Ängste und Drohungen am Golf
Dass die Qatar-Krise ausbrechen konnte, ist ein Ergebnis der kopflosen amerikanischen Politik. Trumps Botschaft in Riad war falsch.
Dass die Qatar-Krise ausbrechen konnte, ist ein Ergebnis der kopflosen amerikanischen Politik. Trumps Botschaft in Riad war falsch.
Saudi-Arabien geht mit brutaler Wucht gegen das Emirat Qatar vor. Der unbotmäßige Nachbar soll in eine Koalition gegen Iran gezwungen werden. Die gefährliche Konfrontation hat Donald Trump ausgelöst.
Die wichtigste Allianz im Nahen Osten eint ein gemeinsamer Gegner: Iran. Doch der Konflikt zwischen Saudi-Arabien und Qatar spaltet den Golf-Kooperationsrat. Die Mitgliedsstaaten sind sich selbst am nächsten.
Der Konflikt zwischen Qatar und den anderen Golfstaaten schwelt bereits seit langem – nun ist er eskaliert. Die Region steckt in einer schweren diplomatischen Krise. Das hat auch mit Trumps Außenpolitik zu tun.
Mit dem ersten Besuch eines amtierenden amerikanischen Präsidenten an der Klagemauer hat Donald Trump schon jetzt Geschichte geschrieben. Der Symbolkraft folgte jedoch wenig Gehaltvolles.
Wenn Donald Trump am Montag in Tel Aviv landet, dann ist die Begeisterung in Israel nicht mehr so groß wie noch vor Monaten. Das Waffengeschäft mit Saudi-Arabien und der Geheimdienstskandal trüben die Stimmung.
„Der Islam hasst uns“ – das hatte Donald Trump noch im Wahlkampf gesagt. In Saudi-Arabien schlägt der amerikanische Präsident differenziertere Töne an. Sein Auftritt wird gerade in Amerika aufmerksam verfolgt.
Bei ihrem Treffen in Riad umgarnen Trump und seine verbündeten Staatschefs der islamischen Welt einander. Mit einem Versprecher fällt der amerikanische Präsident dann jedoch wieder in alte Gewohnheiten.
Amerika will mit den islamischen Staaten eine Allianz schmieden, um den Extremismus zu bekämpfen. In seiner mit Spannung erwarteten Rede in Riad forderte Präsident Trump die arabischen Länder zum entschlossenen Kampf gegen den Terror auf.
Als Barack Obama sich 2009 in Riad tief vor dem saudischen König verneigte, schäumten seine Kritiker vor Wut – auch Donald Trump. Jetzt hat aber auch Trump sein Haupt gebeugt – oder nicht?
Donald Trump hat sich mit Saudi-Arabien auf Waffengeschäfte im Umfang von 110 Milliarden Dollar geeinigt. Es handelt sich um einen der größten Waffendeals zwischen den beiden Ländern.
Der saudische König Salman hat den amerikanischen Präsidenten Trump in Riad empfangen. Dessen Frau Melania begleitet ihn – und zwar ohne Kopftuch. Selbst das ist ein Politikum.
Die saudische Königsfamilie ist ein bekennender Befürworter des amerikanischen Präsidenten. Die Herrscher auf der Arabischen Halbinsel begrüßen Trumps harten Kurs gegen den Erzfeind Iran. Ein Besuch im Golfstaat soll klare Fakten schaffen.
Am Sonntag fliegt Kanzlerin Merkel nach Riad. Saudi-Arabien will nicht mehr so abhängig vom Öl sein – und setzt für den Umbau der Wirtschaft gerade auch auf Hilfe aus Deutschland. Das sind die Themen.
Sarah al Suhaimi leitet die Börse im islamisch-erzkonservativen Saudi-Arabien. Sie ist nicht die Einzige - saudische Frauen sitzen zunehmend in Vorständen von Unternehmen.
Zwei Billionen Dollar soll der saudische Riese beim geplanten Börsengang auf die Waage bringen. Aber die Zweifel an den Preisvorstellungen des Königshauses in Riad wachsen.
Erst lobt die Verteidigungsministerin, dann kritisiert sie scharf: Von der Leyen würdigt die Reformagenda Saudi-Arabiens, jetzt stellt sie die Praxis des Prügelns und Auspeitschens im Land in Frage
Saudi-Arabien droht Amerika mit ernsten Konsequenzen. Grund ist ein neues Gesetz, das den Hinterbliebenen des Anschlag vom 11. September eine Klage gegen Saudi-Arabien ermöglicht.
Die Attentäter von Würzburg und Ansbach hatten Kontakt zu Nummern aus Saudi-Arabien. Die Regierung dort will nun helfen, die Anstifter der Anschläge zu finden.
Tötungen von Familienangehörigen durch militante Islamisten häufen sich in der arabischen Welt. Man beruft sich dabei auf einen mittelalterlichen Gelehrten. Wo soll das alles noch enden?
Rana Ahmad Hamd ist nach Deutschland geflohen - nicht vor Krieg oder aus Armut, sondern weil sie nicht mehr an Gott glaubt. Darauf steht in Saudi-Arabien die Todesstrafe.
Saudi-Arabien und die Vereinigten Staaten waren einst enge Partner. Dann kam es zur Entfremdung. Jetzt besucht Präsident Obama das Land. Die Zeichen stehen auf Spannung.
In die Jemen-Gespräche ist Bewegung gekommen. Berlin, das den UN-Sondergesandten in seinen Verhandlungsbemühungen unterstützt, sieht „deutliche Fortschritte“.
Auf dem Kulturfestival in Riad zeigt sich ein schlingerndes saudisches Königreich ohne Frauen auf den Podien. Am Rande aber diskutiert man ganz offen über Politik und Religion. Nur unser Autor machte Bekanntschaft mit der Polizei.
Außenminister Steinmeier besucht ein gespaltenes Land, Saudi-Arabien: Dem Königshaus fällt es immer schwerer, sich die Gefolgschaft der Bevölkerung zu sichern. Und in der Herrscherfamilie ist die Einhelligkeit bedroht.
Der Ölpreis ist eingebrochen. Für Länder wie Saudi-Arabien, die damit Geld verdienen, ist das ein großes Problem. Die Monarchie will das durch neue Wirtschaftszweige ändern - mal wieder.
In Genf sollen in dieser Woche die Friedensgespräche für Syrien beginnen. Schon das Ringen um die Einladungsliste mit den Kriegsparteien zeigt, wie sehr jetzt Diplomatie gefragt ist – und der Zeitplan ist ambitioniert.
Das Verhältnis zwischen den Vereinigten Staaten und Saudi-Arabien ist abgekühlt. Riad wähnt sich unabhängiger denn je.Trotzdem dürfte das Bündnis halten – in der Region steht zu viel steht auf dem Spiel.
Maximal 200.000 Flüchtlinge, die pro Jahr nach Deutschland dürfen? Sigmar Gabriel hält die Forderungen der CSU für absurd. Zudem spricht der SPD-Chef über Hinrichtungen in Saudi-Arabien – und eigene Konsequenzen nach seinem Abschneiden beim Parteitag.
Die iranische Führung sendet im Konflikt mit Saudi-Arabien widersprüchliche Signale. Der Stellvertreterkrieg im Jemen eskaliert weiter. Die türkische Regierung fordert diplomatische Bemühungen.
Riad erklärt vor den Vereinten Nationen, alle Getöteten hätten „einen fairen Prozess“ gehabt. Der UN-Sicherheitsrat verurteilt den Angriff auf die saudiarabische Botschaft in Teheran.
Die Lage nach der Hinrichtung eines schiitischen Geistlichen in Saudi-Arabien verschärft sich: Riad verweist alle iranischen Diplomaten des Landes. Kritiker fordern einen Stopp deutscher Waffenlieferungen.
Eskalation im Nahen Osten. Riad beendet im Streit um seine jüngsten Massenhinrichtungen die diplomatischen Beziehungen zu Teheran. Der saudische Außenminister setzt Irans Diplomaten ein Ultimatum.
Saudi-Arabien gilt der Bundesregierung als strategischer Partner im Nahen Osten. Riad erhält Rüstungslieferungen. Linkspartei und Grüne sagen: Damit muss angesichts der Hinrichtung von 48 Menschen endgültig Schluss sein.
Randalierer haben die saudische Botschaft in Teheran gestürmt und Teile des Gebäudes in Brand gesetzt. Nach iranischer Lesart handelte es sich „um eine Gruppe wütender Landsleute“, die gegen die Hinrichtung eines prominenten schiitischen Geistlichen in Riad protestieren.
Kaum ein Land hat sich in der Vergangenheit so verschwenderisch gegeben wie Saudi-Arabien. Doch der niedrige Ölpreis bringt die Haushälter in Riad in Not. Das Königreich muss Subventionen kürzen und neue Steuern einführen.