„Das Chaos war unvermeidbar“
Joe Biden hat in seinem ersten Interview seit dem Fall Kabuls Probleme bei der Evakuierung eingestanden und will den Einsatz notfalls verlängern. Ein Abzug ohne Chaos sei aber unmöglich gewesen.
Joe Biden hat in seinem ersten Interview seit dem Fall Kabuls Probleme bei der Evakuierung eingestanden und will den Einsatz notfalls verlängern. Ein Abzug ohne Chaos sei aber unmöglich gewesen.
Wir sprechen mit einer Afghanin in Kabul, reden mit einem Deutsch-Afghanen, der inzwischen in Frankfurt gelandet ist, fragen die Innenausschussvorsitzende Andrea Lindholz über Verantwortlichkeiten und den internationalen Terrorismusexperten Peter Neumann zur Zukunft Afghanistans.
Peking spricht von „positiven Botschaften“ der Taliban, will die Beziehungen zu Afghanistan weiter vertiefen und suggeriert, die Islamisten würden von der Bevölkerung unterstützt.
Die Taliban fordern alle Menschen ohne Reisegenehmigung auf, den Flughafen in der afghanischen Hauptstadt Kabul zu verlassen.
Der Chirurg Ernst Hanisch aus Rodgau hat ein Brustkrebszentrum im afghanischen Herat aufgebaut. Seit Tagen bangt er um die dortigen Kollegen. Wenigstens einer von ihnen kann nun in die USA ausreisen.
Eine Frankfurter Stifterin hat der von den Taliban bedrohten afghanischen Bürgermeisterin Zarifa Ghafari bei der Flucht geholfen. Am Mittwochabend erhielt sie die erlösende Nachricht, dass Ghafari in Istanbul gelandet ist.
Die Ergebnisse in Afghanistan seien eine schwere Niederlage des Westens. „Dass am 20. Jahrestag von 9/11 die Taliban zurück sind und im Zweifelsfall stärker als je zuvor hinterlässt einen beschämenden Beigeschmack", sagte der CSU-Chef.
Eine junge Frauenrechtlerin harrt in Kabul aus. Zu ihrem Flugzeug hat man sie nicht durchgelassen, von den Taliban wurde sie geschlagen, weil sie eine Jeans trug. Mit jeder Stunde wächst ihre Angst. Ein Telefonanruf bei einer, deren Leben gefährdet ist.
Alishan M. war Helfer der deutschen Bundeswehr, jetzt sitzt er in einem Gästehaus in Kabul fest und wartet auf die Rettung. Er hat Angst vor den Taliban – und fühlt sich von den deutschen Behörden alleingelassen.
Afghanistan ist als eines der ärmsten Länder stark auf Hilfsgelder angewiesen. Nun setzt der IWF den Zugang zu Geldern aus. Die Taliban haben keinen Zugriff auf Devisenreserven. Auch die Versorgung mit Dollar ist unterbrochen.
Prominente Afghaninnen im Land und im Exil warnen vor den Taliban und ihren wahren Absichten. In den vergangenen Tagen hatten sich die neuen Machthaber in Kabul verdächtig milde gegeben.
US-Verteidigungsminister Lloyd Austin hat zugesagt, so viele afghanische Ortskräfte aus Kabul auszufliegen wie möglich. Allerdings kontrollieren die Taliban die Zugänge zum Flughafen von Kabul und lassen Afghanen nicht passieren.
Schon sein als Anführer der Mudschaheddin bekannter Vater kämpfte in Pandschir gegen die Taliban. Nun sammelt Ahmad Massoud dort Truppen gegen die Islamisten.
Der aus Afghanistan vor der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban geflohene Präsident, Aschraf Ghani,hat sich aus dem Exil in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu Wort gemeldet und seine Rückkehr nach Kabul in Aussicht gestellt.
In Afghanistan spitzt sich die Lage zu: Wie lange kann die Luftbrücke aufrecht erhalten werden? Russland feiert sich selbst und erwartet die Bundeskanzlerin. Und im Bundestagswahlkampf frohlockt die SPD.
Der amerikanische Präsident Joe Biden beharrt darauf, dass beim Abzug aus Afghanistan keine Fehler gemacht worden seien. Für weitere Rettungen will er notfalls Truppen länger in Kabul lassen. In Berlin werden Fragen nach einem möglichen Versagen des BND laut.
Die Gespräche über die künftige Regierung in Kabul könnten bald abgeschlossen sein. Nach der Rückkehr von Mullah Baradar offenbart sich, wie stark die Taliban ihre Kommunikation professionalisiert haben.
Nach der Machtübernahme der Taliban in Kabul steht die Frage im Raum, ob das Weiße Haus Erkenntnisse der Geheimdienste über die desolate Sicherheitslage missachtet hat. Bislang wird vor allem mit dem Finger auf andere gezeigt.
In der neuen Folge des F.A.Z. Einspruch Podcast sprechen wir über die komplizierte Rettung der afghanischen Ortskräfte und die Möglichkeiten, die das deutsche Aufenthaltsrecht bietet.
Berichten zufolge wird die Terrororganisation Al-Qaida im Schatten und unter dem Schutz der Taliban langsam stärker. Doch das Verhältnis der beiden Gruppen ist nach den Erfahrungen von 2001 nicht gänzlich unkompliziert.
Tausende Menschen wurden aus der afghanischen Hauptstadt Kabul ausgeflogen.
Die ultakonservative Terrorgruppe nutzt moderne Plattformen, die auch im Westen beliebt sind. Die Techkonzerne stellt das vor große Herausforderungen: Während Trump auf Twitter gesperrt ist, haben Taliban-Sprecher hunderttausende Follower.
Trump ist blockiert. Die Beiträge der Taliban-Sprecher erhalten nicht mal eine Warnung. Das ist unverantwortlich.
Es wird befürchtet, dass die Taliban nach ihrem Siegeszug Frauen wieder massiv unterdrücken.
Außenminister Heiko Maas hatte gedroht, es gebe keinen Cent mehr, falls die Taliban ein Kalifat errichteten. Doch die EU-Staaten wollen nur die Entwicklungshilfe aussetzen und weiter humanitäre Hilfe leisten.
Die amerikanischen Geheimdienste sollen nach einem Bericht schon vor Wochen Bedenken geäußert haben, dass die afghanische Armee schnell fallen könnte. Präsident Biden hielt das Anfang Juli noch für unwahrscheinlich.
Nach ihrer Machtübernahme deuten die Taliban an, keine aggressive Außenpolitik hegen zu wollen. Die Unterstützung des Terrornetzwerks Al-Qaida durch die Islamisten war 2001 ein Grund für die westliche Militärintervention in Afghanistan.
Vanessa Faizi aus Hofheim ist für eine Hochzeit nach Kabul geflogen. Dass ein paar Tage später die Taliban in der Stadt stehen würden, hätte sie sich beim Abflug nicht im entferntesten vorstellen können.
Er ist das Gesicht der Taliban nach außen und wird schon als möglicher Präsident genannt. Nun ist Mullah Baradar über die Taliban-Hochburg Kandahar nach Afghanistan zurückgekehrt. Wer ist dieser Mann?
Das Fluchtdrama hinaus aus Afghanistan spitzt sich zu, die Bundesregierung beschließt einen Hilfsfonds für die Hochwasserkatastrophe und vor den chinesischen Häfen stauen sich die Containerschiffe. Der F.A.Z.-Newsletter für Deutschland.
Neu Delhi fürchtet, dass Pakistan und China nach der Machtübernahme der Taliban in Kabul an Einfluss gewinnen. Weitere Terrorgruppen könnten Aufwind bekommen – auch in Kaschmir.
Der nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Biden verteidigt abermals vehement den amerikanischen Truppenabzug aus Afghanistan. Hinsichtlich der versöhnlichen Äußerungen der Taliban zeigt er sich skeptisch.
Hätte man die Entwicklung in Afghanistan vorhersehen können? Welche Rolle spielte Washington bei alldem? Darüber streiten nun deutsche Politiker.
Die NATO hat nach dem Sieg der Taliban lange gebraucht, um ihre Sprache wiederzufinden. Die von ihr aufgebaute Armee nimmt sie in Schutz – versagt habe letztlich die politische Führung Afghanistans.
Die Taliban wollen das Vertrauen der Afghanen gewinnen – und das des Westens. Racheaktionen sind in Kabul bislang ausgeblieben. Frauen sollen weiterhin arbeiten können. Wenn sie sich an die Regeln halten.
Die Taliban kontrollierten die Zugänge und ließen nur Ausländer durch, sagte der Außenminister. Man fordere die Deutschen daher auf, zum Airport zu kommen. Allerdings seien auch einige afghanische Ortskräfte durchgekommen. Man arbeite daran, den Weg für sie sicherer zu machen.