Füttere die Krähe, dann hackt sie dir das Auge aus
Die Kader von Fethullah Gülen waren für Erdogan einst gern gesehene Helfer. Heute beichtet der Staatspräsident rührselig, das wahre Gesicht Gülens nicht erkannt zu haben.
Die Kader von Fethullah Gülen waren für Erdogan einst gern gesehene Helfer. Heute beichtet der Staatspräsident rührselig, das wahre Gesicht Gülens nicht erkannt zu haben.
Der größte Verband von Moscheen in Deutschland wird von türkischen Behörden gelenkt, Imame werden in der Türkei ausgebildet. Nun fordern deutsche Politiker mehr Distanz von Ditib zu Präsident Erdogan und drohen mit Konsequenzen.
Der türkische Präsident Erdogan fordert die Festnahme des in Amerika lebenden Predigers Fetullah Gülen. Die Amerikaner fordern Beweise und wiegeln ab.
Der österreichische Bundeskanzler Kern fordert das Ende der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei. Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker widerspricht. Der Streit in der EU spitzt sich zu.
Präsident Erdogan hat die Wirtschaft als nächstes Ziel seiner „Säuberungen“ ausgerufen. Derweil plant offenbar der erste prominente westliche Politiker einen Besuch in Ankara nach dem Putschversuch.
Die italienischen Richter sollten sich mit der Mafia befassen und nicht mit Ermittlungen gegen seinen Sohn, findet der türkische Präsident Erdogan. Dabei geht es auch um Verbindungen zum IS.
Mit Thorbjørn Jagland reist nach dem Putschversuch der erste westliche Politiker für Gespräche in die Türkei. Deren Präsident Erdogan bereitet dem Generalsekretär des Europarats einen großen Empfang – mit Hintergedanken?
In Berlin fürchtet man die Macht des türkischen Präsidenten. Doch wenn es um die Flüchtlinge geht, hat der türkische Präsident nicht so viel Möglichkeiten wie er glaubt.
Vergangene Woche wurde ich in Istanbul verhaftet. Man warf mir vor, die Putschisten zu unterstützen. Jetzt bin ich wieder auf freiem Fuß – und noch entsetzter über mein Land als zuvor.
Nach Ansicht des EU-Abgeordneten müsse zwischen der innenpolitischen Lage in der Türkei und den Vorteilen des Flüchtlingsdeals abgewogen werden. Andere Politiker fordern derweil von Brüssel einen Plan B, falls das Abkommen scheitert.
Amnesty International wirft der türkischen Regierung vor, den Aufenthaltsort vieler Gefangener nicht offenzulegen. Außerdem seien viele während des Putschversuchs Festgenomme menschenunwürdig untergebracht.
Der türkische Präsident wirft den westlichen Ländern vor, für den Putschversuch in seinem Land mitverantwortlich zu sein. Das stellt vor allem die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten auf eine harte Probe.
Die Stimmung zwischen der EU und der Türkei wird immer eisiger: Nun greift auch der österreichische Bundeskanzler Kern das Ultimatum Ankaras zur Visumsfreiheit stark an.
Die Türkei erdoganscher Prägung wird nie Mitglied der EU werden. Dennoch braucht der Westen das Land, allein schon wegen des Kampfes gegen den „Islamischen Staat“. Doch Ankara braucht auch den Westen. Ein Gastbeitrag.
Per Dekret demontiert der türkische Präsident althergebrachte Vorrechte des Militärs. Gülenisten gibt es dort kaum. Die Pläne richten sich gegen andere Gegner der Regierungspartei.
Nach der nicht-gestatteten Live-Übertragung von Erdogans Statement in Köln hatte das türkische Außenministerium den Gesandten der Deutschen Botschaft einbestellt. Das Verhalten der deutschen Behörden sei „inakzeptabel“ gewesen, so die Rüge aus Ankara.
Ob Erdogan das Flüchtlingsabkommen nun aufkündigt oder nicht – eine solche Vereinbarung braucht eine gemeinsame Grundlage. Die EU muss ihr Schicksal wieder selbst in die Hand nehmen. Ein Kommentar.
Politiker sorgen sich um Erdogans harten Kurs. Volker Kauder (CDU) fordert von Deutsch-Türken ein klares Bekenntnis zu Deutschland. Unterdessen hat die Landesregierung in Rheinland-Pfalz angekündigt, ihre Verhandlungen mit Ditib zu prüfen.
Viele haben Sorge, wie es in der Türkei weitergeht. Nach den Urlaubern bleiben nun auch die Geschäftsreisenden weg. Die Business-Hotels leiden.
Der Umsturzversuch in der Türkei sah aus wie das Werk von Amateuren. Tatsächlich belegen Details inzwischen, dass Offiziere ihn von langer Hand geplant hatten - und nicht der Staatspräsident selbst.
Nach der Pro-Erdogan-Demonstration in Köln geraten die deutsch-türkischen Beziehungen weiter ins Wanken. Die Regierung in Ankara will mit dem deutschen Gesandten sprechen. Gleichzeitig weist die CSU das türkische Ultimatum zur Visafreiheit zurück.
Nach dem Putschversuch in der Türkei fühlt sich die Regierung in Ankara missverstanden. An den Westen hat Außenminister Mevlüt Cavusoglu vor allem eine Frage.
Sie fühlen sich missverstanden von deutschen Medien – treuergebene Erdogan-Huldiger wollen viele aber auch nicht sein. Türkische Demonstranten feiern in Köln ein symbolträchtiges Fest. Dabei drohte die Stimmung zeitweise auch zu kippen.
Die Kölner Polizei hat ein positives Fazit zum Ablauf der Demonstration von knapp 40.000 Anhängern der türkischen Regierung gezogen. Starke Kritik gegenüber deutschen Behörden gab es hingegen vom türkischen Sportminister.
Deutsch-Türken genießen in ihrer neuen Heimat das Recht der Versammlungsfreiheit – auch, wenn sie für Erdogan demonstrieren. Doch die Konflikte der Türkei dürfen nicht in Deutschland ausgetragen werden.
Ablauf, Gegendemonstrationen, Polizeiaufgebot: Die wichtigsten Fragen zum Großdemo-Tag in Köln im Überblick.
Und sie wollen angeblich die Todesstrafe. Wie das zusammenpasst, darüber spricht der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu im F.A.S.-Interview.
Wie kann er es nur wagen? Nimmt Herr Erdogan nach dem gescheiterten Putsch ausgerechnet Claudia Roth erst Freunde und dann auch noch das Ferienhaus weg. Donald Trump geht da noch einen Schritt weiter und vergrault unsere Promis nur durch sein Dasein.
Zu Besuch in einer Ditib-Moschee in Bielefeld: Die Leute nervt es, dass sie Erdogan ständig verteidigen müssen. Und sie haben einen Schuldigen an der Spaltung ausgemacht.
30.000 Demonstranten, einige gegen Erdogan, die meisten für ihn: Die Demonstrationen am Sonntagnachmittag werden die Domstadt fordern. Was die Kölner davon halten? Wir haben uns umgehört.
Vor der Demonstration der Erdogan-Anhänger in Köln polarisieren sich die Türken im Rhein-Main-Gebiet. Es gibt aber auch Stimmen, die zur Mäßigung mahnen.
Die „Säuberungswelle“ im türkischen Militär geht weiter. Per Notstands-Dekret ordnet Recep Tayyip Erdogan die unverzügliche Entlassung zahlreicher Soldaten an. Zugleich zerschlägt er die bisherige Ausbildungsstruktur der Streitkräfte.
In einem TV-Interview kündigt der türkische Staatschef ein Paket von Verfassungsänderungen an. Er will sich die Kontrolle über den den Geheimdienst und alle militärischen Stabschefs sichern.
Bei der Pro-Erdogan-Demonstration am Sonntag wird offenbar der türkische Sportminister zu den Anhängern von Präsident Erdogan sprechen. Die Kölner Polizei reagiert mit einem aufgestockten Polizeiaufgebot. Ein CDU-Politiker wird deutlich.
Ehre, Blut und Vaterland: Der Kopf der türkischen Unterwelt wollte Präsident Erdogan einst stürzen – nun schwört Sedat Peker ihm Loyalität und will im „Blut der Putschisten duschen“. Im Volk wächst die Furcht.
Im eigenen Land geht Erdogan auf Kritiker zu und zieht seine zahlreichen Beleidigungsklagen zurück. Doch die Geste der Versöhnung reicht nicht bis nach Deutschland.