDP-Politiker seinen Rückzug angekündigt, will aber vorerst weiter im Amt bleiben.
Knapp zwei von drei Deutschen finden es richtig, dass Thüringens neuer Ministerpräsident sein Amt wieder zur Verfügung stellt. Die Meinung über CDU und FDP verschlechtert sich deutlich.
Für die Hamburger FDP ist die Aufregung um die Wahl ihres Parteifreundes Kemmerich zum Ministerpräsidenten in Thüringen ein Schock. Vor allem weil in zwei Wochen die Bürgerschaftswahl ansteht.
Mit der Forderung war die CDU-Vorsitzende Kramp-Karrenbauer zur Thüringer Fraktion gefahren. Die Alternative steht offenbar fest.
Am Donnerstagabend Abend erlebten die Fernsehzuschauer die Fortsetzung des Thüringer Dramas als Trauerspiel mit grotesken Momenten. Maybrit Illner bemühte sich um Klärung.
Die CDU darf sich nicht mit einer rechtsradikalen Partei einlassen. Auch die FDP hätte die Folgen vorher bedenken müssen. Höckes Coup in Erfurt wurde für beide Parteien zum Desaster.
Was haben sich die politischen Zocker von Thüringen bloß dabei gedacht? Sie fielen in einer Kombination aus Dummheit und Fahrlässigkeit auf das Spiel herein, das die AfD mit ihnen treibt.
Nur wenig spricht für ihn, wenn FDP-Vorsitzender Christian Lindner an diesem Freitag seinem Vorstand die Vertrauensfrage stellt. Auch in der CDU rumort es. Was wichtig wird, steht im Newsletter für Deutschland.
Ohne historische Vergleiche lässt sich nicht aus der Geschichte lernen. Wenn sie aber zur Keule werden, bewirken sie das Gegenteil dessen, was sie erreichen sollen: die Entwertung, die Verharmlosung.
Zunächst hielt sich die deutsche Wirtschaft zurück zu den politischen Entwicklungen in Thüringen. Nun übt ein prominenter Vertreter vernichtende Kritik.
Eigentlich wollte Thomas Kemmerich Ministerpräsident bleiben. Dass er trotzdem Neuwahlen zustimmte, hat mit Christian Lindner zu tun. Der FDP-Chef hatte Kemmerich keine Wahl gelassen.
Die Carl Zeiss AG wählt eine Stadt in Thüringen als Innovationszentrum. Das ist der Plan des Vorstandsvorsitzenden, der demnächst den Stab übergibt.
Der Frankfurter FDP-Chef Thorsten Lieb glaubt, dass seine Partei nach dem Desaster in Thüringen gerade noch rechtzeitig die Kurve bekommen hat. Dass der Parteivorsitzende Christian Lindner neu um Vertrauen bittet, hält er für richtig.
„Menschlich tief enttäuscht“: Nach seiner Abwahl als Ministerpräsident greift Bodo Ramelow CDU und FDP scharf wegen ihres Verhaltens an. Mike Mohring, Thomas Kemmerich und andere wollten „lieber mit Faschisten regieren als nicht zu regieren“.
Der CDU-Vorsitzende in Sachsen-Anhalt, Holger Stahlknecht, spricht sich im F.A.Z.-Interview auch für die Zukunft vehement gegen eine Zusammenarbeit mit der AfD aus. Aus dem Desaster in Thüringen könne man aber auch etwas lernen.
Die Thüringer FDP-Fraktion will die Auflösung des Landtags beantragen, um Neuwahlen herbeizuführen. Immer mehr CDU-Landesverbände mahnen ihre Parteifreunde in Thüringen, sich dem Antrag nicht zu verwehren.
Die Wahl eines FDP-Ministerpräsidenten mit den Stimmen der AfD hatte das Potential, die Groko in Berlin platzen zu lassen. Nun ist der ganz große Spuk erst einmal vorbei.
Wegen der Vorgänge in Thüringen will Christian Lindner im FDP-Vorstand die Vertrauensfrage stellen. Auch die Bundesführung seiner Partei müsse nach diesem Vorfall neu legitimiert werden.
Nach nur einem Tag im Amt kündigt der neue Thüringer Ministerpräsident Thomas Kemmerich seinen Rücktritt an. Die FDP-Fraktion will dafür einen Antrag auf Auflösung des Landtags stellen, um Neuwahlen herbeizuführen.
FDP-Politiker Thomas Kemmerich will das Amt des Ministerpräsidenten in Thüringen wieder „zur Verfügung stellen“. Aber was sagt die Verfassung dazu?
Ihre spontanen Glückwünsche für Thüringens Ministerpräsidenten würde CSU-Politikerin Dorothee Bär nicht noch einmal aussprechen. Denn die Art und Weise, wie Thomas Kemmerich gewählt worden sei, versuche sie „seit Jahren mit allen Mitteln zu bekämpfen“.
Bundeskanzlerin Merkel hat die Wahl von Thomas Kemmerich zum thüringischen Ministerpräsidenten mit AfD-Stimmen als „unverzeihlich“ kritisiert. Sie fordert eine Korrektur. FDP-Chef Lindner reist nach Thüringen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die von CDU und AfD ermöglichte Wahl des Thüringer FDP-Chefs Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten des Landes als „unverzeihlich“ bezeichnet. Deshalb müsse „auch das Ergebnis wieder rückgängig gemacht werden“, sagte Merkel bei einem Besuch im südafrikanischen Pretoria.
Ministerpräsident mit AfD-Hilfe: Die Wahl von FDP-Politiker Thomas Kemmerich wird zur Belastungsprobe für die Liberalen. Einen Rücktritt schließt der neue Regierungschef aus. Nun will der Parteivorsitzende Christian Lindner mit ihm sprechen.
Nach der Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich zum Thüringer Ministerpräsidenten sind in ganz Deutschland Tausende Menschen auf die Straße gezogen. Sie warnen vor Weimarer Verhältnissen.
Die Bundesvorsitzende der CDU warnt ihren Thüringer Landesverband vor einer Zusammenarbeit mit dem neuen Ministerpräsidenten Kemmerich. Sein Vorgänger Ramelow zitiert gar Hitler.
Die kleinste Landtagsfraktion stellt in Erfurt den Ministerpräsidenten. Die Reaktionen schwanken zwischen Aufregung und Empörung. So durften die Zuschauer einen interessanten Fernsehabend erwarten, trotz König Fußball.
Die SPD tobt nach der Wahl des Thüringer Ministerpräsidenten mithilfe der AfD. Die CDU-Spitze braucht eine Weile, bis sie ihre Sprachlosigkeit überwunden hat – und sieht nur noch in Neuwahlen einen Ausweg.