Taliban wollen vor UN sprechen
Afghanistans neue Machthaber verlieren keine Zeit. In einem Schreiben an die Vereinten Nationen fordern sie Rederecht bei der Generaldebatte der UN-Vollversammlung.
Afghanistans neue Machthaber verlieren keine Zeit. In einem Schreiben an die Vereinten Nationen fordern sie Rederecht bei der Generaldebatte der UN-Vollversammlung.
Immer wieder kursieren Gerüchte über Machtkämpfe unter den Islamisten. Doch bisher haben sich die Strukturen der Taliban als elastisch und krisenfest erwiesen.
Die Mädchenschulen in Afghanistan sollen wieder geöffnet werden. Das kündigte ein Sprecher der Taliban an. Auch die übrigen Minister wurden vorgestellt.
Frieden zu Hause, Frieden in der Welt – das war Atatürks Leitspruch. Erdogan sieht das ganz anders. Die Türkei ist ihm als Bühne längst zu klein. Eine Analyse.
Nach 20 Jahren relativer Freiheit werden die Grundrechte wieder eingeschränkt. Nach wenigen Wochen Taliban-Herrschaft bestätigt sich: Die größten Verlierer sind die Frauen.
103 Journalistinnen und Journalisten aus Afghanistan richten an die internationale Gemeinschaft einen dramatischen Appell. Sie fordern, dass die Staaten die Taliban auf Menschenrechte verpflichten. Wird der Ruf in Deutschland gehört?
Im nordafghanischen Kundus lieferte sich die Bundeswehr schwere Gefechte mit den Taliban. Jetzt sind auch dort die Islamisten wieder an der Macht. Und bitten Deutschland um humanitäre Unterstützung „jeder Art“.
Auf einem Schild wird das Gebäude nun als „Ministerium für Gebet und Orientierung sowie zur Förderung der Tugend und zur Verhinderung von Lastern“ bezeichnet. Unter einem ähnlichen Namen firmierte während der ersten Taliban-Herrschaft die Religionspolizei.
Frankreichs Intellektuelle streiten über die Lehren aus dem Afghanistan-Rückzug. Die radikale Linke und „Woke“-Aktivisten entdecken ihre Sympathien für die Taliban und - kritisieren Israel.
Bei einem amerikanischen Luftschlag Ende August in Kabul sollen bis zu zehn Zivilisten gestorben sein – darunter Kinder. Das gab das US-Militär jetzt bekannt. Ursprünglich hatte man den Angriff als Schlag gegen Terroristen gelobt.
Mehr als 5000 Menschen hat Deutschland seit der Machtübernahme der Taliban aus Afghanistan ausgeflogen. Doch Tausende warten noch auf Hilfe.
Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer spricht im F.A.Z.-Interview über Afghanistan und das Schicksal der Ortskräfte, über Deutschlands Fähigkeiten – und über ihre Verantwortung.
Rund 5300 Menschen wurden Ende August nach der Machtübernahme der Taliban durch den deutschen Evakuierungsverband aus Afghanistan ausgeflogen. Geleitet wurde die zweiwöchige Operation von Brigadegeneral Jens Arlt: Dafür wurde ihm heute das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen.
Strategiewechsel und Hybris: Seit langem wollte sich der Westen in Afghanistan stärker auf Entwicklungshilfe konzentrieren. Woran ist er gescheitert? Ein Gastbeitrag.
Mohammad und seine sieben Kinder stecken in Pakistan fest. Amir sucht einen Weg durch die Berge hinter Kabul für seine Geschwister. Wie Hunderte deutsche Staatsbürger warten die Frankfurter darauf, vor den Taliban gerettet zu werden.
Außenpolitik spielt im Wahlkampf fast nur eine Rolle, wenn es um die Linke geht. Wie stehen SPD, Union, Grüne, Linke und AfD zu Rüstung, Russland oder China?
Das Innenministerium hat eine entsprechende Zusage für Menschen erteilt, die das Auswärtige Amt zuvor auf eine „Menschenrechtsliste“ gesetzt hatte. Kritikern geht die Auswahl der Schutzbedürftigen nicht weit genug.
Während die Taliban in Afghanistan Stück für Stück ihre ganz eigene Normalität einführen, trauen sich trotzdem mutige Demonstrantinnen auf die Straße. Wir sprechen mit einer Journalistin in Kabul, einem deutschen Arzt vor Ort und unserem Brüssel-Korrespondenten über die Rolle der EU.
Der neue afghanische Bildungsminister führt eine strikte Geschlechtertrennung an Hochschulen ein. Können sich die Frauen auf seine Zusagen verlassen?
Soll man mit den Taliban reden? Der EU-Außenbeauftragte Borrell sieht keine Alternative dazu Die Linke nutzt die Debatte im Europaparlament, um zur Auflösung der Nato aufzurufen. Ein Grüner hält dagegen.
Die Wut in der südafghanischen Stadt Kandahar ist groß. 3000 Familien sollen eine Wohnsiedlung des Militärs binnen drei Tagen räumen. Die Taliban selbst weisen Gerüchte über tödliche Machtkämpfe an ihrer Spitze zurück.
In Afghanistan verschärft sich die Situation für Journalisten. Reporter ohne Grenzen berichtet von Gewalt und Verhaftungen – auch ausländische Journalisten werden in ihrer Arbeit beeinträchtigt.
Die Taliban scheinen ihr kulturelles Zerstörungswerk fortzusetzen. Im Bamiyan-Tal, wo sie vor zwanzig Jahren die weltgrößten Buddha-Statuen sprengten, haben sie Agenturberichten zufolge ein Museum geplündert.
Merkel und Laschet wollen gemeinsam auftreten. Wer sich in Deutschland nicht impfen lässt, soll die Kosten tragen. Und die internationale Gemeinschaft sagt Afghanistan finanzielle Hilfe zu. Der F.A.Z.-Newsletter für Deutschland.
Die Menschenrechtsorganisation will die „internationale Aufmerksamkeit“ während des Ende 2022 stattfindenden Turniers nutzen, um auf die schlechten Lebensbedingungen von Arbeitsmigranten in dem Wüstenstaat hinzuweisen.
Wie erzählt man Zeitgeschichte? Uwe Wittstocks „Februar 1933“ berichtet von deutschen Künstlern und Literaten in einem singulären Moment. Eine Buchrezension zwischen Kunst und Terror.
Deutschland kündigt humanitäre Hilfe in Höhe von 100 Millionen Euro an. Außenminister Heiko Maas fordert von den Taliban die Einhaltung grundlegender Menschenrechte.
Am Wochenende liefen schwarzgekleidete Frauen tief verschleiert durch Kabul. Auf Twitter demonstrieren Afghaninnen gegen die Kleidervorschriften der Taliban, indem sie Fotos von sich in reichverzierten traditionellen Kleidern posten.
Seit zwanzig Jahren gibt es einen Krieg gegen den Terror. Wie groß ist die Gefahr heute, wo Islamisten den Machtwechsel in Afghanistan als Blaupause für ihre Ambitionen bejubeln?
Erstmals seit der Machtübernahme der Taliban äußert sich Jens Stoltenberg in einem Interview ausführlich zu den Gründen des Scheiterns in Afghanistan. Kann das Bündnis Lehren aus dem Debakel ziehen?
Der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian wirft den Islamisten vor, sich nicht an ihre Versprechen zu halten. Frankreich werde die Taliban-Regierung deshalb vorerst nicht anerkennen.
Für Amir Mansoor hat sich das Leben nach den Anschlägen stark verändert. Im Interview spricht er darüber, wie Menschen aus Pakistan und Muslime plötzlich als Bedrohung wahrgenommen wurden – und was er dagegen unternommen hat.
Rohullah Asisi, der Bruder des früheren afghanischen Vizepräsidenten Amrullah Saleh, soll von den Taliban an einem Kontrollpunkt im jüngst eroberten Pandschir-Tal getötet worden sein.
Seit Donnerstag haben mehr als 250 ausländische Staatsangehörige Afghanistan mit Passagierflugzeugen verlassen. Unter ihnen sind 60 deutsche Staatsbürger.
Zwanzig Jahre nach dem 11. September 2001 hat Amerika eine neue Generation von Kriegsveteranen. Die Antiterrorkrieger blicken auf militärische Siege, die sich in Niederlagen verwandelten. Zurückgeblieben sind große seelische Wunden.
Warum das militärische Vorgehen gegen islamistische Terroristen unerlässlich bleibt – obwohl in Kabul wieder die Fahne der Taliban weht.