Mit der Säge gegen das Trauma
Gabriele von Lutzau war Stewardess in der „Landshut“, die 1977 von einem palästinensischen Terrorkommando entführt wurde. Zwei Jahre später ist sie in den Odenwald gezogen. Ein Besuch in einer anderen Welt.
Gabriele von Lutzau war Stewardess in der „Landshut“, die 1977 von einem palästinensischen Terrorkommando entführt wurde. Zwei Jahre später ist sie in den Odenwald gezogen. Ein Besuch in einer anderen Welt.
Nichts hat ihn bislang aus Offenbach vertreiben können, weder der Fluglärm noch der überteuerte Nahverkehr. Doch einiges muss sich ändern, sonst könnte der Schriftsteller Frank Witzel auch bald anderswo sein.
Robert Habeck ist Chef der Grünen, Kinderbuchautor – und fasziniert von der deutschen Revolution von 1918. Ein F.A.Q.-Gespräch über deutsche Revolten, Systemumstürze und darüber, wie rechts die Zukunft sein wird.
Rund 750 Rechtsextremisten und 1200 „Reichsbürger“ besitzen legal eine Schusswaffe. Aber was ist eigentlich mit den Linksextremisten? Eine Recherche.
Der Film „7 Tage in Entebbe“ erzählt die Geschichte der Flugzeugentführung von 1976. Die Täter waren Linksextremisten aus Frankfurt. Von dort kamen auch andere Terroristen dieser Zeit.
1968 und kein Ende: Der Verleger und frühere SDS-Vorsitzende KD Wolff verspürt auch heute noch Lust gegen die Pressekonzentration oder die durchgeknallten Banken auf die Barrikaden zu gehen.
„Hart aber Fair“ will die 68er erklären und lädt Rainer Langhans ein. Die Ansichten des APO-Veterans sind teilweise peinlich – aber hilfreich, um die 68er besser zu verstehen.
Terroristen sind Gegenstand ernsthafter historischer Forschung. Dabei sind längst nicht alle ihre Taten aufgeklärt.
Vor 50 Jahren trafen Rudi Dutschke zwei Schüsse in den Kopf. Ein Gespräch mit seiner Witwe Gretchen über die schwere Zeit nach dem Anschlag, Dutschkes Verhältnis zu Gewalt – und das Vermächtnis der Achtundsechziger.
Am 2. April 1968 zündete er gemeinsam mit Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Horst Söhnlein zwei Kaufhäuser in Frankfurt an. Im Interview spricht Thorwald Proll über diese Tat und über die Anfänge der RAF.
Noch wurde niemand getötet. Doch die Kaufhaus-Brandstiftung in Frankfurt vor 50 Jahren bereitete die Anschläge und Morde der Roten Armee Fraktion vor.
Barbara Klemm war gerade einmal 28 Jahre, als Studenten 1968 massenweise auf die Straße gingen. Ihre mutigen Bilder zeigen, wie aufgeheizt die Stimmung in der noch jungen Bundesrepublik war.
Die bürgerliche Gesellschaft verhindert eigentlich Sexismus und Gewalt wie in Tarantinos Filmen – und findet sie im Netz, in den Algorithmen der Werbung und Medien, die sich zu den Guten der MeToo-Kampagne zählen.
Als Reaktion auf die Terroranschläge von München 1972 wurde die GSG9 gegründet. Jetzt soll die Truppe wachsen. Mit dem neuen Standort reagiert die Politik auf die geänderte Bedrohungslage.
Nach dem Olympia-Attentat 1972 baute der Bundesgrenzschutz die erste deutsche Antiterroreinheit auf. Ihren ersten großen Einsatz hatte die GSG 9 1977 bei der Befreiung der „Landshut“ in Mogadischu. Nun ist ihr Gründer Ulrich Wegener gestorben.
Bei der Fahndung nach den ehemaligen RAF-Terroristen Ernst-Volker Staub, Burkhard Garweg und Daniela Klette wurde der Blick bisher vor allem Richtung Westen gelenkt. Offenbar zu Unrecht.
Dieses Buch leistet eine Menge. Aber es bleibt noch viel zu tun. Die RAF-Sympatisantenszene bleibt zum Beispiel deutlich unterbelichtet.
Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer war eines der bekanntesten Opfer der Roten Armee Fraktion. Das ehemalige RAF-Mitglied Silke Maier-Witt bittet vierzig Jahre nach dem linksextremistischen Mord den Sohn Schleyers um Verzeihung.
Eine Terrorgefahr im engeren Sinn geht von den drei ehemaligen RAF-Terroristen nicht mehr aus – es gibt weitaus größere Bedrohungen. Trotzdem sollte die Fahndung intensiviert werden.
Seit Jahren sucht die Polizei nach den drei früheren RAF-Terroristen Ernst-Volker Staub, Burkhard Garweg und Daniela Klette. Nach einer Überfallserie verfolgen die Ermittler jetzt eine neue Spur.
Der RAF-„Tatort“ von Dominik Graf hat einen Teil der Öffentlichkeit erregt – bis hin zum Bundespräsidenten. Doch was erzählen uns die Reaktionen?
Der Dschihadismus fordert den deutschen Staat nicht weniger heraus als der Terrorismus der RAF.
Vor vierzig Jahren ermordete die RAF den damaligen Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer. Den Kampf gegen den Terror konnte die Bundesrepublik letztlich für sich entscheiden. Welche Lehren kann man heute daraus ziehen?
Der „Tatort“ vom Sonntagabend hat ziemlichen Quatsch über die RAF verbreitet. Der genauen Blick in die Studienakten von Ensslin, Mahler und Meinhof jedoch fördert Interessantes zutage. Ein Gastbeitrag.
Der am Sonntag ausgestrahlte „Tatort“ über die RAF von Dominik Graf ruft heftige Kritik hervor. Stefan Aust spricht angesichts der gezeigten Mordkommando-These von „RAF-Propaganda“. Der SWR wiegelt ab.
Der neue „Tatort“ aus Stuttgart will den langen Arm der RAF bis in die heutige Bundesrepublik hinein verfolgen. Kommt ihm die Realität dabei entgegen? Wir haben Terrorismus-Experten gefragt.
Ein RAF-Film ohne Baader-Meinhof-Komplexe: Dominik Graf fragt im „Tatort“ auf ungewöhnliche Weise nach den Grenzen staatlichen Tuns. Es geht um einen V-Mann und eine Frau mit terroristischer Vergangenheit.
Die Lufthansa-Maschine „Landshut“ ist zurück nach Deutschland gebracht worden. Vor 40 Jahren hatten Terroristen das Flugzeug entführt und den Piloten erschossen. Jetzt soll die „Landshut“ in ein Museum – aber ein Konzept gibt es noch nicht.
Im Museum der Katastrophen: Frank Witzels neuer Roman sucht den Punkt zwischen davor und danach.
Mit der Entführung von Hanns Martin Schleyer begannen vor genau 40 Jahren die dramatischsten Wochen der Bundesrepublik. Was sie damals im Kampf gegen die Rote Armee Fraktion lernte, bestimmt ihr Handeln noch heute.
Die für Gewaltaufrufe bekannte Internetseite linksunten.indymedia wurde verboten – und ist trotzdem weiter im Netz verfügbar. Warum ist das so?
Schon lange haben die Behörden die Seite „linksunten-indymedia“ im Visier, nun wird sie verboten. Bei Durchsuchungen fanden Polizisten unter anderem Waffen bei den Betreibern. Das Verbot erfolgte schon vor zwei Wochen – trotzdem wurden die Länder erst jetzt informiert.
1977 war das blutigste Jahr des Terrors der Rote Armee Fraktion. Höhepunkt der Mord- und Entführungsserie der RAF war der „Deutsche Herbst“ mit der Todesnacht von Stammheim. Im FAZ.NET-Interview erinnert sich einer der Chefermittler der Bundesanwaltschaft an jene Zeit.
Der liberale Rechtsstaat wird durch dumpfe Rechtsradikale und hysterische Linke bedroht. Das „Fremde“ wird bekämpft, statt sich mit ihm auseinanderzusetzen. Es kann einem Angst und Bange werden.
Mit dem Plädoyer der Bundesanwaltschaft geht der NSU-Prozess in die letzte Phase. Nach vier Jahren ist sich Chefankläger Diemer sicher: Beate Zschäpe war ein gleichberechtigtes Mitglied des Terror-Trios.
Mehr als vier Jahre nach Prozessbeginn hat die Bundesanwaltschaft im NSU-Prozess mit ihrem Plädoyer begonnen. Sollte das Oberlandesgericht München den Forderungen der Anklage folgen, droht Beate Zschäpe lebenslange Haft.