Putins starkes Blatt
Die EU kann sich nicht darauf verständigen, Russland vom Finanzdienstleiter SWIFT auszuschließen. Der russische Überfall auf die Ukraine wird weiter von Europa finanziert.
Die EU kann sich nicht darauf verständigen, Russland vom Finanzdienstleiter SWIFT auszuschließen. Der russische Überfall auf die Ukraine wird weiter von Europa finanziert.
Moskau verbietet britischen Airlines den Flug über Russland. Sicherheitsmanager befürchten weitere Einschränkungen, auch auf dem Landweg aus der Ukraine wird es schwerer.
Deutschland hat sich bei der Vorbereitung der neuen Sanktionen gegen Russland gegen einen Ausschluss des Landes aus dem Zahlungsnetzwerk SWIFT ausgesprochen. Aus Egoismus – oder steckt mehr dahinter?
Premier Johnson verkündet neue Sanktionen und kappt den Zugang zum wichtigen Finanzplatz London. Die Regierung spricht von „verheerenden wirtschaftlichen Schmerzen“ für Russland. Einige Fachleute bezweifeln das.
Nach dem Angriff auf die Ukraine bekämpfen sich Europa und Russland mit scharfen wirtschaftlichen Sanktionen – wie dem Ende der deutschen Hermes-Bürgschaften oder den teilweisen Sperren des Luftraums für Aeroflot und britische Flugzeuge. Uneinig ist der Westen mit Blick auf eine SWIFT-Sperre Russlands.
Der Luftschutzkeller wird eingerichtet, die Leute sind ruhig und solidarisch, die Regale sind immer noch voll. Dann ertönt der Alarm. Augenzeugenbericht eines Historikers aus Kiew.
Die Schweiz pocht auf ihre politische Neutralität. Bei der Zurückhaltung gegenüber Russland dürften aber auch wirtschaftliche Erwägungen eine Rolle spielen.
Im langen Korridor von Unglück oder bald ein Satellit von China: Russlands liberale Intellektuelle erörtern die Folgen von Putins Krieg in der Ukraine. Niemand sei da, der den Krieg aufhalten könne.
Nichteinmischung als oberstes Prinzip: Bei Russlands Überfall auf die Ukraine kommt eine alte Ordnung von Macht und Gewalt zum Vorschein, die als überwunden galt. Man muss sie verstehen, um sie zu überwinden.
Die Staats- und Regierungschefs belegen Russland mit nie gesehenen Strafmaßnahmen. Ursula von der Leyen sagt ganz offen: Es geht darum, die industrielle Basis des Landes zu zerstören.
Welchen Verlauf nimmt die russische Invasion? Wie reagiert der Westen? Und was sagt Moskau? Ein Überblick.
Die EU-Staaten haben sich nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine am Donnerstag auf Grundzüge eines Sanktionspakets gegen Moskau geeinigt.
Vettel fährt nicht in Sotschi, der DOSB empfiehlt seinen Sportlern, nicht in Russland anzutreten, die UEFA wird Sankt Petersburg das Champions League-Finale entziehen: So reagiert der Sport auf den russischen Angriffskrieg.
Seoul will sich Sanktionen gegen Russland anschließen. Aber eine klare Linie fehlt. Das hat besondere Gründe.
Die Aktienkurse verlieren deutlich. Auch die Titel von Deutscher Bank und Commerzbank büßen deutlich an Wert ein.
Der russische Angriff auf die Ukraine lässt die Kurse weltweit auf den Kapitalmärkten fallen. Anleger warnen vor Öl-Knappheit – und die Zentralbank in Moskau interveniert am Devisenmarkt.
Olaf Scholz sagt der überfallenen Ukraine Unterstützung zu, auch Außenministerin Baerbock geht hart mit Putin ins Gericht. Die SPD, in der man früher oft viel Verständnis für Moskau hatte, trägt die Linie mit – jedenfalls bisher.
Moskau hat sich zwar darauf vorbereitet, nicht mehr am internationalen Zahlungsverkehr teilnehmen zu können. Doch der Bann bleibt ein großes Risiko.
Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kündigt „massive“ Finanz- und Wirtschaftssanktionen gegen Russland an. Einige Staaten wollen die Ukraine zum EU-Beitrittskandidaten machen.
Ostsee-Pipeline, Sanktionen und Marktturbulenzen werden zum Risiko: Der Versorger ist eng mit Russland verflochten. Das kann ihm jetzt auf die Füße fallen.
In Brüssel kommt am Morgen der Nordatlantikrat zusammen, später treffen sich die Staats- und Regierungschefs der EU. Es soll dann um Strafmaßnahmen gehen, wie Russland sie noch nicht erlebt hat.
Russland beginnt mit dem Angriff auf die Ukraine. Die EU-Staats- und Regierungschefs kommen zum nächsten Krisen-Gipfel zusammen. Und die Ampel stellt ein Entlastungspaket vor. Der F.A.Z. Newsletter.
Amerika und Europa haben Maßnahmen gegen russische Banken, mächtige Unternehmer und den Handel mit Staatsschulden erlassen. Die Wirkung dürfte sich aber in Grenzen halten – ebenso wie die Folgen der nun geplanten US-Sanktionen gegen Nord Stream 2.
Statt großer Staatsbanken nehmen die westlichen Verbündeten vorerst randständige Institute ins Visier
Der Westen reagiert mit Sanktionen auf die Aggression Putins in der Ukraine. Doch was heißt das für uns: Zahlen wir die Rechnung bei den Gaspreisen? Über die Folgen für die Wirtschaft spricht Ifo-Chef Clemens Fuest.
Wenn der Ukraine-Konflikt eskaliert und die Sanktionen verschärft werden, drohen Instituten mit großem Russland-Geschäft Verluste. Diese Risiken prüft nun die Aufsicht.
Vor allem Banken und den Rüstungssektor sollen die Maßnahmen treffen: Die EU hat sich laut Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zu weiteren Wirtschaftssanktionen gegen Russland bereit erklärt. Am Dienstag hatten sich die EU-Außenminister auf Strafmaßnahmen gegen 27 russische Personen und Einrichtungen verständigt.
Am Dienstag hat US-Präsident Joe Biden den Beginn von Sanktionen gegen Russland angekündigt. Ziele der ersten Maßnahmen seien unter anderem Banken und russische Staatsanleihen. In der Ukraine wurden unterdessen Reservisten der Armee einberufen.
HSBC-Chef Quinn befürchtet Zweitrundeneffekte für die Finanzmärkte. Die Raiffeisenbank aus Österreich hat Krisenpläne in der Schublade.
Wenn die Temperaturen milde blieben, könnte eine Knappheit vermieden werden, so der Branchenverband der Speicherunternehmen. Auch beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung rechnet man nicht mit „kalten Wohnungen in Deutschland“. Allerdings könnten die Preise steigen.
Deutschland und Europa wollen die Russen treffen, sie werden dafür aber selbst bezahlen müssen. Denn die Abhängigkeit von Rohstoffen ist groß – und Russland droht schon mit in astronomische Höhen steigenden Preisen.
Italien ist am stärksten von russischem Gas abhängig. Daher hofft Rom, dass der Energiesektor verschont bleibt. Andere Staaten wollen schärfer sanktionieren.
Die Lage in der Ukraine erfordert ein schnelles und entschiedenes Handeln des Westens. Mit gestuften Sanktionen wird man Wladimir Putin nicht zur Vernunft bringen – die Idee der flexible response passt nicht zur aktuellen Lage. Sanktionen müssen richtig weh tun.
Nach der Eskalation im Ukraine-Konflikt wählt der Bundeskanzler deutliche Worte. Von vielen Seiten bekommt er prompte Rückendeckung. Doch im Nordosten glauben nicht alle an ein Ende von Nord Stream 2.
Der britische Premier warnt vor einer „allgemeinen Invasion“ der Ukraine und kündigt „harte Sanktionen“ an – Moskau soll vom britischen Kapitalmarkt abgeschnitten werden.
Präsident Putin sagt, dass Sanktionen Russland bloß stärker machen. Das glauben Ökonomen aber nicht – und deutsche Manager sagen ein wichtiges Treffen mit dem Staatschef ab.