Wo beginnt für Biden die Invasion?
Amerika hat schon am Montag Sanktionen verhängt, aber noch nicht die große Keule ausgepackt. In Washington herrscht Unklarheit: Sind russische Soldaten im Donbass nur eine alte Realität oder ein neuer Krieg?
Amerika hat schon am Montag Sanktionen verhängt, aber noch nicht die große Keule ausgepackt. In Washington herrscht Unklarheit: Sind russische Soldaten im Donbass nur eine alte Realität oder ein neuer Krieg?
Die Welt blickt auf Moskau, Brüssel und Washington: Ist die vollständige Eskalation im Ukraine-Konflikt noch abzuwenden? Und wie reagieren die EU und Amerika? Alles Wichtige lesen Sie im F.A.Z. Frühdenker.
Der EU-Außenbeauftragte drohte Moskau: Wenn Putin die „Volksrepubliken“ in der Ukraine anerkenne, werde die EU Sanktionen verhängen. Putin ließ sich nicht beirren – aber in der EU herrscht Erstaunen über Borrell.
Außenministerin Annalena Baerbock hat Russland mit „präzedenzlosen Sanktionen“ im Falle eines Angriffes auf die Ukraine gedroht. Deutschland sei bereit, dafür auch einen hohen wirtschaftlichen Preis zu zahlen, sagte sie am Freitag auf der Münchner Sicherheitskonferenz.
Mario Mehren ist Chef des deutschen Energiekonzerns und Gazprom-Partners Wintershall Dea. Er warnt vor Sanktionen, spricht über die Zukunft von Nord Stream 2 – und die Abhängigkeit von russischem Gas.
Die Gefahr eines Krieges in der Ukraine ist nicht gebannt. Und Russland bereitet sich auf neue Wirtschaftssanktionen vor. Besonders groß ist die Angst vor einem Dollar-Verbot.
Nord Stream 2 soll Europa mit günstigem Gas beliefern, hat aber auch große politische Bedeutung. Wir erklären, warum über die Pipeline so viel Streit herrscht.
Zuletzt waren in der Haltung gegenüber Russland deutliche Differenzen zwischen Washington und Berlin hervorgetreten. Bei seinem Antrittsbesuch in den USA versucht Kanzler Scholz die Wogen zu glätten.
Viele westliche Banken haben Russland schon verlassen. Außenpolitische Risiken und Sanktionen erschweren das Geschäft. Die Macht der staatlich kontrollierten Kreditgeber ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen.
Vor ihrer Abreise nach Kiew zeigt sich Außenministerin Baerbock entschlossen, den Konflikt mit Russland auf friedlichem Wege zu lösen. Es gehe um „nicht weniger als den Frieden in Europa“. Der Ukraine reicht das bisher Versprochene aber nicht.
Schürt Russland die Krise um die Ukraine weiterhin, dürften Wirtschaftssanktionen eine Folge sein. Diese werden viele Länder im Osten Europas treffen – aber nicht nur dort.
Der Historiker Nicholas Mulder beschäftigt sich mit der Geschichte von Wirtschaftssanktionen. Hier erklärt er, was die Lehren daraus für die Ukraine-Krise sind.
Als eine mögliche Sanktion gegen Russland im Ukraine-Konflikt wird der Ausschluss vom internationalen Zahlungssystem Swift erwogen. Doch das hätte auch für den Westen schwerwiegende Folgen.
Annalena Baerbock verschärft die Tonlage. Bei einer neuen Aggression Russlands stehe eine „breite Bandbreite an Antworten zur Verfügung, inklusive Nord Stream 2“, sagt die Außenministerin.
Am Tag der Gespräche ukrainischer und russischer Vertreter verschärft sich die Tonlage zwischen Washington und Moskau. Die deutsche Verteidigungsministerium sieht die Lieferung der Helme als „ganz deutliches Signal“ an die Ukraine.
Der Kreml tut in diesen Tagen so, als fürchte Russland die Sanktionen des Westens nicht. Dabei tragen genau diese immer mehr zum Unmut im eigenen Land bei.
Der US-Präsident kündigt an, direkt gegen Russlands Präsidenten gerichtete Sanktionen zu erwägen, sollte die Ukraine angegriffen werden. Ebenfalls wurden weitere US-Soldaten zur Verlegung nach Europa in Bereitschaft versetzt.
Die Europäer ringen um einen Katalog von Sanktionen gegen Russland. Auch der härteste Knüppel liegt noch auf dem Tisch. Doch der sei nicht immer die intelligenteste Lösung, sagt Deutschlands Außenministerin Baerbock.
Im Konflikt mit Russland um die Ukraine rechnen deutsche Politiker mit Lieferausfällen bei russischem Gas. Fachleute sagen: Europa kann sich Ersatz schaffen. Es könnte allerdings teuer werden.
Markus Söder verlangt Augenmaß bei Sanktionen gegen Russland. Die Ukraine sieht er nicht in der NATO und Nord Stream 2 möchte er in jedem Fall in Betrieb nehmen. Wenn nicht, könne es in Deutschland „sehr kalt“ werden.
Mit den Maßnahmen würden „Russlands anhaltende Destabilisierungsbestrebungen in der Ukraine“ öffentlich gemacht, heißt es vom US-Finanzministerium. Die sanktionierten Männer sollen Kontakte zum russischen Geheimdienst FSB haben.
In einem 50-minütigen Telefonat haben Joe Biden und Wladimir Putin sich gegenseitig gedroht und gleichzeitig Dialogbereitschaft signalisiert. Beide Staatsoberhäupter warnten vor einer Eskalation des Ukraine-Konflikts.
Am Abend wollen Wladimir Putin und Joe Biden in einem Telefonat über den Ukraine-Konflikt sprechen. Das Weiße Haus lässt zuvor wissen, was die Botschaft des amerikanischen Präsidenten sein wird.
Die Staats- und Regierungschefs der EU drohen Russland im Fall einer militärischen Aggression mit „erheblichen Kosten“. Es geht auch um Nord Stream 2 – Olaf Scholz steht unter Druck.
Die neue Bundesregierung muss sich im Konflikt mit Russland schnell positionieren. Sie hat dafür einen ungeahnten Trumpf.
Neue westliche Sanktionen könnten Russland hart treffen – aber auch in Ländern wie Deutschland Schaden anrichten, das von russischem Gas abhängig ist.
Es gebe „Beweise“ dafür, dass Moskau gegen die Ukraine vorgehen kann, sagt der amerikanische Außenminister. Für den Fall einer Invasion droht er Russland mit scharfen Wirtschaftssanktionen.
Die USA kündigen im Streit um die deutsch-russische Erdgas-Pipeline weitere Sanktionen an. Betroffen sei das Unternehmen Transadria.
Im Streit um die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 haben die Vereinigten Staaten weitere Sanktionen gegen zwei Russen angekündigt. Ein russisches Schiff wird als „blockierter Besitz“ eingestuft.
Sanktionen gegen die Pipeline, die russisches Gas nach Deutschland bringen soll, scheinen vorerst abgewendet. Im Mittelpunkt der möglichen Einigung stehen Garantien für die Ukraine – und auch Geld.
Wenige Tage nach dem Treffen zwischen Joe Biden und Wladimir Putin nehmen die Spannungen zwischen den USA und Russland wieder zu. Washington will neue Sanktionen verhängen. Moskau droht mit einer „legitimen Antwort“.
Die russische Regierung trennt sich wegen der Sanktionen von einem Teil ihrer Devisenreserven in Dollar. Profitieren werden der Euro – aber vor allem der Yuan.
Die EU berät über harte Sanktionen gegen das Regime von Lukaschenko. Sie trifft damit wunde Punkte – und erhöht den Einfluss Moskaus.
Angela Merkel nennt nach der „Flugzeug-Entführung“ die belarussischen Erklärungen unglaubwürdig. Im Europäischen Rat werden schnell weitere Sanktionen gegen das Land verhängt.
In einem an den Kongress übermittelten Bericht bestätigt die amerikanische Regierung, Sanktionen gegen Deutschland auszusetzen. Russland ist davon allerdings ausgenommen.
Laut einem Medienbericht will die US-Regierung doch keine Sanktionen wegen des umstrittenen Pipeline-Projekts erheben. Damit soll offenbar das angeknackste deutsch-amerikanische Verhältnis verbessert werden.