Sanktionen und Koalitionen
Ab heute treffen die europäischen Strafmaßnahmen gegen Russland seitens Europa und den Vereinigten Staaten in Kraft.
Ab heute treffen die europäischen Strafmaßnahmen gegen Russland seitens Europa und den Vereinigten Staaten in Kraft.
Die Vereinigten Staaten folgen dem Beispiel der EU und belegen Russland mit verschärften Sanktionen. Moskau destabilisiere die Ukraine weiterhin, kritisieren westliche Politiker. „Absolut unverständlich“, meint der Kreml.
Auch der Kalaschnikow-Konzern ist von den amerikanischen Sanktionen gegen Russland betroffen. Die noch erhältlichen Sturmgewehre AK-47 verkaufen sich deshalb bestens.
Die EU-Sanktionen gegen Russland treten an diesem Freitag in Kraft. Sie treffen wohl Geldhäuser und Rohstoffkonzerne. Moskau hat bereits Gegenmaßnahmen vorbereitet. Und liefert anscheinend schon jetzt merklich weniger Gas in den Westen.
Die Waffenruhe im Osten der Ukraine ist brüchig, trotzdem hat sich die Situation aus Sicht der Regierung in Kiew beruhigt. Derweil setzen die EU-Botschafter ihre Beratungen über weitere Russland-Sanktionen fort.
Das Inkrafttreten der neuen Sanktionen der EU gegen Russland sollte nicht hinausgeschoben werden. Denn die Waffenruhe stoppt zwar für den Augenblick das Töten auf beiden Seiten, aber sie bringt keine politische Lösung.
Russland hat sich Überflüge von Verkehrsfliegern bislang gut bezahlen lassen. Die vom Kreml angedrohte Sperre des Luftraums würde daher nicht nur den Airlines und ihren Passagieren schaden.
Die Sanktionsspirale dreht sich weiter: Die EU will heute über die Details der härteren Strafmaßnahmen gegen Russland beraten. Russische Vergeltungsaktionen könnten die westlichen Fluggesellschaften treffen.
Eigentlich hatten die Sanktionen gegen Russland im Ukraine-Konflikt Sorgen geschürt, dass der Außenhandel stark leiden könnte. Doch nun haben die deutschen Exporteure einen Rekord geschafft.
Die Europäische Union hat sich auf neue Wirtschaftssanktionen gegen Russland verständigt - obwohl die Waffenruhe in der Ukraine bislang hält. Geplant sind unter anderem eine weitere Beschränkung des Zugangs zum Kapitalmarkt sowie weitere Einreiseverbote für russische Staatsbürger.
Rosneft, Transneft, eine Gazprom-Tochter: Die Europäische Union will laut einem Medienbericht Sanktionen gegen Russlands staatliche Energiekonzerne beschließen. Doch einige Staaten scheuen sich noch. Sie fürchten die Folgen.
Diese „Sanktion“ würde Russland richtig wehtun: Die EU denkt offenbar zum ersten Mal ernsthaft über eine Boykott-Empfehlung für die Fußball-WM 2018 nach. Fifa-Chef Blatter und IOC-Präsident Bach halten jedoch nichts davon.
Die EU will am Mittwoch ein neues, verschärftes Sanktionspaket gegen Russland schnüren. Als Idee zirkuliert auch der Vorschlag, Russlands Verteidigungsminister die Einreise in die EU zu verwehren.
Die Krise in der Ukraine war das Hauptthema des Brüsseler Gipfels, auf dem über die EU-Spitzenposten entschieden werden sollte. Hinter den Kulissen arbeitete man schon an neuen Sanktionen gegen Russland.
Die EU will innerhalb einer Woche über weitere Sanktionen gegen Russland entscheiden. Waffenlieferungen, die der ukrainische Präsident Poroschenko gefordert hatte, schloss Bundeskanzlerin Merkel aus.
Eigentlich sollte der Sondergipfel der EU-Staats- und Regierungschefs wichtige Personalfragen klären. Doch er wird überschattet von der Ukraine-Krise. Es geht um weitere Sanktionen gegen Russland.
Russische Truppen sind nach Angaben der Nato in die Ostukraine eingedrungen. Wie kann Putin gestoppt werden? Der deutsche Russlandbeauftragte Erler zweifelt am Sinn weiterer Sanktionen.
Der amerikanische Präsident will nicht von einer russischen Invasion in der Ukraine reden. Doch müsse Russland weiter isoliert werden, auch wenn das die Europäer teuer zu stehen komme. Obama rechnet mit neuen Sanktionen.
EU-Kommissar De Gucht kündigt gegenüber der F.A.Z. eine WTO-Klage gegen Russland an. Die Wirtschaft leidet unter dem Konflikt immer stärker. Erste Ökonomen warnen vor einer neuen Rezession.
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat angekündigt, dass die Europäische Union auf ihrem Gipfeltreffen am Samstag in Brüssel über weitere Sanktionen gegen Russland sprechen werde.
Angesichts der Berichte über das Eindringen russischer Truppen in die Ukraine fordern Außenpolitiker von Union und SPD vor dem EU-Sondergipfel verschärfte Sanktionen gegen Russland. Der CDU-Abgeordnete Schockenhoff spricht von einem „unerklärten Krieg“.
Bei ihrem Besuch in Kiew hat Angela Merkel der Ukraine finanzielle Hilfen und diplomatische Unterstützung zugesagt. Von einer Verschärfung der Sanktionen gegen Russland hält sie trotz der jüngsten Eskalation derzeit nichts.
Die Ausfuhren nach Russland sind im Juni um 20 Prozent zurückgegangen. Die schärferen Sanktionen seit Ende Juli sind darin noch nicht einmal mit eingepreist. Manche Branchen trifft es besonders hart.
Der Sanktions-Wettlauf zwischen dem Westen und Russland geht weiter: Nun denkt der Kreml über ein Einfuhrverbot für Autos aus westlichen Ländern nach.
Putin verspricht bei einem Auftritt vor der eigenen Regierung auf der Krim Wohlstand und Frieden. Die Sanktionen des Westens verharmlost er.
Sie treffen den Gegner ohne einen Schuss. Das klingt clever, und kann funktionieren. Doch Sanktionen können auch nach hinten losgehen.
Der Wiesbadener Architekt Jürgen Willen ist seit Jahren auch in Russland engagiert, mit spektakulären Projekten in Moskau und am Ural. Die Eskalation zwischen dem Westen und Russland bekommt auch er zu spüren - und ärgert sich.
Noch gibt trotz es trotz Sperre in den russischen Supermärkten genug Obst aus der EU und Amerika - dank gefüllter Warenlager. Moskau preist den Einfuhrstopp schon als großen Schritt zur Selbstversorgung.
Wenige Tage nach Moskaus Strafmaßnahmen gegen den Westen ist es auch ein demonstrativer Schritt: Rosneft und Exxon-Mobil beginnen gemeinsame Probebohrungen in der Karasee. Den Startschuss für das Milliardenprojekt gibt Kremlchef Putin.
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle gibt sich trotz der Sanktionen gegen Russland entspannt und warnt vor Hysterie. Die Menge, um die es geht, sei gering.
Putins Sanktionen sind eine weitere Eskalation im europäischen Wirtschaftskrieg. Für deutsche Landwirte ist Russland nur ein Nebengeschäft. Träfen die Sanktionen die Autobranche oder den Maschinenbau, wären die Schäden schlimmer.
Ein Komplettverbot für Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch und Milchprodukte - Russland hat seine Sanktionen gegenüber dem Westen konkretisiert. Auch ein Flugverbot ist wieder in der Diskussion.
Russlands Präsident Putin hat seine Regierung angewiesen, Vergeltungsmaßnahmen für die westlichen Sanktionen vorzubereiten. Diese seien „inakzeptabel“, so Putin.
Russland prüft offenbar eine scharfe Reaktion auf die Sanktionen der EU: Einem Zeitungsbericht zufolge denkt die Regierung über ein Überflugverbot für europäische Fluggesellschaften nach. Die Verwirklichungschancen sind jedoch gering.
Viele Betriebe müssen noch genauer prüfen, ob ihre Ausfuhren genehmigungspflichtig sind. Bei Verstößen drohen hohe Bußgelder oder Strafen. Aber nicht nur Exporte könnten leiden, auch Zulieferungen aus den Ländern im Osten sind gefährdet.
Die Sanktionen gegen Russland im Ukraine-Konflikt wirken sich auch auf den Luftverkehr aus: Die Billigfluglinie Dobrolet wird nicht mehr fliegen. Als Grund für ihre Schließung nennt das Unternehmen „beispiellosen Druck“.