Ein Land im Rückwärtsgang
Die Türkei bewegt sich seit Jahren rückwärts. An diesem Sonntag besteht eine Chance zur Korrektur. Sonst würde sich die Bewegung weiter beschleunigen.
Die Türkei bewegt sich seit Jahren rückwärts. An diesem Sonntag besteht eine Chance zur Korrektur. Sonst würde sich die Bewegung weiter beschleunigen.
Es ist einfacher, wenn Mächtige entscheiden, was gut für alle ist. Damit es auch gerecht ist, haben sich die Menschen Regeln ausgedacht. Der türkische Präsident will solche Regeln jetzt ändern.
Die Hoffnung, dass der deutsche Journalist Deniz Yücel bald aus türkischer Haft entlassen werden könnte, schwindet weiter. Der türkische Staatspräsident Erdogan bezeichnete ihn wieder als Agenten und Terroristen.
Das Verfassungsreferendum in der Türkei scheint bis zuletzt offen: Nachdem die Gegner in Umfragen zeitweise führten, liegen die Anhänger von Präsident Erdogan momentan vorn.
Wer sich für die Türkei als Wirtschaftsstandort einsetzt, macht sich zum Sprachrohr des Despoten Recep Tayyip Erdogan. Mit harmloser Werbung hat das nichts mehr zu tun.
Zahlreiche internationale Konzerne werben für den Wirtschaftsstandort Türkei. Mit ihrem Reklamefeldzug wollen sie vor allem eigene Investitionen retten. Das könnte in Zeiten höchster politischer Anspannung jedoch nach hinten losgehen.
In der AfD hält man das starke Geschlecht in Ehren. Der Mann soll wehrhaft sein. Schreckensbild ist die „Vertuntung“, die AfD-Politiker fürchten. Kein Wunder: Die Partei besteht aus – Männern.
Ablehnung in Moskau, Verständnis in Berlin, Paris und Ankara. Die Reaktionen auf den amerikanischen Luftangriff legen die Spaltung im Syrien-Konflikt schonungslos offen.
Das anstehende Referendum in der Türkei könnte weitreichende Folgen für die Demokratie des Landes haben. Findige Investoren schreckt dies jedoch nicht ab. Denn Wirtschaften in Autokratien ist äußerst lukrativ, aber auch gefährlich.
In Reaktion auf den mutmaßlichen Giftgas-Angriff plant Washington eine Koalition zur Ablösung des syrischen Diktators, wie Außenminister Tillerson am Donnerstag ankündigte. Der UN-Sicherheitsrat will erneut zu einer Sitzung zusammenkommen.
Bei dem Luftangriff auf die syrische Stadt Chan Scheichun wurde ein chemischer Kampfstoff eingesetzt. Nach Angaben des türkischen Justizministers habe das die Autopsie von drei Leichen eindeutig ergeben.
Geçen yaz kanlı bir darbe girişimi ile sarsılan Türkiye’de hükümet , geçen hafta az daha çikolata ile devriliyordu. Bu arada, 9 ay önce çıkarılan olağanüstü hal yasası, sadece darbeye değil, istenmeyen tüylere karşı çıkarılmış.
Eigentlich müssen Sie über die Türkei nur eines wissen: Sie ist weniger das Land von Döner und schönen Stränden als vielmehr das Land des Absurden. So wie neulich, als Erdogan beinahe mit Schokolade gestürzt worden wäre.
Berliner Türkinnen diskutieren temperamentvoll über das Verfassungsreferendum. „Unser Inneres ist aufgewühlt“, sagt eine von ihnen. Manche haben schon jetzt panische Angst vor einer Reise in die Heimat.
Ünsal Arik ist Boxer und einer der größten Kritiker des türkischen Präsidenten in Deutschland. Der politische Einsatz kostet Kraft – und hat Folgen für den Sportler.
Yavuz Ekinci ist Schriftsteller und Lehrer. Er stammt aus einem kurdischen Dorf in der Türkei. Ein Gespräch über das Schweigen türkischer Intellektueller angesichts des kurdischen Leids und den Mut Asli Erdogans.
Am 16. April steht in der Türkei das hoch umstrittene Referendum an. Wie wird es ausgehen? Handeln Sie im FAZ.NET-Orakel ihre Erwartungen und gewinnen Sie mit etwas Glück einen attraktiven Preis.
Die Integrationsdebatte bekommt allmählich Struktur: Neuerdings sind konservative CDU-Mitglieder und linke Deutsch-Türken einer Meinung. Dagegen wirkt der türkische Geheimdienst antiquiert.
Tausende Schüler nehmen in einigen Bundesländern am Türkischunterricht teil. Die Lehrer werden vom türkischen Konsulat gestellt. Das Bildungsministerium hat darauf keinen Einfluss – und bezahlt auch noch dafür.
Ausländische Spione observieren Cafés, Kindergärten und Oppositionelle. Das ist kriminell und wahnhaft – aber Alltag in Deutschland.
Während die Deutschen noch den Brexit beklagen, wollen andere ihre Plätze einnehmen: Unbeeindruckt vom Debakel für Brüssel freut man sich auf Commonwealth, leichte Sprache und politische Stabilität.
Mit scharfen Worten kritisiert Außenminister Gabriel den Umgang der Türkei mit dem inhaftierten „Welt“-Journalisten Deniz Yücel. Man müsse fast annehmen, dass dieser Ankara als „politischer Spielball in einem schmutzigen Wahlkampf“ diene, so Gabriel.
Türkiye’de yılların bölücülük paranoyası, devlet eliyle gerçeğe dönüştü. Ülkeyi yönetenlerin yarattığı kutuplaşma, referanduma giderken bir milleti tam ortadan ikiye böldü bile.
Die Türkei hat kaum noch Freunde, und auch durch das Land selbst zieht sich ein Riss. Separatismus hat stets als das größte Verbrechen gegolten. Jetzt treiben die Regierenden die Menschen auseinander.
Aufgeheizte Stimmung in Brüssel: Unterstützer und Gegner des türkischen Präsidenten Erdogan sind vor dem türkischen Konsulat aufeinander losgegangen. Es gab Verletzte und Festnahmen.
Bis zum türkischen Verfassungsreferendum am 16. April halten Erdogans Anhänger alles für erlaubt, was ein „Nein“ abwenden kann. Maybrit Illners Gäste halten dagegen – bis auf einen.
Auf der Geheimdienst-Liste mit angeblichen Gülen-Anhänger stehen auch Bundestagsabgeordnete. Deutsche Politiker verurteilen die Ausspähungen scharf und fordern „klare Worte“.
Tausende Türken stimmen im Frankfurter Generalkonsulat über das geplante Verfassungsreferendum ab. Die Meinungen zur Reform gehen auseinander.
In der Spionage-Affäre um den türkischen Auslandsgeheimdienst MIT wächst auch die Kritik an den deutschen Nachrichtendiensten. Beim Schutz der Bürger sei „wahrscheinlich einiges versäumt“ worden, kritisiert SPD-Fraktionschef Oppermann.
Wer die Abschaffung der türkischen Demokratie befürwortet, kann auch kein überzeugter Anhänger der deutschen Demokratie sein.
Die Ausspionierung von Gülen-Anhängern durch den türkischen Geheimdienst lässt den Streit mit Ankara weiter eskalieren. Innenminister de Maizière warnt die Türkei, sein niedersächsischer Amtskollege bescheinigt Erdogan „Verschwörungsangst“
Sie leben in Deutschland in Freiheit und sehnen sich doch nach den starken Führern in ihren Herkunftsländern. Nationalistische Polen und Russen preisen Kaczyński und Putin und Türken stimmen begeistert für Erdogans Verfassungsänderung. Warum können sie Deutschland nicht mit der gleichen Inbrunst lieben?
Ankaras Geheimdienstchef übergibt dem Bundesnachrichtendienst ein Dossier. Es enthält umfangreiche Informationen über Hunderte in Deutschland lebende Gülen-Anhänger. Erste Bundesländer warnen die Betroffenen.
Eine diffuse Warnung Erdogans vor wenigen Tagen war Sahra Wagenknecht offenkundig zu viel: Mit harschen Worten geht die Linken-Politikerin den türkischen Präsidenten an. Auch ein Nazi-Vergleich fällt.
Etwa 1,4 Millionen türkische Wahlberechtigte in Deutschland können bis zum 9. April über das umstrittene Verfassungsreferendum von Staatspräsident Erdogan abstimmen. Vor den Wahllokalen bilden sich schon jetzt lange Schlangen.
Ein Plakat mit einer auf Erdogan gerichteten Pistole bei einer Kundgebung in Bern hat zu einem diplomatischen Eklat geführt. Nun musste sich der Schweizer Botschafter im türkischen Außenministerium rechtfertigen.